ASUS V6800V Notebook mit 2,13 GHz im Test

In diesem Review geht es nicht um den Test von Einzelkomponenten, sondern wir haben uns in diesem Fall ein kompaktes Komplettsystem aus dem Hause ASUS etwas näher betrachtet.

Es handelt sich dabei um das V6800V Notebook, welches vom Hersteller als besonders flach und leicht angepriesen wird. Das ca. 2500 Euro teure Notebook besitzt aber auch stichfeste Daten, anhand derer man erahnen kann, welche Power in ihm steckt.

Vielen Dank an die Firma ASUS für die Bereitstellung des Testsamples.

Lieferumfang

Bevor wir uns mit den genauen Leistungsdetails befassen, schauen wir uns erst einmal an, was neben dem Notebook noch an Zubehör mitgeliefert wird.

Der Akku bietet Power für bis zu 5 Stunden.


  • Software

    • Windows XP Prof. SP2

    • Nero

    • ASUS DVD XP 5.0

    • Power Director V3.0 DE

    • Medi@Show V2.0 SE

    • Symantec Norton AntiVirus 2005

    • ASUS Utilities

  • Zubehör

    • Akku

    • Ladegerät

    • Tasche

    • Handbuch

    • Schnellstart-Anleitung

    • Modemkabel

Technische Details im Überblick:


Model

ASUS V6800V
Prozessor Intel Pentium M 770 (2,13GHz, 533MHZ FSB, 2MB Cache, Dothan-Core) / in Verbindung mit Intel Alviso Chipsatz
Speicher 1024MB DDR 2 (max. 2GB möglich)
Display 15,0" SXGA TFT (1400x1050Pixel)
Grafik ATI Mobility Radeon X600 mit 64MB Speicher (PCI-Express)
Festplatte 80GB (UDMA 100, 5400U/Min)
CD/DVD-Laufwerk Ultra Slim 2x DVD-Dual (+/- Format)
LAN Gigabit LAN 10/10/1000
WLAN WLAN 802.11G 54MBit
Modem Ja
Anschlüsse 4x USB, Firewire, IrDA, VGA-Out, PC-Card Typ II, 4 in 1 CardReader
Bluetooth Ja
Gewicht 2,6kg
Preis ca. 2.500 Euro
 

Auch von der Seite macht das V6800V einen schicken Eindruck. Das große Display ermöglicht ein angenehmes Arbeiten. Das Helligkeits- und Kontrastverhältnis stimmen. Auch zum Spielen ist das Display bestens geeignet.

Das Display bietet mit seiner Auflösung von 1400x1050 Pixel ein scharfes und klares Bild. Und das garantiert ohne hellen Pixelfehler. Sollte sich doch ein mal ein solcher Fehler eingeschlichen haben, tauscht der Hersteller das Display kostenlos aus.

Die erwärmte Luft kann durch diese Lüftungsschlitze entweichen.

Fünf Gumminoppen sorgen dafür, dass keine Vibrationen auf die Oberfläche abgegeben werden.

Das CD/DVD-Laufwerk arbeitet ruhig und ist im normalen Betrieb bei eingelegtem Medium kaum zu hören.

Design und Kühlung

Bevor wir auf die technischen Details eingehen, möchten wir ein paar Worte zum Design des Notebooks schreiben.
Da es insgesamt ein sehr geringes Gewicht von 2,6kg aufweist, wurde darauf geachtet, dass nur besonders leichte Materialien verwendet werden. So besteht das ASUS Notebook teilweise aus Kunststoff und teilweise aus Aluminium. Insgesamt macht das Produkt durch seine schwarze Farbe und die Verarbeitung einen sehr edlen Eindruck. Verstärkt wird dieser durch die silbernen Streifen am Rand des Notebooks.
Durch das ultraflache Design, siehe das obige Bild mit dem 1-Euro-Stück Vergleich, lässt es sich leicht transportieren (Bauhöhe 25,4cm vorne und 30cm hinten).
Die Tastatur samt Tasten ist ebenfalls in Schwarz gehalten. Die Leiste darüber und im Bereich des Touchpads dominiert Aluminium. Dadurch wird ein hoher Materialverschleiß vermieden und das Notebook wirkt auch nach intensiver Nutzung wie neu. Gleichzeitig erhöht dies die Widerstandfähigkeit gegenüber Schäden in diesem Bereich. Die blauen LEDs, die den jeweiligen Status des Geräts anzeigen, wurden in der metallenen Leiste integriert. Zusätzlich befinden sich 4 Mini-LEDs links unten vom Tochpad. Beim Umklappen des Displays auf die Tastatur werden auf der Rückseite befindlichen LEDs aktiviert, sodass der User auch im zusammengeklappten Zustand den jeweiligen Betriebsstatus des Systems ersehen kann.
Leider rastet das Display beim Zusammenklappen nicht ein, bzw. ist ein solcher Mechanismus nicht vorhanden, sodass die Gefahr besteht, dass sich das Display beim Transport öffnet und somit Schäden am empfindlichen Display entstehen.
Da auch ein Notebook ziemlich viel Wärme entwickeln kann, befinden sich auf der rechten Seite große Lüftungsschlitze. In diesem Bereich befindet sich auch die CPU, die durch einen temperaturgeregelten Lüfter mit Frischluft versorgt wird. Der Lüfter arbeitet, je nach Höhe der Temperatur, in vier Stufen zwischen 1400 und 2500 Umdrehungen pro Minute. Mit 1400 oder auch 1700 Umdrehungen pro Minute ist der Lüfter kaum wahrnehmbar und stört die Umwelt nur geringfügig. Steigt jedoch die CPU-Temperatur auf 65 Grad und höher, dreht der Lüfter auf und erzeugt ein lautes Summen. Mit 2500 Umdrehungen ist ein gemütliches Arbeiten nicht mehr möglich, jedoch müsste dann die CPU-Temperatur auch 80 Grad oder mehr betragen.
Im normalen Office-Betrieb beträgt die CPU-Temperatur im Schnitt ca. 50-60 Grad. Dabei wird die Unterseite im Bereich des Prozessors entsprechend warm. Der restliche Teil erwärmt sich nicht so stark.

Technische Features

Wie bereits aus der Überschrift ersichtlich wird, werkelt ein 2,13 GHz starker mobiler Pentium Prozessor im ASUS V6800V. Dieser basiert auf dem neusten Dothan-Kern und arbeitet mit einem Bustakt von 533 MHz. Des Weiteren ist er mit 2 MB Cache ausgestattet und kann manch anderem Desktop-Prozessor gefährlich werden. Da es sich um einen Mobile-Prozessor handelt, kann dieser mit Hilfe der Speed-Step Technik den Takt je nach Systemauslastung anpassen und somit Energie sparen, die sich in einer längeren Akkulaufzeit widerspiegelt. So kann dieses Modell seinen Takt auf bis zu 800 MHz verringern. Entsprechende Einstellmöglichkeiten gibt es im BIOS oder im Windows mit Hilfe des von ASUS bereitgestellten Tools. Doch dazu später mehr.

Neben dem starken Prozessor verfügt das V6800V über insgesamt 1024 MB DDR2 Ram, der sich sogar auf satte 2 GB erweitern lässt. Somit ist der Kunde mit diesem Produkt für die nächsten Jahre gerüstet und kann bei Bedarf den Speicher sogar selbst nachrüsten.
Bis zu 80 GB Speicherplatz erlauben die Ablage zahlreicher Daten. Sollte das einmal nicht reichen muss ggf. darüber nachgedacht werden, ein externes Laufwerk anzuschaffen. Aber auch die ersten Notebooks mit einer 100 GB Festplatte wurden im Mai dieses Jahres auch von ASUS vorgestellt.

Damit mit dem Notebook auch ordentliches "Spiel-Vergnügen" aufkommt, wurde ein mobiler Grafikchip von ATI eingepflanzt. Der ATI Mobility Radeon X600, ausgestattet mit 64 MB, sorgt für ordentlich Grafikperformance, wie auch in den nachfolgenden Diagrammen zu sehen ist. Ein weiteres Highlight ist jedoch, dass der Chip auf Basis der PCI-Express Schnittstelle arbeitet. Somit liefert das Notebook in den Benchmarks zum Teil sehr gute Ergebnisse.

Akku

Der Hersteller gibt die maximale Akkudauer bei 5 Stunden an. Wenn man natürlich das Notebook die gesamte Dauer über im Hochleistungsmodus betreibt, könnten aus den 5 Stunden schnell einmal 4 oder sogar 3 Stunden werden. Gut zu wissen, dass dann der Akku wieder nach ca. 2 Stunden aufgeladen zur Verfügung steht.
Um den Akku zu schonen, gibt es diverse Profile, die je nach Bedarf die CPU-Geschwindigkeit drosseln oder die Helligkeit des Displays reduzieren.
Außer der etwas ungenauen Akkuanzeige von Windows, gibt es von ASUS selbst kein Programm, welches die restliche Akkudauer ausliest.

Anschlüsse


Um vor Staub zu schützen, wurde eine Attrappe in Form einer
SD-Karte in den Cardreader gesteckt.

Dem User des ASUS V6880V stehen zahlreiche Anschlüsse zur Verfügung. So gibt es zum Beispiel bis zu 3 USB-Ports, einen Firewire-Anschluss (4Pin), 1x VGA-Out, einen Modemanschluss, eine Lan-Schnittstelle und 2 Audio-Ports. Des Weiteren bietet das Notebook einen integrierten Cardreader. Dadurch bleibt es dem Käufer erspart, seine Digitalkamera oder den MP3 Player direkt mit den PC zu verbinden, stattdessen kann er bequem das Speichermedium (unterstütze Formate: SD/MMC/MS/MS PRO) in den dafür vorgesehnen Slot schieben und die Daten laden.

Nachfolgend einige Screenshots, erstellt mit dem Tool CPU-Z:

Wie bereits erwähnt hat der Hersteller sich zum Thema Akkulaufzeit-Verlängerung ein paar Gedanken gemacht und die ASUS Power4Gear Technik entwickelt. Es werden dem User 8 bereits voreingestellte Profile zur Verfügung gestellt, die je nach Auslastung des Notebooks aktiviert werden können. Eine manuelle Feinabstimmung der einzelnen Profile ist ebenfalls möglich.
Es gibt im SuperPerformance-Modus zum Beispiel keinerlei Einschränkungen im Bereich der System-Leistung. Alle Komponenten arbeiten mit der maximal möglichen Frequenz. Dieser Modus ist jedoch nur dann verfügbar, wenn auch das Notebook mit Netzspannung aus der Steckdose versorgt wird. Sollte dies nicht der Fall sein, ist nur der HighPerformance-Modus möglich. Bei diesem Profil arbeitet die CPU nur mit 1,8 anstatt der sonst möglichen 2,13 GHz.
Wird das Notebook hingegen nur für kleine Office-Anwendungen, wie z.B. das Abrufen von E-Mails genutzt, wird die Prozessor-Geschwindigkeit auf bis zu 800 MHz gesenkt. Dabei wird nicht der Frontsidebus gekürzt, sondern einfach der Multiplikator verkleinert. Weniger als 800 MHz Prozessorleistung sind nicht möglich.
Besonders praktisch ist auch der Modus "Präsentation". Mit diesem Profil wird automatisch die Auflösung verringert und der VGA-Out Port für den Beamer oder externen Monitor aktiviert.
Wenn der User das jeweilige Profil wechselt, erscheint für 5 Sekunden im linken, oberen Bildschirmrand ein kleines Symbol.

Mit dem Utility ASUS PC Probe ist es möglich, einige Systeminformationen live auszulesen. So wird z.B. dort dem Anwender die aktuelle Innen- und CPU-Temperatur aber auch die Umdrehungsgeschwindigkeit des Lüfters angezeigt. Außerdem ist es möglich, diese Werte über einen längeren Zeitraum zu überwachen und die Messergebnisse in Form eines Diagramms festzuhalten.

Mit der LiveUpdate-Funktion bleibt das ASUS Notebook immer auf dem aktuellsten Stand der Dinge. Aktuelle Treiber oder auch BIOS Updates können durch diese Funktion direkt vom Server des Herstellers herunter geladen werden. Einen Besuch der Herstellerwebsite ist nicht mehr erforderlich. Leider streikte das Live Update bei unserem Test.

BIOS

Das BIOS ist sehr übersichtlich, auch gerade deswegen, weil dem User nicht viele Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Auch hier ist es möglich, die Intel Speed-Step Technologie, die je nach Auslastung die Taktfrequenz des Prozessors reguliert, zu aktivieren oder zu deaktivieren.

Benchmarks

Vergleichssystem:


CPU
Intel Penitum 4 630 Prescott 3,0GHz (800FSB)
RAM
2x512 MB GSkill DDR2 CL2,5 (Dual-Channel) )
HDD
80GB Samsung 7200U/Min SATA
VGA
XFX 128MB GeForce 6600GT PCI-Express
PSU

be quiet 450W

Installierte Software:


Betriebssystem
Windows XP Prof. SP2
Patches
Service Pack 1a, Direct X 9.0c, MediaPlayer 9.0, Windows MediaEncoder
Treiber
NVIDIA Detonator 71.84

Zum Vergleich wurden die Testergebnisse des EPOX 5LWA+ aus dem 2. Sockel 775 Round Up hinzugezogen.

Die X600 hat gegen die GeForce 6600GT keine Chance. Jedoch wird deutlich, dass ein flüssiger Ablauf von Spielen, auch neuerer Generation, möglich ist.