ABIT UL8 (mit ULi Chipsatz) im Test
Nachdem wir uns in vor kurzem ein Mainboard aus dem Hause ASRock mit dem ULi M1965 Chipsatz etwas genauer angesehen haben, erreichte uns in der Zwischenzeit ein Mainboard von ABIT.
Das ABIT UL8 verfügt jedoch über den etwas älteren ULi M1689 Chipsatz, ist aber dafür auch schon ab ca. 60,- Euro zu kaufen. Mit dieser "Sparversion" spricht der Hersteller Käufer an, die nicht soviel Geld für ein neues Mainboard ausgeben möchten. Bisher hatte ABIT nur Mainboards zu hohen Preisen, aber mit zahlreichen Features im Angebot.
Ergebnisse und Eindrücke über das neue UL8 erfahren Sie im folgenden Review.
Lieferumfang
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Im Lieferumfang ist alles Nötige vorhanden, um das Mainboard direkt einbauen und im System verwenden zu können. Anders, als von ABIT gewohnt, fällt der Lieferumfang eher spärlich aus.
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1x Handbuch
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1x Treiber CD
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1x Treiber Diskette
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2x SATA Datenkabel
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1x IDE Flachbandkabel
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1x Floppykabel
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1x ATX-Blende
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1x Slotblende inkl. zwei USB-Ports
Der Kunde muss sich mit den herkömmlichen Flachbandkabeln zufrieden geben und sucht SATA-Stromkabel vergebens.
Chipsatz
Bei der Betrachtung des ABIT UL8 wollen wir uns zunächst einmal einen kurzen Überblick über die so genannten Kern-Features verschaffen. Nachstehend haben wir die wichtigsten Daten in tabellarischer Form aufgelistet. Auffällig ist vor allem der eher selten anzutreffende ULi Chipsatz M1689. Diesen Chipsatz findet man vornehmlich im so genannten "LowCost"-Bereich, da es sich um eine Single-Chip Lösung handelt, die weniger Produktionskostenintensiv ist.
Der Chipsatz ist geeignet für Opteron, Athlon 64/FX und Mobile Athlon 64 Prozessoren. Allerdings wurde im Vergleich zur Konkurrenz auch an einigen Stellen gespart. So gibt es keine Chipsatzeigene Unterstützung für Firewire und IDE-RAID-Controller, auch wird Hyper-Transport lediglich mit 800 und nicht mit 1000 MHz getaktet. Zu guter Letzt muss der Kunde auf Gigabit-LAN-Unterstützung verzichten. Wer zu einem ALi/ULi 1689M Mainboard greift, sollte auf diese Dinge achten und für sich entscheiden, ob er diese fehlenden Features verschmerzen kann. Im Gegenzug erhält man aber eben auch ein entsprechend preiswerteres Produkt und auch die Mainboard-Hersteller haben ebenfalls durchaus die Freiheit, fehlendes Features durch Verwendung separater Onboard-Chips doch noch zu realisieren.
Wie wir sehen, hat ABIT trotz des erstaunlich günstigen Preises durchaus vieles an Ausstattung, was der durchschnittliche Heimanwender benötigen wird, umgesetzt. Lediglich Firewire wurde nicht umgesetzt, was aber verschmerzbar erscheinen mag. Ebenso erhält man nur ein 10/100 Standard-onboard LAN.
Zudem muss Chipsatzbedingt auf eine PCI-Express-Schnittstelle verzichtet werden.
Technische Details im Überblick:
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Model |
ABIT UL8 |
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Chipsatz |
ULi 1689M Single Chip |
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Sockel |
939 |
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Systembus |
800MHz (HT) (1000MHz dank ABIT) |
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Systemspeicher |
4 x DDR1 Dimm-Bänke bis 400MHz (kein ECC) |
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DDR-Ram 2 Support? |
Nein |
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Max. Speicher |
8GB |
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Unterstützt HyperTransport-Technologie |
Ja |
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Raid onboard |
Nur S-ATA (Raid 0/1) |
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Slots |
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IDE |
2 Master Port für 4 Endgeräte |
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UDMA 133 Support |
Ja |
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USB-Anschlüsse (bereits vorhanden) |
4 |
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Audio Onboard |
AC 97 (6 Channel) |
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Lan Onboard |
Ja 1x 10/100MBit (ULi) |
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IDE RAID |
Nein |
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USB 2.0 / Firewire |
Ja / Nein |
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S-ATA 2 Support |
Nein |
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sonstiges |
ABIT SoftMenü III, CPU ThermalGuard Technologie |
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Preis |
ca. 65,-€ |
Layout
Das ABIT UL8 unterstützt Sockel 939 Prozessoren aus dem Hause AMD. Ein entsprechendes Retention-Modul für die Kühler ist bereits vorinstalliert, kann aber auch mit wenigen Handgriffen entfernt werden. Rund um den Sockel sind zum Teil große Kondensatoren anzutreffen, die ggf. den Einbau eines größeren Kühlers erschweren könnten.
Links neben dem Sockel befinden sich insgesamt vier Rambänke, die bis zu 8GB PC3200er DDR1-Arbeitsspeicher unterstützen. ECC-Speicher kann nicht verwendet werden. Damit der Dual-Channel-Modus auch funktioniert, sind die Bänke farblich, unterschiedlich gestaltet. Zwei gleiche Module werden in zwei gleichfarbige Bänke eingesetzt. Das Handbuch gibt ebenfalls Auskunft über die richtige Positionierung.
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| Insgesamt können auf den vier Rambänken bis zu 8GB Speicher installiert werden. | Das UL8 unterstützt alle gängigen AMD Athlon 64 Sockel 939 Prozessoren. |
Direkt unter dem Sockel befindet sich der 4polige P4-12V-Stromascnhluss. Der ATX-Anschluss ist rechts neben den Rambänken anzutreffen. Aufgrund der direkten Nähe zu den Bänken kann es zu Installationsproblemen kommen, sofern der Speicher ausgetauscht oder hinzugefügt wird. Hier kann das dicke Stromkabel störend sein.
Die Positionierung der IDE-Ports ist hingegen gut gewählt. Die beiden Ports, die jeweils zwei IDE-Geräte unterstützen befinden sich am rechten Rand. Zudem werden die Kabel seitlich angeschlossen.
Direkt daneben sind zwei SATA-Anschlüsse zu finden. Hier werden pro Anschluss ein SATA 1,5GB/s Laufwerk unterstützt. Damit sich das Kabel nicht herauslöst, besitzen die Ports Rahmen. Diese Rahmen sorgen für einen optimalen Halt für die SATA-Datenkabel.
Richtet man seine Blicke weiter auf die linke Seite, fällt einem der blaue Chipsatzkühlkörper ins Auge. Hier drunter verbirgt sich der ULi M1689 Chip. Aufgrund der nur sehr geringen Wärmeentwicklung benötigt der Chip nur einen kleinen Passivkühlkörper. Ebenfalls kann getrost auf eine aktive Kühleinheit verzichtet werden. Wir haben mit der Infrarot-Temperatur-Pistole nachgemessen und ermittelten im Betrieb Werte je nach Auslastung von 35-55 Grad.
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| Der ATX-Stromanschluss wurde leider etwas ungünstig platziert. | 1x AGP-Port und 5x PCI-Ports sind anzutreffen. |
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| Zwei SATA 1,5GBit Schnittstellen unterstützen jeweils ein Laufwerk. | |
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Vertreter von AGP-Grafikkarten werden sich freuen. Das ABIT UL8 unterstützt AGP 8x Grafikkarten. Wer dennoch eine PCI-Express-Grafikkarte kaufen möchte, liegt mit diesem Modell auf dem falschen Weg und muss sich für ein anderes Produkt entscheiden.
Des Weiteren sind auf dem UL8 fünf PCI-Schnittstellen anzutreffen. Direkt unter dem letzten PCI-Slot versteckt sich der Floppy-Port. Diese Positionierung kann sich besonders in Bigtowern schnell als ungünstig erweisen, da die Kabel in der Regel nicht länger als 40cm sind.
Das Board verfügt nur über einen 10/100MBit schnellen LAN-Anschluss. Der Chipsatz unterstützt leider kein Gigabit-LAn, sodass ABIT die Option gehabt hätte einen zusätzlichen Onboard-Chip z.B. von Realtek zu verwenden.
Außerdem verfügt das Board über vier USB Anschlüsse auf der Rückseite, die um weitere vier Schnittstellen erweitert werden können (z.B. für Front USB-Anschlüsse).
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| Vier USB Ports sind bereits vorhanden. |
Positiv muss erwähnt werden, dass ABIT dem UL8 insgesamt fünf Lüfteranschlüsse spendiert hat. So ist es möglich Gehäuselüfter oder sonstige Lüfter direkt auf dem Mainboard anzuschließen.
Auf die bekannten µGuru-Overlcoking Features muss leider verzichtet werden. Dafür hat ABIT das altbekannte SoftMenü III wiederbelebt und als Feature dem Board hinzugefügt.
Darüber hinaus verfügt das UL8 über die CPU ThermalGuard Technologie. Mit dessen Hilfe wird vermieden, dass die CPU bei Überhitzung beschädigt wird. Der PC wird somit bei überschreiten einer Temperaturgrenze automatisch heruntergefahren.
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