Test: QNAP TS-453mini 4-Bay-NAS

Kompakt, leise, flexibel und äußerst flink

Geschrieben von Nils Waldmann am 14.09.2015.

QNAP TS-453mini Startbild

Wer seine Daten immer und überall dabei haben möchte, nutzt die Cloud oder seinen eigenen NAS-Server. Solche NAS-Geräte gibt es wie Sand am Meer. Viele der auf Privatanwender zugeschnittenen Geräte weisen dabei aber Defizite bei der Leistung und Anwenderfreundlichkeit auf. Mit dem neuen TS-453mini NAS will QNAP dies besser machen.

Überblick

Der Hersteller QNAP hat sich beinahe ausschließlich auf die Entwicklung und den Vertrieb von NAS-Servern spezialisiert. Dabei bedient man sowohl Heimanwender, semiprofessionelle Nutzer sowie Firmenkunden mit entsprechend ausgestatteten Geräten.QNAP TS-453mini - Schrägansicht

Das in diesem Testbericht betrachtete Gerät TS-453mini gehört der x53-Serie an, welche QNAP seinem „Middle End Segment“ zuteilt. Entgegen dem typischen Front-Loader-Design der anderen Geräte der Serie, geht QNAP bei seinem neuen TS-453mini neue Wege und präsentiert ein Gerät, dass äußerlich eher an einen Mini-Computer erinnert, als an ein externes Festplattengehäuse. Dem Ziel, NAS-Server Wohnzimmer-tauglich zu machen, kommt QNAP damit zumindest rein optisch schon einmal ein ganzes Stück näher.

Ausstattung

Jeder, der sich bereits ein bisschen mit der Materie der NAS-Systeme und entsprechenden Hardwarekonfigurationen beschäftigt hat, wird an der Ausstattung des TS-453mini seine Freude haben. Im Mittelpunkt steht der Intel Celeron Quadcore-Prozessor mit einem Takt von 2 GHz. Zusätzlich verfügt die getestete Version über den maximalen Arbeitsspeicherausbau, welcher bei diesem Gerät mit 8 GB erreicht ist. Alleine diese beiden Eckdaten verheißen, dass es sich bei dem TS-453mini um einen ernst zu nehmenden NAS-Server handelt, der zu viel mehr in der Lage ist, als nur Daten bereitzustellen.

Auch die weiteren technischen Daten lesen sich interessant. Die vier von oben in das Gehäuse zu führenden Festplatten sind wahlweise per SATA 6 bzw. 3 Gbit/s angebunden. QNAP hat sich hier anscheinend für ein Mainboard entschieden, dass nur zwei SATA 6 Gbit/s-Ports bereitstellt. Kommen herkömmliche Festplatten zum Einsatz, stellen die beiden langsameren Ports keine Begrenzung der Leistung dar. SSDs sollten jedoch unbedingt mit den schnellen Ports verbunden werden, um das volle Potenzial nutzen zu können.QNAP TS-453mini - Anschlüsse auf der Rückseite

Alle Anschlüsse des TS-453mini befinden sich geordnet auf der Rückseite

In Sachen externe Anschlüsse hat das QNAP TS-453mini ebenfalls einiges zu bieten: Insgesamt drei USB 3.0-Anschlüsse, davon einer an der Front, sowie zwei USB 2.0-Ports sorgen für vielfältige Möglichkeiten, Peripherie mit dem NAS zu verbinden. Der Datenaustausch mit dem Netzwerk erfolgt über zwei Gigabit-Ethernet-Ports. Zusätzlich wartet das NAS mit einer HDMI-1.4a-Schnittstelle auf, durch welche es zum Multimediaplayer wird.

Die Stromversorgung erfolgt über das mitgelieferte 90-Watt-Netzteil in externer Blockbauweise. Dieses wurde während unseres Tests nie mehr als handwarm.

Die Front des ansonsten vollständig in schwarz gehaltenen Servers beherbergt, neben dem einen USB 3.0-Port samt One-Touch-Backup-Knopf, zusätzlich noch alle wichtigen Status-LEDs. Zusätzlich verfügt das Gerät über einen blauen LED-Streifen am oberen Ende, welcher sehr deutlich den aktuellen Systemstatus anzeigt (aktiv, energiesparen). Besonders gut gefallen hat uns, dass sich alle LEDs ausnahmslos in der Helligkeit regeln oder zu bestimmten Zeiten automatisch abdunkeln lassen. Damit stört das System selbst dann nicht, wenn es in einem Schlafzimmer steht.

Technische Daten

Modellbezeichnung

QNAP TS-453mini

Prozessor

Intel Celeron 4x 2 GHz (Turbo-Boost bis 2,41 GHz)

Arbeitsspeicher

8 GB DDR3L (2 x 4 GB)

Anschlüsse

2x USB 2.0, 3x USB 3.0, 2x Gigabit Ethernet, 1x DC-Anschluss, 1x HDMI 1.4a

Belüftung

Aktiv

Stromversorgung

Blocknetzteil (90 W)

Laufwerkseinschübe

4 x 2,5 Zoll / 3,5 Zoll (davon 2x SATA 6 Gbit/s und 2x SATA 3 Gbit/s)

Verbaute Laufwerke

Keine, Leergehäuse

Preis

Ab 630 Euro

Modellnummer

QNAP TS-453mini-8G

Varianten

auch verfügbar QNAP TS-453mini-2G (2 GB RAM)

Inbetriebnahme

Bevor das NAS verwendet werden kann, müssen zunächst die Festplatten der eigenen Wahl eingesetzt werden, da das TS-453mini lediglich als Leergehäuse ohne Datenträger geliefert wird. Handelt es sich bei den gewünschten Laufwerken um Festplatten im 3,5-Zoll-Format, so erfolgt die Montage vollkommen schraubenlos.

QNAP TS-453mini - Laufwerksschächte QNAP TS-453mini - Laufwerksträger

Die Laufwerke werden von oben in das NAS eingesetzt

Der Deckel des Gerätes wird lediglich magnetisch gehalten und lässt sich somit leicht abnehmen, um Zugriff auf die Festplatten zu erhalten. Diese werden von oben in mitgelieferten Rahmen in einen der vier Slots eingeführt und verriegelt. Um das Laufwerk in einem der Rahmen zu fixieren, kommt eine Klemmung zum Einsatz, die über zwei seitlich angebrachte Leisten realisiert wird. Das Prinzip hat sich in der Praxis bewährt und funktioniert auch beim TS-453mini gut. Fraglich ist jedoch, ob der nicht abschließbare Deckel, welcher lediglich durch Magnete schließt, im Falle eines Einbruchs die beste Wahl darstellt. Entgegen halten kann man lediglich, dass Daten so oder so nie unverschlüsselt auf einem NAS abgelegt werden sollten.

Sind alle Datenträger eingesetzt, kann das NAS mit dem Netzwerk verbunden und mit Strom versorgt werden. Ein Druck auf den vorderseitig angeordneten Power-Knopf erweckt den Server zum Leben.

Konfiguration

Die Basis der aktuelle QNAP Produkte ist das sogenannte QTS 4 Betriebssystem, welches einen im Allgemeinen sehr komfortablen Umgang mit den NAS-Produkten erlaubt. Die Konfiguration des NAS-Systems findet dabei über eine Web-Oberfläche statt, welche nach Aufrufen der IP-Adresse des NAS-Servers in einem Webbrowser erscheint. Um die IP-Adresse eines neuen Servers zu ermitteln, stellt QNAP ein Softwaretool mit der Bezeichnung QFinder auf seiner Internetseite zur Verfügung, welches diese Aufgabe problemlos erledigt.

Einrichtung  - Auswahl gewünschter Dienste Einrichtung  - Datenträger Konfiguration

Wird die Weboberfläche das erste Mal aufgerufen, führt einen das System sehr anschaulich durch alle nötigen Konfigurations- und Einstellungsoptionen. Sehr gut gelöst ist dabei, dass der Nutzer gleich zu Beginn eines von zwei Profilen wählen muss, welche zwischen Heim- und Unternehmensgebrauch unterscheiden und wichtige Voreinstellungen trifft. Selbstverständlich lassen sich entsprechende Funktionen auch im Nachhinein verändern. Weitere Schritte der Erst-Einrichtung sind das Festlegen der Zeit und Zeitzone, Setzen des Admin-Kennwortes, Auswahl gewünschter Netzwerkservices und Anwendungen sowie die Einrichtung des Datenträgerverbundes. Hier lässt sich auch direkt die 256 Bit starke AES-Verschlüsselung aktivieren, was dringend zu empfehlen ist.

QTS4 - Multi Window Desktop

Dank parallel geöffneter Fenster und Dialoge arbeitet es sich sehr vertraut mit der QTS Software

Ist die Einrichtung abgeschlossen, präsentiert sich, nach erfolgreicher Anmeldung, die Desktopoberfläche des QTS Systems. Dank der Möglichkeit mehrere Fenster und sogar Desktops zu öffnen, sind Einstellungen sehr leicht und übersichtlich zu tätigen. Jeder, der mit einer Windows oder modernen Linux Grafikoberfläche vertraut ist, findet sich auch in QNAPs QTS spielendeinfach zurecht.

RAID Modi

Das TS-453mini steht in Sachen Datenträgermanagement professionellen Geräten in Nichts nach. Neben einfachen RAID 0, 1, 5, 6, 10 und RAID 5 + Spare Konfigurationen, bietet das Gerät Multi-Volume-Unterstützung an. Dies bedeutet, dass die vorhandenen Datenträger ihren Speicherplatz einem Speicherpool zur Verfügung stellen können, auf Basis dessen dann einzelne Volumes generiert werden können. Somit lässt sich der Speicherplatz sehr flexibel verwalten, was vor allem bei Verwendung des NAS als iSCSI-Ziel von großem Vorteil ist.

QTS4 - Aktueller Systemzustand auf einen Blick

Des Weiteren bietet das System vielfältige Möglichkeiten, die Health-Status der verbauten Datenträger zu überprüfen, selbstverständlich auch vollautomatisch nach einem definierten Zeitplan. Zusätzlich kann das TS-453mini auf eine SSD-Cache-Funktion zurückgreifen, welche bis zu zwei SSDs als schnellen Zwischenspeicher in den Laufwerkspool aufnimmt und somit I/O-intensive Anwendungen, wie Datenbankenserver oder virtuelle Maschinen beschleunigt.

Apps und Funktionen

Da das QTS 4 Betriebssystem eine Vielzahl an Funktionen und Anwendungen bietet, die wir im Rahmen dieses Testberichtes nicht alle behandeln wollen, greifen wir stellvertretend für den durchschnittlichen Anwender die wohl wichtigsten Funktionen und Dienste heraus.

Der einfache Dateizugriff kann per SAMBA (Windows Freigabe), AFP (Apple), FTP, SSH oder per Browser über die FileStation App erfolgen. Zusätzlich hat das QNAP TS-453mini zahlreiche Server mit an Bord, die dem Nutzer ein besseres Multimediaerlebnis bieten sollen. Dazu zählen die PhotoStation zur Organisation von Bildern, die MusicStation, die VideoStation und die HD Station.QTS4 - Neuen Benutzer erstellen

Ein neuer Benutzer ist sehr schnell und übersichtlich angelegt

Ein iTunes- sowie ein DLNA-Server sind verfügbar. Chromecast und Airlay werden ebenfalls unterstützt. Außerdem kann das NAS als Print-Server, als eigener VPN-Server oder als Download-Manager genutzt werden. Ein integrierter Virenscanner überprüft und überwacht nach Wunsch außerdem den gesamten Inhalt des NAS auf virtuelle Schädlinge.

Über eine große Anzahl an zusätzlichen Paketen lassen sich außerdem viele weitere Funktionen als App hinzufügen. Beispiele sind Apps zur Synchronisation des NAS mit bekannten Cloud-Speicheranbietern.

Eine Besonderheit des QNAP TS-453mini ist zudem die integrierte Grafikkarte, welche den Anschluss eines Bildschirms oder TV-Gerätes ermöglicht. Über die mitgelieferte IR-Fernbedienung und die integrierte Kodi-Softwareoberfläche lässt sich das NAS so als sehr komfortables HTPC-System benutzen, 7.1-Sound inklusive. Dank der großzügig bemessenen CPU-Leistung kann das NAS außerdem auch eine Echtzeit-Video-Transkodierung durchführen und Inhalte live in das für das anfordernde Gerät optimale Videoformat konvertieren. Die Offline-Konvertierung macht es außerdem möglich, abgelegte Videodateien im Hintergrund vom NAS umwandeln zu lassen.

Professionelle Features

Neben den unzähligen Funktionen, über die sich Heimanwender freuen, bietet QTS ebenfalls viele professionelle Features. Dazu zählt beispielsweise ein umfangreiches Protokollierungssystem über SysLog, Unterstützung des SNMP zur einfachen Verwaltung in komplexeren Netzwerkstrukturen, iSCSI-Support zur einfachen Speichererweiterung von virtuellen Maschinen, die auf entfernter Hardware laufen sowie eine umfangreiche Videoüberwachungslösung. Für Letztere befindet sich eine Lizenz zur Verwaltung von bis zu zwei Netzwerkkameras im Lieferumfang.

Was allerdings besonders heraussticht, ist die vollständige Unterstützung für Virtualisierung, welche durch die Intel VT-X-Architektur ermöglicht wird. Das QNAP TS-453mini ist somit in der Lage, eigene virtuelle Maschinen zu erstellen und auszuführen. Somit lassen sich auf dem NAS beispielsweise weitere Betriebssysteme installieren, die dann wiederum eigene Software ausführen können. Dabei ist immer gewährleistet, sofern gewünscht, dass aus jeder VM Zugriff auf die Daten auf dem NAS besteht.

QNAP TS-453mini - FernbedienungQNAP setzt mit seiner QvPV-Technologie allerdings noch einen drauf: So benötigen die auf dem NAS ausgeführten virtuellen Maschinen nicht zwingend einen weiteren Client, damit darauf zugegriffen werden kann. Das NAS lässt sich per HDMI mit einem Monitor sowie mit Maus- und Tastatur verbinden und kann somit direkt als Computer genutzt werden. Entweder man greift auf vorinstallierte Programme, wie Webbrowser zu, oder es kann direkt eine der erstellten virtuellen Maschinen genutzt werden. Ein Anwendungsbeispiel wäre die Virtualisierung einer Windows 10-Umgebung samt Office-Paket, um schnell Office-Aufgaben erledigen zu können.

Testaufbau

Das QNAP TS-453mini NAS war während des Tests über einen D-Link DGS-1008D 8-Port Gigabit mit einem Intel 82574L Gigabit Ethernet Controller verbunden. Die Verbindung zum NAS war über den LAN-Port 1 hergestellt. Zur Überprüfung der Transferleistung wurde das Intel NAS Performance Toolkit verwendet, welches in der Lage ist verschiedene Lastsituationen zu simulieren. Für den Test haben wir zwei WD RED NAS-Ware Festplatten mit 4 TB Kapazität verwendet.

Alle grundlegenden Funktionen, wie z.B. das Verbinden und Kopieren von USB-Medien, Dateizugriff über SAMBA und FTP und die Möglichkeit Medien über DLNA sowie iTunes zu Streamen, wurden von uns mit einem RAID 1 Verbund überprüft und haben tadellos funktioniert.

Testsystem

  • Intel Core i7-3930K, TurboBoost an, Hypertrheading an
  • 32 GB DDR3 RAM G.Skill 1866 MHz
  • Intel DX79SI Extreme Motherboard
  • Intel X-25M Postville G2 SSD 80 GB
  • Seasonic M12 Serie 600 Watt
  • Gigabyte Radeon R9 280X 3 GB
  • Vergleichslaufwerke: QNAP TS-269*WD My Cloud DL4100Thecus N4310

Netzwerk

  • QNAP TS-453mini (8 GB)
  • Intel 82574L Ethernetadapter (Intel PROSet 19.5.303.0)
  • D-Link DGS-1008D 8-Port Gigabit Switch
  • CAT5e Kabel (Vollbestückt)

Testsoftware

  • Intel NAS Performance Toolkit (1.7.1)
  • Windows 7 Professional 64 Bit
  • Messung der Leistungsaufnahme (Brennenstuhl PM 231 E)

*Mit anderer Testsystemkonfiguration getestet.

*Die Ergebnisse des Tests „File Copy to NAS“ weisen offensichtlich eine Verfälschung auf, da die sequenziellen Transferraten über der Bandbreite des Gigabit-Ethernet-Protokolls liegen. Sie sind deshalb nur der Vollständigkeit halber hier aufgeführt. Die Verfälschung entstehet durch ein Zwischenspeichern der Daten im Arbeitsspeicher des Testclients. Hierdurch werden die Daten wesentlich schneller bereitgestellt, als das NAS sie liefern könnte.

Energiesparfunktionen

Das QNAP TS-453mini bietet einige Energiesparfunktionen, die den Stromverbrauch senken. So deaktivieren sich die Festplatten beispielsweise zuverlässig nach einer voreingestellten Dauer ohne Zugriffe. Auch lässt sich das NAS nach einem vordefinierten Zeitplan automatisch hoch- und herunterfahren. Zusätzlich kann das System in einen Energiesparmodus versetzt und per Wake-on-LAN-Befehl aus der Ferne wieder aufgeweckt werden. Insgesamt weißt das QNAP TS-453mini eine vernünftige Leistungsaufnahme für das gebotene Spektrum an Rechenleistung auf. Der starke Prozessor macht sich lediglich im Zustand ausgeschalteter Datenträger mit einem zwei Watt höheren Leistungsaufnahme gegenüber anderen aktuellen Systemen bemerkbar.

Im gesamten Testzeitraum war das NAS mit zwei verbauten WD RED Festplatten nahezu unhörbar. Zwar verfügt das QNAP TS-453mini über einen internen Lüfter, dieser ist allerdings nur wahrnehmbar, wenn das Ohr direkt auf das Gehäuse gelegt wird. Der Kühlung der Platten tut dies keinen Abbruch, hier waren die Temperaturen auch nach längeren Lastphasen immer im grünen Bereich.

Fazit

Das QNAP TS-453mini ist ein NAS-Server, der dank des großartigen QTS 4 Betriebssystems überzeugen kann. Die Einrichtung und Grundkonfiguration geht dank des intelligenten Assistenten sehr einfach von der Hand und auch das Einsetzen der Datenträger ist schnell erledigt. Aber nicht nur die Software weiß zu gefallen, auch die sehr gute Hardwareausstattung macht das Gerät zu einem sehr guten Server, der auch für anspruchsvolle Aufgaben, wie Videotranskodierung oder Virtualisierung zu gebrauchen ist und somit sehr flexibel eingesetzt werden kann.

In Sachen Transferleistung braucht sich das QNAP TS-453mini ebenfalls nicht zu verstecken. Hier haben wir sehr gute Werte gemessen. Wer das Ganze auf die Spitze treiben möchte, kann zusätzlich beide Gigabit-Ethernet-Ports bündeln und die Transferraten quasi noch einmal verdoppeln. Ebenfalls unbeeindruckt zeigt sich das System von der aktivierten Vollverschlüsselung der Datenträger. Typischerweise sinkt die maximale Schreibleistung des NAS ein wenig, was angesichts der ohnehin hohen Transferleistung aber zu vernachlässigen ist. Eine Aktivierung der Datenträgerverschlüsslung ist daher absolut zu empfehlen, die Leistung dazu besitzt das kleine NAS ohne Frage. Ebenfalls eine tolle Funktion ist die Verwendung des NAS als Mediaplayer direkt am TV mit Bedienung per Fernbedienung oder sogar als kleiner PC-Ersatz.
Insgesamt macht das QNAP TS-453mini somit eine sehr gute Figur und ist eins der am besten durchdachtesten NAS-Geräte, welches wir in diesem Jahr getestet haben. Dank der ständigen Weiterentwicklung des QTS-Betriebssystems dürfen sich Käufern in der Regel auch in Zukunft über Detailverbesserungen und neue Funktionen freuen, zumal die Hardware des NAS hier in absehbarer Zeit keine Grenzen setzen wird.

Preislich spielt das System von QNAP allerdings bereits im höheren Segment mit. QNAP bietet das TS-453mini in zwei verschiedenen Versionen mit 2 sowie 8 GB Arbeitsspeicher an. Das System mit 2 GB RAM kostet dabei aktuell ab 490 €, für das getestete Modell mit 8 GB Speicher müssen zurzeit circa 630 € eingeplant werden. Diese Preise verstehen sich alleine für den Server, ohne Datenträger. Dafür bekommt man ein sehr schnelles, ausgefeiltes System, was eine niedrige Leistungsaufnahme hat und mit einem guten Kühlkonzept ausgestattet ist. Die angesprochene Verwendung als PC oder Mediaplayer sind nur eines der vielen zusätzlichen Extras. Die Garantiezeit ist mit zwei Jahren angegeben.

award_empf_QNAPTS-453mini-k

 

ProContra
  • Verarbeitung
  • leiser Betrieb
  • Leistungsaufnahme
  • Funktionsumfang
  • QTS 4 Betriebssystem
  • HTPC-Ersatz
  • Unterstützung von Virtualisierung
  • einfache Konfiguration & Montage
  • Festplatten nicht vor Diebstahl geschützt
  • Leider keine SATA 6 GBit/s Vollbestückung

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Nils Waldmann

Nils Waldmann

...ist seit über 10 Jahren bei Allround-PC.com und als Redakteur und technischer Leiter tätig. In seiner Freizeit bastelt und konstruiert Nils gerne flugfähige Modelle oder fotografiert und filmt auf Motorsportevents. Im "echten Leben" studierter Wirtschaftsingenieur und Qualitätsmanager.

Kommentare (2)

  • Tobias Anton

    |

    Die Schreibperformance überzeugt ja anscheinend. Aber „Dir copy to NAS“ im RAID5-Modus wurde hier gar nicht getestet. Gibt es dafür einen speziellen Grund?

    Antworten

    • Nils Waldmann

      Nils Waldmann

      |

      Hallo Tobias,

      das ganze hat keinen Grund, den das Gerät betrifft. Zum Zeitpunkt des Tests stand uns leider einfach keine dritte, baugleiche Festplatte zur Verfügung, um einen RAID5 Verbund zu realisieren.

      Beste Grüße

      Antworten

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