ASRock 939Dual SATA2 im Test

Dieser Mainboardtest beschäftigt sich mit dem ASRock 939Dual-SATA2, das über einen PCI-Express- und einen AGP-Port verfügt.

Als Chipsatz kommt auf diesem Mainboard der M1965 aus dem Hause ULi zum Einsatz. Ob das Mainboard im Vergleich zu einem Board mit nForce 4-Chipsatz mithalten kann, erfahren Sie im folgenden Review.

Lieferumfang

Im Lieferumfang ist alles Nötige vorhanden, um das Mainboard direkt einbauen und im System verwenden zu können. Der Hersteller fällt in diesem Fall nicht als besonders großzügig in Sachen Lieferumfang auf. Bedenkt man jedoch den Preis des Mainboards von derzeit ca. 50 Euro, wird schnell klar, dass bei solch einem Preis nicht noch ein großes Paket an Zubehör im Mainboardkarton zu finden ist.

  • 1x Handbuch

  • 1x Treiber CD

  • 1x SATA Datenkabel

  • 1x SATA Stromkabel

  • 1x IDE Flachbandkabel

  • 1x Floppykabel

  • 1x ATX-Blende

  • 1x Werkzeug für Jumper

 

Chipsatz

Bevor wir zum Layout des Mainboards kommen, erst einmal einige Worte zum Chipsatz.

(Quelle: uli.com.tw)

Der Hersteller ASRock setzt bei dem 939 Dual SATA2 auf den ULi M1695 Chipsatz. Dieser ist auf Mainboards eher selten anzutreffen. NVIDIA dominiert hier in diesem Bereich mit seinen nForce 4 Chipsätzen.
Doch sieht man sich die Daten des Chipsatzes etwas genauer an, so wird deutlich, dass dieser Chipsatz einiges an Features zu bieten hat.
Es werden AMD Athlon 64 Prozessoren in Verbindung mit DDR I Speicher unterstützt. Auch kommt der M1695 mühelos mit einem AGP- und PCI-Express-Port zurecht. So sind auf dem ASRock Mainboard beide Grafikports anzutreffen. Es ist somit möglich eine AGP- und eine PCI-Express-Grafikkarte gleichzeitig in einem System zu betreiben.
Der PCI-Express Port ist mit 16 Lanes angebunden.
Des Weiteren bietet die ULi Southbridge M1567 SATA 2- und USB 2.0-Unterstützung.

Technische Details im Überblick:


Model

ASRock 939 Dual SATA2

Chipsatz Northbridge

ULi M1695

Chipsatz Southbridge

ULi 1567

Sockel

939

Systembus

1000MHz (HT)

Systemspeicher

4 x DDR1 Dimm-Bänke bis 400MHz

DDR-Ram 2 Support?

Nein

Max. Speicher

4GB

Unterstützt HyperTransport-Technologie

Ja

Raid onboard

Nur S-ATA
(Raid 0/1)

Slots

  • 1 x PCI-E (16x)
  • 1 x AGP
  • 1 x PCI-E (1x)
  • 3 x PCI
  • 0 x CNR

IDE

2 Master Port für 4 Endgeräte

UDMA 133 Support

Ja

USB-Anschlüsse (bereits vorhanden)

4

Audio Onboard

Realtek ALC850 7,1 channel AC'97

Lan Onboard

Ja 1x 10/100MBit (Realtek)

IDE RAID

Nein

USB 2.0 / Firewire

Ja / Nein

S-ATA 2 Support

Ja ( JMB360 PCI-Express Controller)

sonstiges

ASRock U-Cop; SATA 2 Unterstützung;

Preis

ca. 59,-€

Layout

Das ASRock 939 Dual-SATA2 unterstützt Sockel 939 Prozessoren aus dem Hause AMD. Ein entsprechendes Retention-Modul für die Kühler ist bereits vorinstalliert, kann aber auch mit wenigen Handgriffen entfernt werden. Rund um den Sockel ist ausreichend Platz, um auch größere Kühler installieren zu können.
Links neben dem Sockel befinden sich insgesamt vier Rambänke, die bis zu 4GB PC3200er DDR1-Arbeitsspeicher unterstützen. Damit der Dual-Channel-Modus auch funktioniert, sind die Bänke farblich unterschiedlich gestaltet. So müssen zwei gleiche Module in zwei gleichfarbige Bänke. Das Handbuch gibt ebenfalls Auskunft über die richtige Positionierung.

Direkt unter dem Sockel befindet sich der große Chipsatzkühler der Northbridge. Dieser kommt zwar ohne Aktivkühleinheit aus, dafür ist der Kühlkörper etwas größer, als sonst üblich gestaltet.
Die Southbridge hingegen besitzt nur ein kleines Passivkühlelement.
Insgesamt sind neben den drei PCI-Schnittstellen noch ein AGP- und ein PCI-Express-Port vorzufinden. Beide Ports können jeweils mit einer Grafikkarte bestückt werden. Die Schnittstellen werden dabei vom ULi Chipsatz voll unterstützt. D.h. der PCI-Express Port ist mit den vollen 16 lanes angebunden. Auch der AGP-Port kann mit einer Geschwindigkeit von 8x arbeiten.
Direkt über dem PEG x16-Port fällt einem der gelbe AGP-artige-Port ins Auge. Über diese Schnittstelle hat ASRock die Möglichkeit geschaffen, das Board upzugraden. So wird AMD Anfang nächsten Jahres die neuen Prozessoren mit DDR2-Unterstützung vorstellen. Aus diesem Grund wird es von ASRock eine entsprechende Upgrade-Karte zu kaufen geben, um auch die aktuellen Prozessoren mit dem neuen Arbeitsspeicher verwenden zu können. Die Upgarde-Karte wird ca. 30-40,-€ kosten und der Kunde muss somit nicht das gesamte Mainboard austauschen.
Über so genannte Jumperbrücken, kann der Port aktiviert werden. Ein entsprechendes Werkzeug befindet sich bereits im Lieferumfang, sodass damit alle Jumper umgesetzt werden können. Standardmäßig sind diese auch die Default-Einstellung gesetzt, sodass man direkt einen Sockel 939 Prozessor in Verbindung mit DDR1-Arbeitsspeicher verwenden kann.

Der ATX-Stromanschluss wurde hier etwas ungünstig platziert.
Neben den 4-USB-Ports sind noch der Lan-Port und die 6 Audioanschlüsse für 8-Kanal-Sound zu finden.

 

Hier noch einmal ein Bild und den Jumperbrücken und dem so genannten "Futureport" für die kommenden AMD-Prozessoren.

Insgesamt können bis vier IDE- und drei SATA-Laufwerke angeschlossen werden.

Etwas ungünstig hingegen wurde der Haupt-ATX-Stecker installiert. Dieser befindet sich direkt hinter den USB-Anschlüssen im Bereich der ATX-Blende. Somit muss das große Kabel quer über das Board verlegt werden und beeinflusst ggf. negativ den Luftstrom im Gehäuse. Der 4Pin 12Volt Anschluss ist im oberen Bereich zwischen den zahlreichen Kondensatoren anzutreffen.
Die Bezeichnung des Mainboards 939 Dual-SATA2 lässt vermuten, dass es uneingeschränkt SATA2-Laufwerke unterstützt. Jedoch wird über einen extra PCI-Express Controller nur ein SerialATA 2 Laufwerk unterstützt. Der entsprechende Port ist vollständig in rot gefärbt und fällt somit direkt ins Auge. Über die zwei herkömmlichen SATA-Ports können zwei SerialATA-Laufwerke betrieben werden.
Des Weiteren verfügt das Board über bereits vier USB Ports, die um weitere vier Schnittstellen über Header auf dem Board erweitert werden können (z.B. für Front USB-Anschlüsse). Etwas verwunderlich ist die Tatsache, dass ASRock wohl beim LAN-Controller gespart hat. So kommt nur ein 100MBit Controller aus dem Hause Realtek zum Einsatz. In der heutigen Zeit wäre sicher die Verwendung eines Gigabit-Controllers besser.

Zwei Grafikkartenschnittstellen ermöglichen die Verwendung von zwei Grafikkarten in einem System.

Auch drei PCI-Erweiterungskarten können auf dem ASRock 939 Dual SATA 2verwenden werden. Der Floppy-Port liegt hier etwas ungünstig.

Wie auch bei zuvor getesteten ASRock-Mainboards mussten wir auch hier wieder feststellen, dass das Board nur über zwei Lüfteranschlüsse verfügt.


Durchschnitt: 3.9 (13 Stimmen)