Gigabyte GA-EX58-UD4P und Intel DX58SO im Vergleichstest
Seit knapp vier Monaten ist der Intel Core i7 in der Nehalem-Architektur bereits auf dem Markt. Die Leistungswerte dieser Architektur sind unbestritten gut und werden auch für Spieler zunehmend interessanter, denn mehr und mehr Spiele werden für Multi-Core-Prozessoren ausgelegt. Der Core i7 bietet vier physische Prozessorkerne hinzu kommen vier logische dank Simultaneos Multithreading (auch Hyper-Threading genannt), es können theoretisch also acht Prozessorkerne genutzt werden - inwiefern die zusätzliche Aktivierung der virtuellen Kerne die Performance beeinflusst haben wir bereits in einem früheren Review geklärt.
Doch bringt Intels Architekturumstellung auch Nachteile mit sich. Denn neben der neuen CPU, samt des passenden Mainboards müssen Käufer auch ihren RAM austauschen. Während der letzte High-End-Chipsatz auf Basis des Sockel 775 sowohl DDR2 als auch DDR3 unterstützt (wir berichteten), kann der X58 nur mit DDR3 etwas anfangen - woran auch Hersteller von Mainboards nichts ändern können, da der Speichercontroller bei Intel nun in den Prozessor gewandert ist und somit der Flaschenhals des FSB entfällt. Der Prozessor steuert den Speicher im Triple-Channel-Modus an.
Seitdem bekannt ist, dass auch der Nachfolger des Core i7 mit dem Codenamen Gulftown (Hexa-Core plus SMT) auf Basis der 32 nm Westmere-Fertigung den Sockel 1366 benötigen wird ist klar, dass man mit einem Umstieg auf diesen Sockel auch für künftige High-End-Prozessoren gewappnet ist. Weitere Prozessoren im mittleren Preisbereich auf Basis der 45 nm Nehalem-Technologie werden nicht auf den Sockel 1366 setzen, der Core i5 bekommt den Sockel 1156.
Somit werden Mainboards auf Basis des X58-Chipsatzes wohl noch eine Weile die Spitze von Intels Chipsatz-Portfolio darstellen. Zeit für uns mal zwei Vertreter genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Testkandidaten sind das Gigabyte GA-EX58-UD4P und das Intel DX58SO "Smackover". Ersteres gibt es derzeit Preisvergleich und Preisvergleich ist das Intel-Board kaum teurer.
Beide Mainboards wurden auf folgendem System unter identischen Bedingungen getestet.
| CPU |
Intel Core i7-920 (2.66 GHz, 4.8 GT/s QPI, 8MB L3-Cache) |
| RAM | |
| VGA | |
| HDD |
Western Digital Caviar Blue (SATAII, 320 GB, 16 MB, Cache) |
| Netzteil | |
| Gehäuse | Ikonik Zaria A10 SIM |
Als Betriebssystem kommt Windows Vista Business 64 bit mit Service Pack 1 zum Einsatz. Treiber der Grafikkarte ist der ATi Catalyst in der Version 9.2.
Folgende Programme wurden als Benchmarks ausgeführt.
- 7-Zip (Download)
- Cinebench R10 64bit (Webseite)
- Futuremark 3DMark Vantage (Download)
- Futuremark PCMark Vantage (Download)
- Half Life² - Episode Two (HOCBench - Webseite)
- SiSoftware Sandra Lite 2009.SP2 15.72 (Webseite)
- World in Conflict Demo (Webseite)
Auf der nächsten Seite werden beide Boards gegenübergestellt. Darauf folgen Einzelbetrachtungen beider Kandidaten sowie die Benchmarks und schlussendlich ein Fazit.















