3 Sockel 939 Mainboards mit nForce 4 Chipsatz im Test
Der nächste Punkt sind die Laufwerke. Natürlich sind PATA (IDE) Anschlüsse vorhanden, vor allem optische Laufwerke nutzen ja immer noch größtenteils diesen Anschluss.
Eine Neuerung gegenüber dem nForce3 ist dagegen die native Unterstützung von SATA II. Die Weiterentwicklung von SATA I zu SATA II betrifft zum einen die Übertragungsrate, die von ca. 150 MByte/s auf ca. 300 MByte/s gesteigert wurde. Aber auch die Steckerform wurde abgeändert. Die Stecker sind zwar auf- und abwärtskompatibel, die neueren Stecker sind aber gegen herausrutschen durch eine Klammer gesichert. Das ist vor allem wichtig bei der nächsten Neuerung, der Möglichkeit, Festplatten im laufenden Betrieb an- und abzustecken (Hot-Plugging). Die letzte wichtige Neuerung ist NCQ, Native Command Queuing. Was das bedeutet, lässt sich durch ein Bild von der NVIDIA Homepage recht gut verdeutlichen:
Dabei sei aber angemerkt, dass nicht nur der Controller, sondern auch die Platten das Hot-Plugging und NCQ unterstützen müssen.
NVIDIA verwendet zur Ansteuerung der SATA Platten zwei SATA Controller und verspricht sich dadurch eine bis zu doppelt so hohe Bandbreite von und zur Festplatte.
Unter ”MediaShield Storage“ versteht NVIDIA zum einen die Standard-RAID-Modi, RAID 0 (Striping), RAID 1 (Mirroring), RAID 0+1, aber auch weitere Möglichkeiten zur Vereinfachung und Optimierung von einer oder mehreren Festplatten. Dazu gehört auch die Möglichkeit, im Falle des Falles durch die NVIDIA RAID Software den Port zu lokalisieren, an dem eine kaputte Platte hängt. Für solche Fälle gibt es auch die Möglichkeit einer Spare Disk, die dann die Funktion der ausgefallenen Platte übernimmt. Ebenso kann bei ausgefallenen Platten on-the-Fly ein neues RAID aufgebaut werden, also ohne den Computer dafür herunterzufahren.
Die nächsten beiden Punkte sind Morphing und Cross-Controller RAID. Morphing nennt NVIDIA die Fähigkeit des Chipsatzes, bestehende Arrays für mehr Performance, Sicherheit oder Kapazität zu erweitern. Dabei soll der User nicht eine mehrschrittige Prozedur durchlaufen, sondern seinen Platz einfach verwalten können. Cross-Controller RAID schließlich bietet die Möglichkeit, auch PATA und SATA Platten zu einem Multidisk-Verbund zusammenzuschließen.
Der nForce4 Chipsatz verfügt, wie auch schon sein Vorgänger, über Gigabit Ethernet, dass direkt an den Chip angeschlossen ist und so nicht den PCI Bus extra belastet. Die beiden größeren Brüder der nForce4 Familie, der nForce4 Ultra und nForce4 SLI, verfügen auch über die schon im nForce3 Chipsatz enthaltene Firewall, die schon vorgelagert vor dem eigentlichen System die Pakete überprüfen soll und dadurch die Systemlast erheblich reduzieren soll. Außerdem soll sie den Computer vom Einschalten an schützen, und nicht erst, wenn das System gestartet ist.
Nachfolgend noch ein paar Screenshots von der Weboberfläche zur Konfiguration der Firewall:
Als letztes wollen wir noch kurz das nTune Tool vorstellen.
Dieses Tool bietet die Möglichkeit, das System zu optimieren. Dabei lassen sich auch einzelne Punkte gesondert berücksichtigen, z.B. bessere Speicher-, Festplatten- oder Grafikperformance. Aber auch der leise Betrieb des Rechners ist eine Auswahlmöglichkeit beim Optimieren. Der Status des Tunens lässt sich dabei über einen eingebauten Benchmark überprüfen, der den aktuellen Wert mit dem vorherigen Wert vergleichen kann.
Das Tool bietet ebenso die Möglichkeit, die Tuning-Einstellungen in Profile zu speichern und sie zu managen. So kann man z.B. zum DVD gucken auf den leisen Modus zurückschalten, zum Spielen aber auf den leistungsfähigeren Modus zurückgreifen.
Der Tuning-Vorgang kann übrigens durchaus etwas länger dauern.
Das nTune Utility bietet aber noch weitere Features, so z.B. den System Monitor, der Informationen wie z.B. Temperaturen darstellen kann und auch transparent über dem Windows Desktop erscheinen kann (ab Windows 2000). Es ist auch ein Flash-Tool integriert, mit dem man sein BIOS updaten kann.
Für weitere Informationen über den Chipsatz bieten sich die von NVIDIA bereitgestellten PDFs an.
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