3 Sockel 939 Mainboards mit nForce 4 Chipsatz im Test

Abit AN8

Der zweite Kandidat in unserem Test ist das Abit AN8.

Nach den Nachrichten über ausfallende Abit-Boards durch minderwertige Kondensatoren schreibt Abit bei diesem Board nochmal extra auf den Karton, hochwertige Bauteile verwendet zu haben.
Der Lieferumfang bei dem Abit ist etwas größer als beim Chaintech. Er umfasst im einzelnen:

  • Schwarze ATA133- und Floppy-Kabel
  • ATX-Blende
  • Slotblende für USB und Firewire
  • vier SATA Kabel
  • Handbücher für Mainboard und µGuru-Software
  • CD mit µGuru-Software und Treibern
  • Treiberdiskette für NVRaid
  • Aufkleber für Jumpersettings

 

Das Layout des Abit AN8 gefällt weitgehend. Der Chipsatz ist aktiv gekühlt, der kupferfarbene Kühlkörper ist aber an das Abit-typische orange-rote PCB angepasst. Er ist aber oberhalb des PEG-Slots positioniert, so dass man ihn ggf. ohne Probleme gegen einen passiven Kühlkörper oder eine Wasserkühlung austauschen kann.

Zugleich fällt aber noch eine Besonderheit ins Auge: das OTES genannte Kühlsystem für die Spannungswandler. Hinter dem Namen OTES verbergen sich hier zwei ca. 40mm hohe Lüfter, die über einen kurzen Luftkanal einen Luftstromerzeugen und somit die zwei großen Kühlkörper auf den Spannungswandlern kühlen. Die erwärmte Luft kann durch eine entsprechende Aussparung in der ATX-Slotblende nach außen gelangen. Der schwarze Plastik-Luftkanal ist zudem rot beleuchtet, speziell für Modder.
Hier bringt Abit seine Ausrichtung schon relativ deutlich zum Vorschein, das Kühlungssystem ist eindeutig für Übertakter ausgelegt, die auf eine gute Spannungsversorgung auch unter extremen Bedingungen angewiesen sind. Da diese Lüfter aber als Lärmquellen unbeliebt sind, hat Abit inzwischen auch eine Version mit passiv gekühlten Spannungswandlern herausgebracht, das Abit AN8 v2.0.

Die Stromanschlüsse sind gut angeordnet am oberen bzw. rechten Rand des Mainboards, sodass sie den Luftstrom nicht groß stören können.
Auch hier sind die Rambänke farbig codiert, um das korrekte Einsetzen für den Dualchannel-Mode zu vereinfachen.

Wenn man die rückseitigen Anschlüsse betrachtet, fällt auf, dass dort keinerlei Soundausgänge vorhanden sind. Außerdem gibt es einen extra-Slot auf den Board, der einem PCI-Express x1 Slot ähnelt, jedoch näher am Boardrand liegt und die Kerbe an einer anderen Stelle hat. Dort kann man ein Sound-Modul einstecken, dass den für nForce4 Boards typischen ALC850 Soundchip trägt.

In der ATX-Blende fällt ein Loch für einen zweiten Netzwerkanschluss auf, ohne dass auf dem Board dafür ein Anschluss vorhanden ist.
Beim Betrachten der IDE Anschlüsse fällt zunächst erst einmal die Position des Floppy-Anschlusses auf. Dieser wurde von Abit unterhalb des untersten PCI-Slots platziert, sodass bei Verwendung größerer Erweiterungskarten durchaus Längenprobleme schon in Miditowern auftreten könnten.
Die beiden ATA133 Anschlüsse dagegen sind erfreulich nah am Rand und gewinkelt angebracht, sodass die IDE-Kabel Platz sparend verlegt werden können.

Auf diesem Bild kann man noch ein paar weitere Dinge entdecken. Als erstes fällt wohl das zweistellige Display auf. Auf diesem Display werden Codes ausgegeben, die zur Fehlerdiagnose beitragen können. Die Tabelle mit der Bedeutung der einzelnen Zeichen befindet sich im Handbuch.
Am linken Rand des Bildes erkennt man die Anschlussleiste für die Gehäuseanschlüsse. Diese hat Abit farbig codiert, sodass auch hier kein umständliches Suchen mehr nötig ist.
Ebenfalls gut zu sehen sind die vier SATA-Anschlüsse. Abit verwendet hier schon SATA II Anschlüsse.
Als letztes möchte ich auf die Jumper neben den USB- und Firewire-Anschlüssen hinweisen, die man auch auf dem folgenden Bild gut erkennen kann:

Mit diesen Jumpern lassen sich immer zwei USB-Anschlüsse bzw. der Firewire Anschluss einzeln abschalten. Dies ist zwar zum einen praktisch, erfordert auf der anderen Seite aber auch, dass man für jede Änderung das Gehäuse öffnen muss.

Beim Blick auf die Erweiterungssteckplätze des AN8 gibt es nichts neues, die Anordnung ist gleich der beim VNF4 Ultra. Auch hier besteht das Problem der großen Grafikkühlkörper, die das Benutzen des obersten PCI-Slots unmöglich machen.