12 Netzteile im Test

Raptoxx Exxtreme RT-700EBAD


Lieferumfang

  • 6x blaue Kabelbinder

  • 4x Schrauben

  • 1x Stromkabel

  • 1x kurze Anleitung

  • 1x Kabelsatz (nähere Angaben siehe unter dem Punkt Anschlüsse)

  • 1x Staubtuch

Mit dem Raptoxx Exxtreme RT-700EBAD bietet der Hersteller nicht nur ein Netzteil, das den Rechner mit ausreichend Strom versorgen soll, sondern auch ein Produkt, das für die Augen ebenfalls etwas bieten soll. So besteht das Netzteilgehäuse nicht nur aus herkömmlichen Metall, sondern vereint auch zwei Plexiglasfenster in sich, wovon jeweils eins auf der rechten bzw. auf der linken Seite zu finden ist. Diese 90 x 45 mm großen Fenster geben mehr oder weniger Einblick in das Innere des Netzteils. Zur optischen Unterstützung bei Dunkelheit wurden sie zusätzlich mit blauen LEDs ausgestattet. Die entsprechenden Bilder finden Sie weiter unten in diesem Bericht.
Aber nicht nur die Plexiglasfenster sollen die Aufmerksamkeit auf sich lenken. So ist auch die Netzteilaußenseite nicht uninteressant. Dort befindet sich neben dem Netzeingang noch zwei Schalter. Mit einem dieser Schalter lässt sich die Farbe des eingesetzten 140mm zwischen grün und blau wechseln. Der andere Schalter dient zum Regulieren der Arbeitsgeschwindigkeit und somit der Lautstärke des Lüfters. Etwas weiter oben ist zudem ein silberner Button mit blauen Kunststoffring vorzufinden, der natürlich ebenfalls beleuchtet ist. Dieser Button dient zum Ein- bzw. Ausschalten des Netzteils.
Noch spannender wird es, wenn man seine Blicke auf die gegenüberliegenden Seite richtet.
Das System des Kabelmanagement kommt auch bei diesem Netzteil zum Einsatz, wie anhand der sechs etwas ungewöhnlichen runden Stromports deutlich wird. Geschützt von einer Kunststoffhaube verbergen sich dahinter verschiedene Ports, die sind anhand der Anzahl der Pins unterscheiden. Die entsprechenden Enden der mitgelieferten Kabel sind also nur für einen speziellen Port kompatibel, sodass eine Verwechselung ausgeschlossen werden kann. Dabei werden die Kabelenden einfach in die Ports gesteckt und mit einer Schraub-Verschlusskappe fixiert. Diese Technik ist sehr einfach und verhindert ein einfaches Herausrutschen von Kabeln.
Auf den ersten Blick macht das Netzteilgehäuse einen sehr hochwertigen Eindruck. Dieser verliert sich leider schnell wieder wenn man etwas genauer hinsieht. Schon beim Auspacken des Netzteils aus der Plastikhülle bringt mehrere Kratzer ans Tageslicht. Fingerabdrücke können dagegen einfach mit dem blauen Staubtuch entfernt werden.
Scharfe Kanten konnten wir zwar nicht feststellen, jedoch macht das Gehäuse keine so besonders sauber verarbeiteten Eindruck. Negativ fiel auch der Schalter auf, der für den Farbwechsel des Lüfters zuständig ist. Bereits nach weniger als 10 Schaltvorgängen war der Schalter defekt.

Technische Daten (Herstellerangaben)

  • 700W

  • Active-PFC

  • 1 Lüfter (140mm transparent mit blauen LEDs)

  • 600 - 2100 U/Min (Fansteuerung)

  • Kabelummantelung aller Stränge

  • SLI- / Crossfire-Unterstützung

  • Kabelmanagement

  • 4x 12V-Leitungen

  • vergoldete Kontakte

  • 3 Jahre Garantie

Anschlüsse

  • 8 x 4-Pin-Molex Stecker (mit Easy-Plug-Technik)

  • 2 x Floppy-Stecker

  • 6 x S-ATA (nur ein Kabelstrang)

  • 1 x 12V-P4-Anschluss

  • 2 x 12V-6-Pin-PCI-Express-Anschluss (nur 1 Kabelstrang)

  • 1 x 24/20-Pin-Hauptstromstecker

  • 1 x 8 Pin-EPS-Anschluss (Kombination aus P4 4Pin und zusätzlichen 4 Pin Anschluss)

  • 0 x 3-Pin-Kabel zur Übermittlung der Drehgeschwindigkeit des Lüfters

  • 0 x 4-Pin-Stecker für Gehäuselüfter (mittels Adapter)

  • Kabellänge Hauptstromkabel = 50cm

Kühlung

Wie bereits erwähnt setzt der Hersteller bei diesem Modell auf einen großen 140mm Lüfter inkl. blauer LEDs. Dieser ist temperaturgesteuert und arbeiten zwischen 600 und 2100 Umdrehungen pro Minute. Dabei wird ein Geräuschpegel laut Herstellerangaben von 17 - max. 40dBA erzeugt. In der Regel war jedoch der Lüfter in unserem Test nicht hörbar, außer man deaktivierte die Fansteuerung und lässt den Lüfter dauerhaft mit voller Drehzahl arbeiten.
Dank der integrierten Nachlaufsteuerung, soll die Hardware vor Überhitzung auch im abgeschalteten Modus geschützt werden. Die restliche Wärme wird dann weniger Minuten nach Betrieb aus dem Gehäuse transportiert.


Nicht nur der Lüfter sondern auch die einzelnen Kontakte besitzen beleuchtete Elemente.
Die Farbe des Lüfters kann zwischen grün und blau gewechselt werden.
Auch die Seitenfenster sind beleuchtet.


Fazit

Da nicht alleine die optischen Features zählen, konnte das Raptoxx Exxtreme Netzteil in diesem Test nicht überzeugen. Die Qualitätsmängel und die großen Spannungsschwankungen auf der 12V-Leitung geben zu bedenken. Auch der defekte Farbwechselschalter unterstütze den eher minderwertigen Eindruck.
Helfen konnte da auch nicht der leise Lüfter, die zahlreichen Anschlüsse und die sehr ansehnlichen optischen Features. Zu einem Preis von 160,- Euro hätten wir eine deutlich bessere Qualität erwartet.

 

Pro

  • sehr leise (dank Fan-Steuerung)

  • Kabelmanagement

  • SLI-/Crossfire-Unterstützung

  • Anzahl von Stromsteckern

Contra

  • Verarbeitungsmängel (Kratzer am Gehäuse)

  • Schalter kurz nach Inbetriebnahme defekt

  • Nur ein Kabelstrang mit sechs SATA-Stromports

  • hoher Standby-Strombedarf

  • hohe Spannungsschwankungen


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