Mac mini im Test
Am 11. Januar diesen Jahres stellte Apple der Öffentlichkeit den Mac mini vor. Die Mac-Nutzer weltweit waren begeistert, aber auch viele Neugierige aus dem PC-Lager wollten den Switch vom Windows-PC zum Mac wagen.
Wir haben uns den Mac mini einmal genauer angeschaut und werden im Folgenden darlegen, ob der mini seinen Preis wert ist und ob bzw. für wen sich ein Switch lohnen könnte.
Lieferumfang
Der Mac mini ist BYODKM („Bring Your Own Display, Keyboard and Mouse“). Er wird also ohne Maus und Tastatur geliefert, was bei Apple normalerweise Standard ist. Schon hier zeigt sich, dass der Mac mini hart kalkuliert ist und nur deswegen zu einem für Apple ungewohnt günstigen Preis angeboten werden kann. Wir haben uns dennoch die optional erhältliche Maus und das Keyboard mitbestellt, auch wenn der Mac mit jeder anderen USB-Tastatur bzw. USB-Maus betrieben werden könnte. Ansonsten war dem Mac mini noch folgendes beigelegt:
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Hardware im Detail
Den Mac mini gibt es in zwei verschiedenen Versionen, welche jeweils noch etwas aufgerüstet werden können:
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Prozessor |
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Arbeitsspeicher |
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Festplatte |
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Grafikkarte |
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Laufwerk |
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Kommunikation |
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Preis |
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Zu dem Combo-Laufwerk wäre zu sagen, dass es sich um ein so genanntes Slot-In-Laufwerk handelt, welches DVD-Laufwerk und CD-RW-Laufwerk kombiniert. DVDs werden mit bis zu 8x Geschwindigkeit gelesen und CD-Rs bzw. CD-RWs mit 24x bzw. 16x Geschwindigkeit gebrannt. Wer auch noch DVDs brennen möchte, der muss zum SuperDrive für ca. 100,-€ Aufpreis greifen. DVD-Rs und DVD+Rs werden mit 4x, DVD-RWs mit 2x und DVD+RWs mit bis zu 2,4x Geschwindigkeit beschrieben.
Wir haben uns für die zweite Konfiguration entschieden und zusätzlich noch auf 512 MB RAM aufgestockt, da ein Mac grundsätzlich viel Arbeitsspeicher braucht und 256 MB wirklich unterstes Minimum sind.
Gehäuse
Das Gehäuse bzw. der Mac mini im Ganzen ist wirklich winzig. Lächerliche 16,5 x 16,5 x 5 cm sind die Abmessungen. Die Seiten sind aus eloxiertem Aluminium und die Oberseite aus schneeweißen Kunststoff gefertigt. Mittig auf der Oberseite prangt ein Apple-Logo. Auch sonst ist alles schön schlicht gehalten, die Vorderseite zeigt lediglich einen Schlitz für das Slot-in-Laufwerk und eine kleine weiße Power-LED in der rechten unteren Ecke. Der Power-Button wurde auf die Rückseite verbannt, um das elegante Design nicht zu stören. Die Verarbeitung des Gehäuses ist einfach nur perfekt, es gibt nichts, was irgendwie negativ aufgefallen ist.
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Anschlüsse
Neben dem Power-Button befinden sich auf der Rückseite des Gehäuses noch sämtliche Schnittstellen, die der Mac bietet. Platzbedingt fällt seine Konnektivität leider nicht so gut aus, so gibt es lediglich zwei USB 2.0- und nur einen Firewire-Anschluss. Ein USB-Hub wird also bei vielen von Nöten sein. DVI, Ethernet, Audio-Out (kein Audio-In!) und der Modem-Ausgang sind ebenso auf der Rückseite zu finden, wie der Anschluss für das externe Netzteil.
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Tastatur
Auch die Tastatur kommt in einem eleganten Design daher. Sämtliche Tasten etc. sind in weiß gehalten. Lediglich die „Wanne“, in der die Tastatur liegt, ist aus durchsichtigem Kunststoff. Auf der Rückseite der Tastatur ist ein USB-Hub mit zwei USB 1.1 Anschlüssen angebracht. In erster Linie soll hier die Maus eingesteckt werden, da diese über ein nur kurzes Kabel verfügt. Der Nachteil einer Tastatur in diesem Design ist ganz klar die schnelle Verschmutzung. Da es sich um eine Mac-Tastatur handelt, unterscheidet sie sich natürlich auch in einigen Punkten von einer PC-Tastatur. Trotzdem ist eine Umgewöhnungszeit nicht wirklich nötig. Wirklich wichtig ist nur die Apfel-Taste, welche für zahlreiche Tastenkombinationen benötigt wird. Über dem Nummernblock sind noch drei Tasten für die Lautstärke (lauter, leiser, lautlos) und eine Auswurftaste für das CD-Laufwerk angebracht. Wenn man mit einer PC-Tastatur am Mac arbeiten möchte, ist dies auch kein Problem, die nicht vorhandenen Tasten werden einfach auf andere Tasten gelegt. Die Verarbeitung ist auch bei der Tastatur klasse, allerdings ist der Druckpunkt der Tasten etwas zu bemängeln. Man muss schon ziemlich auf die Tasten hauen, damit der Buchstabe auch angenommen wird. Gerade bei Schnellschreibern dürfte dies ein Problem sein.
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Maus
Die Apple-Maus wird für jeden PC-User ziemlich ungewohnt sein, da sie nur eine Taste und kein Scrollrad hat. Das fehlende Scrollrad kann zwar recht nervig sein, gerade wenn man es anfangs nicht gewohnt ist ohne Scrollrad zu arbeiten. Auch an die fehlende zweite Maustaste gewöhnt man sich recht schnell. Das Mac Betriebssystem ist einfach nicht so sehr auf Links- und Rechtsklicks aufgelegt wie Windows. Dennoch kann ein „Rechtsklick“ mit Ctrl + Mausklick simuliert werden und auch PC Mäuse mit mehreren Tasten und Scrollrad funktionieren ohne Probleme am Mac. Vom Design her ähnelt die Maus der Tastatur, es wird nur Weiß und durchsichtiger Kunststoff verwendet.
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Inbetriebnahme
Die Inbetriebnahme des Mac gestaltet sich durchaus einfach, da das Betriebsystem Mac OS X schon vorinstalliert ist. Lediglich einige kleinere Einstellungen, beispielsweise das Einrichten eines Benutzeraccounts, muss man tätigen und dann ist der Mac mini auch schon komplett startbereit.
Softwarepaket
Neben dem Betriebsystem wird noch ein großes Softwarepaket mit dem Mac mitgeliefert. Zu erwähnen wären da besonders Apple Works 6 und iLife’05 sowie die Spiele Marble Blast Gold und Nanosaur 2. Apple Works 6 ist im Grunde vergleichbar mit dem Office-Paket von Microsoft. Man kann Texte, Tabellenkalkulationen, Datenbanken, Zeichnungen und Präsentationen erstellen. Also eigentlich alles, was man zum Arbeiten mit dem Computer benötigt. Der integrierte Dateikonverter kann sogar mit Word- und Excel-Dateien umgehen, wenn man aber wirklich auf diese Microsoft-Formate angewiesen ist, dann sollte man auf „Office für Mac“ von Microsoft zurückgreifen. Die Kompatibilität ist einfach um einiges besser, vor allem zu den neueren Microsoft-Dateiformaten. Apple Works ist insgesamt gesehen zwar nicht gerade ideal, für Gelegenheitsuser aber durchaus zu gebrauchen, da es
alles bietet, was das Herz begehrt. iLife’05 ist ein Softwarepaket, das iPhoto, iTunes, iMovie HD, iDVD und Garageband beinhaltet. Normalerweise kostet es bei Apple 79,-€, deswegen finden wir es umso besser, dass es bei dem "Billig-Mac" dabei ist. Alle Programme im Detail zu besprechen, würde hier leider den Rahmen sprengen, deswegen an dieser Stelle nur eine kurze Beschreibung der Programme. iPhoto ist eine Photobibliothek, in der alle Photos organisiert werden können. Digitalkameras werden automatisch erkannt und die Bilder können direkt importiert werden. Durch Diashows und Alben werden die Urlaubserlebnisse etc. noch einmal schön vorgeführt. iTunes ist die bekannte Musikbibliothek von Apple, die es auch für Windows gibt. Mit iTunes wird zum Beispiel der MP3-Player iPod synchronisiert. Als nächstes ist noch iMovie HD enthalten. iMovie HD ist eine Videoschnittsoftware zur einfachen Bearbeitung von Videos. Der Zusatz HD steht für "High Definition" und zeigt die Unterstützung des neuen Videoformats an. Mit iDVD können DVDs gebrannt werden. Durch so genannte Themes ist es leicht möglich ein animiertes und ansprechendes Menü für die eigene DVD zu erstellen. Als letztes ist noch Garageband in iLife'05 enthalten. Dieses Programm richtet sich an Musiker, die ihre Songs aufnehmen möchten. Alle in iLife'05 enthaltenen Programme überzeugen durch Übersichtlichkeit und einfache Bedienung. Die Funktionen kommen dabei aber nicht zu kurz.
Leistung
Die Leistung des Mac mini ist für den Preis durchaus in Ordnung. Man muss vor allem beachten, dass die Kompatibilität aller verbauten Teile größtmöglich ist, da Apple sein Betriebsystem und die verbauten Komponenten optimal aufeinander abstimmt. Kompatibilitäts- und damit verbundene Stabilitätsprobleme, wie bei einigen selbstgebauten PCs, gibt es eigentlich nicht. Die MHz-Zahl des Mac mag etwas gering klingen, allerdings muss man beachten, dass der Mac, vor allem durch die Optimierung der Software, deutlich schneller ist als ein PC mit der gleichen MHz-Zahl. Dies wurde bereits durch zahlreiche Tests bestätigt. Trotzdem sind 1,25 bzw. 1,42 GHz natürlich für sehr anspruchsvolle Aufgaben nicht ausreichend. Dafür gibt es aber ja auch den PowerMac. Der Mac mini ist eher ein Einstiegsgerät. Auch der Arbeitsspeicher und die Festplatte zeigen dies. 256 MB sind für das Betriebsystem Mac OS X eigentlich zu wenig, erst ab 512 MB macht er richtig Spaß. Bei der Festplatte muss man beachten, dass es sich aus Platzgründen um eine Notebookplatte handelt, welche langsamer dreht als eine 3,5 Zoll Platte. Die Datenraten sind dadurch natürlich nicht ganz so gut. Wenn man aber nicht gerade mit riesigen Dateien arbeitet, merkt man diesen Geschwindigkeitsnachteil eigentlich nicht. Die verbaute ATI Radeon 9200 mit 32 MB Speicher ist für aktuelle Spiele kaum ausreichend. Ansonsten macht sie aber keinerlei Probleme. Nachdem wir nun an eigentlich allem etwas zu meckern hatten, möchten wir den Sachverhalt noch einmal richtig stellen. Der Mac mini ist weder eine Gaming-Maschine, noch für professionelle Videobearbeitung oder ähnliches gedacht. Er ist einzig und allein ein kleiner Computer zum normalen Arbeiten. Zudem stellt der Mac aber auch noch einige Leistungsreserven bereit um auch mal eine etwas rechenintensivere Sache zu machen. Kurzum ist die Leistung eigentlich für jeden ausreichend. Lediglich Hardcore-Gamer (welche eh niemals einen Mac nutzen würden) und Leute die Videos etc. bearbeiten wollen, sind mit einem größeren Mac besser beraten.
Lautstärke
Gänzlich ohne Lüfter kommt auch der Mac mini nicht aus, dennoch ist der Lautstärkepegel im Normalbetrieb nicht sonderlich hoch. Der Mac ist grundsätzlich immer zu hören, er ist nicht lautlos, wie öfters mal im Netz behauptet wird. Ab einer gewissen (leisen) Geräuschkulisse kommt es einem aber oft so vor, da man den Lüfter dann gar nicht mehr wahrnimmt. Man kann also guten Gewissens behaupten, dass der Mac mini ein sehr leises Betriebsgeräusch hat. Anders sieht es allerdings unter Volllast aus. Der kleine Lüfter läuft da wortwörtlich zu Hochtouren auf, zum Glück passiert dies nicht sonderlich oft und ist meist auch ziemlich schnell wieder vorbei. Laut unseren Kollegen von der Zeitschrift c't wird der mini bis zu 3 Sone laut. Die normale Durchschnittslautstärke liegt allerdings bei angenehmen 0,2 Sone (21 dB).
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