VIA KT 880 zum Sparpreis: ASRock K7V88 im Test
Installation
Die Installation des K7V88 verläuft unkompliziert. Die Steckerleiste für die Gehäuseanschlüsse wurde zwar nicht farblich codiert, ist dafür aber gut beschriftet und das Handbuch erweist sich, obwohl nur sehr kurz gefasst, als sehr hilfreich. Was wieder einmal etwas verärgert, ist der Umstand, dass die Jumper-Belegung für die Verstellung des Multiplikators nicht im Handbuch abgedruckt ist, sondern erst der beiliegenden CD entnommen werden kann, auf der sich ein entsprechend ausführlicheres Handbuch noch einmal als PDF-File finden lässt. Wer das Glück hat, über eine CPU mit freigeschalteter Multiplikator-Sperre zu verfügen, dem bieten wir nachstehend eine Abbildung aus dem besagten PDF-Handbuch, die die entsprechenden Jumper-Stellungen zeigt. Weiterhin ist zu kritisieren, dass ein Tütchen mit notwendigen Jumper-Caps nicht im Lieferumfang enthalten war.

Jumperbelegungen auf dem K7V88 zur Verstellung des CPU-Multiplikators
Stabilität
Bezüglich der Stabilität konnten wir während unseres Testzeitraums nicht klagen, soweit das K7V88 mit synchroner Speicher- und CPU-Taktung betrieben wurde. Also z.B. 166MHz Prozessor mit 166MHz Speichertakt bzw. 200MHz CPU mit 200MHz Speichertakt. Sowohl im Single-, als auch im Dual-Channel-Modus funktionierte alles einwandfrei. Leichte Probleme hatte das K7V88 im Dual-Channel Modus bei asynchroner Taktung, z.B. bei 166MHz CPU und 200MHz Speicherfrequenz. Hier kam es gelegentlich zu Instabilitäten unter Windows XP. Diese leichten Instabilitäten konnten aber ausgemerzt werden, wenn die Speichertimings etwas zurückgenommen wurden.
Bios & Overclocking
Das Bios des ASRock K7V88 ist recht übersichtlich gegliedert und bietet die VIA-typischen Einstellungen für FSB und Speicherparamater. Auch wird leichtes Overvolting der CPU gestattet. Ein Übertakter-Board ist das K7V88 aber definitiv nicht. Schauen wir uns das Bios einmal anhand einiger Screenshots an:
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Geboten werden u.a. eine stufenlose Erhöhung des Frontside-Bus bis 260MHz. Bei der Justage der Speicherparameter wird es schon eng. Lediglich die CAS Latency kann beeinflusst werden (CL 2.0 / 2,5 / 3.0), was leider herzlich wenig ist. Die CPU Spannung kann in Schritten von 5, 7 und 10 % erhöht werden. Angenehm ist die Anzeige im Bios, ob im DualChannel Modus gearbeitet wird oder nicht. In der Chipset Configuration kann sogar zwischen Single- und DualChannel-Modus umgeschaltet werden. Ob dieses Feature unbedingt sinnvoll ist, mag diskussionswürdig sein. Der DualChannel-Modus funktioniert ohnehin nur, wenn auch die Speicherslots entsprechend bestückt sind. Wer aber bereits im DualChannel-Modus arbeitet, wird wohl kaum in den SingleChannel-Modus umschalten wollen. Der AGP-Takt ist nach unserer Kenntnis nicht fix, was ebenfalls gegen aggressives Overclocking spricht. Immerhin bietet das K7V88, zwar nicht im Bios, aber auf der Platine - eine Jumperstrecke zur Verstellung des CPU-Multiplikators. Auf die Jumper-Möglichkeiten sind wir bereits im Abschnitt "Installation" eingegangen. Für den normalen "Hausgebrauch" bietet das K7V88 Bios jedoch ausreichend Optionen, wenngleich man das Gebotenen insgesamt eher als durchschnittlich bezeichnen muss. Mit den gegebenen Möglichkeiten war in unserem Testaufbau lediglich ein stabiler FSB von 205MHz erreichbar.
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
Druckversion




















