Speedlink Medusa 5.1 USB Headset - Surround-Sound im Kopfhörer

In unserem letzten Review beschäftigten wir uns mit Komponenten, mit denen man unliebsamen Nachbarn richtig einheizen konnte oder sich bei beliebten Nachbarn völlig unbeliebt machen konnte.

Die Rede ist hier von unserem Bericht über zwei 7.1 Surround-Soundsystem zum Anschluss an den PC. Doch solche Systeme haben zwei große Nachteile. Zum einen wäre da die eben genannte Lautstärke. Zum anderen sind solche Soundsysteme, zum Beispiel im Fall einer LAN-Party, nicht gerade einfach zu transportieren oder erwünscht.

 

Doch dem soll jetzt Abhilfe geschaffen werden. Womit? - Mit einem Kopfhörer. Viele werden jetzt sicher sagen: Kopfhörer gibt es doch schon lange. Und selbst wenn es auch ein noch so toller Kopfhörer ist, so bietet er doch nur Stereo-Sound, während ein Surround-System echten Mehrkanal-Sound bietet.

Doch der Hersteller Speedlink zeigt mit dem Medusa 5.1 USB Headset, dass man auch echten 5.1 Sound mit einen Kopfhörer erreichen kann. Damit soll dann auch endlich nachts DVD-Genuss möglich sein, ohne dass einem die Eltern aufs Dach steigen, weil die Bässe wieder das ganze Haus erzittern lassen. Ob der Kopfhörer wirklich hält, was der Hersteller verspricht, wird in diesem Review geklärt werden.

Für die freundliche Bereitstellung bedanken wir uns bei der Firma Speedlink

Features im Überblick:

  • gepolsterter Kopfbügel

  • zusammenklappbare/gepolsterte Ohrpads

  • Kabel-Fernbedienung mit integrierter Soundkarte

  • inklusive Headset-Hook

  • 4 Lautsprechern pro Muschel

  • Anschluss ausschl. über den USB-Port

Lieferumfang

Zum Lieferumfang des Headsets gehört noch eine Treiber CD, eine Anleitung und eine Halterung, um das Headset aufhängen zu können.
Besonders auffällig dürfte auch die Innenverkleidung der Verpackung sein (siehe Bild).

Technik und Design

Das Speedlink Medusa 5.1 USB Headset ist ein echter Mehrkanal-Kopfhörer. Das heißt, dass in seinen Ohrmuscheln jeweils mehrere Membranen für den richtigen Sound sorgen. Bei unserem Testobjekt sind das de facto vier Membranen pro Ohrmuschel. Daraus resultiert auch die etwas etwas überdimensionale Größe der Ohrmuscheln, denn irgendwo muss die Technik schließlich untergebracht werden. Außerdem benötigt man für das echte Raumklang-Feeling eigentlich einen gewissen Abstand der Soundquelle zum Ohr.

 

Gute Polsterung erhöht den Tragekomfort.  
 

Insgesamt macht die Fernbedienung im Vergleich zu den Kopfhören einen minderwertigen Eindruck. Das Gehäuse-Design und die Anordnung der LEDs und Knöpfe will nicht richtig zum restlichen Produkt passen.

Da wir uns gerade mit dem Design beschäftigen: Die harten Plastikteile des Kopfhörers sind in einem eleganten, gelochten Schwarzgrau gehalten, während die Polsterungen an Ohrmuscheln und Trägerkonstruktion aus einem schwarzen Polster gefertigt sind. Dies wirkt durchaus sehr futuristisch.
Dadurch, dass der es sich hier um einen echten Mehrkanal-Sound handelt, muss der Kopfhörer auch mit mehreren Kanälen versorgt werden. Dies stellt die integrierte Soundkarte sicher. Der Anschluss erfolgt nicht wie sonst üblich über den herkömmlichen Audiostecker, sondern über den USB-Port. Dies erspart dem User jede Menge Kabelsalat. 
Für genügend Spielraum auf LAN-Parties oder nur zu Hause beim DVD-genießen sorgt ein ca. 3 m langes Anschlusskabel.
Die Lautstärke kann man mit Hilfe der Lautstärkeregelung in Form von zwei Knöpfen, welche direkt am Kabel befestigt sind, einstellen. Zusätzlich befindet sich dort eine Halterung, um die Fernbedienung an der Kleidung zu befestigen.

Praxistest

Soweit erst einmal in der Theorie. Ob der Kopfhörer auch in der Praxis hält, was er in der Theorie aufgrund des technisch hohen Aufwandes verspricht, wird sich in Kürze zeigen.

Dazu haben wir den Kopfhörer mehrere Wochen im Alltag getestet. Sei es nur Musik hören, eine Runde zocken oder hin und wieder der Genuss einer DVD. Dies alles musste der Kopfhörer über sich ergehen lassen. Dabei kam es uns aber nicht nur auf die Klangqualität an, bei der wir durch unser Surround-System an sehr hohe Standards gewohnt waren. Nein auch auf bequemen Sitz und Handling bei Dauerberieselung haben wir geachtet.
Die Spieleignung testeten wir mit Unreal Tournament 2003. In mehreren Sessions konnte der Kopfhörer uns völlig überzeugen. Die Möglichkeit jetzt selbst mit Kopfhörer den Beschuss durch Gegner zu orten sowie der für einen Kopfhörer ungewöhnlich satte Bass macht das bisher verwendete Soundsystem schon fast überflüssig.
Das schon beim Zocken erreichte Feeling kann der Kopfhörer auch beim genießen einer DVD vermitteln. Auch hier fühlt man sich immer mitten im Film und erwartet eigentlich, dass die Schauspieler im nächsten Moment neben einem stehen.
Möchte man sich Stereo-Audiofiles zum Beispiel über WinAMP anhören, so sollte man darauf achten, dass man entweder ein Plugin nutzt, was den Stereo-Sound auf alle Kanäle legt oder dieses vom Soundkartentreiber regeln lässt, da sonst der Kopfhörer nicht seine volle Dynamik entwickeln kann.
Das einzige, was wir gegenüber einem echten Surround-System vermissen, ist, dass der Bass uns in den Magen brummelt.
Am Tragekomfort des Kopfhörers gibt es aus unserer Sicht eigentlich nichts zu bemängeln. Dank der sehr gut verarbeiteten und sehr weichen Polsterung gibt es nach längerem Tragen selbst bei Brillenträgern keine Druckstellen oder ähnliches. Einzigallein das etwas hohe Gewicht von fast 400 Gramm macht sich etwas nach längerem Tragen bemerkbar.
Die Ohren werden zwar leicht wärmer, jedoch kommt es nicht zu erhöhter Schweißbildung, da der Ohrmuscheln dennoch genügend belüftet sind. Darüber hinaus lässt sich der Kopfhörer für den Transport sehr kompakt zusammenfalten und braucht somit weniger Platz als so manches Headset oder so mancher herkömmlicher Kopfhörer.

Software

Die Firma Speedlink liefert zum Headset noch ein umfangreiches Tool mit. Wie auf den folgenden Screenshots zu sehen ist, lassen sich hier Feineinstellungen vornehmen. Auch das Laden von voreingestellten Profilen ist möglich. Insgesamt ist die Oberfläche sehr übersichtlich strukturiert.
 

Fazit

Sehr schön hat sich während unserer Testzeit gezeigt, dass man mittlerweile selbst auf LAN-Parties nicht mehr auf seinen Surround-Sound, an den man sich zu Hause gewöhnt hat, verzichten muss. DVD- und Musikgenuss sind mit dem Kopfhörer ebenfalls in sehr guter Qualität möglich. Das einzige Manko könnte der hohe Preis von fast 90,- Euro darstellen, bedenkt man jedoch dass im Headset noch eine kleine Soundkarte eingebaut wurde relativiert sich das ganze wieder.


Pro

  • Sehr guter Sound für ein Headset

  • Hilfreiche Fernbedingung

  • Verstellbare Ohrmuscheln

  • Gesamte Ohrmuschel bedeckt

  • Beiliegende Software für direkten Test

  • Haken zum Aufhängen der Kopfhörer dabei

  • Leicht verstellbares Mikrofon

Contra

  • relativ hohes Gewicht

  • Design Fernbedienung


Das Speedlink Medusa 5.1 USB Headset können Sie zu einem Preis von 89,90 Euro hier kaufen.



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