OC-Wunder Barton 2500+ AQZEA
Wir haben heute ein ganz besonderes Review für Sie. Wir testen einen Athlon XP 2500+ Barton mit AQZEA-Stepping auf seine Übertaktbarkeit.
Wir hofften bei diesem CPU-Stepping auf eine noch höhere Erfolgschance der Übertaktbarkeit als bei seinen Vorgängern AQXDA und AQXEA. Die Messlatte lag also schon relativ hoch, wenn man bedenkt, dass in den meisten Fällen beide Steppings ohne anheben der Core-Spannung mit einen FSB von 200 MHz laufen - was einem P-Rating von 3200+ entspricht.
An dieser Stelle möchten wir gleich unsern Dank für das entgegengebrachte Vertrauen an Fun Computer aussprechen.
Fun Computer zeichnet in Ihrem Online Shop die Steppings der CPUs extra aus, was leider nicht selbstverständlich ist. Somit steht einer Bestellung eines speziellen Steppings (in unserem Fall ein AQZEA) nichts mehr im Wege.
Wie auf den Bilder unschwer zu erkennen ist haben wir einen Stepping aus der 31ten Kalenderwoche des Jahres 2003 erwischt. Ob das als positiv zu bewerten ist, finden wir später heraus. Wie man ebenfalls gut erkennen kann, sind auch beim AQZEA die Leiterbahnen teilweise offen gelegt, um Fälschern das Leben schwer zu machen.
Testsystem:
Natürlich kommt es beim Übertakten ob Erfolg oder Nicht auch stark auf die verwendeten Komponenten an. Unser Testsystem besteht daher aus folgenden Komponenten:
| AMD Athlon XP 2500+ Barton AQZEA |
|
|
CPU-Kühler |
Thermaltake SLK 800 |
|
Lüfter |
Enermax 8-FAB |
|
Mainboard |
Abit NF7-S Rev. 2 (nForce 2) |
|
Arbeitsspeicher |
2x 512 MB DDR 400 Twinmos/Winbond BH5 |
|
Grafikkarte |
Sapphire Radeon 9800 Pro (Catalyst 3.7) |
|
Betriebssystem |
Windows XP Professional SP1 (+ alle weiteren Patches von Windows-Update) |
Wie unschwer zu erkennen handelt es sich bei unserem System um absolute Top-Hardware. Die eingesetzten Twinmos/Winbond BH5 versprechen dabei großes Übertaktungspotential per FSB. Eine Übertaktung per Multiplikator wäre zwar auch möglich, jedoch mangels höheren Datendurchsatzes längst nicht so effektiv.
Benchmarks - Verwendete Software:
Bei den Benchmarks setzen wir auf folgende Software um die Leistung zu ermitteln:
|
Prime 23.7 |
|
Motherboard Monitor 5.3.4.0 |
|
CPU-Z 1.19b |
|
WCPUID 3.1a |
|
Central Brain Identifier 3.0 |
Des Weiteren testen wir mit folgenden Benchmark-Programmen:
|
3DMark 2003 |
|
PC Mark 2002 |
|
UT2003 CPU-Test |
Einbau und erster Systemstart:
Der Einbau war natürlich bei dieser CPU nichts besonders und lief daher problemlos ab. Beim ersten Start des System haben wir die "Optimized Defaults" geladen. Sofort wurde unser 2500+ Barton richtig erkannt. Nach abgeschlossenem Bootvorgang ließen wir den Rechner erst einmal 10 Minuten in Ruhe. Danach stellten wir eine Idle-Temperatur von 41°C fest. Guter Wert für die verwendete Kühlung. Wir starteten WCPUID und bekamen folgendes zu Gesicht:

Da das Abit NF7-S dafür bekannt ist, stark zu untervolten, lief unser System auf Grund der "Optimized Defaults" mit einer V-Core von 1,616V (1,65V laut BIOS). Trotz alledem konnten wir keine Instabilitäten feststellen. Prime lief 3 Stunden stabil.
Erste Übertaktungsversuche:
Wie bereits erwähnt liefen die meisten Vorgänger des AQZEA bei einem FrontSideBus von 200Mhz ohne Erhöhung der Core-Spannung stabil auf 2200Mhz (11x200). Dies entspricht einem P-Rating von 3200+. Natürlich wollten wir wissen ob auch unser Exemplar mit AQZEA-Stepping diese erste Hürde nimmt. Wir stellten im BIOS also einen FSB von 200Mhz ein. Die V-Core ließen wir dabei auf 1,65V (1,616V real). Wir erhöhten lediglich die Spannung für den RAM von 2,6V auf 2,7V und die Chipsatz-Spannung von 1,5V auf 1,6V.
Unser System starte ohne zu Murren. Nach kurzer Zeit war das Betriebssystem vollständig geladen. Wir warteten wieder 10 Minuten um die Idle-Temperatur herauszufinden: 43°C! Wieder ließen wir Prime ans Werk um die Stabilität des Systems zu überprüfen. Nach 3 Stunden alles Bestens; System läuft also stabil. WCPUID, CPU-Z und CBI teilten uns dann folgendes mit:


Wie man auf diesem Bild sehen kann läuft unser Barton 2500+ AQZEA trotz der Erhöhung des FSB auf 200Mhz, stabil mit 1,616V. Spitze!! Dies ließ uns schon mal auf das uns bevorstehende enorme Übertaktungspotential schließen. Aber dazu später mehr. Unsere RAM-Settings waren wie oben zu sehen sehr scharf eingestellt, stellten aber dank der Winbond BH-5 Chips bislang kein Problem dar.
Wie man auf dem nächsten Screenshot von CBI sehen kann, entsprechen die 2205 Mhz einem AMD P-Rating von 3210+:

Und wir Übertakten weiter:
Natürlich wollten wir uns mit diesem Ergebnis noch nicht zufrieden geben. Da der Prozessor bis jetzt immer untervoltet lief, entschlossen wir uns, den FSB kräftig anzuheben und den Prozessor dabei mit 1,675V real zu betreiben. Wir stellten im BIOS einen FSB von 218MHz und einen Wert von 1,7 V-Core ein.
Um ehrlich zu sein, wir gingen nicht von Erfolg dieser Variante aus, aber sehen Sie selbst was darauf folgte...


Okay, das booten war uns schon einmal gelungen. Aber nun wollten wir wissen ob auch ein stabiler Betrieb möglich ist. Dazu starteten wir wieder Prime. Wie wir schon geahnt hatten war ein stabiler Betrieb leider nicht möglich. Prime stürzte nach 18 Minuten ab. Also ab ins BIOS und die Spannung erhöhen. Diesmal stellten wir eine Core-Spannung von 1,725V ein.
Nach dem Bootvorgang überprüften wir noch mal die Temperatur. 47°C Idle-Temperatur. Also immer noch ein guter Wert für die verwendete Kühlung. Zu unserem eigenen Erstaunen machten unsere eingestellten RAM-Settings von 2-2-2-5 keine Probleme, trotz einem FSB von 218MHz. Hier noch mal ein Überblick:

Wir holen das letzte raus...:
Leider war es nicht möglich, unsere RAM-Riegel mit einem noch höheren Takt, bei einigermaßen akzeptablen Speed-Settings zu betreiben. Daher entschlossen wir uns nun, den Multiplikator zu erhöhen.
Als erstes stellten wir einen Multiplikator von 11,5 ein. Ein Problemloser Bootvorgang war allerdings nur mit einer Spannungserhöhung von 0,25V möglich. Danach machte Prime drei Stunden lang keine Murren. Super, das ist doch schon mal was. 2514 MHz. Doch das war uns natürlich immer noch nicht genug. Wir wollten noch mehr. Also wieder ab ins BIOS und den Multi auf 12 erhöht.
Leider verweigerte unser System plötzlich den Bootvorgang, und spuckte lieber wie wild Piepstöne aus. Also mussten wir die Spannung noch weiter erhöhen. Von eingestellten 1,75V erhöhten wir sie auf 1,775V, speicherten uns ließen das System booten. Leider erfolglos, denn beim "Willkommen Bildschirm" blieb unser System hängen. Also mussten wir weiter die (immer noch sehr niedrige Real-Spannung) weiter erhöhen. Mit einer BIOS-Einstellung von 1,8V (entsprach 1,769V real) war zwar ein problemloser Bootvorgang möglich, jedoch blieb Prime bereits nach 10 Minuten stehen. Sollten die erreichten 2514MHz wirklich bereits das Ende sein? Sollten sie nicht...
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
Druckversion













