Der Creative ZEN MicroPhoto im Test


Funktionalität / Technik

Wie der Name Microphoto schon sagt, ist die Aufgabe des Players nicht nur auf die Wiedergabe von MP3s beschränkt. Es können nämlich auch, dank des 1,5-Zoll OLED-Displays, vom PC auf das Gerät übertragene Fotos angezeigt werden. Die Fotos werden als kleine Thumbnails (Vorschaubilder) bzw. im Vollbildmodus angezeigt. Eine Diashow mit einstellbarer Zeit, die verstreicht, bis das nächste Bild erscheint, ist ebenfalls möglich. Wenn man in den Fotomodus wechselt, stoppt die Musikwiedergabe. Gleichzeitig Musik hören und Ansehen von Fotos ist somit leider nicht möglich. Dank der OLED-Technologie kann das Display von allen Seiten und Winkeln gleichermaßen klar und deutlich abgelesen werden. Das jedoch nur, wenn es in der Umgebung nicht zu hell ist. Bei Sonnenlicht ist nur noch schwer zu erkennen, was auf dem Display angezeigt, wird und das Lesen der Titel fällt um einiges schwerer. Bei Dunkelheit oder normaler Zimmerbeleuchtung sind die Farben sehr brillant und alles ist einwandfrei lesbar.

Da Creative auch Kopfhörer und Soundsysteme herstellt, wurde auch bei den mitgelieferten Kopfhörern auf hohe Qualität geachtet. Bei der Musikwiedergabe kann an der Klangqualität nichts kritisiert werden. In den Audioeigenschaften des Players können zehn verschiedene Equalizer ausgewählt werden: Aus, Eigener EQ, Akustik, Klassik, Disco, Jazz, New Age, Pop, Rock und Vokal. Außerdem kann nach Belieben der BassBoost ein- bzw. ausgeschaltet werden. Mit dieser Auswahl und der Möglichkeit, den EQ selbst einzustellen, kann man den Sound der gerade laufenden Musikrichtung oder seinen persönlichen Vorlieben ideal anpassen. Wenn man davon ausgeht, dass eine MP3-Datei durchschnittlich 4MB groß ist, gehen etwa 2000 Lieder auf die 8GB große Festplatte des Creative Zen Microphoto. Neben der Wiedergabe von MP3-Dateien kann der Creative Zen Microphoto auch WMA-, WAV-, Janus- und IMA-ADPCM-Dateien abspielen. Das unterstützte Bildformat beschränkt sich auf JPG.

Im Player ist auch ein FM-Radio integriert, welches bis zu 32 Sender speichern kann. Der Empfang ist je nach Standort gut bis sehr gut und das ohne die Verwendung einer zusätzlichen Antenne, die ist nämlich in das Gerät integriert. Die gespeicherten Radiosender können auch benannt werden, was ein späteres Wiederfinden einzelner Sender erleichtert. Außerdem kann die Radiosendung aufgenommen und auf der Festplatte gespeichert werden.
Im Menüpunkt System können der Speicherstatus eingesehen sowie die Audio- und Fotoeinstellungen und die Playereinstellungen geändert werden. Die Playereinstellungen umfassen den Namen des Players, der dann auch beim Verbinden mit dem Computer auf diesem angezeigt wird, den Kontrast sowie die Zeit, wie lange die Beleuchtung aktiv bleiben soll. Außerdem kann hier die „Snooze“-Funktion aktiviert werden. Je nach Einstellung schaltet der Player so nach 15, 30, 45, 60, 90 oder 120 Minuten ab. Hier kann auch das „Motiv“ und somit die Farben des Menüs verändert werden.
Unter der Musikbibliothek kann der Benutzer seine Songs nach Alben, Interpreten oder Genres sortiert einsehen. Hier befindet sich auch der „DJ“, in dem wahlweise die beliebtesten, am seltensten gespielten Titel oder das Album des Tages angezeigt werden. Eine Diktiergerätsfunktion besitzt der Player ebenfalls. Wie schon erwähnt, befindet sich das Mikrofon an der Oberseite des Players. Die Aufnahmen werden mit dem Mikrofon als .WAV Dateien auf dem Player gespeichert und können später mit der Software auf den Computer übertragen werden. Die vom Hersteller angegebene Akkulaufzeit von 15 Stunden wird erreicht, wenn nur Musik wiedergegeben wird und das Display sowie die Hintergrundbeleuchtung ausgeschaltet sind. Ohne diese wurde von uns eine Laufzeit von 15:16 Stunden erreicht. Wenn das Display oft an ist, ist die Laufzeit deutlich geringer. Der Akku ist auswechselbar und wird über das USB-Kabel aufgeladen, wenn der Player mit dem Computer verbunden ist. Das mitgelieferte USB-Kabel ist mit nur 50 cm Länge enttäuschend kurz.

 

Software

Die Installation geht ohne Probleme von statten. Der Anwender kann auswählen, welche Software er installieren möchte. Neben der „Microphoto“ Software ist auch der Mediaplayer 10, Acrobat Reader sowie „MediaSource“ auf der Treiber CD. Nach dem Installieren kann man mit der Software auf den Player zugreifen. Die Software trägt den Player außerdem im Explorer/Arbeitsplatz ein, so dass dieser wie ein Wechseldatenträger verwendet werden kann. Über die Software kann man des Weiteren die Playlist sortieren bzw. neue erstellen. Hier können auch die Aufnahmen des Radios und der Diktiergerätsfunktion eingesehen werden. Unter dem Menüpunkt "Audio-CD rippen" können Audio-CDs direkt auf den Player kopiert werden. Die Titelinformationen (ID3-Tags) können entweder, falls vorhanden, aus dem Internet geladen oder manuell eingegeben werden. Die Titel werden als MP3-Dateien auf dem Zen Microphoto gespeichert. Mit der Media Toolbox kann der Anwender die ID3-Tags seiner Lieder organisieren und gegebenenfalls nicht vorhandene Informationen wie Genre oder Album von der GraceNote MusicID Datenbank herunterladen.

Die übertragenen MP3 Dateien werden vom Player nach Interpret, Album und Genre sortiert, Die Ordnerstruktur bleibt erhalten, kann jedoch nur mit dem Computer über den Punkt „Medien Organisieren“ der Software eingesehen werden. Wenn man die Musik weiter sortieren will, müssen verschiedene Wiedergabelisten angelegt werden, dies geschieht ebenfalls per Software am Computer über "Wiedergabeliste verwalten" bzw. "Wiedergabeliste erstellen".

 

Fazit

Der Zen Microphoto MP3-Player von Creative entpuppt sich mit seinen vielen Funktionen als Multitalent, was die mobile Musikwiedergabe angeht. Die 8GB Speicherplatz reichen locker für ausreichend langen Musikgenuss aus. Dass das Betrachten von Fotos und das Hören von Musik nicht gleichzeitig möglich ist, enttäuscht jedoch. Für knapp 180,- Euro gibt es den Zen Microphoto Player zu kaufen. Dieser ist somit ca. 120,- Euro günstiger als ein iPod G5, der jedoch von der Qualität her gleichwertig ist, und zudem über eine größere Speicherkapazität von (30GB) verfügt. Wer jedoch einen guten, qualitativ hochwertigen und zudem günstigen MP3-Player mit Farbdisplay sucht, der ist mit dem Creative Zen Microphoto gut beraten.

Pro

  • hervorragende Sound- und Bildqualität

  • Sehr robust

  • 8GB Speicherplatz

Contra

  • nur per USB aufladbar

  • gewöhnungsbedürftige, sehr sensible Steuerung

  • Musikwiedergabe und Fotos betrachten nicht gleichzeitig möglich


Average: 5 (1 vote)