Drei X79 Platinen im Vergleich
Gigabyte X79-UD7
In einer ganz anderen Liga spielt das Flaggschiff aus dem Hause Gigabyte, das die Bezeichnung X79-UD7 trägt. Ganz nach dem Motto „Größer geht’s nimmer“, bietet die Platine auf den ersten Blick nahezu alles, was sich ein Overlocker oder Extremgamer wünscht. Entsprechend fällt auch der Lieferumfang aus, der seinen Platz in einem separaten Karton findet.
Lieferumfang
- ATX-Shield
- Anleitung
- Software-CDs
- Bluetooth 4.0 und WIFI Erweiterungskarte
- zwei WIFI-Antennen
- USB-Headerkabel
- Quad-SLI-Brücke
- Tripple-SLI-Brücke
- SLI-Brücke
- CrossFire-Brücke
- seben Kabel für vereinfachte Spannungsmessung
- Schrauben
- USB 3.0 Frontpanel
- sechs SATA-Kabel davon 2x für SATA 6gb
- eSATA und Power Slot
- zwei SATA-Stromkabel
- Casebadges
Design & Aufbau
Obwohl die Gigabyte Platine sehr viel zu bieten hat, wirkt der Aufbau sehr strukturiert und geordnet. Da es sich um ein Mainboard im herkömmlichen ATX-Format handelt, hat Gigabyte bei der Gestaltung selbiger natürlich mehr Spielraum und damit auch mehr Möglichkeiten.
Die Basis des Ganzen bildet ein schwarzes PCB, welches bereits die erste Besonderheit darstellt, da es aus zwei Lagen Kupfer besteht. Das soll nicht nur die Temperatur der Komponenten senken, sondern auch zur Systemstabilität beitragen. Als guten Kontrast setzt Gigabyte beim X79-UD7 auf teilweise in orange gefärbte Applikationen. Besonders auffällig hierbei sind der große Chipsatzkühler und die großen Passivkühlelemente, die sich im oberen Teil des Mainboards befinden. Im Gegensatz zu ASRock verzichtet Gigabyte auf eine aktive Kühlung, stattdessen kommt eine Heatpipekühlung zum Einsatz. Die Abwärme wird vom Chipsatz über eine Leitung zu den Passivkühlkörpern transportiert, die dann nach oben entweichen soll. An den Mosfets selbst ist keine Kühlung anzutreffen. Darüber hinaus setzt Gigabyte auch auf hochwertige Kondensatoren aus Japan, die weniger Hitze entwickeln sollen.
Direkt darunter befindet sich ebenfalls mittig der LGA-Sockel 2011. Überraschenderweise hat der Hersteller dem Board nur vier Dimm-Bänke für DDR3-Speicher spendiert, somit wird eine maximale Kapazität von 32 GB unterstützt. In Zeiten von niedrigen Speicherpreisen kann das ein unschönes Limit darstellen, wenn man bedenkt, dass ein 16-GB-Speicherkit, fast zur Standardausstattung eines X79-Syteme mit Intels Sandy Bride-E Prozessor gehört.
Auch bei dieser Platine befinden sich Stromanschlüsse und Ports für zusätzliche USB-Schnittstellen etc. an den Rändern der Platine. Das X79-UD7 weist sogar zwei EPS 8-Pin-Stromanschlüsse. Wie anhand der Bilder schnell klar werden dürfte, unterstützt die Platine zwei, drei oder sogar vier Grafikkarten, die zusammengeschaltet im Quad-SLI-Betrieb für ordentlich Grafikpower sorgen sollen. Entsprechende SLI-Brücken befinden sich im Lieferumfang und auch ein Zusammenschluss von zwei AMD-Grafikkarten ist mit einer kompatiblen Brücke möglich. Dazwischen befinden sich kleine x1 PCI-Express Slots, auf einen PCI-Slot wurde zudem ganz verzichtet.
Neben sechs SATA3-Ports stehen zwei SATA2-Schnittstellen zur Verfügung. Wer sich über die beiden SATA-Stromanschlüsse, die sich in unmittelbarer Nähe zu den SATA-Ports befinden, bereits gewundert hat, dem sei gesagt, dass es sich dabei nicht etwas um Stromanschlüsse für Festplatten handelt; das Gegenteil ist der Fall: Hierüber muss das Mainboard mit zusätzlicher Power versorgt werden, wenn mehrere Grafikkarten zum Einsatz kommen sollen.
Ebenfalls mit an Bord ist ein Postcode-Display und diverse Buttons zum Starten und Übertakten des Systems. Dass das Mainboard vermutlich von einem Overclocker mitentwickelt wurde, wird spätestens bei den Strommesspunkten deutlich. Hier können die Spannungen diverser Komponenten, die beim Übertakten eine wichtige Rolle spielen, selbst mit einem Multimeter überprüft werden. Entsprechende Kabel, die das Messen vereinfach sollen, ohne dass ein Kurzschluss entsteht, befinden sich im Lieferumfang.
Weitere Features
Kommen wir beim X79-UD7 auch auf weitere Besonderheiten zu sprechen:
- 3D Power Voltage Control, Phase Control und Frequency Control: Spannungsreglung für CPU, Memory Controller, VTT und Arbeitsspeicher
- 3D BIOS: Das X79-UD7 besitzt zwei BIOS-Chips. Zwischen den beiden Versionen kann mithilfe des BIOS-Switches, der sich im I/O-Shield befindet, gewechselt werden. Auch ist es möglich, von dort aus einen BIOS-Reset durchzuführen. Wie auch beim ASRock Board kommt bei Gigabyte ein UEFI BIOS mit grafischer Oberfläche und 3D-Mode zur Darstellung von Systeminformationen, wie Temperaturen und Spannungen zum Einsatz.
Fazit
Für einen stolzen Preis von knapp 300 Euro erhält der Gamer bzw. Overclocker mit dem Gigabyte X79-UD7 ein Mainboard, von dem er wohl schon immer geträumt hat. Diese Platine weiß dabei nicht nur optisch mit seinem schwarz-orangen Design zu überzeugen, auch die zahlreichen Features, welche insbesondere das Übertakten des Systems betreffen, haben uns überzeugt. So kann das System sogar ohne Zugriff auf des BIOS, mithilfe der Onboard-Buttons übertaktet werden. Große passive Kühlelemente mit Heatpipesystem sollen zudem für einen kühlen Chipsatz und kühle Mosfets sorgen. Die Anzahl an SATA-Ports, USB-Schnittstellen und Lüfteranschlüssen ist bemerkenswert und lässt fast keine Wünsche offen. Die Möglichkeit bis zu vier Grafikkarten parallel betreiben zu können erfordert nicht nur einen leistungsstarken Prozessor, sondern auch ein Netzteil, dass jenseits der 1000 Watt Leistung bereitstellen kann. So befinden sich beim X79-UD7 auch zahlreiche Stromanschlüsse, die die Systemstabilität erhöhen sollen. Insgesamt konnte sich das Mainboard aus dem Hause Gigabyte auf den vordersten Rängen der Benchmarkergebnisse platzieren. Wie allerdings erwähnt, hat diese Hochleistungsplatine auch ihren Preis.

Pro
- Platinendesign
- Lieferumfang
- Heatpipe-Kühlung
- Anzahlanschlüsse
- Onboard-Buttons (Power und Overclocking)
- Clear BIOS Button im ATX-Shield
- UEFI-BIOS
- OC-on-the-Fly Button im ATX Shield
Contra
- nur 32 GB RAM werden unterstützt
- Preis





