Gembird Butterfly Miniaturlautsprecher im Test

Mobilität, ein Begriff den die Menschheit im 21. Jahrhundert so schnell nicht mehr los wird. Jegliches Gerät, was den modernen Alltag erleichtern soll, ist dazu verpflichtet klein und kompakt zu sein, um so immer am Körper getragen werden zu können.

Dieses Konzept verwirklichen aktuelle Computer- und Handyhersteller teilweise auch schon sehr eindrucksvoll. Bloß eines bleibt auch bei den MP3-fähigsten Handys- und Pocket PC auf der Strecke: der Sound des externen Lautsprechers. Hier will die Firma Gembird Abhilfe schaffen und bringt mit dem "Butterfly" einen portablen Miniaturlautsprecher auf den Markt. Wie das Produkt abgeschnitten hat, erfahren Sie in diesem Bericht.




Verpackung und Lieferumfang


Der kleine Lautsprecher wird in einer beständigen Plastikhülle geliefert, die durch ein großes Fenster in der Front, Einsicht auf den Inhalt gewährt. Neben den weiß-orangen Lautsprechern befinden noch eine Schutzhülle, Batterien, ein 3,5mm auf 2,5mm Klinke Adapter, ein 3,5mm Klinke-Verteiler sowie eine bebilderte Anleitung zur Inbetriebnahme in der Verpackung. Den kleinen Krachmacher gibt es ab ca. 50,- zu kaufen.




Design und Verarbeitung


Designtechnisch ist hier nichts verkehrt gelaufen und so wundert es auch nicht, dass das Produkt mit dem Plus-X-Award im Bereich "Design" ausgezeichnet wurde. Das komplette Gehäuse ist aus Kunststoff gefertigt und bietet selbst auf den zweiten Blick keinen Anlass zur Kritik. Auch die Kanten des schmetterlinsförmigen Lautsprechers wurden abgerundet, was einen sehr schicken Eindruck macht und das Gesamtbild weiter aufwertet. Die Grundfarbe des Gehäuses ist ein mattes Orange, welches sich als ca. 2,5 cm breiter Streifen einmal durch das ganze Gehäuse zieht und somit Außen- und Innenflächen erschafft. Auf einer dieser Außenflächen prangt in weiß das Butterfly-Logo. Die Lautsprecher Rück- und Vorderseite hingegen ist mit einer weißen Kappe bedeckt, die rückseitig die vier AAA-Batterien versteckt und vorderseitig zwölf Ausgänge für die einzelnen Treiber (Schallwandler) bereitstellt. Am unteren, rechten Ende verlässt das Audiokabel das Gerät und endet in einem standardmäßigem 3,5mm Klinkenstecker. Klappt man den portablen Musikmacher auf, so entdeckt man den An- und Ausschalter, welcher so positioniert ist, dass beim Zusammenklappen der beiden Flügel die Stromzufuhr unterbrochen wird. Eine ungewollte Entleerung der Batterie passiert nun nicht mehr so schnell. Ob das Gerät in Betrieb ist, kann man an der kleinen grünen Leuchtdiode erkennen.
Die Verarbeitung des Produktes ist großartig und lässt keine Wünsche übrig. Die Farbkombination aus orange und weiß wirkt sehr edel, aber auch gleichzeitig "trendy". Auch die mitgelieferte Schutzhülle ist gut verarbeitet und schützt den kleinen Lautsprecher effektiv gegen Kratzer.



Technik


Wer bis jetzt aufmerksam gelesen hat, dem sollte aufgefallen sein, dass das Gerät überhaupt keine Lautstärkerregelung besitzt. Der Pegel wird über einen im Butterfly verbauten Chip automatisch an die Quelllautstärke angepasst. Dieses hat den Vorteil, dass ein Verzerren der Musik nicht mehr möglich ist, da der Lautsprecher nur den maximal zulässigen Pegel benutz, so dass eine Übersteuerung ausgeschlossen werden kann. Die verwendeten Lautsprecher sind ebenfalls eine Besonderheit. So kommen hier keine Metallmembranen zum Einsatz. Man hat sich für Kohlefaser entscheiden und dabei bis zu 90% Energieeinsparung erreicht. Die Batterielaufzeit beträgt laut Hersteller bis zu 30 Stunden.
Neben den Frontauslässen der einzelnen zwölf Treiber, verläuft in jedem der Flügel ein Basskanal. Ein besondere Augemerk liegt auf dem Scharnier, welches die Flügel zum "schwingen" bringt. Es ist robust gebaut und weißt keine Mängel auf.


Schanier Basskanal


Hörtest


Zunächst einmal gilt bei portablen Lautsprechern oft eines: "Nicht zu viel erwarten." Aufgrund der Größe und dem Klangvolumen ein gar nicht so abwegiges Motto. Allerdings verschwand dieser kleine Satz ganz schnell aus dem Kopf, als die ersten zehn Sekunden eines Musikstückes gespielt waren. Der Butterfly spielte prächtig auf, der Limiter arbeitete sauber und verhinderte Verzerrungen. Zwar kann man hier kein wirkliches Bassfundament erwarten, allerdings ist durch die Basskanäle in den Seiten, das Frequenzspektrum wesentlich erweitert. So klingt das Lieblingslied um einiges besser und vor allem lauter als auf dem Handy. Dies ist allerdings auch abhängig von der Ausgangsleistung des Quellgerätes. Der Hörtest dieses kleinen Wunderteiles konnte vollkommen überzeugen.


Betrieb an Acer n311 Pocket PC


Fazit


Spätestens nach dem Auspacken aus der Hülle wird klar, dass der Butterfly Lautsprecher etwas ganz Besonderes ist. Das Design, sowie die Verarbeitung trafen voll unseren Geschmack. Hiervon einmal abgesehen bietet das Gerät einen wirklich satten Sound für solch eine Größe. Der integrierte Limiter hat seinen Job auch gut gemacht. Wir konnten keine Verzerrung oder Übersteuerung durch anziehen des Quellpegels erreichen. Das Gerät sicherte ab und setzte die Wiedergabe in guter Qualität fort. Auch die Möglichkeit die Flügel beliebig auf und zu zuklappen bietet interessante Aufstellmöglichkeiten. Das Anschlusskabel ist lang genug und auch der Lieferumfang inklusive Batterien und Schutztasche ist nicht zu verachten. Von uns erhält das "Butterly portable speaker system" eine Allround-PC Empfehlung. Der Preis von ca. 50,- Euro ist gerechtfertigt.



Pro

  • toller Sound

  • schickes Design

  • sehr mobil

  • abgerundete Ecken

  • Limiter

  • Lieferumfang


Contra

  • -



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