Test: Eizo FlexScan EV2750

Geschrieben von Niklas Ludwig am 04.11.2015.

Eizo FlexScan EV2750 Startbild

Bei einem Monitor zählt vor allem eine möglichst realitätsnahe und detailtreue Bildwiedergabe. Kann der Eizo FlexScan EV2750 diese bieten? Und wie ist es um die Spieleeigenschaften des primär für das Büro konzipierten Monitors bestellt? Die Antwort ist nur einen Klick weit entfernt!

 

Technische Daten

Bildformat16:9
Bildschirmdiagonale27 Zoll
Auflösung2.560 x 1.440 Pixel
Bildwiederholfrequenz60 Hertz
Reaktionszeit5ms (Grau-zu-Grau)
max. Helligkeit350 cd/m²
Kontrastverhältnis1.000:1
Displayfarben16,7 Millionen
max. Blickwinkel178° Horizontal / 178° Vertikal
VerstellbarkeitTiltfunktion (5° ~ 35°)
E/A-Schnittstellen1x HDMI, 1x DP 1.1, 1x D-Sub, 1x 3,5-mm-Audioausgang, 2x USB 3.0
Preis829 Euro

Lieferumfang

  • Eizo FlexScan EV2750-Monitor
  • Kurzanleitung
  • Stromkabel
  • DP-Kabel
  • USB-Kabel

Design & Verarbeitung

Eizo setzt beim FlexScvan EV2750 auf ein schlichtes und zugleich elegantes Design. Die komplette Vorderseite des 27 Zoll großen Monitors ist plan, der schwarze Gehäuserahmen steht im Vergleich zu vielen anderen Modellen somit nicht hervor. Zu dem schicken Design trägt auch der circa sechs Millimeter dünne, schwarze Glasrahmen bei, der das Panel und den Gehäuserahmen voneinander trennt. Nur der untere Rahmen fällt etwas größer aus, da hier die Touch-Buttons integriert sind, die schnell und verzögerungsfrei reagieren. Um Spiegelungen vorzubeugen, hat sich Eizo zudem für ein mattes Display entschieden.

 Eizo ScanFlex EV2750 - Vorderansicht schrägEizo ScanFlex EV2750 - Seitenansicht

Der Standfuß des Eizo FlexScan EV2750 ermöglicht unter anderem das Drehen und Kippen des Monitors, der auch in der Höhe verstellt werden kann

Eine Funktion des Monitors wird bereits im Namen angedeutet: „Flex“. Doch wie flexibel ist der Monitor wirklich? Der Standfuß des Monitors steht auf einer kreisrunden Scheibe, die in Relation zur Bildschirmgröße wenig Platz auf dem Schreibtisch wegnimmt. Besonders gut gefällt uns, dass der Standfuß komplett schraubenlos befestigt wird. Mit dem Standfuß kann der Eizo FlexScan EV2750 um bis zu 172 Grad gedreht werden. Zudem lässt er sich in der Höhe verstellen und auf Wunsch per Pivot-Funktion um 90 Grad ins Hochformat bewegen. Wer eine Wandmontage vorzieht, kann den Monitor mittels der 100 x 100 mm VESA-Halterung an einer Wand befestigen. Auf der Rückseite befinden sich die Anschlüsse des Monitors. Darunter ein HDMI- sowie DVI-Anschluss und ein DisplayPort. Zudem befindet sich hier der Anschluss für das Stromkabel. Über einen integrierten Netzschalter kann der Eizo FlexScan EV2750 komplett vom Stromnetz getrennt werden. Des Weiteren besteht die Möglichkeit zwei USB-3.0-Geräte sowie einen Kopfhörer direkt an den Monitor anzuschließen. Die Verarbeitung des fast acht Kilogramm schweren Monitors ist frei von sichtbaren Makeln.

Technik & Bildqualität

Beim Eizo FlexScan EV2750 sorgt ein mit 2.560 x 1.440 Bildpunkten auflösendes IPS-Panel für eine möglichst detailgetreue Bildwiedergabe. Somit liegt der maximale Blickwinkel bei für die IPS-Technologie typischen 178 Grad, was sowohl vertikal als auch horizontal gilt. Was erst einmal nur eine theoretische Angabe ist, hat sich in unserem Test bestätigt: die Farben werden auch bei seitlicher Betrachtung nicht verfälscht. Leider haben IPS-Panels jedoch den Nachteil, dass ihre Reaktionszeit meist höher ausfällt als bei TN-Panels. Eizo gibt beim Flexscan EV2750 einen Wert von 5 ms an (Grau zu Grau). Dieser äußert sich bei genauer Betrachtung in einer geringfügigen Schlierenbildung, die beim Spielen allerdings weniger stark auffällt als es bei einem speziellen Testprogramm der Fall ist. Über die Overdrive-Funktion lassen sich die Schlieren deutlich reduzieren.

Eizo ScanFlex EV2750 - Frontansicht Eizo ScanFlex EV2750 - Rückseite USB Anschlüsse

Neben HDMI-, DVI- und DisplayPort-Anschluss bietet der EV2750 zwei USB-3.0-Anschlüsse auf der Rückseite

Die Helligkeit gibt Eizo mit 350 cd/m², was für einen Monitor ohne 3D-Funktion ein guter Wert ist. Den Kontrast beziffert der Hersteller mit einem Wert von 1000:1, der bei Monitoren inzwischen Standard ist. Dunkle Szenen werden dennoch gut wiedergegeben und offenbaren viele Details. Was dem Monitor bei dunklen Szenen ebenfalls zugutekommt, ist die homogene Ausleuchtung, die bei LED-Monitoren keine Selbstverständlichkeit ist. Farben gibt der Eizo Flexscan EV2750 satt wieder, ohne diese zu stark aufzutragen. Uns kam die Farbtemperatur jedoch etwas zu warm vor, auch wenn die voreingestellte Farbetemperatur von 6.500 Kelvin ein geläufiger Wert ist. Der Monitor bietet dafür die Funktion, die Farbtemperatur in Schritten von 500 Kelvin den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Eine weitere Funktion ist die Auto-EcoView-Funktion, die zum einen die Augen und zum anderen den Geldbeutel schonen soll. Ein Sensor analysiert das Umgebungslicht und passt die Bildschirmhelligkeit entsprechend an.

Fazit

Der Eizo FlexScan EV2750 überzeugt mit einer sehr natürlichen und harmonischen Bildwiedergabe. Für einen LED-Monitor ist er homogen ausgeleuchtet, was sich besonders in dunklen Szenen positiv bemerkbar macht. Hardcore Gamer werden jedoch die leichte Schlierenbildung bemerken und sollten besser zu einem anderen Modell greifen. Uns fielen die Schlieren jedoch nur beim UFO Ghosting Test richtig auf, beim Spielen selbst haben wir sie nach kurzer Zeit kaum noch wahrgenommen. Zudem sei an dieser Stelle erwähnt, dass die FlexScan-Modelle primär für den Büroalltag gedacht und somit nicht speziell auf Gamer abzielen. Die Bedienung über das Touch-Bedienfeld geht gut vonstatten und reagiert ohne nennenswerte Verzögerungen. Lobenswert sind auch die zahlreichen ergonomischen Anpassungsmöglichkeiten. All das lässt sich Eizo mit 829 Euro jedoch fürstlich entlohnen.

ProContra
  • sehr gute Bildwiedergabe
  • stabile Blickwinkel
  • schickes Design
  • gute OSD-Steuerung
  • ergonomische Anpassungsmöglichkeiten
  • USB-Anschlüsse auf der Rückseite
  • leichte Schlierenbildung
  • hoher Preis

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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