Power satt! Acht neue Netzteile im Test

be quiet! Dark Power Pro 1000W

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+3,3V +5V +12V
(1-4)
kombiniert
-12V

+5 sb

Effizienz
(bis zu)

Gesamt-
leistung

Preis in €

be quiet! Dark Power Pro 1000W 24A 28A 75A 1,0A 6,0A > 80% 1000W ~ 300,-

Lieferumfang

  • 5x Klett-Kabelbinder

  • 2x Kabelbinder

  • 1x Anleitung (in verschiedenen Sprachen)

  • 1x 24 Pin auf 20 Pin Stromadapter

  • 1x Stromkabel

  • 4x Schrauben

  • 1x Casebadge

  • diverse Schutzkappen für Stromports


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In einem monströsen Karton wird das Netzteil samt Zubehör geliefert.
Der Lieferumfang fällt sehr großzügig aus.

Das mit 1000 Watt stärkste Netzteil in diesem Test stammt aus dem Hause be quiet. Die Optik dieses Netzteils ist sehr ansprechend. Die dunkelgraue Metalloberfläche wurde sauber verarbeitet. Alle Kanten wurden abgerundet und aufgrund der hohen Qualität entsteht auf der Gehäuseoberfläche ein Spiegeleffekt, der aber wiederum schnell durch Fingerabdrücke getrübt werden kann.
Das be quiet! Dark Power Pro Netzteil weist eine Länge von 16cm auf und dürfte somit in fast jedes PC-Gehäuse passen.
Auf der Netzteilvorderseite ist neben dem Stromanschluss und dem On-/Off-Schalter eine wabenartige Struktur vorzufinden, die ein Entweichen der erwärmten Luft ermöglichen soll. Auf den restlichen Seiten sind kleinere Lüftungsschlitze vorzufinden. Da es sich bei diesem Modell um ein Netzteil mit dem so genannten Kabelmanagementsystem handelt, d.h. um ein Netzteil mit abnehmbaren Kabeln, befinden sich auf der Rückseite insgesamt dreizehn Stromports, die sich sowohl farblich als auch in ihrer Form unterscheiden. Der Hersteller will somit vermeiden, dass Kabel versehentlich in nicht
zulässige Ports gesteckt werden, was im schlimmsten Fall einen Hardwareschaden zur Folge haben könnte.
Für den Quad-SLI-Betrieb sind vier Ports für die Versorgung der PCI-Express-Grafikkarten zuständig. Zwei Kabelstränge weisen den neusten 6+2 Pin-Standard auf. Ein zusätzliches fünftes Kabel kann an Stelle des ( Pin EPS-Anschlusses gesteckt werden, sofern dies nicht vom Mainboard als Stromversorger benötigt wird.
In Sachen Anschlüsse scheinen dem Anwender kaum Grenzen gesetzt zu sein. So verfügt das Netzteil über insgesamt zehn 4polige- und unglaubliche 15 SATA-Stromports, wovon ein Port für eine Festplatte vorgesehen ist.
Bis auf die ATX-Hauptstromkabel lassen sich alle Stränge vom Netzteil abnehmen und sollen damit die Installation des Netzteils ins Gehäuse vereinfachen. Positiv wirkt sich dieser Zustand aber auch auf den die Luftzirkulation innerhalb des Gehäuses aus, da weniger Kabel den Luftstrom stören können.
Die Kabellänge wurde vom Hersteller sehr großzügig bemessen. Alle Kabel sind mindestens 60cm lang, die Lüfterkabel weisen sogar eine Länge von 75cm auf und lassen sich gut im Gehäuse verlegen.
Sowohl die Hauptstromkabel, als auch die Nebenstränge weisen eine hochwertige Kabelummantelung auf. Trotz der Ummantelung sind die Kabel sehr flexibel und lassen sich gut im Gehäuse verlegen.

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An der Verarbeitung des Netzteilgehäuses konnten wir keine Mängel feststellen.
Der 120mm Lüfter arbeitet sehr leise.

Technische Daten (Herstellerangaben)

  • 1000W

  • Active-PFC

  • 1 Lüfter (120mm schwarz - ohne Beleuchtung)

  • Fansteuerung (~ 18 - 35 dBA)

  • Kabelummantelung aller Kabelstränge

  • SLI- / Crossfire-Unterstützung

  • Quad-SLI-Support

  • Kabelmanagement

  • 6x 12V-Leitungen á 20A (zusammen max. 75A)

  • ECASO Nachlaufsteuerung bis zu 3 Minuten

  • EMV-Protector (Reduzierung von Störimpulsen)

  • 3 Jahre Garantie


Anschlüsse

  • 10 x 4-Pin-Molex Stecker (ohne Easy-Plug-Technik)

  • 2 x Floppy-Stecker

  • 15 x S-ATA

  • 1 x 12V-P4-Anschluss

  • 3 x 12V-6-Pin-PCI-Express-Anschluss

  • 2 x 12V-8-Pin-PCI-Express-Anschluss (6+2 Pin)

  • 1 x 24/20-Pin-Hauptstromstecker (per Adapter)

  • 1 x 8 Pin-EPS-Anschluss

  • 1 x 3-Pin-Kabel zur Übermittlung der Drehgeschwindigkeit des Lüfters

  • 3 x 4-Pin/3 Pin-Stecker für Gehäuselüfter (pro Kabel ein Lüfter)

  • Kabellänge Hauptstromkabel = 60cm

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Alle Kabel wurden mit flexiblen Materialien ummantelt. Die PCI-Express- und Festplattenstromkabel wurden mit einer gesonderten Abschirmung versehen um Störimpulse zu verringern.
Hier sind die neuen 6+2 Pin PCI-Express-Stromstecker zu sehen. An diese Kabel kann pro Kabelstrang ein Gehäuselüfter angeschlossen werden.

Kühlung

Ein großer, schwarzer 120mm Lüfter, der sich auf der Unterseite des Netzteils befindet, soll für ausreichend Frischluft sorgen. Dabei erzeugt er je nach Auslastung und der daraus resultierenden Wärmeentwicklung im Netzteil verschiedene Geräuschpegel, die jedoch im normalen Betrieb kaum wahrnehmbar sind.
Ein zusätzliches Feature ist die integrierte Lüftersteuerung, mit der es möglich ist über entsprechend beiliegende Kabel bis zu drei Lüfter, wahlweise über den 3-Pin oder den 4poligen Anschluss, automatisch steuern zu lassen. Dabei werden die Lüfter mit mindestens 6,5 Volt versorgt. Steigt die Netzteiltemperatur, so steigt auch die Spannung für die Lüfter in 0,01 Volt Schritten.
Damit der User auch immer die Kontrolle über die Umdrehungsgeschwindigkeit des Lüfters hat, kann das 70cm lange Signalkabel mit dem Mainboard verbunden werden.
Zudem verfügt das Netzteil über eine Nachlaufsteuerung,
die einen wohlmöglichen Hitzestau nach dem Abschalten des Computers beseitigen soll. So arbeitet der Netzteillüfter zusammen mit den Gehäuselüftern bis zu 3 Minuten weiter.



Fazit

Ein Netzteil der Superlative erhält der Kunde mit dem be quiet! Dark Power Pro. Satte 1000 Watt, bis zu 15 SATA-Stromports und eine Nachlaufsteuerung lassen fast keine Wünsche mehr offen. So eignet sich das Netzteil auch für Quad-SLI-Systeme. Schon beim ersten Auspacken und Sichtbarwerden des Lieferumfangs wird einem schnell klar, dass es sich bei diesem Produkt nicht um ein 0815-Netzteil handelt. Die zahlreichen Kabel, teilweise ausgestattet mit einer speziellen Abschirmung, die gegen Störimpulse schützen sollen, Kabelbinder und auch die Schutzkappen der Stromports gehören bei be quiet! zum Standard-Programm.
Der regulierte Lüfter hebt sich ebenfalls als besonders positiv von anderen Netzteilen in diesem Test ab. Zusätzlich ist es möglich noch bis zu drei Gehäuselüfter über das Netzteil steuern zu lassen.
Das Kabelmanagementsystem ist einfach zu handhaben. Ausführliche Unterstützung erhält der Kunde dank der bebilderten, mehrsprachigen Anleitung.
Der exorbitant hohe Preis von knapp 300,- Euro und die hohe Leistungsaufnahme im Standby-Betrieb trüben unseren Eindruck etwas. Abschließend muss jedoch bedacht werden, dass es sich um ein Spitzen-Markennetzteil handelt, und dieses Produkt sicher nicht in Low-Cost-Systemen zum Einsatz kommen wird. High-End-Gamer bzw. Overclocker werden mit dem Dark Power Pro ihren Spaß haben und sind sicher auch bereit etwas mehr Geld für ein Netzteil auszugeben. Für alle anderen User gibt es auch abgespeckte Varianten mit mindestens 430 Watt ab knapp 90,- Euro zu kaufen.

 

Pro

  • stabile Spannungen

  • hochwertige Verarbeitung

  • Fansteuerung

  • sehr leise

  • geringe Leistungsaufnahme im Betrieb

  • Corssfire- / SLI-Support

  • Lieferumfang

  • Abschirmung der PCI-Express-Stromkabel

  • Kabellänge

  • Neuer 6+2 Pin Grafikkartenstecker

  • Kabelmanagementsystem

Contra

  • hohe Leistungsaufnahme im Standby-Betrieb

  • hoher Preis

  • empfindliche Oberfläche

Auf alle Netzteile vergibt der Hersteller 3 Jahre Garantie und 1 Jahr kostenlosem Vorortaustausch binnen 48 Stunden.


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