"Mach 4" - ABIT Fatal1ty AA8XE + Intel Pentium 4 530J im Test

Bevor wir uns das Mainboard genauer ansehen, wurde erst einmal nachgeschaut, was sich alles im Lieferumfang befindet. Bedenkt man den Endkundenpreis von über 200 Euro für dieses Produkt, waren unsere Erwartungen dementsprechend groß, dass der Lieferumfang des Boards doch sehr üppig ausfallen sollte.


Dolby Digital live wird mit dieser internen Lösung von ABIT unterstützt. Der entsprechende Port befindet sich auf dem unteren Teil des Mainboards.


Die S-ATA Kabel verfügt über einen Metallklipp, damit der Stecker besser fixiert werden kann.

Zum Lieferumfang des Mainboards gehört:

  • 3x Handbücher (Installationsguide + µGuru Manual)

  • 1x Treiber CD

  • 1x Treiber Diskette (Mit SATA Treibern)

  • 4x SATA Datenkabel

  • 1x ATX Blende

  • 1x Floppy Rundkabel

  • 1x IDE UDMA 66-133 Rundkabel

  • 1x Slotblende mit 2x USB- und 2x Firewire-Ports

  • 1x Otes Ram Flow Kühlung

  • 1x optisches Audiokabel

  • 1x Audiosteckkarte

Wie zu erwarten war, fällt der Lieferumfang des Fatal1ty recht umfangreich aus. Neben den 4 Serial ATA Kabeln, werden auch zwei Rundkabel für IDE- und Diskettenlaufwerke mitgeliefert. Warum beide Kabel eine unterschiedlich-farbige Ummantelung aufweisen, ist uns jedoch ein Rätsel.
Neben den zahlreichen Dokumentationsunterlagen ist auch eine Arbeitsspeicher-Kühleinheit zu finden, die mit zwei kleinen Aktivlüftern ausgestattet wurde.
Das bereits beim ABIT AG8 vorgestellte ABIT 3rd-Eye Display, welches zum Auslesen systeminterner Informationen verwendet werden kann, auch wenn der Rechner sich noch nicht oder nicht mehr im Windows befindet, sucht man leider vergeblich. Ein Anschluss auf dem Mainboard ist aber vorhanden, sodass man zu der Schlussfolgerung kommen kann, dass das zusätzliche Feature erweitert hinzugefügt werden kann, sofern man das nötige Kleingeld (ca. 20-30 Euro) hierfür bereit hält. Schade eigentlich für ein fast 230,- Euro teures Mainboard.

Da liegt es vor uns - das ultimative Gamingboard aus dem Hause ABIT.

Das Dual-OTES System sorgt für Kühlung der Kondensatoren und weiterer Bauteile.

Neben den 2 Lan Controllern (1x 10/100 und 1x 1000MBit) kommt Intels High Definition Audio Chip (7.1) zum Einsatz.

Lediglich 4 USB Ports, 2 LAN Anschlüsse und 2 PS2-Ports stehen dem Kunden zur Verfügung.

Layout

Das Layout des ABIT Fatal1ty wurde sehr benutzerfreundlich gestaltet. Anschlüsse, wie z.B. der Stromanschluss des ATX Steckers oder der IDE Port, befinden sich am Rand des Boards. Der Sockel befindet sich zentral im oberen Teil des Boards. Ein Retentionmodul, wie man es von Sockel 478 Platinen gewohnt ist, ist nicht mehr vorhanden, da der Kühler nun direkt auf dem Mainboard in den dafür vorgesehenen Löcher befestigt wird. Allgemein stellt sich die Installation des Prozessors als unproblematisch heraus. Es muss lediglich auf das richtige und vorsichtige Einlegen der CPU geachtet werden. Zwei Kerben im Prozessor dienen dabei als Orientierung. Danach legt man den Rahmen über den Prozessor und fixiert diesen mit einem Bügel, der ähnlich wie bei Sockel 478 Boards, umgelegt werden muss.
Des Weiteren sorgen farbliche Markierung für eine bessere Orientierung. Um den Dual-Channelmode nutzen zu können, wurden die 4 Dimmslots, die mit insgesamt 4GB Arbeitspeicher gefüllt werden können, farblich unterschieden. Auch die USB- und Firwire-Header auf dem Mainboard unterscheiden sich in der Farbe. Somit ist eine Verwechselung so gut wie ausgeschlossen.
Das Board besitzt, wie bereits erwähnt, keinen AGP Slot mehr, sondern einen PCI Express x16 Slot. Somit ist es möglich noch mehr Daten zu übertragen, als mit dem alten AGP Slot. Aber nicht nur schon erhältliche Grafikkarten werden über einen PCI Express Slot betrieben, sondern auch zukünftige Komponenten, wie z.B. Netzwerk- oder TV-Karten. Diese Komponenten können dann über die auf dem Fatal1ty vorhandenen beiden PCI Express x1 Slots, betrieben werden. User, die noch ältere PCI Karten verfügen, müssen diese Hardware nicht direkt wegwerfen, da ABIT dem Fatal1ty noch 2 alte PCI Slots, welche in ein helles Rot getaucht wurden spendiert hat.

Der PCI-Express x16 Port wurde zusätzlich mit einer Sicherung versehen, die sich bei Einbau der Grafikkarte einhakt, sodass ein Herausrutschen der Karte vermieden wird.

Hier befinden sich u.a. die vier S-ATA Ports. Ein Rahmen verhindert ein "Rausrutschen" der Kabel.

Hier kann es beim Einbau des Kühlers schon einmal eng werden.

Ein Blick unter den Luftkanal lässt die passiven Kühlelemente (blau) zum Vorschein treten. Diese tragen zusätzlich dazu bei, dass wichtige Bauteile des Mainboards nicht überhitzen und sorgen somit für einen stabilen Betrieb, selbst im übertakteten Zustand.

Damit dem Chipsatz nicht zu heiß wird, setzt der Hersteller auf eine aktive Kühlvariante bei der Northbridge. Der Kühler ist jedoch nicht wie sonst üblich in Richtung Mainboard fixiert, sondern wurde seitlich am Passivkühlkörper befestigt. Dies soll den Vorteil haben, dass gleichzeitig nicht nur die Northbridge mit ausreichend Frischluft versorgt wird, sondern auch die warme Luft vom Prozessorkühler mit abgeführt wird.
Die Southbridge hingegen kommt mit einem Passivkühlkörper im ABIT Design aus.
Des Weiteren findet man im oberen Teil des Mainboards ein großes Kühlsystem, dass ABIT als Dual-OTES Kühlung bezeichnet. Mit ihr werden Kondensatoren, die sich im unmittelbaren Umfeld des CPU Sockels befinden, gekühlt. Die erwärmte Luft wird dabei durch 2 kleine 40x40mm Lüfter von den Bauteilen in einer Art Luftkanal nach draußen abgeführt. Eine entsprechende ATX-Blende liegt dem Mainboard bei, wo die beiden Lüftungslöcher für die Lüfter mitberücksichtigt wurden. Der Luftkanal besteht aus schwarzen Plastik und verleiht dem Mainboard dadurch ein extravagantes Aussehen. Durch seine geschwungene Form wurde jedoch auch darauf geachtet, dass ein CPU-Kühler installiert werden kann. Leider wurde der Platz jedoch so eng bemessen, dass besonders Kühler, die vom Standardlayout abweichen, nicht mehr verwendet werden können. Ansonsten müsste die OTES Kühlung demontiert werden.
Direkt neben der Southbridge befinden sich insgesamt 4 SATA Ports, die ebenfalls in Rot gehalten sind, und ein Postcode Display, mit dessen Hilfe es möglich ist den aktuellen Status und bei Störung den Fehlercode abzulesen und mit Hilfe des Handbuchs zu deuten. Dies ist in den meisten Fällen wesentlich effektiver, anstatt sich anhand der Piepgeräusche des Speakers zu richten.
Direkt darunter ist der Guru Chip zu finden. Dieser spezielle Chip, der nur auf ABIT-Mainboards zu finden ist, ermöglich mittels BIOS oder Software im Windows, Systemeinstellungen, wie zum Beispiel den Frontsidebus oder Spannungen leicht zu verändern.
Lenkt man seinen Blick weiter zum unteren Rand des Fatal1ty Boards fallen einem die zwei Buttons, die direkt auf dem Mainboard integriert wurden, ins Auge. Somit ist ein schnelles Ein- bzw. Ausschalten oder auch Reseten des Computers möglich, ohne dass dazu der Power- oder Resetknopf vom Gehäuse mit dem Mainboard angeschlossen sein muss.
Auch ein spezieller Anschluss für die im Lieferumfang befindliche Audiosteckkarte ist unter einem PCI Steckplatz zu finden.
Damit die gesamten Kühler mit dem nötigen Strom versorgt werden, befinden sich insgesamt 4 Fan-Anschlüsse auf dem Fatal1ty Mainboard. Da standardmäßig die OTES-Kühlung, der CPU-Kühler und der Northbridgekühler jeweils einen oben genannten Anschluss belegen, bleibt defakto nur ein Anschluss frei um einen Lüfter anzuschließen. Dieser Anschluss wird je nachdem, ob man die OTES Ramkühlung verwendet auch noch belegt. Hier hätte ABIT dem Mainboard ruhig noch 1-2 Anschlüsse mehr spendieren können, oder zumindest im Lieferumfang ein 3Pin Y-Kabel beilegen können.


ABITs OTES Ramkühlung sorgt mit zwei 40x40mm Lüftern dafür, dass die Arbeitsspeichermodule auch unter Volllast immer einen kühlen Kopf bewahren. Dabei wird das System mit zwei Klammern jeweils an den Enden der Ramslots befestigt. Das lange Kabel ist gut gewählt, da sich in der Nähe der Rambänke leider keine geeigneten Anschlüsse befinden. LEDs hätten den Lüftern sicher nicht geschadet, frei nach dem Motto "Wenn schon, denn schon."

So genannte Power Strips sollen helfen die Hitze, die einzelne Elemente produzieren, schneller abzuleiten.