Shuttle XPC SB77G5 im Test
Die sogenannten "Mini-Computer" kommen immer mehr in Mode. Die Vorteile dieser Systeme liegen augenscheinlich auf der Hand. Die geringen Maße nehmen weniger Platz weg, zudem kann ein Barebone-System auch fast alles, was ein herkömmlicher Desktop-PC auch kann.
Wir von Allround-PC haben uns einmal den Shuttle XPC SB77G5 etwas genauer angesehen und wollten wissen, welche Vor- und Nachteile es gibt.
Vielen Dank an die Firma Shuttle, für die Bereitstellung des Barebone Systems.
| Model | Shuttle XPC 775G5 |
| Chipsatz Northbridge | i875P |
| Chipsatz Southbridge | Intel 82801EB (ICH5) |
| Sockel | LGA 775 |
| Unterstützt Pentium 4 Willamette | Nein |
| Unterstützt Pentium 4 Northwood | Nein |
| Unterstützt 800MHz FSB? | Ja |
| Unterstützt Prescott ? | Ja nur Sockel 775 |
| Systembus | 533MHz / 800MHz |
| Systemspeicher | 2 x DDR Dimm-Bänke |
| DDR-Ram PC 3200 / ECC Support | Ja / Nein |
| Max. Speicher | 2GB |
| Unterstützt Hyperthreading Technologie | Ja |
| Raid onboard | Ja, nur S-ATA |
| Slots |
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| IDE | 2 Master Ports für 4 Endgeräte |
| UDMA 133 Support | Nein |
| USB-Anschlüsse (bereits vorhanden) | 2 |
| Audio Onboard | Ja ( 6-Channel AC97 CODEC) |
| Lan Onboard | Ja (Gigabit - Braodcom) |
| IDE RAID | Nein |
| USB 2.0 / Firewire |
Ja / Ja |
| Serial ATA / Raid | Ja / Ja |
| sonstiges | SPDIF optischer Ein/Ausgang, koxialer Ausgang 250Watt Netzteil Frontklappe mit USB-, Firewire und Audioanschlüssen Gewicht: ca. 5,2kg |
| Preis | ca. 349,-€ |
Lieferumfang
Der Lieferumfang des Shuttle XPC SB77G5 ist recht reichhaltig ausgefallen. Neben zwei Handbüchern und 2 Treiber&Tools CDs, befinden sich viele Anschlusskabel und auch Wärmeleitpaste.
Lieferumfang im Überblick
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2x Sata Kabel
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1x Floppy-Kabel
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2x silberne Standfüße
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1x Schrauben
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1x Y-Stromkabel
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1x Treiber Diskette
Ein zusätzliches IDE Kabel fehlt leider.
Layout&Design
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In der silbernen Leiste auf der Front befindet sich der Power- und Resetknopf +die Status LEDs |
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Das Gehäuse des Shuttle XPC SB77G5 ist komplett in schwarz gehalten. Die Seitenteile wurden zusätzlich mit dem Shuttle Logo und ein paar kleinen Lüftungslöcher versehen. Aufgrund der geringen Maße von 310 x 200 x 185cm, lassen sich die Seitenteile auch nicht einzeln abnehmen. Es ist nur möglich das Innenleben freizulegen, indem man den kompletten Gehäusedeckel entfernt. Um dem User Zeit zu ersparen, wurden bei diesem Modell Thumbscrews verwendet, wodurch das Lösen des Deckels vereinfacht wird.
Insgesamt bietet das Case Platz für ein 5,25" und zwei 3,5" Laufwerke. Damit das Design bei Einbau eines CD- oder DVD Laufwerks einheitlich bleibt, hat der Hersteller dem 5,25" Schacht eine schwarze Laufwerksblende mit einem silbernen Knopf verpasst. Diese öffnet sich bei Betätigung des Knopfes und verdeckt auch das Laufwerk wieder, nachdem eine CD/DVD eingelegt wurde.
Des Weiteren sind hinter einer kleinen Klappe zusätzliche Frontanschlüsse [2xUSB, 2xAudio (Line-IN, Line-OUT), und 1x Firewire] zu finden.
Öffnet man nun den Gehäusedeckel kommt das Innenleben des Shuttle Barebone Systems zum Vorschein.
Das Mainboard besitzt u.a. 2 Rambänke für bis zu 2GB Arbeitsspeicher, 2 SATA Ports, 2 IDE Ports für bis zu 4 Laufwerke und 4 bereits vorinstallierte USB 2.0 Ports. Jeweils 2 Ports sind in der Front, hinter der Frontklappe zu finden, die anderen beiden Anschlüsse befinden sich, wie sonst auch üblich, auf der Gehäuserückseite.
Da der Shuttle XP SB77G5 über keinen Onbord-Grafikchip verfügt, gibt es die Möglichkeit eine AGP 8fach Grafikkarte nachzurüsten. Ein Nachteil, der sich aus der kompakten Bauart ergibt, ist der Platzmangel für Grafikkarten mit großen Kühlern. Hier kann es im System schon mal recht eng werden.
Auch lässt sich über den vorhandenen PCI Slot eine Erweitungskarte, wie z.B. eine TV-Karte installieren.
Um das Herzstück, den Prozessor, einbauen zu können, muss vorerst das Gehäusemodul für die 5,25 und 3,5" Laufwerke entfernt werden. Anschließend muss die Heatpipe-Kühleinheit (Integrated Cooling Engine: ICE) komplett demontiert werden. Eine sehr ausführliche bebilderte Anleitung gibt es dazu im mitgelieferten Handbuch. Dank der Thumbscres geht der Aus- bzw. Einbau schnell von statten.
Ist nun die Kühleinheit gelöst, liegt der Sockel 775 frei. Die CPU, in unserem Fall ein Intel Pentium 4 520, kann nun eingebaut werden. Mit etwas Wärmeleitpaste versehen, wird der Kühler wieder eingesetzt.
Die Kühleinheit besteht insgesamt aus zwei Komponenten. Einmal aus dem Element, welches direkt auf die CPU gesetzt wird und einmal die Erweiterung inkl. 90mm Lüfter. Beide Elemente sind mit einem Heatpipe-Röhrensystem miteinander verbunden, so dass hier die Vorraussetzung für einen Wärmetausch geschaffen wird.
Der CPU Kühler macht einen hochwertigen Eindruck. Zudem besitzt dieser eine große Kupferplatte, um den Wärmeaustausch zwischen Prozessor und Kühler zu verbessern. Die erzeugte Wärme wird anschließend über das Röhrensystem an den großen Radiator weitergeleitet. Hier übernimmt der 90mm großer Kühler den Rest, und befördert die warme Luft nach Außen.
Diese Kühlmethode stellte sich in unserem Test als sehr effizient heraus. Die CPU Temperatur unter Volllast, selbst im übertakteten Zustand, kletterte nicht über 65°C. Natürlich musste sich bei solchen Temperaturen auch der Aktivlüfter stärker einschalten als üblich. Die Standardgeschwindigkeit beträgt ca. 1000 Umdrehungen pro Minute. Wird jedoch viel Hitze erzeugt, kann der Lüfter mit bis zu 3700 U/min arbeiten und erzeugt dabei einen unerträglich-lauten Lärmpegel.
Im IDLE Zustand ist der Lüfter jedoch kaum wahrzunehmen.
Nachdem alle Komponenten eingebaut wurden, konnte das System wieder geschlossen werden, so dass wir mit den ersten Tests beginnen konnten.
Für die nötige Power der Komponenten sorgt ein kleines 250Watt Netzteil, das mit zwei 40x40mm Lüftern ausgestattet wurde. Die Lüfter sind erfreulicherweise im Betrieb kaum zu hören.
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