Neue Netzteile im Vergleichstest
Wer seine CPU bis an die Grenze übertaktet, eine High-End-Grafikkarte sein eigen nennt, oder ein Raid-System mit mehreren Festplatten betreibt, braucht auch ein Netzteil das den Strombedarf dieser Komponenten deckt.
Wir von Allround-PC haben uns zwei neue Netzteile von der Firma NorthQ und CoolerMaster etwas genauer angeschaut. Vielen Dank hierbei an die o.g. Hersteller für die Bereitstellung ihrer Produkte. Folgende Netzteile haben wir getestet: +3,3V +5V +12V -12V -5V +5 sb Gesamt Leistung NorthQ 26A 35A 15A 0,8A 0,5A 2A 400W CoolerMaster 30A 35A 18A 1A (k.A) 2A 450W Sharkoon Silentstorm 480W 32A 32A 18A 0,8A (k.A) 2,5A 480W be quiet 30A 37A 27A 1A 0,8A 2,5A 420W Seasonic S12 30A 30A 29A 0,8A (k.A) 2,0A 430W ETASIS 23A 25A 18A 0,6A (k.A) 1,5A 300W Tagan 28A 42A 22A 1A 0,8A 2,5A 420W Tagan 28A 48A 20A 1A 0,8A 2,5A 480W Die Leistungsfaktorkorrektur (PFC, Power Factor Correction oder Compensation) beseitigt die Spannungsspitzen, die sich schädlich auf das Netzteil und den Stromkreis im Rechner auswirken. Ursache für Stromoberschwingungen ist die hohe Anstiegsgeschwindigkeit des Eingangsstroms in den Spannungsspitzen. Diese lässt sich ganz simpel durch Einfügen einer Drossel begrenzen, und so kommt man zum einfacheren Verfahren, der passiven PFC. Die "Drossel-Modelle" sind jedoch sehr groß, und müssen auch weiter wachsen, je höher die Leistung des Netzteiles wird. Aus diesem Grunde kommen sie meist nur bei Netzteilen mit geringer Leistung zum Einsatz, da sich ihre Größe andernfalls negativ auf Gewicht und Kühlung auswirken würde. Die effizientere, aber teurere Variante stellt eine aktive PFC dar: Ein zusätzlich in den Primärkreis eingeschleifter PWM-Schaltregler sorgt für eine nahezu sinusförmige Stromaufnahme. Allerdings enthält der durch die Pulsbreitenmodulation `künstlich´ erzeugte Strom erhebliche hochfrequente Anteile; ein Netzteil mit aktiver PFC kann deshalb zwar in niedrigeren Frequenzen trumpfen, im höherfrequenten Bereich aber bei etwa 10 bis 100 kHz zu EMV-Problemen neigen, wenn der Hersteller an Filtermaßnahmen spart. Aktive PFC erzwingt eine effiziente Filterung des Netzeinganges. Sonst können hochfrequente Störungen ins Stromnetz gelangen. NorthQ 400W Lieferumfang Zum Lieferumfang des NorthQ Netzteiles gehört neben dem Netzteil selbst noch ein Stromkabel. Jeder Kabelstrang wurde extra ummantelt, um Kabelsalat zu verhindern. Technische Daten Anschlüsse Das NQ 400Watt Netzteil macht dank seiner Titanium Ummantelung einen sehr hochwertigen Eindruck. Es sind zahlreiche Anschlüsse vorhanden, so dass z.B. auch zwei SATA-Laufwerke ohne Adapter direkt angeschlossen werden können. Kühlung Die Kühlung des Netzteils erfolgt über einen großen 120mm Lüfter. Dieser wird zusätzlich durch 4 blaue LEDs angestrahlt, so dass das Netzteil in einem hellen Blau erstrahlt. Dank der integrierten Lüftersteuerung ist der Lüfter mit ca. 12dBA im IDLE Modus und ca. 17dBA unter Volllast kaum zu hören. Man könnte somit zu der Annahme kommen, ein Fanless Netzteil würde sich im PC befinden. Mit den beiden Programmen MBM 5 und WebTemp haben wir die Spannungen während des Betriebes gemessen und grafisch anzeigen lassen. Wie man anhand der Grafik gut erkennen kann, sind die Spannungen auch bei unterschiedlicher Systemauslastung recht stabil geblieben. Wir haben, um das System unterschiedlich auszulasten, Prime95 laufen gelassen. Um auch die Grafikkarte zu fordern, ließen wir auch noch einige Benchmarks wie 3D Mark 01 und 3D Mark 03 laufen. Fazit Mit mit dem NQ4001BX bietet NorthQ ein gutes Netzteil mit ausreichend Power, auch für High-End Systeme. Die Verarbeitung ist hochwertig und auch der leise Lüfter gefällt uns. Zudem spricht der geringe Preis für das Produkt. Das Vorgängermodel, das NorthQ 4001BL gibt es bereits hier, zu einem Preis von 55,- Euro zu kaufen. Die BX Version wird es bald zu kaufen geben. Pro: sehr leise 120mm Lüfter mit Beleuchtung stabile Spannung Kabelummantelung gute Verarbeitung Preis PCI-Express Stromstecker Contra: keine Regelung für Gehäuselüfter
4001BX
400W
RealPower 450W
BQT P5
420W
430W
300W
iX-eye
420W
U22
480W
Technik - Was ist PFC?


Hier zu sehen der große 120mm Lüfter.


Zudem wurden alle Kabelstränge nochmals ummantelt, so dass ein Kabelsalat, wie bei herkömmlichen Netzteilen, in diesem Fall vermieden wird.
Des Weiteren kann durch den großen Lüfter auch die erwärmte Luft des CPU-Kühlers mit absaugen, so dass die Prozessortemperatur ebenfalls um ein paar Grad sinkt.
Die warme Luft kann durch kleine Löcher, die sich auf der Rückseite des Netzteils befinden, ohne Probleme entweichen.
Mainboard
Abit NF7-S
CPU
AMD Barton 2500+ @ 3200+
Ram
2x 256 MB TwinMos Winbond CH-5 PC 400 CL 2,5
VGA
ATI Radeon 9600 XT 256 MB
HDD
160 GB Seagate 7200.7
Gehäuse
Chieftech CS 2001 (Big-Tower) gedämmt
Kühlung
Innovatek Wasserkühlung (passiv)

Webtemp: "24 Hour Statistic"

Webtemp: "Current Statistic"
Schade, dass da die Kabel etwas zu kurz geraten sind, dies dürften jedoch User von Midi-Towern nicht merken.
CoolerMaster Realpower 450W
Lieferumfang
Neben dem Netzteil, einem Stromkabel und einem Handbuch, befindet sich noch ein analoges Display im Karton, das dem User Auskunft über den aktuellen Stromverbrauch des Rechners gibt.
Dieses Display wird in einen externen 3,5" Laufwerksschacht eingebaut und anschließend über ein extra Kabel mit dem Netzteil verbunden. Damit der User die Werte auch bei Dunkelheit gut ablesen kann, hat der Hersteller dem Display eine blaue Hintergrundbeleuchtung beschert.
Technische Daten Anschlüsse Das CoolerMaster RealPower 450W weist ein gute Verarbeitung auf. Das Gehäuse wurde auf der Rückseite fast komplett mit kleinen Löchern versehen, so dass dort die warme Luft nach außen strömen kann. Kühlung Ähnlich wie beim NorthQ, kommt beim RealPower nur ein großer 120mm Lüfter zum Einsatz. Dieser arbeitet jedoch mit einer konstanten Geschwindigkeit und erzeugt dabei einen Geräuschpegel von ca. 20dBA. Auf eine temperaturabhängige Lüftersteuerung wird verzichtet.






Hier zu sehen, das Display, das in einen freien 3,5" Slot eingebaut werden kann.


Dem Display wurde zusätzliche eine blaue Hintergrundbeleuchtung spendiert.
Zahlreiche Anschlüsse lassen keine Wünsch offen. Auch SATA- Laufwerke werden unterstützt.
Leider wird auf eine Kabelummantelung bei den verschiedenen Kabelsträngen verzichtet. Nur der Hauptstrang mit dem großen ATX 12Volt Stecker weist eine solche Ummantelung auf.
Auch hier, wird mit Hilfe des großen Lüfters, die warme Luft direkt über dem CPU Kühler abgesaugt und hinaus befördert.
Moddingfans dürfen sich freuen. Der 120mm Lüfter leuchtet in einem kräftigen Blau. Gerade in Gehäusen mit Seitenfenster dürfte sich der Leuchteffekt des Lüfters bemerkbar machen.
Mit den beiden Programmen MBM 5 und WebTemp haben wir die Spannungen während des Betriebes gemessen und grafisch anzeigen lassen.
Wie man anhand der Grafik gut erkennen kann, sind auch bei diesem Modell die Spannungen bei unterschiedlicher Systemauslastung recht stabil geblieben. Wir haben, um das System unterschiedlich auszulasten, Prime95 laufen gelassen. Um auch die Grafikkarte zu fordern, ließen wir auch noch einige Benchmarks wie 3D Mark 01 und 3D Mark 03 laufen. Fazit Das CoolerMaster RealPower 450W ist ein sehr gutes Netzteil mit einer hervorragenden Leistung und Verarbeitung. Der Lüfter ist mit 20dBA auch leise, so dass eher andere Kühler den Netzteillüfter übertönen. Pro: Aktiv-PFC leise, da 120mm Lüfter viel Zubehör (Display zur Anzeige des aktuellen Verbrauches) stabile Spannungen gute Verarbeitung Contra: keine Fansteuerung keine Kabelummantelung

Webtemp: "24 Hour Statistic"

Webtemp: "Current Statistic"
Als besonders Schmankerl wird noch das analoge Display mit Watt-Verbrauchsanzeige mitgeliefert und bietet dem User somit jede Menge Komfort. Ggf. lässt sich CoolerMaster auch von einer digitalen Anzeige überzeugen, die in unseren Augen etwas besser aussehen würde.
Der Preis von ca. 99,- Euro ist für ein 450 Watt Netzteil mit dem Zubehör angemessen.
Das CoolerMaster Realpower 450W können Sie zu einem Preis von 99,- Euro hier kaufen.















