Kostenlose Musik aus dem Netz – Audio Jack 2 im Test

Das Lieblingsmusikstück aus dem Netz herunterladen. Seit Musicload und iTunes wächst der legale Marktplatz rund um die begehrten Titel. Doch diese Titel sind nicht immer billig. So muss man im Schnitt 1,19 € für ein Musikstück berappen.

Das sind dann rund 13,-€ für ein ganzes Album. Des Weiteren enthalten die MP3's eine DRM-Kodierung, wodurch sie gegen unwillkürliche Vervielfältigung geschützt sind. Dies kann jetzt umgangen werden, mit dem einfachen Trick des Aufnehmens von Radiostreams aus dem Internet. Wir stellen Ihnen heute die Nachfolgeversion des bekannten Radio-Rippers Audio Jack 2 vor, mit dem ganz einfach Titel aufgenommen und bearbeitet werden können.

Als erstes möchten wir mit dem Lieferumfang beginnen. Enthalten im Paket sind folgende Komponenten:

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1x CD mit der Installationssoftware
· 1x Handbuch
· 1x Software S.A.D. Klingeltonstudio

Preis & Lieferumfang

Neben der Audio Jack 2 Software sind im Lieferumfang noch folgende Komponenten enthalten: CD mit Klingeltonstudio von S.A.D., sowie umfangreiches Handbuch. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 29,99 €. Allerdings kann das Produkt auch zum Preis von 26,99 € auf der Homepage von S.A.D. Online gekauft und heruntergeladen werden.

 

Handbuch

Das Handbuch ist sehr umfangreich und dennoch einfach zu verstehen. Es sind keine großartigen technischen Vorkenntnisse nötig. Erfahrene Benutzer werden im Handbuch vermutlich nichts Neues finden, da sich die Software teilweise selbst erklärt. Ein paar Kniffe sind aber dennoch auch für erfahrene User zu finden – u.a. die zahlreichen Tastenkürzel.

Umfang der Software

Die Software bietet neben der Hauptfunktion, dem Rippen von Radiostreams, auch noch zahlreiche Unterfunktionen. Eine wichtige und hilfreiche Funktion ist das integrierte Brennprogramm, mit dem schnell und einfach CDs und DVDs erstellt werden können. Weiterhin ist es möglich eine Imagedatei zu erzeugen, wodurch Medien „1:1“ kopiert werden können (von CD zu CD). Eine weitere Funktion im Bunde ist der enthaltene Konverter. Mit ihm lassen sich Formate z.B. in MP3 umwandeln und umgekehrt. Näheres jedoch im weiteren Verlauf des Tests. Eine weitere wichtige Funktion ist das mitgelieferte „Schneidwerkzeug“. Mit diesem Tool lassen sich die aufgenommenen Dateien kinderleicht schneiden und zusammensetzen. Des Weiteren lassen sich Radiostreams auch „von Hand“ aufzeichnen. Die Funktion „Audio aufzeichnen“ umschreibt eigentlich manuell, den automatischen Vorgang in Audio Jack 2. Mit Ihr lassen sich z.B. Radiostreams aufzeichnen, die nicht in der Liste verzeichnet sind. Es werden hier alle internen Geräusche, die der PC von sich gibt, mit Hilfe der Soundkarte, aufgezeichnet. Doch auch hierzu später mehr. Ebenfalls enthalten im Programm ist ein integrierter Label-Editor, mit dessen Hilfe problemlos CD-Labels erstellt werden können. Ein hauseigener Player, wie in der ersten Version, ist nicht enthalten, sondern es wird auf den Standardplayer in Windows zurückgegriffen. Dieser Standardwert kann jedoch mit ein paar Handgriffen und Veränderungen der Registry (im Handbuch detailliert erklärt) geändert werden. Diese Option ist allerdings nicht wirklich von Nutzen gekrönt, da sie lediglich den Standardplayer aufruft. Dies kann genauso gut manuell geschehen. Zum Schluss möchte ich noch kurz auf die Einstellungen zu sprechen kommen. Diese Option fällt nicht sonderlich üppig aus, bedeckt aber alle nötigen Bereiche. So kann hier zwischen der Internetverbindung und der späteren Dateibenennung gewählt werden. Des Weiteren lässt sich hier der „Buffer-Underrun-Schutz“ aktivieren, sowie die Trackpause in Sekunden festlegen – diese Einstellungen dienen dem integrierten Brennprogramm. Näheres zu den einzelnen Optionen und zum gesamten Umfang erhalten Sie im weiteren Verlauf des Tests.

Radiostreams aufzeichnen

Wollen wir uns nun der Hauptfunktion von Audio Jack 2 widmen – dem Aufzeichnen und Mitschneiden von Radiostreams. Mit einem Klick auf den Bereich „Internetradio“ gelangt der User auf die Hauptmaske des Programms.
Hier bewegen sich ca. 4.000 Radiosender. Doch leider konnten in unserem Test nur ein paar Sender überzeugen, sodass das Urteil doch recht nüchtern ausfiel. Von den knapp 4.000 Sendern sind leider nur wenige dauerhaft erreichbar. Dies ist aber nicht primär S.A.D. zuzuschreiben, sondern liegt vielmehr an der Verbreitung und dem Management der einzelnen Sender. Dies wurde uns auch seitens S.A.D so bestätigt. Viele Sender senden nicht 24 Stunden am Stück, sodass es durchaus sein kann, dass der ein oder andere Sender nicht verfügbar ist. Somit grenzt sich aber auch das Spektrum des Benutzers ein. Doch mit ein bisschen Geschick lassen sich auch hier gute und weit verbreitete Sender ausfindig machen und aufzeichnen. Vom „80's Channel“ bis hin zu den Top 40, lässt sich eigentlich alles finden.

Wie gesagt, man sollte ein wenig Geduld mitbringen. Das Aufzeichnen an sich läuft sehr benutzerfreundlich ab. So kann z.B. nur der jetzige Song aufgenommen, oder der ganze Radioinhalt mitgeschnitten, werden. Audio Jack 2 kann einzelne Lieder mit einem Klick aufnehmen, auch wenn diese schon angefangen haben. Sollte der Benutzer also zufällig auf ein Musikstück treffen, das ihm spontan gefällt, es aber schon fast vorbei ist, kann Audio Jack 2 das komplette Stück trotzdem aufzeichnen. Hierbei bricht Audio Jack auch sofort nach Beenden des Liedes die Aufzeichnung ab. Des Weiteren lassen sich Radios über die Datenbank von audiojack.org suchen und - oder via URL-Eingabe manuell – hinzufügen. Die Senderliste lässt sich natürlich auch Updaten, sodass immer das aktuellste Programm aufwartet. Hierbei kann der User noch die Genres festlegen, welche aktualisiert werden sollen - z.B. Top40 oder „80's“ etc.

Einzelne Sender lassen sich auch in Favoriten unterteilen, die einzeln verwaltet werden können. Hier verhält es sich ähnlich wie bei den Internetbrowsern. Einzelne Ordner können angelegt und Sender darin gespeichert werden. Wie bereits erwähnt, lässt sich hier auch der Ordner wählen, in welchem die aufgezeichneten Dateien gespeichert werden sollen. Standardgemäß ist hier „...Eigene Dateien\Eigene Musik“ angegeben. Des Weiteren lassen sich Aufzeichnungen auch Planen. Hierfür ist eigens ein Planer eingerichtet, der sich sehr einfach programmieren lässt.

 

 

 

Einfach das gewünschte Anfangs- und Enddatum, sowie die passende Uhrzeit einstellen und schon kann's losgehen. Auch eine zeitlich begrenzte Schnellaufzeichnung ist möglich. Mit Hilfe dieser Einstellung zeichnet Audio Jack 2 Formate für eine bestimmt Zeitperiode auf. Unter der Einstellung Planer, trumpft noch eine Filter-Einstellung auf.

Hier können Radiostreams nach bestimmten Kriterien durchsucht werden – nach Titel oder Interpret. Um ein problemloses Aufzeichnen zu garantieren wird allerdings ein vorhandener MP3-Codec vorausgesetzt. Da MP3 kodieren und decodieren leider nicht lizenzfrei geschehen darf, muss hier ein externer Codec installiert sein, um Sender, die im MP3-Format senden, aufzeichnen zu können. Hier kann z.B. der Fraunhofer Codec des Media-Players, in der Version 10, genutzt werden, oder z.B. der kostenfreie Lame-Codec. Andere Kodierungssequenzen sind bereits in Audio Jack 2 integriert – z.B. ist eine Ogg Vorbis-Kodierung problemlos ohne externen Codec möglich. Ogg Vorbis ist ein lizenzfreies Komprimierungsverfahren für Audiodateien – eine Alternative zum MP3-Kompressionsverfahren. Leider gibt es für diese Kodierung nur wenige Abspielgeräte (in Form von MP3-Playern). Am Computer lassen sich diese Dateien jedoch recht einfach abspielen. Dies ist sogar mit der neusten Version des Winamp-Players möglich. Der Ogg-Vorbis-Codec bietet bessere Klangqualität bei niedrigerer Datenrate. Jedoch stellt er keine wirkliche Alternative zum, vom Fraunhofer-Institut entwickelten, MP3-Codec dar – allein schon wegen der Verbreitung. Es lassen sich aber auch Streams im WM-Format (Windows-Media-Format), sowie im RM-Format (Real-Media-Format) aufzeichnen. Des Weiteren lassen sich mehrere Sender gleichzeitig aufzeichnen, so dass der User später eine riesige Auswahl an Audiodateien hat. In unserem Test kamen wir auf insgesamt ca. 7GB Daten, die dann später einer Auslese unterlagen. Denn nicht alle Musikstücke gefallen. Und was noch viel wichtiger ist, manche Sender bedürfen einer speziellen Einstellung. So kann man bei den Sendereigenschaften z.B. die Zeit einstellen, wie lange ein Titel überlappen soll. Das bedeutet, dass der Titel in den anderen übergeht. Man kann auch festlegen, wie viel Sekunden nach, oder vor, erhalt der Titelinformation vom Sender, aufgezeichnet werden soll. Dies bedarf einer Feinjustierung und kostet viel Geduld. So kann es schon vorkommen, dass die gewünschten Titel am Ende noch mit dem Schneidwerkzeug, zu Recht gestutzt werden müssen. Des Weiteren lassen sich die Aufnahmen der jeweiligen Titel der Größe nach unterteilen. So kann festgelegt werden, nach wie viel MB ein neuer Titel beginnt. Standardgemäß legt Audio Jack 2 nach erhalt der Titelinfos vom Sender eine neue Audiodatei an. Dies kann hiermit manuell nach Größe oder auch nach Zeit vorgenommen werden. Mit dieser Einstellung geben wir dem Programm an, z.B. nach einer Stunde, oder nach 5MB die Titel zu schneiden und neu mit der Aufnahme zu beginnen. So hat der Benutzer handliche 5 MB-Würfel, oder jeweils Audiodateien, die einer Stunde Aufnahme unterlagen. Diese können dann mit dem vorhandenen Schneidwerkzeug zurecht geschnitten werden. Allerdings sollten die Dateien nicht zu groß sein, denn sonst läuft man Gefahr, dass das Programm, beim späteren Schneiden der Titel, sehr lange zum Laden dieser Datei benötigt, da es die einzelnen Amplituden (Höhen und Tiefen einer Audiodatei) darstellen muss. Die Standardeinstellung schafft hier Abhilfe. So trennt Audio Jack die Dateien nach erhalt der Titelinformation vom Sender in formgerechte Stücke. In unserem Test waren diese Stücke jedoch teilweise nicht ordentlich geschnitten und überlappten zuviel, oder fingen gar zu spät an. Hier könnte man an den Feineinstellungen arbeiten, denn es ist sehr mühsam, für jeden Sender die passende Einstellung heraus zu finden (siehe oben). Natürlich spielt aber auch die Aufnahmequalität eine Rolle. So lassen sich die einzelnen Sender nach Bitrate, Sendername, Genre, URL des Senders, Status und Typ sortieren. Status zeigt an, was mit dem Sender gerade geschieht. Bei einer Aufnahme beispielsweise zeigt das Programm den Text: „Speichere ....“ . Mit Typ sind die Aufnahmeformate gemeint – z.B. MP3 oder Ogg Vorbis etc. Des Weiteren lassen sich auch Sender aus der Liste entfernen, wenn diese beispielsweise nicht mehr gebraucht werden, oder den Betrieb eingestellt haben.