Shuttle XPC SB83G5 im Test

Vor unserem ersten Shuttle Barebone Test waren wir skeptisch, ob das System die Performance bringen kann, wie ein herkömmliches Desktop-System.

Und auch die Wärmeentwicklung, die gerade bei Verwendung von Intel Pentium 4 Prescott Prozessoren schnell zu einem Problem werden kann, ließ uns rätseln, wie der Hersteller Shuttle es geschafft haben soll dieses Problem in den Griff zu bekommen.
Nach dem Test zwei Wochen später waren wir dann von der Qualität und Performance des Shuttle XPCs SB77G5 überzeugt.
Um so größer war die Vorfreude auf diesen Test. Hier hat uns die Firma Shuttle den Nachfolger (XPC SB83G5) zur Verfügung gestellt. Im Vergleich zum Vorgänger Modell, wurde der SB83G5 mit dem neuen Intel i915G Chipsatz und einem PCI-Express Slot ausgestattet.

Vielen Dank an die Firma Shuttle, für die Bereitstellung des Barebone Systems.



 


Model Shuttle XPC 775G5 Shuttle XPC SB83G5
Chipsatz Northbridge i875P i915G
Chipsatz Southbridge Intel 82801EB (ICH5) Intel (ICH6)
Sockel LGA 775 LGA 775
Unterstützt Pentium 4 Willamette Nein Nein
Unterstützt Pentium 4 Northwood Nein Nein
Unterstützt 800MHz FSB? Ja Ja
Unterstützt Prescott ? Ja nur Sockel 775 Ja nur Sockel 775
Systembus 533MHz / 800MHz 533MHz / 800MHz
Systemspeicher 2 x DDR Dimm-Bänke 2 x DDR Dimm-Bänke
DDR-Ram PC 3200 / ECC Support Ja / Nein Ja / Nein
Max. Speicher 2GB 2GB
Unterstützt Hyperthreading Technologie Ja Ja
Raid onboard Ja, nur S-ATA Ja, nur S-ATA
Slots
  • 1 x AGP (8fach)
  • 1 x PCI
  • 0 x CNR
  • 1 x PCI-E (16x)
  • 0 x AGP (8fach)
  • 0 x PCI-E (1x)
  • 1 x PCI
  • 0 x CNR
IDE 2 Master Ports für 4 Endgeräte 2 Master Ports für 4 Endgeräte
UDMA 133 Support Nein Nein
USB-Anschlüsse (bereits vorhanden) 2 2
Audio Onboard Ja
( 6-Channel AC97 CODEC)
Ja
( 6-Channel ALC658 CODEC)
Lan Onboard Ja (Gigabit - Braodcom) Ja (Gigabit - Marvell)
IDE RAID Nein Nein
USB 2.0 / Firewire

Ja / Ja

Ja / Ja

Serial ATA / Raid Ja / Ja Ja / Ja
sonstiges SPDIF optischer Ein/Ausgang, koxialer Ausgang
250Watt Netzteil
Frontklappe mit USB-, Firewire und Audioanschlüssen
Gewicht: ca. 5,2kg
SPDIF optischer Ein/Ausgang, koxialer Ausgang
250Watt Netzteil
Frontklappe mit USB-, Firewire und Audioanschlüssen
Gewicht: ca. 5kg
Intel onboard Grafikkarte (GMA 900) [333MHz]
Preis ca. 299,-€ ca. 319,-€

Lieferumfang

Der Lieferumfang des Shuttle XPC SB77G5 ist recht reichhaltig ausgefallen. Neben drei Handbüchern und der Treiber&Tools CD, befinden sich viele Anschlusskabel und auch Wärmeleitpaste im Lieferumfang.

Lieferumfang im Überblick

  • 2x Sata Kabel

  • 2x IDEKabel

  • 1x Floppy-Kabel

  • 2x silberne Standfüße

  • 1x Schrauben

  • 1x Floppy-Stromkabel

  • 1x SATA-Stromkabel

  • 1x Treiber Diskette

  • 1x Treiber&Tools CD

  • 1x Wärmeleitpaste

Layout&Design

Das schicke Alu-Gehäuse macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Es gibt keine scharfen Kanten oder Unebenheiten.

In der silbernen Leiste auf der Front befindet sich der Power- und Resetknopf +die Status LEDs

Seitlich angelegte Lüftungslöcher ermöglichen eine bessere Belüftung der inneren Komponenten.

Das Gehäuse des Shuttle XPC SB85G5 ist komplett in Silber gehalten. Die Seitenteile wurden zusätzlich mit dem Shuttle Logo und ein paar kleinen Lüftungslöcher versehen. Aufgrund der geringen Maße von 300 x 200 x 185cm, lassen sich die Seitenteile auch nicht einzeln abnehmen. Es ist nur möglich das Innenleben freizulegen, indem man den kompletten Gehäusedeckel entfernt. Um dem User Zeit zu ersparen, wurden bei diesem Modell Thumbscrews verwendet, wodurch das Lösen des Deckels vereinfacht wird.
Insgesamt bietet das Case Platz für ein 5,25" und zwei 3,5" Laufwerke. Damit das Design bei Einbau eines CD- oder DVD Laufwerks einheitlich bleibt, hat der Hersteller dem 5,25" Schacht eine silbene Laufwerksblende mit einem silbernen Knopf verpasst. Diese öffnet sich bei Betätigung des Knopfes und verdeckt auch das Laufwerk wieder, nachdem eine CD/DVD eingelegt wurde.
Des Weiteren sind hinter einer kleinen Klappe zusätzliche Frontanschlüsse [2xUSB, 2xAudio (Line-IN, Line-OUT), und 1x Firewire] zu finden.

   

Hier zu sehen - der Passivkühlkörper auf der Southbridge. Bei der Northbridge kommt ein 40mm kleiner Aktivlüfter zum Einsatz.

Versteckt hinter dem ATX-Stromkabel befinden sich zwei Dimmbänke. Sie bieten Platz für jeweils 1GB DDR1 Arbeitsspeicher.

Ein IDE Kabel wurde hier schon im Gehäuse verlegt. Ein Rundkabel kommt nicht zum Einsatz, stattdessen wird ein herkömmliches Flachbandkabel verwendet, das in 5 einzelne Stränge aufgeteilt wurde. Dabei bleibt das Kabel sehr flexibel.

Ein PCI-Expresse x16 Port für Grafikkarten und ein alter PCI Slot stehen dem User zum Aufrüsten zur Verfügung.

Um ein CD/DVD Laufwerk einbauen zu können, muss die Front des Shuttle Gehäuses entfernt werden.

Öffnet man nun den Gehäusedeckel kommt das Innenleben des Shuttle Barebone Systems zum Vorschein.
Das Mainboard besitzt u.a. 2 Rambänke für bis zu 2GB Arbeitsspeicher, 2 SATA Ports, 2 IDE Ports für bis zu 4 Laufwerke und 4 bereits vorinstallierte USB 2.0 Ports. Jeweils 2 Ports sind in der Front, hinter der Frontklappe zu finden, die anderen beiden Anschlüsse befinden sich, wie sonst auch üblich, auf der Gehäuserückseite.
Da der Shuttle XP SB83G5 über einen Onbord-Grafikchip verfügt, kann das System auch ohne PCI-Express Grafikkarte betrieben werden.
Ein Nachteil, der sich aus der kompakten Bauart ergibt, ist der Platzmangel für Grafikkarten mit großen Kühlern. Hier kann es im System schon mal recht eng werden.
Auch lässt sich über den vorhandenen PCI Slot eine Erweitungskarte, wie z.B. eine TV-Karte installieren.

Passive Kühlelemente sorgen dafür, dass Bausteile des Mainboards nicht überhitzen.

Über eine Kupferplatte und über die 4 Heatpipe-Röhren wird die Abwärme des Prozessors zum Kühler geleitet.

Ein 92mm Lüfter sorgt, je nach Temperatur, mit 1000 bis max. 3700 Umdrehungen pro Minute für Frischluft.

Nachdem der Prozessor in den Sockel eingesetzt wurde, kann die komplette Kühleinheit wieder eingebaut werden.

Um das Herzstück, den Prozessor, einbauen zu können, muss vorerst das Gehäusemodul für die 5,25 und 3,5" Laufwerke entfernt werden. Anschließend muss die Heatpipe-Kühleinheit (Integrated Cooling Engine: ICE) komplett demontiert werden. Eine sehr ausführliche bebilderte Anleitung gibt es dazu im mitgelieferten Handbuch. Dank der Thumbscres geht der Aus- bzw. Einbau schnell von statten.
Ist nun die Kühleinheit gelöst, liegt der Sockel 775 frei. Die CPU, in unserem Fall ein Intel Pentium 4 530J, kann nun eingebaut werden. Mit etwas Wärmeleitpaste versehen, wird der Kühler wieder eingesetzt.

Die Kühleinheit besteht insgesamt aus zwei Komponenten. Einmal aus dem Element, welches direkt auf die CPU gesetzt wird und einmal die Erweiterung inkl. 92mm Lüfter. Beide Elemente sind mit einem Heatpipe-Röhrensystem miteinander verbunden, sodass hier die Vorraussetzung für einen Wärmetausch geschaffen wird.
Der CPU Kühler macht einen hochwertigen Eindruck. Zudem besitzt dieser eine große Kupferplatte, um den Wärmeaustausch zwischen Prozessor und Kühler zu verbessern. Die erzeugte Wärme wird anschließend über das Röhrensystem an den großen Radiator weitergeleitet. Hier übernimmt der 92mm großer Kühler den Rest, und befördert die warme Luft nach Außen.
Diese Kühlmethode stellte sich in unserem Test als sehr effizient heraus. Die CPU Temperatur unter Volllast, selbst im übertakteten Zustand, kletterte nicht über 63°C. Natürlich musste sich bei solchen Temperaturen auch der Aktivlüfter stärker einschalten als üblich. Die Standardgeschwindigkeit beträgt ca. 1000 Umdrehungen pro Minute. Wird jedoch viel Hitze erzeugt, kann der Lüfter mit bis zu 3700 U/min arbeiten und erzeugt dabei einen unerträglich-lauten Lärmpegel.
Im IDLE Zustand ist der Lüfter jedoch kaum wahrzunehmen.
Weitere Lüfter können über die zwei vorhandenen Lüfteranschlüsse auf dem Mainboard des XPC angeschlossen werden.

Nachdem alle Komponenten eingebaut wurden, konnte das System wieder geschlossen werden, sodass wir mit den ersten Tests beginnen konnten.

Für die nötige Power der Komponenten sorgt ein kleines 250Watt Netzteil, das mit zwei 40x40mm Lüftern ausgestattet wurde. Die Lüfter sind erfreulicherweise im Betrieb kaum zu hören.


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