Test: OCZ Throttle 8GB eSATA/USB-Stick

Geschrieben von Marcel Schreiter am 21.01.2009.

USB-Sticks gibt es wie Sand am Meer: Verschiedene Formen, Farben und Größen mit bis zu 64 GB sind derzeit im Angebot. Auch in Sachen Geschwindigkeit gibt es große Unterschiede. Mit dem Throttle Stick aus dem Hause OCZ präsentiert der Hersteller jedoch einen völlig neuartigen Speicherstick, der nicht nur über eine USB-Schnittstelle verfügt sondern auch mit einem eSATA-Port ausgestattet wurde.

OCZ verspricht eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 90 MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von 30 MB/s. Wir von Allround-PC.com haben uns den neuartigen Stick etwas genauer angesehen und wollten wissen, ob der Hersteller sein Verprechen auch halten kann und ob dieser Stick einem herkömmlichen USB-Stick wirklich überlegen ist.

 

 

Lieferumfang

  • Mini-USB-Kabel zur Datenübertragung und Stromversorgung

Technische Details

  • eSATA-Schnittstelle
  • zusätzliche USB 2.0 Typ B Schnittstelle
  • Lesegeschwindigkeit 90 MB/s (über eSATA)
  • Schreibgeschwindigkeit 30 MB/s (über eSATA)
  • verfügbar in den Größen 8, 16 und 32 GB
  • 2 Jahre Garantie

Design

Verpackt in ein schwarz-spiegelndes Kunststoff Gehäuse trifft der OCZ Throttle beim Kunden ein. In diesem Fall handelt es sich um das Modell mit einer Speicherkapazität von 8 GB. Weitere Modelle mit 16 oder auch 32 GB sind ebenfalls verfügbar. Versteckt hinter einer Schutzkappe befindet sich die eSATA-Schnittstelle, die u.a. auch externe Festplattengehäuse nutzen. Sie ist deutlich schmaler als die Schnittstelle eines USB-Sticks. Auf der gegenüberliegenden Seite ist eine weitere Schnittstelle anzutreffen: Es handelt sich dabei um einen USB-Mini-Port des Typs B. Mit Hilfe des mitgelieferten USB-Kabels kann ein Datentransfer auch über diesen Anschluss erfolgen. Zudem stellt dieser die Stromversorgung des Sticks sicher, sofern der Throttle über den eSATA-Port mit dem PC verbunden wird. Über den eSATA-Port erfolgt in der Regel keine Stromversorgung der angeschlossenen Geräte.

Die Verarbeitung der Materialien gibt keinen Grund zur Beanstandung. Selbst die Schutzkappe des Throttle Sticks sitzt einwandfrei.

 

Installation

Ähnlich wie ein USB-Stick kann dieser Flashspeicher währendes des Betriebs mit dem Rechner verbunden bzw. getrennt werden. Voraussetzung ist jedoch der aktivierte AHCI-Modus im BIOS. Windows XP und Vista erkennen das Laufwerk dann völlig automatisch und integrieren einen entsprechenden Laufwerksbuchstaben im Arbeitsplatz. Eine gesonderte Treiber-Installation ist nicht notwendig. Sollte sich der AHCI-Modus nicht aktivieren lassen, was sich in der Regel anhand eines Bluescreens beim Bootvorgang bemerkbar macht, ist es notwendig zusätzliche SATA-Treiber im Windows zu installieren. Dennoch ist es möglich den Stick auch im SATA-IDE-Modus zu initialisieren. Dabei muss ein Umweg über den Gerätemanger erfolgen.

In unserem Fall hatten wir mit ähnlichen Problemen zu tun, so dass wir kurz den Weg beschreiben möchten, der bei unserem Testsystem zum Erfolg geführt hat:

  • den PC ausschalten
  • eSATA-Stick mit der entsprechenden Schnittstelle verbinden
  • Stromversorgung per USB Kabel sicherstellen
  • den PC starten
  • (Stick signalisiert den eSATA-Mode: rote und blaue LED leuchtet auf / USB-Mode: nur grüne LED leuchtet)
  • Gerätemanger starten (Windows+Pausetaste)
  • auf das PC-Symbol mit Lupe klicken (neue Hardware wird gesucht)
  • kurz warten
  • anschließend sollte der ein neuer Laufwerksbuchtube im Arbeitsplatz sichtbar werden
  • der Stick ist nun einsatzbereit
  • i.d.R. muss diese Prozedur nicht mehr wiederholt werden, sofern der eSATA-Port nicht gewechselt wird

 

Benchmarks

Als Testsystem kam folgende Hardware zum Einsatz:

CPU

Intel Core Duo 2 E6550 – 2,33GHz @ 2,80 GHz, 4MB, 1333 MHz FSB, Standard Voltage

VGA

HIS Radeon HD 2900 XT, 512MB, PCI-Express

MainboardASUS P5E3 Deluxe, X38
RAM2x1024MB DDR3 OCZ Platinum – 8-8-8-27 bei 1,9V
HDD80GB Hitachi Deskstar HDS7280880PLA380 SATA2, 8MB, 7200 U/min
NetzteilEnermax Infinity 650Watt

 

 

Tatsächlich, der Hersteller OCZ hält, was er verspricht. Als durchschnittliche Leserate erreichen wir einen Wert von stolzen 84 MB/s, als Maximum wird sogar ein Wert von 90,7 MB/s ermittelt. Da kann selbst der schnelle OCZ Rally² Stick mit seinen knapp 32 MB/s nicht mithalten. Auch wird sichtbar, dass die Prozessorlast beim eSATA-Stick teilweise erheblich geringer ausfällt, als im USB-Mode. Die Accesstime verringert sich ebenfalls von 0,4 auf 0,2 ms im Lesemodus. Des Weiteren erreicht der Throttle, angeschlossen am USB-Port, ähnliche Werte wie der hauseigene Konkurrent.

Fazit

Mit dem Throttle Stick zeigt der Hersteller OCZ, dass es in Sachen Flashspeicher noch weitere Anschlussmöglichkeiten gibt, als die Verwendung der herkömmlichen USB-Schnittstelle. Die Datenraten im eSATA-Modus können überzeugen und spiegeln die vom Hersteller versprochenen Werte wieder. Im Alltag lässt sich der Stick vorzugsweise nur an Desktop-PCs an die eSATA-Schnittstelle anschließen, da noch längst nicht alle Notebooks über einen eSATA-Port verfügen. Per Kabel ist aber auch eine Verbindung über den USB 2.0-Port möglich, jedoch hat dies zur Folge, dass die vorgegebenen Transferraten wie im eSATA-Modus nicht mehr erreicht werden. Der OCZ Throttle stellt somit zum normalen USB-Stick eine echte Alternative dar und wir würden uns freuen, wenn sich noch mehr Hersteller diesem Trend anschließen würden. Zudem ist der Stick nicht teurer als handelsübliche Modelle mit USB-Schnittstelle.

vorlage_jan09-ocztk

  Pro

  • Design
  • einfache Handhabung
  • hohe Transferraten dank neuer Schnittstelle
  • geringe CPU-Last

Contra

  • je nach SATA-Modus Installation nur über Umweg möglich

 

 

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Marcel Schreiter

Marcel Schreiter

...ist Gründer und Chefredakteur von Allround-PC.com. Als Dipl. Medienwirt beschäftigt er sich neben dem Journalismus auch mit Marketingthemen im Sportbereich. Der Triathlonsport ist seine Leidenschaft.

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