Sechs verschiedene Packprogramme im Vergleichstest

Man findet gepackte Dateien fast überall: Sei es beim Download eines aktuellen Treibers oder eines neuen Pachtes für ein PC-Spiel, meist sind die Dateien gepackt. Zum einen wegen des Größenvorteils, zum anderen damit man „alle einzelnen Daten in einer Datei hat“.

Die meisten PC-Benutzer werden ein Packprogramm (welches auch zum entpacken der Dateien dient) auf dem Computer installiert haben. Sei es nun WinZIP, WinRAR oder manch anderen Packer. Die Frage ist jedoch: Entspricht das eingesetzte Programm auch wirklich den Bedürfnissen des Nutzers? Manche Benutzer setzen großen Wert auf Schnelligkeit, andere auf die eigentliche Komprimierung, den anderen ist eine gute Sicherung des Archivs wichtig. Wir haben einige Packprogramme für Sie genauer unter die Lupe genommen.

 

Packprogramme

-WinZip9.0 (6028g) Testphase 21 Tage
-WinRAR (3.30) Testphase 30 Tage
-WinAce2.5 (2.5) Testphase 30 Tage
-Powerarchiver2003 (8.80.04) Testphase 30 Tage
-PKZIP7.0 (7.00.0033) Testphase 30 Tage
-7-Zip (3.13)

Um einen angemessen Vergleich durchzuführen, haben wir jedes Archivierungsprogramm zweimal durch jeden der drei Tests gejagt. (Einmal in Ihrem schnellsten Modus und einmal im Modus der zur „besten“ Komprimierung führt.)

Als Basis für unsere Versuche diente uns somit das folgende System:


Mainboard

MSI MS-6785

CPU Intel Pentium 4 3,2GHz mit HT
VGA MSI FX5700VE 128MB
RAM 2x 512MB Samsung DDR400

WinZIP9.0 (Version 6028g) Shareware

WinZIP war eines der ersten Packprogramme und ist auch noch heute sehr beliebt. In der neuen Version 9.0 beherrscht das Programm die 256bit-AES-Verschlüsselung. Das Programm ist komplett in Deutsch gehalten. Die wichtigsten Funktionen sind in der Hauptmenüleiste untergebracht. Des Weiteren hat WinZIP noch weitere gute Funktionen, wie zum Beispiel eine Virensuche. Diese jedoch über einen externen Virenscanner der vorher installiert werden muss (zum Beispiel die Freeware AntiVir). Der Benutzer kann ein selbstextrahierendes Archiv in Form einer *.exe-Datei erstellen. Auch ist es möglich eine Datei / ein Archiv aufzusplitten (beispielsweise ein Archiv mit einer Größe von 5MB kann man in mehrere 1.44MB große Archive aufsplitten und damit auf Diskette kopieren).
Des Weiteren ist es auch möglich die gezippte Datei direkt als E-Mail über das Programm Microsoft Outlook zu versenden.

Preis 29,- Euro.

WinRAR (Version 3.30 deutsch) Shareware

WinRAR sehen viele als Nachfolger von WinZIP. Ein sehr interessantes Feature von WinRAR ist das Schätzen. WinRAR kann abschätzen um wieviel die zu komprimierende Datei (Dateien) komprimiert werden. Dies erweist sich als äußerst nützlich wenn man nicht genau weiß, ob es sich lohnt die Datei(en) zu packen damit sie eine bestimmte Größe nicht überschreiten. WinRAR bietet weiterhin ein Feature um eventuell defekte Archive zu reparieren. WinRAR unterstützt zwölf verschiedene Formate, darunter ZIP, RAR, TAR und ACE. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit ein so genanntes „selbstentpackendes“ Archiv zu erstellen. Wenn man beispielsweise Urlaubsfotos packen möchte und sie einem Bekannten per E-Mail schickt kann er die Fotos entpacken ohne extra ein Packprogramm zu installieren. WinRAR ist ebenfalls in deutscher Sprache erhältlich.

Preis $ 29,-

WinACE (Version 2.5) Shareware

WinACE bietet genauso wie die beiden vorher genannten Packprogramme eine selbsterklärende grafische Oberfläche. Der erste Schwäche besteht darin, dass unerfahrene Anwender erstmal verzweifelt eine Möglichkeit suchen das Laufwerk zu wechseln. Wie WinRAR hat auch WinACE eine Art „Datei-Browser“ in dem man direkt die zu packenden Datei(en) auswählen kann. Um das Laufwerk zu wechseln (sei es auf eine andere Partition oder auf das CD-Rom Laufwerk) muss man rechts neben dem Drop-Down-Pfeil auf das „Festplatten-Symbol“ drücken (im Bild rot markiert) damit eine Liste mit den verfügbaren Laufwerken erscheint. WinACE unterstützt 16 Formate. WinACE ist ebenfalls Shareware.

Preis 29,- Euro.

Powerarchiver2003 (Version 8.80.04)

Auch den kostenpflichtigen Nachfolger von der Freeware Powerarchiver2000 haben wir unter die Lupe genommen. Sicherheit wird hier eindeutig groß geschrieben! Ein extra-Button „Verschlüsseln“ in der Haupt-Leiste weist schon darauf hin. Insgesamt fünf verschiedene Verschlüsselungs-Methoden beherrscht das Packprogramm, angefangen vom einfachen DES (56-bit) bis hin zum 256-bit-AES. Ein weiteres sehr interessantes Feature ist die Archiv-Konvertierung. Man kann hiermit ein Archiv in ein anderes Format umwandeln, beispielsweise von ZIP in RAR. Ein sehr gutes Feature wie wir finden, da man nicht erst die Datei(en) entpacken muss und dann wieder in das neue Format packen muss, das spart Zeit und die Nerven des Benutzers!

Preis $ 20,-

PKZIP7.0 (Version 7.00.0033) Shareware

PKZIP bietet insgesamt vier Verschlüsselungs-Methoden, darunter auch der 256-bit-AES. Das Packprogramm bietet außerdem einen Assistenten mit dem auch selbst absolute Anfänger ihre Daten in ein Archiv packen können. PKZIP bietet außerdem eine „E-Mail-Funktion“, damit lässt sich das soeben gepackte Archiv direkt als Anhang verschicken.

Preis ca. 30,- Euro.

7-ZIP (Version 3.13) Freeware

Die einzige Freewareprogramm im Test ist 7-ZIP. Die Arbeitsoberfläche macht einen aufgeräumten Eindruck. Das einzige große Manko ist, dass das Programm in Englisch ist, jedoch muss man nicht unbedingt ein Sprachtalent sein damit man den Packer bedienen kann. „Add“, „Extract“ oder „Test“ dürfte ja jeder verstehen. Obendrein sind die jeweiligen Buttons noch mal eine Hilfe (zum Beispiel ist der „Add“-Button ein Plus). Die Freeware unterstützt zwölf Formate, darunter das eigne 7z-Format das bei den Tests mehr als gut abgeschnitten hat! Außerdem unterstützt 7-ZIP als einziger Packer im Test Hyper-/bzw. Multi-Threading. Kommen wir nun zu den Benchmarks...

Wer kann was

Formate WinZIP WinRAR WinACE PowerArchiver PKZIP 7-ZIP
ZIP x x x x x x
RAR - x x - x x
ACE - x x x - -
7-ZIP - - - - - x

"x"= Ja /"-" = Nein