Silverstone SST-ST52F und QTechnology Gold Netzteil im Test
Gute Computernetzteile werden in Zeiten, wo Prozessoren fast soviel Strom brauchen wie ein großer Fernseher und Grafikkarten sich auch schon deutlich mehr als 30 Watt genehmigen, immer wichtiger, um einen stabilen Betrieb des Systems auch unter Volllast zu gewährleisten.
Auf der anderen Seite müssen die Netzteile sehr leise sein, entwickeln jedoch aufgrund des hohen Strombedarfs viel Abwärme, die es mit intelligenten Systemen und großen Passivkühlkörpern zu bekämpfen gilt.
Wir von Allround-PC haben uns einmal das Silverstone SST-ST52F und
Wir möchten uns an dieser Stelle bei Silverstone und QTechnology für die Bereitstellung der Testsamples bedanken.
+3,3V +5V +12V -12V -5V +5 sb Gesamt Leistung Silverstone NorthQ 30A 28A 29A 0,5A 0,5A 2A 400W Silverstone 40A 45A 31A 1,0A 1,0A 2A 520W QTech. 28A 30A 18A 0,8A 0,5A 3A 350W Die Leistungsfaktorkorrektur (PFC, Power Factor Correction oder Compensation) beseitigt die Spannungsspitzen, die sich schädlich auf das Netzteil und den Stromkreis im Rechner auswirken. Ursache für Stromoberschwingungen ist die hohe Anstiegsgeschwindigkeit des Eingangsstroms in den Spannungsspitzen. Diese lässt sich ganz simpel durch Einfügen einer Drossel begrenzen, und so kommt man zum einfacheren Verfahren, der passiven PFC. Die "Drossel-Modelle" sind jedoch sehr groß, und müssen auch weiter wachsen, je höher die Leistung des Netzteiles wird. Aus diesem Grunde kommen sie meist nur bei Netzteilen mit geringer Leistung zum Einsatz, da sich ihre Größe andernfalls negativ auf Gewicht und Kühlung auswirken würde. Die effizientere, aber teurere Variante stellt eine aktive PFC dar: Ein zusätzlich in den Primärkreis eingeschleifter PWM-Schaltregler sorgt für eine nahezu sinusförmige Stromaufnahme. Allerdings enthält der durch die Pulsbreitenmodulation `künstlich´ erzeugte Strom erhebliche hochfrequente Anteile; ein Netzteil mit aktiver PFC kann deshalb zwar in niedrigeren Frequenzen trumpfen, im höherfrequenten Bereich aber bei etwa 10 bis 100 kHz zu EMV-Problemen neigen, wenn der Hersteller an Filtermaßnahmen spart. Aktive PFC erzwingt eine effiziente Filterung des Netzeinganges, sonst können hochfrequente Störungen ins Stromnetz gelangen. Silverstone SST-ST52F Lieferumfang Neben dem Netzteil selbst gehört zum Lieferumfang des Silverstone SST-ST52F noch ein Stromkabel, ein paar Schrauben, eine kurze Anleitung, ein 24Pin auf 20Pin ATX Stromadapter und ein 8Pin auf 4Pin Adapter. Da insbesondere Server-Mainboards über den so genannten EPS 8Pin Anschluss verfügen, ist eine Verbindung mit dem 4 Pin Stecker nicht mehr nötig. Technische Daten Das Netzteil wurde in ein schickes Gehäuse mit einer spiegelnden Oberfläche verpackt. Leider werden dadurch auch Kratzer schneller sichtbar, die sich beim Einbau in ein Computer-Gehäuse wohl kaum vermeiden lassen. Dennoch wird der gute Eindruck nicht getrübt, da das Silverstone Netzteil eine durchweg saubere Verarbeitung aufweist. Es sind keine scharfen Kanten oder Unebenheiten anzutreffen. Die Ecken wurden abgerundet. Anschlüsse Das Silverstone SST-ST52F 520 Watt Netzteil bietet, wie oben aufgelistet, zahlreiche Anschlüsse. So kann man das Netzteil zum einem im Server- oder Desktop-Bereich verwenden. Für Server-Mainboards werden zum Beispiel die so genannten 12Volt EPS Anschlüsse bereitgestellt. Kühlung Die nötige Belüftung des Netzteils und Entlüftung des Gehäuses übernehmen beim Silverstone Netzteil zwei temperaturgesteuerte 80mm Lüfter. Diese arbeiten zwischen 1500 und 2500 Umdrehungen pro Minute. Unter geringer Drehzahl wird dabei nur ein Geräuschpegel von ca. 22dBA erzeugt. Muss jedoch die Drehzahl erhöht werden, werden die Lüfter leider etwas brummig.
ST46F
460W 30A
30A
19A
0,5A
0,5A
2A
460W
4475
400W
SST-ST52F
520W
Gold
350W
Technik - Was ist PFC?








Auf der Rück- und Unterseite des Netzteils befinden sich die Aussparung für die zwei integrierten 80mm Lüfter.
Große Kühlrippen im Inneren der Geräte ermöglichen eine effektive Kühlung der Netzteilkomponenten.
Insgesamt können vier S-ATA Laufwerke mit Strom versorgt werden. Sollte man über mehr als vier solcher Laufwerke verfügen, so kann man natürlich die Laufwerke über Adapter anschließen. Normale 4 polige Stromanschlüsse sind in ausreichender Zahl vorhanden.
Für PCI-Express Grafikkarten gibt es auch einen entsprechenden 6Pin Anschluss.
Über einen Adapter ist es auch möglich das Netzteil mit einem Mainboard mit 24Pin ATX-Stecker zu betreiben.
Die Kabellänge ist mehr als ausreichend. Mit Hilfe des Adapters ist es sogar möglich das Hauptstromkabel auf eine Länge von bis zu 70cm zu erweitern. Dies dürfte selbst im größten Big-Tower keine Probleme geben.
Beide Lüfter sind so angeordnet, dass die erwärmte Luft aus dem Gehäuseinneren durch das Netzteil hinaus befördert werden kann.
Passend zur Netzteilfarbe werden die beiden Lüfter durch schwarze Gitter geschützt.
Um die aktuelle Arbeitsgeschwindigkeit der Lüfter auslesen zu können, gibt es die Möglichkeit das Netzteil über ein spezielles Kabel mit dem Mainboard zu verbinden. Hierbei wird dann nur das Tachosignal an das Mainboard weitergeleitet, sodass die Information zum Beispiel mit einem Tool ausgelesen werden kann.
| Mainboard | ABIT IC7 |
| CPU | Intel P4 2,8GHz E @ 3,2GHz |
| Ram | 2x 512MB GSkill PC4000 |
| VGA | ATI Radeon 9600 XT 256 MB |
| HDD | 80 GB Samsung 7200.7 |
| Gehäuse | Chieftech CS 2001 (Big-Tower) gedämmt |
Um das Netzteil zu testen, haben wir das o.g. Testsystem eingesetzt. Der Prozessor wurde zusätzlich auf 3,2GHz übertaktet und überschreitet somit die 100Watt-Verbauchsgrenze. Spätestens jetzt wird deutlich, welches Netzteil dieser Beanspruchung stand hält und welches nicht.
Mit den beiden Programmen MBM 5 und WebTemp haben wir die Spannungen während des Betriebes gemessen.
Spannungstest
Bei den Spannungen gibt es keine großen Abweichungen. Alle Leitungen boten ausreichend Power, selbst im übertakteten Zustand.
| Toleranz | |
| +12V | 5% |
| +5V | 5% |
| +3,3V | 5% |
| -12V | 10% |
Mit 12,35V ermittelten wir einen ziemlich hohen Wert auf der 12+Volt -leitung jedoch liegt dieses Ergebnis noch innerhalb der ATX Toleranz. Danach darf der Wert 12,6V nicht überschritten werden.
| Minimum | Maximum | Durchschnitt | |
| +12V | 12,23 | 12,35 | 12,29 |
| +5V | 5,19 | 5,22 | 5,22 |
| +3,3V | 3,32 | 3,34 | 3,32 |
| -12V | -12,08 | -12,05 | -12,06 |
Fazit
Insgesamt kann das Silverstone SST-ST52F 520Watt Netzteil überzeugen. Die ermittelten Werte sprechen für sich. Die Leistung des Netzteils ist mehr als ausreichend und bietet noch einiges an Potential. So kann man das Produkt in einem High-End System mit einer teuren PCI-Express Grafikkarte betrieben.
Anschlüsse wie der PCI-Express-, der EPS Anschluss und die vier SATA Anschlüsse garantieren auch eine gewisse Zukunftsfähigkeit, sodass das Netzteil auch später mit aktuellen Komponenten verbunden werden kann.
Der empfohlene Verkaufspreis des

Pro:
-
Active-PFC
-
lange Kabel
-
stabile Spannungen
-
sehr gute Verarbeitung
-
zukunftsträchtige Anschlüsse
Contra:
-
keine Kabelummantelung aller Kabelstränge
-
hohe Kratzempfindlichkeit
-
unter Volllast Lüfter etwas brummig
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