Test: be quiet! Dark Power Pro 11 Netzteil

Hocheffizient & leise

Geschrieben von Niklas Ludwig am 25.07.2016.

be quiet! Dark Power Pro 11 Startbild

Die neuen Netzteile der be quiet! Dark Power Pro 11 Serie sind allesamt 80Plus Platinum zertifiziert und sollen einen noch leiseren Betrieb als ihre Vorgänger ermöglichen. Wir haben uns das Netzteil-Flaggschiff von be quiet! mit einer Leistung von 550 Watt genauer angeschaut.

Übersicht

Nach dem bereits sehr guten Dark Power Pro 10 folgt nun das Dark Power Pro 11. Während die Effizienz der Vorgängermodelle für das 80Plus Gold-Zertifikat gereicht hat (lediglich das 850-W-Modell erhielt den Platinum-Status), dürfen sich bei der neuen Version alle Modelle mit dem 80Plus Platinum-Zertifikat schmücken. Das bedeutet, dass die neuen Netzteile eine Effizienz von bis zu 94 Prozent bieten. Der neue Silent Wings 3-Lüfter soll zudem einen noch leiseren Betrieb ermöglichen. Vom Vorgänger wurden Funktionen, wie das Kabelmanagement sowie der Overclocking-Key übernommen. Letzterer ermöglicht den Wechsel zwischen vier unabhängigen 12-Volt-Leitungen und einer massiven 12-Volt-Leitung. Zudem sind Technologien wie Full Bridge, LLC, Synchronous Rectifier und DC/DC mit von der Partie, die für die hohe Signalstabilität, Spannungsanpassungen sowie den hohen Wirkungsgrad verantwortlich zeichnen. Hochwertige 105°C-zertifizierte japanische Kondensatoren sollen eine hohe Zuverlässigkeit und Lebensdauer gewährleisten. Neben der von uns getesteten 550-Watt-Version gibt es noch Modelle mit 650, 750, 850, 1.000 sowie 1.200 Watt Leistung.

Spezifikationen

 ProduktLeistung in WattEffizienzZertifizierungKabelLüfterGarantieMaße in mmPreis
be quiet! Dark Power Pro 11
550, 650, 750, 85, 1000, 1200 W<92%80PLUS
Platinum
teilmodular135 mm5 Jahre
180 x 150 x 86 mm

Leistung

+3,3V+5V+12V112V212V312V4-12V+5Vsb
25 A22 A20 A20 A25 A25 A0,5 A3 A

Anschlüsse

20+4 Pin (ATX Mainboard)8 Pin CPU4+4 Pin CPU6 Pin GPU6+2 Pin GPUIDE 4 PinSata 5 PinFloppyLüfter
111145814

Lieferumfang

  • be quiet! Dark Power Pro 11
  • Anleitung
  • Kabelbinder
  • Schrauben
  • Kaltgerätekabel
  • Overclocking-Key

be quiet! Dark Power Pro 11 - Verpackung be quiet! Dark Power Pro 11 - Kabel

Design & Eigenschaften

be quiet! hat die Technik des Dark Power Pro 11 in ein schwarzes Gehäuse verfrachtet, das 180 x 150 x 86 Millimeter misst. Durch die Länge eignet es sich nur bedingt für kleinere Gehäuse. An zwei äußeren Enden wird es von jeweils einem leicht gummierten Streifen umrundet, der das Netzteil vom restlichen Gehäuse entkoppeln soll. Die Rückseite mit dem Stromanschluss und den Schraubvorrichtungen unterscheidet sich nicht von anderen Netzteilen und weist ein Wabenmuster zur Belüftung auf.

be quiet! Dark Power Pro 11 - Lüfter be quiet! Dark Power Pro 11 - Draufsicht

be quiet! hat den Lüfter und Lufteinlass überarbeitet (li). Aufkleber auf der Seite heben den Produktnamen hervor (re).

Hinter dem Lüftergitter lässt sich der neue Silent Wings 3-Lüfter erkennen. Der 135-mm-Lüfter soll nochmals deutlich leiser als sein Vorgänger sein. Dazu hat der Hersteller elektronische und mechanische Optimierungen vorgenommen. Unter anderem wird durch das Lüfterblatt-Design ein optimierter Luftstrom erzeugt und geräuschverursachende Turbulenzen sollen reduziert werden. Für einen ruhigen Lauf und eine lange Lebensdauer zeichnet ein Fluid-Dynamic-Lager mit Kupferkern verantwortlich. Zudem setzt be quiet! auf einen 6-Pol-Motor mit IC-Motorsteuerung, wodurch selbst bei geringer Drehzahl ein vibrationsarmer Lauf gewährleistet werden soll. Zudem fällt der trichterförmige und nicht ganz runde Lufteinlass auf, der eine bessere Kühlleistung ermöglichen soll. Auf den beiden Seitenwänden des Dark Power Pro 11 hat be quiet! jeweils einen großen Aufkleber mit technischen Daten aufgebracht.

be quiet! Dark Power Pro 11 - Anschlüsse be quiet! Dark Power Pro 11 - Stromanschluss

Das ATX-Kabel ist fest mit dem Netzteil verbunden (li). Ein Wabengitter lässt die warme Luft entweichen (re).

Auf der Seite der Anschlüsse wird das teilmodulare Kabelmanagement sichtbar. Bis auf den ATX-Strang können alle Kabel modular an das Netzteil angeschlossen werden. Die Kabel sind alle ausreichend lang und zudem mit einer hochwertigen Ummantelung versehen. Zudem bietet das Kabelmanagement vier Anschlüsse für Lüfter und einen Anschluss für den Overclocking-Key. Mit diesem Schalter kann zwischen dem Single- und Multi-Ray-Betrieb umgeschaltet werden. An der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln. Lediglich die einzelnen Streben des Lüftergitters könnten etwas stabiler sein.

Leistungstest

  • Prozessor: Intel Core i7-6700K 4,0 GHz (Skylake), Turbo Boost aktiv, Hyperthreading aktiviert
  • Mainboard: Asus RoG Maximus VIII Extreme
  • Kühler: Noctua NH-U14S
  • Ram: 16 GB G.Skill Ripjaws V DDR4 2.400 MHz CL 15-15-15-35
  • Systemlaufwerk: Intel SSD 750 420 GB
  • Grafikkarte: MSI Radeon R9 390X
  • Betriebssystem: Windows 10 Professional x64
  • Netzteil: be quiet! Dark Power Pro 11

Unser Testsystem weist einen Strombedarf von etwa 60 Watt (IDLE) bis ca. 550 Watt (Volllast), abhängig vom Netzteil, auf. Der Prozessor wird mit dem Tool CPU-Burn ausgelastet, für die Auslastung der Grafikkarte kommt der Benchmark 3DMark Fire Strike Extreme zum Einsatz. Das Auslesen der Leistungsaufnahme erfolgt mit dem Verbrauchsmessgerät der Firma Voltcraft Plus Energy Monitor 3000. Die Leistungsaufnahmen haben wir in den vier Betriebszuständen Ausgeschaltet, Standby, Idle und Load gemessen. Zum Vergleich haben wir das be quiet! Pure Power 9 mit 600 Watt Leistung hinzugezogen

Die hohe Effizienz von bis zu 94 Prozent spiegelt sich auch in unseren Benchmarks wider. Im Leerlauf fällt die Leistungsaufnahme des gesamten Systems mit 66 Watt bereits angenehm niedrig aus. Werden sowohl die Grafikkarte als auch der Prozessor zu Höchstleistungen aufgefordert, zieht das komplette System 495 Watt aus dem be quiet! Dark Power Pro 11. Alles in allem liefert das Netzteil sehr gute Werte ab.

Fazit

be quiet! hat das Dark Power Pro 11 sinnvoll verbessert. Endlich können sich alle Modelle der Flaggschiff-Serie mit dem 80Plus Platinum-Zertifikat schmücken. Das freut am Ende auch den Geldbeutel des Nutzers. Der neue Silent Wings 3-Lüfter und der überarbeitete Lufteinlass sorgen für einen noch leiseren Betrieb als beim Dark Power Pro 10. Selbst unter Volllast wird die Geräuschkulisse des Netzteils nicht aufdringlich. Zudem erbt es Funktionen vom Vorgänger wie den Overclocking-Key. Das be quiet! Dark Power Pro 11 kostet in der 550-Watt-Variante rund 150 Euro. be quiet! gewährt auf alle Modelle der Dark Power Pro 11 Reihe fünf Jahre Garantie.

be quiet! Dark Power Pro11 Award

ProContra
  • Verarbeitung
  • Preis
  • 80PLUS Platinum
 
  • Kabelmanagent
 
  • Multi- oder Single-Ray-Betrieb
 
  • leiser Lüfter
 
  • viele Anschlussmöglichkeiten
 

 

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

Kommentare (4)

  • Michael Armbruster

    |

    An sich ein schöner Test (auch wenn mir etwas zu wenig detailliert auf das Netzteil-Innere eingegangen wird. Man hätte es durchaus noch Aufschrauben dürfen. Dass für weitere Tests evtl. das Equipment fehlt, ist ja noch verständlich).

    Zudem wäre mir noch ein Kritikpunkt aufgefallen. Es heißt „für etwas verantwortlich zeichnen“, und nicht „sich für etwas verantwortlich zeichnen“. Zweimal wurde dies falsch verwendet.

    Es müssten die beiden Sätze entsprechend abgeändert werden zu:

    „Zudem sind Technologien wie Full Bridge, LLC, Synchronous Rectifier und DC/DC mit von der Partie, die für die hohe Signalstabilität, Spannungsanpassungen sowie den hohen Wirkungsgrad verantwortlich zeichnen. “

    Und:

    „Für einen ruhigen Lauf und eine lange Lebensdauer zeichnet ein Fluid-Dynamic-Lager mit Kupferkern verantwortlich.“

    Klingt komisch, aber das wäre leider die einzige korrekte Art, diese Floskel zu verwenden 🙂

    Antworten

    • Niklas Ludwig

      Niklas Ludwig

      |

      Hallo Michael,

      vielen Dank für deine konstruktive Kritik! Wir werden in Erwägung ziehen, bei zukünftigen Tests genauer auf das Innenleben einzugehen.

      Die Fehler sind jetzt korrigiert, danke für den Hinweis 🙂

      Beste Grüße
      Niklas

      Antworten

  • Michael

    |

    Im Fazit ist ein Schreibfehler. Es ist das Dark Power Pro 11 nicht das Dark Base pro 11

    Dark Base ist das neue Gehäuse von Be Quiet 😉

    Antworten

    • Niklas Ludwig

      Niklas Ludwig

      |

      Danke für den Hinweis! Da war ich mit meinen Gedanken wohl zwischenzeitlich wieder beim Gehäusetest 🙂

      Viele Grüße
      Niklas

      Antworten

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