LCD-Programme im Test

Fast jeder Modder besitzt eins und auch bei den übrigen PC-Usern findet es viel Anklang. Wovon wir reden? Natürlich von LCD-Displays. Aber damit man auch seine Freude an dem Display hat, darf die richtige Software natürlich nicht fehlen.

Doch welches ist die richtige? Welche Vor- und Nachteile haben die einzelnen Softwares und vor allem welches ist die Beste? Diesen Fragen versuchen wir nun einmal auf Grund zu gehen. Dabei beschränken wir uns allerdings auf Text-Displays, wobei die vorgestellten Softwares größtenteils aber auch mit Grafik-Displays umgehen können.

 

Testkandidaten

Unser Testfeld besteht aus insgesamt vier Programmen. Mit LCD Smartie ist eines der ersten LCD-Programmen überhaupt dabei, JaLCDs ist wohl so ziemlich das beliebteste Programm im Moment und mit LCDstudio und LCDHype sind auch noch zwei interessante Newcomer vertreten.

 

LCD Smartie

Die aktuelle Version von LCD Smartie trägt bereits die Versionsnummer 5.2, allerdings stockt die Weiterentwicklung zur Zeit etwas. Die aktuellste Version wurde immerhin schon im April diesen Jahres veröffentlicht. Aber gerade wegen dem hohen Alter ist das Programm schon ziemlich ausgereift und kann viele Funktionen bieten. Die Bedienung selbst ist ziemlich einfach und mit wenigen Mausklicks sind die ersten Ergebnisse auf dem Display zu sehen. Eine komfortable Vorschaufunktion hilft außerdem beim Konfigurieren der auszugebenden Daten. Die Installation ist denkbar einfach. LCD Smartie muss nämlich überhaupt nicht installiert werden. Einfach das Zip-Verzeichnis entpacken und schon kann es losgehen. Es werden zwar nur Text-LCDs unterstützt, diese aber in allen möglichen Formen.


Wie schon gesagt, ist das Programm leicht und intuitiv zu bedienen. Es müssen wenig Einstellung für das LCD vorgenommen werden und die verschiedenen Optionen zum Anzeigen sind leicht einzufügen. Die Funktionen der einzelnen Buttons, Checkboxen etc. sind gut benannt und man weiß immer was gemeint ist. Auch die Funktionen die LCD Smartie bietet sind von der Anzahl her sehr zahlreich. Mehr dazu später im direkten Vergleich der Programme. In unserer Testphase lief das Programm sehr stabil, wie übrigens auch die drei anderen. Keines tanzte durch irgendwelche Instabilitäten aus der Reihe. Leider ist LCD Smartie recht ressourcenfressend. Die Prozessorauslastung schwankte auf unserem Testrechner immer ziemlich stark zwischen 15-22%. Auch schnappte es sich mit fast 6 MB einen großen Anteil am Arbeitsspeicher.

 

JaLCDs

Kommen wir nun zu dem sehr beliebten JaLCDs. Im Gegensatz zu LCD Smartie muss JaLCDs "richtig" installiert werden, was aber kein großes Problem darstellen sollte. Beim ersten Starten fällt gleich auf, dass das Programm noch etwas mächtiger ist als LCD Smartie. Dies geht allerdings nicht auf Kosten der Übersicht. Vor allem die Unterstützung von 6(!) verschiedenen Sprachen macht das Tool ziemlich bedienungsfreundlich. Aktuell ist die Versionsnummer 3.11, wobei sich hier vermutlich bald wieder etwas tut, da das Programm ständig weiterentwickelt und verbessert wird.


Wie man unschwer erkennen kann, besitzt auch JaLCDs ein Preview Fenster. Dies ist allerdings erst seit der aktuellsten Version vorhanden und nicht so offensichtlich in das Programm integriert wie es bei LCD Smartie der Fall ist. Um das Fenster zu finden muss man mit einem Rechtsklick auf das JaLCDs Icon im Systemtray das Menü ausfahren, dann auf "open window" klicken und letztendlich im neu geöffneten Fenster auf "open display preview window". Die Bedienung von JaLCDs ist ziemlich einfach und ohne große Probleme zu bewerkstelligen. Neben den normalen "Standard"-Features bietet JaLCDs noch einige ganz besondere Funktionen, die kein anderes Programm anbietet. Aber hierzu wieder später mehr. Ein sehr großer Pluspunkt von JaLCDs sind die vielen Addons und Plugins die auf der Herstellerseite zur Verfügung stehen. So gut wie alles lässt sich mit dem richtigen Plugin auf dem Display darstellen. Außerdem gibt es ein Addon mit dem auch GLCDs über JaLCDs angesprochen werden können. Dies ist normalerweise nicht möglich. Im Arbeitsspeicher besetzt das Programm um die 7,5 MB, was schon recht viel ist. Dafür benötigt es allerdings kaum Rechenleistung. Meistens gibt es nur eine Prozessorlast von 2%.

 

LCDstudio

LCDstudio liegt mittlerweile in der Version 1.5 vor und die neue Version 1.6 wird auch in absehbarer Zeit verfügbar sein. Nach der Installation meldet sich das Programm mit dem LCDstudio Designer, in welchem man alles nötige einstellen und in einem Vorschaufenster betrachten kann. Auf den ersten Blick ist die Steuerung leider etwas verwirrend, aber mit der Zeit findet man sich gut in das Prinzip hinein, welches dahinter steckt. Trotzdem kommt es nicht an den Komfort der anderen drei Programmen heran, auch wenn das Einrichten der Anzeige per Drag&Drop äußerst praktisch und einfach ist.

Die Features die LCDstudio bietet, sind standardmäßig etwas rar im Gegensatz zu JaLCDs oder Smartie. Allerdings kann mit einigen Plugins nachgeholfen werden und das Programm wird ja auch noch laufend verbessert. Die wichtigsten Sachen sind sowieso vorhanden. Ein dickes Plus gibt es aber für die Kompatibilität mit den verschiedensten Displays. Sowohl viele GLCDs als auch Text-LCDs lassen sich standardmäßig ohne große Probleme betreiben. Was die Ressourcen angeht, ist LCDstudio sehr genügsam. Ein niedrige Prozessorauslastung und ein geringer Speicherverbrauch sind im Standardbetrieb an der Tagesordnung. Wenn allerdings im Designer gearbeitet wird, dann schnellt die Auslastung auch gerne auf 100% hoch und ordentlich Arbeitsspeicher wird zusätzlich auch noch verbraucht. Da ich Anfangs Probleme damit hatte, möchte ich jetzt noch einmal darauf hinweisen, dass im unteren rechten Feld für jeden Screen das jeweilige Design mit einem Klick auf "click here to add a new item" hinzugefügt werden muss. Nur dann funktioniert die Ausgabe auf dem LCD.



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