ASRock 775 Dual im Test - 5 Monitore an einen PC

Der Mainboardhersteller ASRock hat auf der diesjährigen Computermesse CeBIT einige Neuheiten vorgestellt, die nun auch auf dem Markt erhältlich sind. Zum einen gibt es dort die so genannte Dual Serie.

Sowohl für AMD- als auch Intel Prozessoren gibt es entsprechende Modelle auf dem Markt. Wir von Allround-PC haben uns in diesem Review das ASRock 775Dual-915GL , wie der Name schon vermuten lässt, für Intel Pentium 4 Prozessoren etwas näher angesehen.

Für die freundliche Bereitstellung des Test-Produktes bedanken wir uns recht herzlich bei der Firma ASRock.

Lieferumfang

Im Lieferumfang ist alles Nötige vorhanden, um das Mainboard direkt einzubauen und im System verwenden zu können. Der Hersteller fällt in diesem Fall nicht als besonders großzügig in Sachen Lieferumfang auf. Bedenkt man jedoch den Preis des Mainboards von derzeit ca. 40 Euro, wird schnell klar, dass bei so einem Preis nicht noch ein großes Paket an Zubehör im Mainboardkarton zu finden ist.

  • 1x Handbuch

  • 1x Treiber CD mit Pentium 4 Installationsvideo

  • 1x SATA Datenkabel

  • 1x SATA Stromkabel

  • 1x IDE Flachbandkabel

  • 1x Floppykabel

  • 1x ATX-Blende

Chipsatz

Bevor ich zum Layout des Mainboards komme, erst einmal einige Worte zum Chipsatz. Hier kommt wieder ein alter Bekannter zum Einsatz, nämlich der Intel i915GL Chipsatz.

Allgemeiner Aufbau zum Intel i915G Chipsatz


(Quelle: Intel.de)

Der i915GL, auch bekannt unter dem Namen Grantsdale Chipsatz, ist der Nachfolger des Springdale-Chipsatzes. Besondere Features, die vom alten Chipsatz bisher nicht unterstützt wurden, ist z.B. die Verwendung des neuen PCI Express Interfaces. PCI-Express Grafikkarten werden jedoch nicht unterstützt. Auch muss der User auf die Verwendung von DDR 2 Arbeitsspeicher verzichten. Die obige Abbildung zeigt jedoch den Aufbau des I915G Chipsatzes. Eine entsprechende Grafik für den GL Chip war leider nicht zu finden.
Der i915GL besitzt zusätzlich eine integrierte DirectX9-fähige Grafikkarte, den so genannten Intel Graphics Media Accelerator 900, kurz GMA 900. Dieser arbeitet mit einer Taktfrequenz von 333MHz. Des Weiteren können bis zu 224MB Videospeicher als "shared-memory" vom Arbeitsspeicher verwendet werden.
Zu dem neuen Chipsatz kommt natürlich der bereits erwähnte neue Sockel 775 ins Spiel, der aktuelle Intel Pentium 4 Prozessoren mit Prescott Kern bis derzeit 3,8GHz unterstützt.

Details im Überblick


i915P i915GL

Southbridge

ICH 6 ICH 6

FSB (QDR)

533 / 800MHz 533 / 800MHz

Sockel

775 775

Dual-Channel

Ja Ja

HyperThreading

Ja Ja

AGP Mode max.

- -

USB 2.0

Ja Ja

ATA 133

Nein Nein

S-ATA

Ja (4) Ja (4)

max. Speicher

4GB 4GB

unterstützter Speicher

DDR & DDR2 DDR & DDR2

PCI Express

Ja Ja

VGA onboard

Nein Ja

Technische Details im Überblick:

Model

ASRock 775Dual-915GL

Chipsatz Northbridge

i915G

Chipsatz Southbridge

(ICH6)

Sockel

LGA 775

Unterstützt Pentium 4 Willamette

Nein

Unterstützt Pentium 4 Northwood

Nein

Unterstützt 800MHz FSB?

Ja

Unterstützt Prescott ?

Ja nur Sockel 775

Systembus

533MHz / 800MHz

Systemspeicher

2 x DDR Dimm-Bänke

DDR-Ram PC 3200 / ECC Support

Ja / Nein

Max. Speicher

2GB

Unterstützt Hyperthreading Technologie

Ja

Raid onboard

Nein

Slots

  • 1 x PCI-E (16x) [A.G.I]
  • 1 x AGP [A.G.I]
  • 0 x PCI-E (1x)
  • 2 x PCI
  • 1 x CNR

IDE

1 Master Port für 2 Endgeräte

UDMA 133 Support

Nein

USB-Anschlüsse (bereits vorhanden)

4

Audio Onboard

Ja
( 8-Channel Realteck ALC850)

Lan Onboard

Ja 1x (10,100)

IDE RAID

Nein

USB 2.0 / Firewire

Ja / Nein

Serial ATA / Raid

Ja / Nein

sonstiges

Onboard VGA
(Intel GMA 900)
MicroATX, 244mm x 218mm

Preis

ca. 59,-€

Layout

Auf den ersten Blick wird deutlich, dass es sich bei dem ASRock 775Dual-915GL um ein MicroATX Mainboard handelt. Es besitzt die Maße von: und eignet sich somit besonders für Mini-PC-Systeme.


Es werden Intel Pentium 4 und Celeron Prozessoren auf Sockel 775 Basis unterstützt. Wer bereits ein Sockel 775 System zusammengebaut hat, der weiß, dass nicht mehr die CPU die Pins besitzt, sondern der Sockel. Somit muss mit besonderer Vorsicht beim Einbau der CPU vorgegangen werden. Aus diesem Grund ist auf der Mainboard CD ein Video zu finden, in dem bildlich und ausführlich geklärt wird (leider nur in englischer Sprache), wie man die CPU am besten auf dem neuen Sockel fixiert.

Der Sockel ist auch im oberen Teil des Mainboards zu finden. Rundherum wurden diverse Kondensatoren platziert, die aber bei der Installation des Kühlers nicht weiter hinderlich sind.
Der IDE-, Floppyport und die 4 Serial ATA Schnittstellen wurden am Rand des Boards angebracht. Dies ist besonders praktisch, da somit die Kabel am Rand des Boards, und nicht quer über das gesamte Board, gelegt werden müssen. Links daneben befinden sich 2 Dimmbänke, die jeweils bis zu einem Gigabyte DDR Speicher PC 3200 fassen.
Etwas ungünstig hingegen wurde der Haupt-ATX-Stecker platziert. Dieser befindet sich direkt hinter den USB-Anschlüssen an der ATX-Blende. Somit muss das große Kabel quer über das Board verlegt werden und beeinflusst ggf. negativ den Luftstrom in diesem Bereich.
Damit Northbridge und Southbridge immer einen kühlen Kopf bewahren, wurden beide Chips mit jeweils einem passiven Kühlkörper ausgestattet, die die Wärme an die Umgebung abgeben. In unserem Test entwickelte die Southbridge die höchsten Temperaturen.


Trotz des Mirco-ATX Designs bietet der Board 5 Erweiterungsmöglichkeiten für Steckkarten. So sind 2x PCI, 1x AMR, 1x AGP und 1x PCI-Express Port zu finden.

ASRock bietet somit die Möglichkeit entweder eine AGP- oder eine PCI-Express Grafikkarte zu verwenden, obwohl laut Chipsatzspezifikationen, kein AGP-Port unterstützt wird. Aber auch die Verwendung beider Grafikschnittstellen mit jeweils einer Karte ist möglich.
Zusammen mit der Onboard-Grafikkarte von Intel ist es dann möglich bis zu 5 Monitore gleichzeitig mit diesem System anzusteuern. Jeweils zwei Displays können pro Grafikkarte betrieben werden.

Wie bereits beim ASRock 775i65GV kennen gelernt, kommt auch beim P4 Dual ASRocks die A.G.I Technik zum Einsatz. Es handelt sich somit beim PCI-Express- und beim AGP-Port um keine echten Ports mit den jeweiligen Spezifikationen, denn diese Ports werden nur über die A.G.I Technik angesprochen. Somit kann es auch passieren, dass nicht alle Grafikkarten mit dem Board zusammenarbeiten. Eine entsprechende Kompatibilitätsliste ist zum einem im Handbuch oder auch im Internet auf der Herstellerseite zu finden. In unserem Test verwendeten wir eine XFX GeForce 6600GT mit 128MB mit PCI-Express Schnittstelle und hatten keine Probleme im Betrieb und bei den Benchmarks.

Kommen wir nun zu den Anschlüssen, die sich im ATX-Shield befinden. Bereits 4 vorinstallierte USB-Schnittstellen, die sich per Header auf insgesamt 6 Stück erweitern lassen und ein Lan-Port sind vorhanden. Der Realtek-LAN-Chip unterstützt aber nur 100MBit LAN. Des Weiteren gibt es 6-Audio-Anschlüsse, einen Parallel-Port, zwei PS2 Ports und einen VGA Ausgang, da der Chipsatz, wie bereits erwähnt, über eine onboard Grafikkarte, der Intel GMA 900, verfügt.
Firewire-Anschlüsse oder auch Com-Ports sucht man vergebens.