Futuremark 3DMark05 im Überblick
Vor einigen Tagen ist der mit Spannung erwartete Benchmark Futuremark 3DMark05 endlich veröffentlicht worden. Es handelt sich hierbei um den Nachfolger des teilweise umstrittenen, aber dennoch wohl weltweit beliebtesten Benchmarkprogramms 3DMark03.
Wir geben Ihnen einen Überblick über die neuen Features und Testverfahren und versuchen zu klären, ob es sich beim 3DMark05 um einen würdigen Nachfolger handelt.
Systemvoraussetzungen
Bevor man sich zum Download der 283 MB großen Software entscheidet, sollte man sich erst einmal kurz mit den Systemvoraussetzungen beschäftigen, da diese 3DMark-typisch wieder einmal recht anspruchsvoll ausgefallen sind:
-
DirectX 9 kompatible Grafikkarte mit mindestens 128 MB und Pixel Shader 2.0 Support
-
Mindestens eine 2 GHz CPU und 512 MB RAM
-
Windows 2000 oder XP mit 1,5GB an freiem Speicherplatz
-
DirectX 9.0c
Ein Download unter diesen minimalen Systemvoraussetzungen lohnt sich nicht, da das Programm dann in den meisten Fällen nicht einmal starten würde.
Ein kurzer Überblick
3DMark05 wird in drei verschiedenen Versionen angeboten. Interessant sind da wohl vor allem die eingeschränkte Demo-Version sowie die Pro-Version, wobei die Demo-Version ausreicht, um das System auf 3DMarks zu überprüfen. Es fehlen nur einige weitere Test- und Einstellmöglichkeiten. Zusätzlich zu diesen beiden Versionen gibt es auch noch eine Business-Version, welche allerdings für Privatanwender wenig Sinn macht und außerdem noch mit $ 250 zu Buche schlägt. Die Pro-Version hingegen bietet auch den uneingeschränkten Funktionsumfang und kostet mit $ 19,95 (Download) bzw. $ 29,95 (CD-ROM) deutlich weniger.
Die Installation ist, wie zu erwarten, keine Hürde, allerdings sind die 600 MB, die bei der Installation aus dem 283 MB großen Paket gewonnen werden, überraschend viel für ein Benchmarkprogramm. Kommen wir nun aber zu den einzelnen Tests, die uns 3DMark05 bietet.





Game Tests
Im 3DMark05 gibt es ganze drei verschiedene Game Tests, welche letztendlich maßgebend für die erreichten 3DMarks sind. Die Game Tests sind nämlich die einzigen Tests, welche zur Berechnung dieser Score herangezogen werden. Die übrigen Testkategorien wie CPU-Tests, Feature-Tests und Batch Size Tests werden gesondert ausgewertet. Wie eben erwähnt, sind es drei verschiedene Game Tests, die Futuremark uns anbietet. Diese sind allesamt sehr umfangreich, abwechslungsreich und interessant gestaltet. Natürlich ist die Grafik auch wieder sehr beachtlich, woran vor allem die neue 3D-Engine ihren Anteil hat. Laut Futuremark soll die Engine jetzt mehr so arbeiten, wie es auch in den zukünftigen Spielen sein wird. Dadurch soll die Spieleleistung noch viel besser bewertbar sein. Überhaupt ist 3DMark05 viel mehr zu einem wirklichen „Gamers Benchmark“ geworden, als es noch bei 3DMark03 der Fall war. Jetzt aber endlich zum ersten Game Test:
Return to Proxycon
Der erste Test ist eine Action-Szene wie aus einem Ego-Shooter. Dabei knüpft dieser Test an 3DMark03 an, da „Battle of Proxycon“ bereits dort eine Rolle spielte. Der Test soll die 3D Performance von Shootern testen bzw. momentan eher noch zeigen, was in den nächsten Jahren an Entwicklung auf uns zukommt. Vor allem auf große Indoor-Level scheint Futuremark hier Wert zu legen, was gerade für Multiplayer-Games optimal ist. Ein solches Multiplayer-Game wird auch in „Return to Proxycon“ simuliert. Die graphischen Feinheiten in diesem Test sind zum Beispiel der metallerne Boden mit einer so genannten Blinn-Phong-Reflektion und die verschiedenen Lichtquellen, welche dynamische Schatten in einer erstaunlichen Auflösung von 2048x2048 erzeugen. Natürlich sind auch noch andere Grafikfeatures wie Bumpmapping sowie hoch detaillierte Geometrie in dem Test anzutreffen.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Firefly Forest
Der nächste Test nennt sich „Firefly Forest“. Hier verschlägt es uns zu nächtlicher Zeit in einen Wald mit üppiger Vegetation. Die Kamera folgt dabei immer einem grünlich schimmernden und irgendwie magisch aussehenden Glühwürmchen, welches die Stellen an denen es vorbeifliegt immer wieder in ein sanftes grünes Licht eintauchen lässt. Die vielen Spielereien, die das Glühwürmchen ausführt, hat Futuremark sehr gut umgesetzt und es bringt richtig Spaß zuzugucken, wie der „grüne Punkt“ im Wald herumspielt. Laut Futuremark soll diese Szene exemplarisch für kleinere Outdoor Szenen mit üppiger Vegetation sein. Graphisch aufwendig ist der Test insofern, da die Vegetation ständig in Bewegung ist und sowohl der Schatten vom Mond als auch der Schatten vom Glühwürmchen berechnet werden muss. Die realistische Atmosphäre wird noch durch die Lichtstreuung und den leichten Nebel unterstützt.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Canyon Flight
Kommen wir nun zum dritten und letzten Game Test. In diesem Test dreht sich alles um ein fliegendes Luftschiff, welches durch einen Canyon fliegt. Da dieser Canyon aber von einem riesigen und gefährlichen Seemonster bewacht wird, kommt es zu einem kleinen Kampf und letztendlich der Flucht des Schiffes. Mit dem „Canyon Flight“ möchte Futuremark ein Beispiel für große Outdoor Szenen geben. Vor allem mit dem Wasser haben sich die Programmierer größte Mühe gegeben. Es sieht umwerfend aus und reflektiert zudem noch sämtliche Objekte. Der riesige Canyon und der vorhandene Nebel reizen den Pixel Shader 2.0 fast vollkommen aus, was zu einer großen Anstrengung für die GPU führt. Auch sind die dynamischen Schatten (zweimal eine 2048x2048 „Depth Map“) wegen der riesigen Umgebung und der Form des Canyons sehr rechenintensiv.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben
Druckversion






































