Browser im Vergleich

Sicherheit

Die Sicherheit wird dem Internet Explorer förmlich zum Verhängnis. Zwar haben Firefox und Opera nicht unbedingt weniger Sicherheitslücken, es werden aber weniger Angriffe über diese Sicherheitslücken gestartet, da es sich bei der geringen Verbreitung noch nicht richtig für die Angreifer lohnt. Hinzu kommt die fehlende ActiveX Unterstützung bei den beiden letztgenannten Browsern. ActiveX ist insofern gefährlich, dass es vollständigen Zugriff auf das System gewährt. Eine ActiveX-Sicherheitslücke, wovon es beim Internet Explorer durchaus mehrere gibt, ist also als besonders gefährlich einzustufen. Da ActiveX mittlerweile eigentlich kaum noch im Internet genutzt wird, sollte man die Funktion am besten sofort deaktivieren, was ohne Probleme im Sicherheitsmenü möglich ist. Überhaupt verfügen alle drei Browser über umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten, was die Sicherheit betrifft. Diese sollten auch möglichst sofort nach der Erstinstallation benutzt werden, um Angreifern erst gar keine Chance zu lassen. Insgesamt bietet der Internet Explorer unserer Meinung nach den besten Kompromiss aus Einstellmöglichkeiten und einfacher Übersicht. Gerade Laien werden mit dem Zonenmodell des Internet Explorers wohl besser zurechtkommen, als mit den zwar zahlreichen, aber auch weniger veranschaulichten Einstellungen von Opera, welche wohl nur ein Profi zu schätzen wissen wird. Updates zum Patchen von Sicherheitslücken erscheinen bei allen drei Browsern regelmäßig, wobei Opera & Firefox eine geringere Reaktionszeit auf publik gewordene Sicherheitslücken zeigen.


Bedienung/Komfort im Alltag

Die Bedienung bzw. der Komfort im normalen Internet-Alltag sollte bei einem Browser natürlich möglichst hoch sein. Was bringt dem User ein Browser, der ständig abstürzt oder der in seiner Bedienung extrem kompliziert ist? Glücklicherweise fällt keiner der drei Browser in diesem Gebiet negativ auf. Alle Browser liefen stabil und machten sich nicht als Systembremse bemerkbar. Beim Internet Explorer fällt natürlich die hohe Kompatibilität und sehr gute Integration in Windows auf. Opera und Firefox werden da nicht mithalten können, da der Internet Explorer von vornherein in Windows integriert ist. So kann es beispielsweise schon einmal sein, dass der Router o.ä. sich einfach nicht ohne den Internet Explorer konfigurieren lassen möchte. Solche Beispiele sind zum Glück selten, aber dennoch ärgerlich. Trotzdem ist dies nicht die Schuld der Programmierer von Firefox/Opera, vielmehr müssen die Schuldigen bei den jeweiligen Hardwareherstellern etc. gesucht werden. Ebenso verhält es sich bei der fehlerhaften Darstellung einer Webseite: Es sind meist die Webseiten, die bestehende Regeln nicht einhalten und dadurch nicht korrekt angezeigt werden. An dieser Stelle muss aber unbedingt noch einmal betont werden, dass diese Beispiele sehr selten eintreten. Viele User werden eventuell niemals ein solches Problem zu Gesicht bekommen und man kann diese Gründe nicht wirklich als negativen Punkt gegenüber Firefox und Opera einsetzen. Selbst der Internet Explorer hat teilweise Probleme mit schlecht programmierten Webseiten, er kann Probleme allerdings schneller übergehen als die beiden Kontrahenten. Womit wir bei der Geschwindigkeit der Browser angelangt wären. Unterschiede zwischen den Browsern sind hier nur schwer messbar, allerdings scheint der Internet Explorer gerade bei sehr großen und komplexen Seiten die Nase deutlich vorn zu haben. Auf Webseiten normaler Größe lässt sich in der Geschwindigkeit ansonsten eigentlich kein Unterschied feststellen.

Alle drei Browser verfügen über einen PopUp-Blocker, welcher sich je nach Bedarf auch ausschalten lässt. Bei Firefox und Opera fällt noch die neben der Adressleiste integrierte Suchfunktion auf. Damit kann man z.B. Google, Ebay, Amazon, Wikipedia etc. durchsuchen, ohne vorher die Seite aufzurufen. Auch der Internet Explorer kann eine solche Searchbar anzeigen, allerdings ist dies nicht standardmäßig der Fall. Überhaupt hat man beim Internet Explorer die Möglichkeit sich zahlreiche Toolbars zu installieren: Sei es für Google, Ebay oder sonst irgendetwas. Ob dies nun sinnvoll und nützlich ist, sei einmal dahingestellt. Ein weiterer Vorteil von Firefox und Opera ist die Möglichkeit des so genannten "tabbed browsings". Neue Seiten werden dabei nicht in einem neuen Fenster, sondern nur in einem neuen Tab im Hauptfenster angezeigt. Dies spart Arbeitsspeicher und hält die Windows-Taskleiste übersichtlich. Der Internet Explorer kann leider nicht mit Tabs arbeiten. Ein absolutes Highlight in der Bedienung von Opera sind die "Mouse Gestures", also die Mausgesten. Hiermit kann man bei gedrückter rechter Maustaste eine bestimmte Figur abfahren (z.B. hoch - rechts) und damit ein Ereignis auslösen. Beispiele für durch Mausgesten ansprechbare Funktionen sind "Seite schließen", "Seite laden", "Zurück" etc. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit benutzt man die Mausgesten ganz automatisch, was viel einfacher und schneller geht, als jedes Mal mit der Maus auf den entsprechenden Button zu fahren und diesen zu drücken.

Zum Schluss nun noch einmal der tabellarischen Überblick über die interessantesten Fakten rund um die drei Browser:


Pro
Contra
Internet Explorer
  • schlicht, nicht überladen
  • hohe Kompatibilität
  • Einstellungen auch für Laien einfach
  • PopUp-Blocker
  • Möglichkeit von Toolbars
  • viele Sicherheitslücken
  • ActiveX
  • beliebtes Angriffsziel für Hacker
  • keine Tabs
  • kein Downloadmanager
  • Arbeitsspeicher-Bedarf bei vielen geöffneten Browser-Fenstern
  • Firefox
  • schlicht, nicht überladen
  • viele Einstellungsmöglichkeiten
  • PopUp-Blocker
  • integrierte Searchbar
  • Downloadmanager
  • geringes Sicherheitsrisiko
  • zahlreiche Erweiterungen verfügbar
  • Themes
  • kein ActiveX
  • tabbed browsing
  • ebenfalls viele Sicherheitslücken, nur noch nicht so ein beliebtes Angriffsziel
  • nicht immer perfekte Kompatibilität
  • Opera
  • sehr viele Einstellungsmöglichkeiten
  • Aussehen individuell anpassbar
  • Themes
  • PopUp-Blocker
  • integrierte Searchbar
  • Downloadmanager
  • geringes Sicherheitsrisiko
  • kein ActiveX
  • Mouse Gestures
  • MailClient/IRC/Contacts
  • tabbed browsing
  • Sprachsteuerung
  • wirkt leicht überladen
  • bedingt für Einsteiger geeignet
  • nicht immer perfekte Kompatibilität

  • Fazit

    Im Großen und Ganzen ist keiner der hier kurz vorgestellten Browser wirklich schlecht. Dennoch sollte man sich als eingefleischter Internet Explorer Nutzer vielleicht einmal überlegen, zur "Konkurrenz" zu wechseln. Mit Firefox und Opera lässt es sich wunderbar arbeiten und Nachteile gegenüber dem Internet Explorer gibt es kaum. Vorteile allerdings jede Menge. Schon das geringere Sicherheitsrisiko ist ein guter Grund, gepaart mit zahlreichen zusätzlichen Funktionen (gerade bei Opera) dürfte die Entscheidung eigentlich nicht zu schwierig werden. Ob nun Firefox oder Opera ist eindeutig Geschmackssache. Die beiden Programme sind vom Funktionsumfang einfach nicht mehr so gut zu vergleichen. Nicht jeder kann etwas mit dem riesigen Funktionsumfang von Opera anfangen. Dennoch sei zum Schluss auch noch einmal erwähnt, dass der Internet Explorer nicht so schlecht ist, wie er im Allgemeinen gemacht wird. Einige Verbesserungen müssten hier und da sicherlich gemacht werden, aber was ist schon perfekt?

    Link zu Firefox
    Link zu Opera


    Durchschnitt: 3 (4 Stimmen)