Test: ZTE Blade S6

Mittelklasse-Smartphone mit Gestensteuerung

Geschrieben von Niklas Ludwig am 16.06.2015.

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Immer mehr chinesische Smartphone-Hersteller drängen auf den europäischen Markt und wollen der etablierten Konkurrenz Anteile streitig machen. Auch das chinesische Unternehmen ZTE möchte etwas vom großen Kuchen abhaben und schickt mit dem ZTE Blade S6 ein günstiges Mittelklassemodell ins Rennen. Muss sich die Konkurrenz vor dem Blade S6 in Acht nehmen? Wir haben das Smartphone für euch getestet.




Technische Daten

Prozessor Snapdragon 615 Octa-Core-Prozessor 1,8 GHz
Arbeitsspeicher 2 GB
Interner Speicher 16 GB
Displaydiagonale 5,0 Zoll
Auflösung 1.280 x 720
Konnektivität WLAN (a/b/g/), HSPA+, LTE, Bluetooth 4.0
Kameras 13-MP-Rückkamera mit LED-Blitz / 5-MP-Frontkamera
Akku 2.400 mAh
Betriebssystem Android 5.0
Abmessungen 144 x 70,7 x 7,7 mm
Gewicht 139 g
Farbvarianten Weiß
Besonderheiten & Anschlüsse Dual-SIM, microSD-Kartenleser, micro-USB 2.0, 3,5-mm-Klinkenanschluss
Preis ab 249,99 Euro

Lieferumfang

  • ZTE Blade S6
  • Micro-USB-Kabel
  • Netzteil
  • Bedienungsanleitung

Design & Verarbeitung

Liegt das ZTE Blade S6 vor einem, so entsteht der Eindruck, es mit einem deutlich teureren Gerät zu tun zu haben. Dies liegt insbesondere an der silbern lackierten Rückseite, die sich bis über die Seiten an den Rand der Vorderseite erstreckt, und sich erst beim Anfassen als Kunststoff entpuppt. Dem Kunststoff ist leider geschuldet, dass sich die Rückseite ein wenig eindrücken lässt. Auf der Vorderseite dominiert das fünf Zoll große Display, das mit 1.280 x 720 Bildpunkten auflöst, was bei einem Gerät dieser Preisklasse guter Standard ist und für eine weitestgehend scharfe Darstellung sorgt.

 ZTE Blade S6 Frontansicht ZTE Blade S6 Unterseite

Satte fünf Zoll Diagonale bietet das Display des ZTE Blade S6

Für eine hohe Blickwinkelstabilität ist ebenfalls gesorgt, die Farben werden auch bei seitlicher Betrachtung noch gut dargestellt. Einzig und allein die Helligkeit könnte auf der höchsten Stufe heller ausfallen, was sich aber erst im Freien negativ bemerkbar macht. Umgeben wird das Display von einer weißen Front, auf deren unteren Ende sich der Homebutton in Form eines blauen Kreises befindet. Flankiert wird dieser von zwei anpassbaren Softkeys, deren LED jedoch recht schwach leuchtet, weshalb sich diese kaum wahrnehmen lassen. Während an der Unterseite der Micro-USB-Anschluss sitzt, hat ZTE den Kopfhöreranschluss an die obere Seite verlagert. Auf der rechten Seite befinden sich Lautstärkewippe und Powerbutton, die sich gut mit einer Hand erreichen lassen.

 ZTE Blade S6 linke Seite ZTE Blade S6 Rückseite

Einer der seitlichen Einschübe kann zwei Nano SIM-Karten aufnehmen

Gegenüberliegend befinden sich zwei Schlitteneinschübe, von denen einer eine microSD-Karte und der andere zwei Nano SIM-Karten aufnimmt. Eine Kamera darf heutzutage bei keinem Smartphone mehr fehlen, weshalb ZTE auf der Vorderseite des Blade S6 ein Fünf-Megapixel-Modell verbaut und rückseitig eines mit 13 Megapixeln. Bis auf die leicht eindrückbare Rückseite ist das Smartphone gut verarbeitet, liegt aufgrund der Struktur der Rückseite jedoch etwas rutschig in der Hand.

Leistung & Bedienung

Jetzt wissen wir, wie das ZTE Blade S6 von außen aussieht. Doch wie steht es um die inneren Werte? Diese können sich für ein 249 Euro teures Smartphone durchaus sehen lassen: Der Snapdragon 615 verfügt über acht Rechenkerne und taktet mit 1,4 Gigahertz und kann Daten in einem zwei Gigabyte großen Arbeitsspeicher zwischenlagern. Mit 16 GB fällt der interne Speicher etwas knapp aus, zumal euch nur noch etwas mehr als 10 GB zur Verfügung stehen. Über den bereits erwähnten Slot für microSD-Karten lässt sich dieser aber erweitern. Damit das Smartphone gut durch den Tag kommt, stellt ihm ZTE einen 2.400-mAh-Akku zur Seite. Was auch nicht alle Mittelklasse-Smartphones bieten ist ein aktuelles Betriebssystem. Hier kann das ZTE Blade S6 mit Android in der Version 5.0 glänzen, das mit einer eigenen Benutzeroberfläche versehen wurde, welche auf den Namen MiFavor 3.0 UI hört. All die genannten Features reichen aus, um das Smartphone flüssig zu bedienen. Apps werden verzögerungsfrei geöffnet und aktuelle Spiele lassen sich in reduzierten Details spielen.









Die Resultate der 13-Megapixel-Kamera gehen in Ordnung und liefern brauchbare Ergebnisse. Uns haben die neutrale Farbwiedergabe und die gute Schärfe gefallen. Auch wirken die Fotos recht detailliert. Lediglich der Kontrast könnte etwas höher ausfallen. Positiv hervorzuheben ist noch der manuelle Modus. Über diesen lassen sich unter anderem der Weißabgleich und der ISO-Wert manuell festlegen.

ZTE bewirbt das Blade S6 unter anderem mit der integrierten Gestensteuerung. So lässt sich beispielsweise durch schütteln des Smartphones die Taschenlampe ein- und ausschalten. Eingehende Anrufe lassen sich abweisen, indem die Hand über das Display gelegt wird oder annehmen, indem es zum Ohr geführt wird. Das Stummschalten eines Anrufs wird erreicht, wenn das Smartphone mit dem Display nach unten auf den Tisch gelegt wird. Selbst wenn das Smartphone in einer Tasche liegt, soll kein Anruf verpasst werden, da das Blade den Umstand erkennt und den Klingelton auf maximale Lautstärke stellt. Zudem lässt sich die rückseitige Kamera aktivieren, wenn das Gerät horizontal von unten nach oben vor das Gesicht führt wird. Während viele Funktionen bereits von anderen Herstellern bekannt und durchaus praktisch sind, empfanden wir beispielsweise die Aktivierung der Kamera als zu umständlich, da die Bewegung häufig nicht richtig registriert wurde.

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Fazit

ZTE beweist mit dem Blade S6, dass man für ein gutes Smartphone nicht immer zu den Flaggschiffen der großen Hersteller greifen muss, um ein grundsolides Smartphone zu erhalten. Wer mit einigen Abstrichen leben kann, bekommt durchaus ein rundes Gesamtpaket geliefert. Für gerade einmal 249 Euro erhält man ein Smartphone mit einem guten, fünf Zoll großem HD-Display und ausreichend Leistung. Auf den ersten Blick wirken 16 GB Speicher äußerst knapp bemessen, dafür lässt sich diese Restriktion über den microSD-Karteneinschub umgehen. Nicht für jedermann relevant, dennoch ein praktisches Feature, ist die Dual-SIM-Funktion. Die Gestensteuerung stempeln wir als ein nettes Gimmick ab, da sie bei uns im Alltag kaum zum Einsatz kam. Wer auf der Suche nach einem preisgünstigen Smartphone mit Android 5.0 ist, sollte das ZTE Blade definitiv in seine engere Auswahl einbeziehen.

Pro Contra
  •  gutes HD-Display…
  • …dessen maximale Helligkeit etwas höher ausfallen könnte
  • Dual SIM
  • Rückseite lässt sich zu einfach eindrücken
  • interner Speicher erweiterbar
 
  • Kamera bietet in Anbetracht des Preises gute Ergebnisse
 
  • solide Hardwareausstattung
 
  • Preis
 

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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