Microsoft Windows Vista im Überblick
Der Nachfolger von Windows XP ist seit Ende Januar 2007 erhältlich und versucht sich gegen seinen älteren Bruder zu behaupten. Auch wir wollen nun nach einiger Zeit der Einarbeitung ein kleines Statement zu dem neusten Betriebssystem aus dem Hause Microsoft abgeben.
Dieser Report soll dabei keinesfalls alle Neuerungen von Windows Vista erklären. Viel mehr haben wir darauf Wert gelegt, die wichtigsten Veränderungen zu benennen und Aufklärungsarbeit in dem "Versionen-Dschungel" zu leisten.
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Microsoft Windows Vista - Versions-Wirrwarr?
Es sind vier Versionen von Windows Vista erhältlich, jede dieser Versionen kommt mit einem identischen DVD-Datenträger. Der eingegebene Lizenzschlüssel entscheidet dann, in welche Version sich das Windows verwandelt. Aus der folgenden Tabelle kann entnommen werden, welche Version mit welchen Funktionen aufwartet.
Funktionen & Komponenten
Home Basic
Business
Home Premium
Ultimate
Windows-Defender & Winows-Firewall
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Sofortsuchleiste & Windows Explorer 7
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Aero Design
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Windows Mobilitätscenter & Tablet-PC Unterstützung
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Windows Teamarbeit
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Windows Media Center
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Nutzung von WMC an Fernseher und XBOX360
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Schutz vor Hardwarefehlern
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Remotedesktop-Unterstützung
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BitLocker Laufwerkschutz
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Aktuelle Preise laut Geizhals.at*
Windows Version Home Basic
Vollversion (Retail)
System Builder (OEM)
210,90€
68,05€
Business
324,90€
113,49€
Home Premium
254,90€
84,29€
Ultimate
398€
146,90€
Wem die unterschiedlichen Preise auffallen, der wird sich fragen was es mit der System Builder Version auf sich hat. Die System Builder Version ist eine Version, die für PC-Ketten gedacht ist, die Komplett-PCs ausliefern. In Deutschland ist die SB-Version aber ebenso für jeden anderen legal erhältlich. Einziger Unterschied, die schicke Retail-Verpackung der Vollversion sowie der kostenlose Telefonsupport entfallen.
*vom günstigsten Angebot ausgegangen, Verfügbarkeit und Shopbewertung blieben außen vor
Was ist neu?
In diesem Abschnitt wollen wir kurz anreißen, welche Anwendungen und Funktionen neu sind oder grundlegend verbessert wurden. Natürlich hat Windows Vista, je nach erworbener Version, noch mehr Features zu bieten. Die folgenden sind unserer Meinung nach die Wichtigsten. Wir haben uns bei unserem Rundgang mit der Windows Vista Ultimate Edition beschäftigt, in der alle Funktionen zur Verfügung stehen.
Sicherheit
Windows Defender
Microsoft Windows Vista ist das erste Betriebssystem aus dem Hause Microsoft, das einen eigenen Schutz gegen Spyware und Viren bietet. Der Windows Defender läuft im Hintergrund und arbeitet nur, wenn genügend Rechenleistung zur Verfügung steht. Die Signaturen-Updates werden über das Windows Update Portal bezogen, dazu aber später mehr. Der Nutzer selbst kann die vom Defender als "potentiell gefährlich" eingestuften Anwendungen blockieren oder zulassen. Zudem stehen zwei Suchmodi bereit: Schnelle- und intensive Suche.
Windows Update
Auch hier hat sich einiges getan. So sind Updates beinahe täglich verfügbar, was natürlich noch mit den Kinderkrankheiten von Vista zusammenhängt. Eins ist aber sofort sichtbar, das Windows Updates ist nicht mehr länger eine Internetpräsenz, sondern ein fest integriertes Programm. Updates werden automatisch gesucht und aufgelistet. Der Download geschieht im Hintergrund. Es besteht aber auch die Möglichkeit den Status zu verfolgen. Als Ultimate-User stehen zudem noch die so genannten "Ultimate-Extras" sowie Sprachpakete für 15 weitere Sprachen über Windows Update zur Installation bereit.
Jugendschutz
Effektiven Jugendschutz gewährleisteten bisher nur externe Programme. Auch hier hat Microsoft sich einiges einfallen lassen. So ist es nun möglich über ein Administratorkonto jedes beliebige Konto auf dem Computer mit dem Jugendschutz zu "überwachen". Dabei helfen nützliche Features, wie die Spielerkennung nach deutscher USK-Norm und die Verfolgung gestarteter Anwendungen über einen Bericht. Natürlich kann, sobald Administratorrechte erlangt worden, diese Funktion deaktiviert werden. Es ist deshalb nur logisch, das Windows warnt, wenn ein Konto mit Administratorrechten nicht Passwort geschützt ist. Der zu schützende Nachwuchs hätte somit die Chance, entsprechende Kenntnisse voraus gesetzt, die Jugendschutzfunktion zu deaktivieren.
Verwaltung
Systemsteuerung
Die Systemsteuerung wurde designtechnisch überarbeitet und, wie damals bei Windows XP, neu kategorisiert. Die "klassische Ansicht" ist aber weiterhin möglich. Das Menü ist übersichtlich gestaltet und selbsterklärend.
Computer (ehemals Arbeitsplatz)
Neben einem neuen Namen hat der Arbeitsplatz Zuwachs bekommen. So ist der Speicherstatus anhand von Statusbalken leicht abzulesen. Eine Symbolleiste unter der Adressleiste bietet Zugriff auf wichtige Systemfunktionen.
Diese Anwendung stellt eine Sammlung von Links zu den zwanzig wichtigsten Funktionen dar. Es startet standardmäßig mit Windows und soll neue Benutzer mit der neuen Materie vertraut machen. Es sind unter anderem Verknüpfungen zu der Benutzerverwaltung, den Computerdetails oder dem Support vorhanden. Erfahrende XP-Benutzer können diese Funktion aber ohne großes Nachdenken abschalten.
System
Auch der Eintrag "System" wurde wesentlich überarbeitet. Er stellt neben Gerätemanager, Remote-Einstellungen und Computerschutz den Windows Leistungsindex bereit. Dieser Index bewertet die Leistung der Hardware und richtet sich in der Bewertung nach der schwächsten Komponente. Außerdem werden Informationen zum Computernamen und der Arbeitsgruppe ausgegeben. Nicht aktivierte Windowskopien lassen sich zu dem über "System" aktivieren und auf Echtheit überprüfen.
Anpassung
Der Dialog "Anpassen" vereint alle Elemente, die den Computer über das Betriebssystem nach außen hin präsentieren. Gemeint sind Design und Sounds. Man muss sich nun nicht mehr durch die einzelnen Symbole der Systemsteuerung klicken, sondern kann alles auf einen Blick verwalten.
Netzwerk- und Freigabecenter
Eine weitere Neuerung, die vorher in dieser Form nicht vorhanden war, ist das Netzwerk- und Freigabecenter. Hier besteht die Möglichkeit seine Freigabeeinstellungen zu überwachen und zu ändern. Eine passwort-geschützte Freigabe ist selbstverständlich auch möglich. Hierbei wird zwischen Dateien, Druckern, Mediendateien (UPNP) und dem "Öffentlichen Ordner" (ehemals Gemeinsame Dateien oder Shared Docs) unterschieden.
Taskmanager und Ressourcenmonitor
Der Taskmanager hat sich nicht großartig verändert, es ist lediglich ein "Dienste" Reiter hinzugekommen, über den Dienste direkt beendet oder anhalten werden können. Der Ressourcenmonitor gewährt Einblick auf die verfügbaren Ressourcen von CPU, Festplatte(n), Netzwerk und Arbeitsspeicher, sowie deren Auslastung. Ein nützliches Tool, um die Aktivitäten der wichtigsten Hardwarekomponenten zu verfolgen.
Optik und Design
Aero - Der Buntmacher
Eins fällt nach dem ersten Start von Vista sofort auf: Die knallbunte Oberfläche. Hierfür zuständig ist die Aero-Technologie, die einige interessante Effekte bereitstellt. So sind die verschiedenen Programmfenster transparent und "faden" rein und raus beim öffnen und minimieren/schließen. Des Weiteren bietet Aero eine wirklich nützliche Miniaturansicht minimierter Anwendungen. Um diese Funktion zu nutzen, fährt man einfach mit der Maus über die Anwendung in der Taskleiste und es tut sich die Miniaturansicht auf. Nach einem kleinen Moment gesellt sich zu dem kleinen Abbild noch der Name des minimierten Fensters. Das wohl wichtigste Feature von Aero ist der "3D-Desktop". Er ermöglicht das dreidimensionale Umschalten durch geöffnete Anwendungen. Die Tastenkombination lautet Win-Taste + Tab. Natürlich bleibt auch das gewöhnliche Umschalten mit Alt + Tab erhalten. In beiden Anwendungen werden allerdings nicht länger Thumbnails oder Programm-Ikons verwendet, sondern es wird ein Live-Bild der Anwendungen wiedergegeben. Das hat zur Folge, das Videos, Visualisierungen oder Banner auf Webseiten bewegt dargestellt werden, während man eines der beiden Features benutzt. Ob Aero nun aber notwendig ist, muss jeder Anwender selbst entscheiden. Das Windows klassisch Design ist zur Beruhigung einiger Anwender auch wieder von der Partie.
Windows SideBar
Die Windows SideBar lässt sich wahlweise am linken oder rechten Bildschirmrand verankern und verschmilzt dann nahtlos mit dem Desktop. Sie dient zum Ablegen von Minianwendungen so genanten "Gadgets". Auf dem Bild zu sehen ist der Notizblock, eine analog Uhr, ein RSS-Feed Reader und die Bildershow. Es sind allerdings noch viele andere Anwendungen installierbar. Minianwendungen sind dabei aber nicht zwingend an die SideBar gekoppelt, sondern können auch wild auf dem übrigen Desktop verteil werden. In unseren Augen eine nützliche Angelegenheit, News und Wetter immer im Blick zu haben.
Startmenü
Das Startmenü von Vista hat auch einen Wandel hinter sich. "Alle Programme" und sämtliche andere Ordner werden nun im linken Teil des Startmenüs geöffnet. Programmordner fahren nicht mehr wie unter XP nach rechts aus sondern klappen nach unten hin auf. Die rechte Seite des Menüs bleibt immer beständig und bietet so Zugriff auf die wichtigsten Ordner wie Eigene Dateien und Netzwerk. Im unteren linken Teil wurde außerdem eine Suchleiste integriert.
Individuelle Ordner
Hat es Microsoft unter Windows XP schon angedeutet, so ist es jetzt vollständig integriert. Alle Ordner sind in der Lage ihren Inhalt im Symbol zu visualisieren. Dies bietet einen enormen Vorteil bei der Suche nach einer bestimmten Datei. Die Ordner sind dabei aufgefächert und lassen ihren Inhalt herausragen.
Neues und Neues-Altes
Windows Media Player 11
Zwar war die neuste Version des Windows Media Players schon für Windows XP verfügbar, nun passt der Media Player jedoch optimal zum Aero-Glass Design von Vista. Neue Funktionen sind, unseres Wissens nach, seit der XP Version nicht hinzugekommen.
Windows Mail
Auch der Nachfolger des schon etwas in die Jahren gekommenen Outlook Express steht mit Windows Vista bereit. Windows Mail tritt in einem neuen Outfit auf und hat den aus Outlook 2003 bekannten Junk-Email-Ordner mit an Board. So ist es nun endlich möglich auch ohne extra Software seine Emails zu sortieren und unerwünschte Empfänger oder Betreffe auszusperren.
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