"Mach 4" - ABIT Fatal1ty AA8XE + Intel Pentium 4 530J im Test


Insgesamt dürfte einem das durchweg stechende Rot der Platine ins Auge fallen. Dies ist ein weiteres Feature von ABIT, damit das Board auch im Gehäuse zu einem echten "Eyecatcher" wird. Zu Unterstützung der roten Farbe auch bei Dunkelheit, hat der Hersteller dem Board ein paar LEDs auf der Rückseite spendiert, sodass das Board auch bei Dunkelheit hell erleuchtet seinen Dienst verrichtet. Ein Gehäuse mit Seitenfenster ist somit Pflicht, wenn man ein solches Mainboard sein eigen nennen darf.

Jetzt kommen wir wohl zu dem interessantesten Teil in diesem Review. Im Nachfolgenden, haben wir das BIOS und natürlich auch die Overclocking-fähigkeit überprüft.

Nachdem das Mainboard eingebaut war und der erste Start erfolgte, machten sich schnell die zahlreichen Lüfter, u.a. die der OTES und der des Northbridge-Kühlers bemerkbar. Zum Glück bietet hier der Hersteller eine im BIOS integrierte Lüftersteuerung an, die ein temperaturabhängiges regulieren der einzelnen Lüfter, je nach Bedarfs des Anwenders, ermöglicht. Nach dem ersten Start und der Einstellungen im BIOS war ersteinmal Ruhe. Womit wir auch schon beim nächsten Thema wären, dem BIOS.

BIOS

Das BIOS ist übersichtlich gestaltet und weist bis auf den extra Menüpunkt "µGuru Utility," keine Besonderheiten auf.
Im µGuru Utility ist es möglich die Taktfrequenz des Prozessors, die Spannung von CPU, Arbeitsspeicher und auch Northbridge zu ändern. Auch die oben angesprochene Lüfterregulierung kann unter diesem Menüpunkt vorgenommen werden.

  • CPU VCore bis max. 1,7125 Volt

  • FSB VTT bis max. 1,8 Volt

  • Ram bis max. 2,6V

  • DDR VTT bis max. 1,8 Volt

  • Northbridge bis 2,1V

  • FSB bis max. 400MHz

  • FSB PCI-E. max. 255MHz

Auch die Steuerung der einzelnen Lüfter, vorausgesetzt diese sind am Mainboard angeschlossen, ist im BIOS Utility möglich. Hier kann die temperaturabhängige Spannung eingestellt werden, sodass die Lüfter bei geringer Temperatur mit weniger Spannung versorgt werden und damit langsamer drehen. Dies kann den Geräuschpegel eines PCs erheblich senken.
Zudem haben wir die Einstellung DDR 600 entdeckt, das würde bedeuten, dass 300MHz Module auf diesem Board betrieben werden könnten.


Overclocking 3 @ 4GHz

Natürlich konnten wir uns es nicht nehmen lassen den Pentium 4 530J einmal so richtig zu übertakten. Da Intel den Prozessoren die Multiplikatorsperre verpasst hat, muss der Weg über den Frontsidebus gegangen werden, Schrittweise haben wir den FSB angehoben und konnten ein max. stabiles Ergebnis bei 4,00GHz @ 1,45 Volt bei einem FSB von 267MHz verbuchen. Da unser Testprozessor das neue E0-Stepping aufweißt (Bezeichnung SL7PU), und damit verbunden die CPU weniger Wärme entwickelt, war ein solches Ergebnis erst möglich. Als Kühler haben wir einen Standardkühler Sockel 775 der Firma Speeze verwendet. Die CPU arbeitete so standardmäßig mit ca. 45 Grad. Selbst bei 4GHz kletterte die Temperatur nicht über 62 Grad unter Volllast. Zugegeben, das System befand sich außerhalb des Gehäuses, was sicher auch ein Grund für die niedrigen Temperaturen war. Schätzungsweise ist mit 2-4 Grad mehr zu rechnen, wäre das System in einem Gehäuse mit Gehäuselüftern eingebaut worden.
Als Beweis haben wir einige Screenshots gemacht.


Insgesamt mussten wir bei dieser Frequenz nicht nur die CPU Spannung anheben. Auch haben wir die FSB-VTT und die Nortbridge Spannung etwas erhöht und konnten somit zur Stabilität des gesamten Systems beitragen.

Folgende Einstellungen haben wir vorgenommen:

  • CPU Voltage: 1,45V

  • DDR Spannung: 1,85V

  • FSB VTT: 1,25V

  • DDR VTT: 0,95V

  • NB Voltage: 1,55V

Mit einer Taktfrequenz von 4,1GHz liefen leider nicht mehr alle Benchmarks stabil. Unter anderen verweigerte PC-Mark seinen Dienst, währenddessen die Doom 3 Benches ohne Probleme durchliefen.

Mit 4,2GHz war sogar noch ein Beweisfoto mit der Digitalkamera zu ergattern. Ein stabiler Betrieb war leider überhaupt nicht mehr möglich.
Wir sind uns jedoch einig, dass in diesem Fall nicht das Board weiteren Taktsteigerungen im weg gestanden hat. Mit einer entsprechenden, leistungsstärkeren CPU wäre sicher ein noch höherer Bustakt möglich gewesen, wie es bereits auf anderen Hardware-Seiten praktiziert wurde. Dort konnte der FSB auf 300MHz und mehr angehoben werden.

µGuru im Überblick

ABIT OC Guru
Neben der altbekannten Methode, den Prozessor im BIOS zu übertakten, hat sich ABIT etwas besonders ausgedacht. Mit Hilfe der neuen µGuru Technologie und dem beigelegten Tool "OC-Guru", lässt sich der Prozessor bequem im Windows "live" übertakten. Des Weiteren ist es auch möglich die Spannungen von Prozessor, AGP Port und Arbeitsspeicher zu erhöhen.

ABIT EQ
Hier lassen sich die Temperaturen und die Umdrehungsgeschwindigkeiten der Lüfter über einen längeren Zeitraum hinweg beobachten und grafisch darstellen. Ebenfalls lassen sich auch Einstellungen an der Soundkarte vornehmen.

ABIT Flash Menu
Hier kann man sein Bios via Liveupdate im Windows aktualisieren, ohne dabei den mühevollen Umweg über eine Bootdiskette etc. gehen zu müssen.

ABIT Black Box
Zu guter letzt kann man hier anderen PC Usern seine Erfahrungen u.a. in Sachen Overclocking preis geben. Ebenfalls erfährt man mit diesem Tool etwas mehr über seinen PC, sofern man sich mit diesem Thema noch nicht so beschäftigt hat.