Test: Teufel Bamster

Teufels Bluetooth-Lautsprecher im Riegelformat geht in die nächste Runde

Geschrieben von Niklas Ludwig am 28.09.2016.

teufel-bamster-startbild

Teufel schickt den BT Bamster in den wohlverdienten Ruhestand und präsentiert mit dem Teufel Bamster den Nachfolger seines ersten Bluetooth-Lautsprechers. Welche Verbesserungen der Nachfolger bietet und wie es um den Klang bestellt ist, verraten wir euch in diesem Test.

Technische Daten

Lautsprecher

  • Maximaler Schalldruck: 86 dB
  • Frequenzbereich von/bis: kA
  • Tieftöner (Anzahl): 2
  • Tieftöner (Durchmesser): 65 mm
  • Tiefmitteltöner (Material): Zellulose
  • Breitbandlautsprecher (Anzahl): 2
  • Breitbandlautsprecher (Durchmesser) 40 mm
  • Breitbandlautsprecher (Material): Kunststoff
  • Akustisches Prinzip: Zwei-Wege
  • Gehäusematerial Aluminium

Anschlüsse

  • NFC: Nein
  • Klinkenbuschen Eingang: 1x 3,5 mm
  • Micro-USB: ja
  • Bluetooth 4.0 (aptX-Codec)

Elektronik

  • Verstärker: Class D
  • Verstärker-Konfiguration: 2.0
  • Verstärkerkanäle: 2
  • Ausgangsleistung Maximal: 3 Watt
  • Betriebsspannung: 230 Volt
  • Standby-Funktion: Ja
  • Ein-/Ausschalt-Automatik: Ja
  • Akku-Typ: 2.400 mAh Lithium-Ionen
  • Akku-Betriebsdauer: bis zu 10 h

Abmessungen

  • Tiefe: 7,20 cm
  • Breite: 31,50 cm
  • Höhe: 5,0 cm
  • Gewicht: 0,72 kg

Lieferumfang

  • Teufel Bamster
  • Klinkenkabel
  • Micro-USB- auf USB-Kabel
  • Bedienungsanleitung

Design & Verarbeitung

Optisch hat sich einiges getan, wenngleich die Grundform eines Riegels beziehungsweise Barrens beibehalten wurde. Allerdings ist der Teufel Bamster weniger rund als der Teufel BT Bamster, was vor allem an den beiden äußeren Enden ersichtlich wird. Vom Vorgänger wurde auch die leicht angewinkelte Form übernommen, damit der Klang auch Richtung des Hörers strahlt.

teufel-bamster-angewinkelt teufel-bamster-rueckseite

Teufel setzt beim Bamster erneut auf ein Aluminiumgehäuse, das leicht angewinkelt ist.

Durch das rund 720 Gramm schwere Aluminiumgehäuse wirkt der Teufel Bamster gleichermaßen schlicht und edel. Farbakzente sucht man nahezu vergeblich. Bei genauerer Betrachtung fällt allerdings auf, dass hinter der Lautsprecherabdeckung, die erneut fast die komplette Oberseite einnimmt, die Umrandungen der verbauten Treiber leicht hindurchschimmern.

Lautstärkerad mit Haptik eines Mausrades

Das Lautstärkerad ist wieder mit von der Partie und wurde rechts in das Gehäuse eingelassen, wo es leicht herausragt. Es ist gerastert und ermöglicht somit ein präzises Einstellen der Lautstärke. An der linken Seite des Rads befindet sich ein roter, leicht durchsichtiger Kunststoffring.

teufel-bamster-lautstaerkeradDas Lautstärkerad ist beleuchtet und warnt über die LEDs über einen zu niedrigen Ladestand des Akkus.

Unter diesem befinden sich LEDs, die pulsieren, wenn die Lautstärke geändert wird. Fällt der Akkustand unter 25 Prozent, so wird dies ebenfalls über das Lautstärkerad signalisiert – praktisch!

Mehr Bedienmöglichkeiten als beim Vorgänger

Auf der Rückseite des Teufel Bamster befinden sich der Einschaltknopf sowie eine Multifunktionstaste, die mit mehreren Funktionen belegt ist: Wird sie drei Sekunden lang gedrückt, wird der Pairing-Modus aktiviert, um den Lautsprecher mit einem Bluetooth-fähigen Gerät zu koppeln.

teufel-bamster-anschluesseDie Anschlüsse sowie weitere Bedientasten befinden sich auf der Rückseite des Lautsprechers.

Ist der Bamster mit einem Abspielgerät gekoppelt, kann die Taste zum Pausieren und Fortsetzen der Musik genutzt werden. Um zum nächsten Titel zu springen, muss der Knopf hingegen zweimal betätigt werden. Rechts neben den beiden Knöpfen befinden sich noch ein Klinkenanschluss sowie ein Micro-USB-Anschluss.

Schicker Korpus aus Aluminium

Die Unterseite ist mit gummierten Lamellen versehen, die für einen rutschfesten Stand sorgen. Zudem sind hier zwei Kontaktpunkte zu erkennen – wohlmöglich liefert Teufel noch eine Ladeschale wie beim Bamster Pro nach? Verarbeitungstechnisch erlaubt sich Teufel keine Fehler und liefert ein hochwertig verarbeitetes Produkt ab, das dank des Aluminiumgehäuses sehr robust wirkt.

Eigenschaften & Klangqualität

Klanglich setzt Teufel auf das Zwei-Wege-Prinzip und hat zwei 40-mm-Breitbandlautsprecher im Teufel Bamster integriert. Nach unten hin sollen diese von zwei 65-mm-Tieftönern unterstützt werden, die allerdings nur passiv mitschwingen und in einer eigenen Kammer untergebracht sind. Wird die kabellose Musikübertragung gewählt, kommt Bluetooth 4.0 mit dem aptX-Codec zum Einsatz. Letztgenannter soll eine nahezu verlustfreie Übertragung in CD-Qualität gewährleisten. Zudem ist es möglich zwei Geräte gleichzeitig mit dem Bamster zu koppeln, wodurch man beispielsweise im Wechsel mit einem Freund die Musik abspielen kann.

Bröckliges Bassfundament

Was beim ersten Hören sofort auffällt, ist der sehr detailreiche und präzise Klang des Teufel Bamster. Insbesondere die Höhen und der Mitteltonbereich werden gut abgebildet. Basslastige Musikstücke kommen mit dem Teufel Bamster jedoch weniger gut zur Geltung. Das Klangbild wirkt neutral und könnte nach unten hin gerne etwas kraftvoller ausfallen. Letztendlich ist dieser Umstand sicherlich Geschmackssache. Im Gegensatz zum Teufel Bamster Pro muss der Bamster ohne die Dynamore-Technologie auskommen, die für eine breitere Stereobühne sorgt.

teufel-bamster-draufsichtDie roten Umrandungen der Töner schimmern leicht durch die Lautsprecherabdeckung hindurch.

Trotz des Verzichts kann der Lautsprecher mit einem wahrnehmbaren Stereoeffekt überzeugen, der sicherlich durch seine breite Bauform begünstig wird. Hinsichtlich des maximalen Schalldruckpegels erreicht der Teufel Bamster mit 86 dB einen ordentlichen Wert, der ausreicht, um auch größere Räume zu beschallen. Allerdings verzerrt der Klang bei maximaler Lautstärke etwas.

Höhere Kapazität für längere Laufzeiten

Der integrierte Akku bietet eine etwas höhere Kapazität als der Akku des Vorgängers (2.400 statt 2.000 mAh), was sich bei der Laufzeit bemerkbar macht. Waren es beim BT Bamster etwas mehr als sieben Stunden, bis er verstummt, sind es bei Teufel Bamster rund zehn Stunden. Somit liegt der Lautsprecher rund zwei Stunden unter der vom Hersteller bezifferten Laufzeit. Zudem bietet der Lautsprecher eine integrierte Freisprechfunktion, wodurch eingehende Anrufe bequem am Lautsprecher entgegengenommen und über diesen geführt werden können.

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Testvorgang

– *Maximaler Schalldruckpegel: Der Wert des maximalen Schalldruckpegels wurde nicht im Labor gemessen und ist somit keine exakte Messung. Er soll nur eine grobe Richtung vorgeben, an der man sich orientieren sollte. Die Messungen wurden im Freien mit dem Mini Sound Level Meter durchgeführt.

Reichweite/ Empfang: Die unten aufgeführten Ergebnisse wurden im Freien durch auf dem Boden abgesteckte Abmessungen und der schrittweisen Entfernung von Smartphone zum Bluetooth Speaker ermittelt. Als Smartphone verwendeten wir das Samsung Galaxy S7 edge.

Suche/ Pairing: Mit dem Begriff der Suche ist die Zeit gemeint, die das Smartphone brauchte um den Bluetooth-Speaker zu finden. Anschließend benötigt das Smartphone Zeit um sich mit dem Bluetooth-Speaker zu verbinden, diesen Vorgang nennt man Pairing.

Hier gelangt ihr zu den Testergebnissen unseres letzten Bluetooth-Speaker Roundups.

Testergebnisse

Lautstärke 86 dB(A)
Suche ~2 s
Pairing ~2 s
Reichweite ~20 m

Fazit

Der Teufel Bamster ist ein würdiger Nachfolger des BT Bamster. Er sieht durch sein Aluminiumgewand schick und hochwertig aus und kommt mit einigen sinnvollen Verbesserungen daher. Dazu zählen die erweiterte Bedienung am Lautsprecher sowie die Möglichkeit zwei Geräte gleichzeitig mit dem Bamster zu koppeln. Beim Klang gibt sich der Lautsprecher keine Blöße, lässt bauartbedingt jedoch im Tieftonbereich etwas zu stark nach. Eine sinnvolle Verbesserung ist zudem die verbesserte Laufzeit von rund 10 Stunden. Leider fehlt ein Netzteil zum Aufladen, stattdessen wird nur das Micro-USB-Kabel mitgeliefert. Praktisch ist auch die integrierte Freisprechfunktion. Erhältlich ist der Teufel Bamster zu einem Preis von 139,99 Euro im Onlineshop von Teufel.

Pro Contra
  • ordentlicher Klang…
  • …mit Schwächen im Tieftonbereich
  • Design & Materialwahl
 
  • gute Laufzeiten
 
  • schnelle Suche & Pairing
 
  • hohe Reichweite
 
  • Bluetooth 4.0 & aptX
 
  • Freisprecheinrichtung
 

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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