Browser im Vergleich

Wer heutzutage nicht nur schnell, sondern auch sicher im Netz surfen möchte, der muss neben einem schnellen Internetanschluss auch einen zuverlässigen Browser besitzen. Doch wer kennt schon alle Vor-, und noch viel wichtiger, alle Nachteile der beliebtesten Browser?

In der Tat können die Browser von heute immer mehr und vernachlässigen so anscheinend ihre Hauptaufgabe, das sichere Surfen im Internet. Da es sicherlich mit viel Zeit verbunden ist, alle Web-Browser zu testen und die Vorzüge abzugleichen, haben wir von Allround-PC.com uns einmal die drei gängigsten Browser (Internet Explorer, Mozilla Firefox und Opera) zu Herzen genommen und miteinander verglichen.

 

Wie alles begann...

In der Mitte der '90er Jahre begann der Kampf zwischen Microsofts Internet Explorer und dem Netscape Navigator. Nach jahrelangen rechtlichen Auseinandersetzungen, gelang es schließlich Microsoft den Internet Explorer in die Windows-Software zu integrieren und frei zu vermarkten. Damit verlor Netscape immer mehr Marktanteile mit seinem Navigator und die des IE stiegen immer weiter an.

Netscape startete daraufhin 1998 das Mozilla-Projekt. Der Netscape Quellcode wurde veröffentlicht und innerhalb von sechs Jahren der erste Browser nach dem Navigator entwickelt. Der frühere "Firebird" wird jetzt "Firefox" genannt und ist mit der erst kürzlich veröffentlichten Version 1.0 ein direkter Konkurrent zu Microsofts Internet Explorer.
Als Dritter im Bunde versucht sich der Web-Browser Opera, der nicht nur viele Funktionen mitbringt, sondern auch schon eine relativ große "Fan-Gemeinde" aufgebaut hat.

Die unten stehenden Grafiken zeigen den Verlauf der Marktanteile im Zeitraum von 1996 bis heute sowie die allgemeine Nutzung der Browser.

Quelle: Webhits

Microsoft Internet Explorer 6: Der Vorreiter

Der Internet Explorer von Microsoft ist für viele Leute der Einstieg in die faszinierende Welt des Internets. Knapp 8 von 10 Internetnutzern weltweit benutzen den in Windows integrierten Browser. Gerade diese hohe Verbreitung führt zu einer ungeheuren Kompatibilität im Internet, welche kein anderer Browser erreicht. "Schuld" daran sind Internetseiten, welche sich immer noch nicht an einen komplett regelkonformen HTML-Standard halten, sondern nur auf Kompatibilität mit dem Internet Explorer achten. Trotz dieses Vorteils wird der Internet Explorer von den meisten "Fachleuten" nicht empfohlen. Zu groß und zahlreich sollen die Sicherheitslücken des Browsers sein und dies ist auch wirklich ein großer Schwachpunkt des Internet Explorers, wie sich später im Test noch zeigen wird. Die große Verbreitung und eine allgemeine Abneigung gegenüber Microsoft macht ihn für Hacker zu einem beliebten Ziel.


Mozilla Firefox: Der Alternative

Firefox ist momentan der Browser, über den alle sprechen. Eine perfekte Alternative zum Internet Explorer mit einigen kleinen aber vor allem nützlichen Zusatzfunktionen soll er sein. Als OpenSource Projekt ist er gut erweiterbar und so finden sich im Internet wirklich hunderte Erweiterungen, die den Browser noch komfortabler und/oder funktioneller machen.

Opera 8.5: Der Alleskönner

Opera ist im wahrsten Sinne des Wortes der Alleskönner unter den drei getesteten Browsern. Während der Internet Explorer und Firefox wirklich nur Browser sind, verstecken sich bei Opera noch ein E-Mail-Client sowie ein IRC-Client. Auch sonst gibt es sehr viele Funktionen, die bei den beiden anderen, eher schlicht und einfach gehaltenen Browsern, fehlen. Bis vor kurzem war Opera noch kostenpflichtig bzw. konnte kostenlos nur mit einem Werbebanner benutzt werden. Mittlerweile wurde dies aber geändert und Opera steht nun gänzlich kostenlos und ohne Werbung für Interessierte zur Verfügung.

Test

Für den eigentlichen Vergleich werden wir uns die Browser in den folgenden einzelnen Kategorien einmal genauer angesehen. Anschließend werden wir die Funktionen sowie Vor- und Nachteile der einzelnen Browser einander tabellarisch gegenüberstellen, um eine möglichst gute Übersicht über die Browser zu erhalten.

Aussehen

Das Aussehen eines Browsers spielt eine große Rolle und entscheidet wohl von allen Faktoren am schnellsten über Sympathie und Antipathie. Firefox und der Internet Explorer machen dabei am ehesten einen guten Eindruck, durch eine schlichte, nicht überladen wirkende Oberfläche. Opera hingegen wirkt deutlich überladener, bringt im Gegenzug aber auch schier unendliche Möglichkeiten mit, dass Aussehen zu verändern und an eigene Vorlieben anzupassen. Zudem können in Firefox und Opera noch so genannte Themes eingebunden werden, welche das gesamte Aussehen/Design unter ein gewisses Thema stellen.

Funktionen

Der Internet Explorer und Firefox sind pure Browser, während Opera fast schon eine "Kommandozentrale" rund ums Thema Internet ist. Browsen, E-Mail, Chatten (IRC) und Contacts sind dort die Oberfunktionen. Hinzu kommt noch die Möglichkeit kleine Notizen zu hinterlegen und die Downloads im Downloadmanager zu verwalten. Mit "Voice!" ist sogar noch eine Sprachsteuerung mit an Bord. Zwar sind diese Funktionen nicht für jeden interessant, aber sie erleichtern das Arbeiten im Internet schon ungemein, da nicht mehrere Programme gleichzeitig bedient werden müssen. Uninteressante Funktionen können über das Menü jederzeit aus dem Sichtfeld des Users verbannt werden und stören so nicht mehr die Übersicht. In Firefox kann man die Funktionen des Browsers durch zahlreiche kostenlose Erweiterungen erhöhen, dennoch ist der Funktionsumfang selbst dann nicht einmal annähernd mit Opera zu vergleichen. Aber auch bei Firefox gibt es standardmäßig mit einem Downloadmanager die Möglichkeit, Downloads zu pausieren und an einem späteren Zeitpunkt wieder fortzusetzen. Ein großer Vorteil, den der Internet Explorer nicht bietet. Auch sonst hat der Internet Explorer in unserem Testfeld die wenigsten interessanten Funktionen, fast schon logisch, wenn man bedenkt, dass Firefox und Opera dem Internet Explorer mit einem guten Funktionsumfang Marktanteile abnehmen möchten. Alle drei Browser verfügen über viele Einstellungsmöglichkeiten, die dem User eine perfekte Anpassung des Browsers an das jeweilige Surfverhalten und/oder die jeweiligen Vorlieben erlauben.


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