Test: Maxtor M3 Portable USB 3.1-Festplatte mit 4 TB

Maxtor ist wieder da!

Geschrieben von Nils Waldmann am 21.07.2016.

Maxtor M3 Portable 4 TB Startbild

Wer bereits ein wenig länger in der Hardwarewelt unterwegs ist, dem ist der Name Maxtor mit Sicherheit ein Begriff. Baute Maxtor früher interne Festplatten, war die Marke nun seit einigen Jahren nicht mehr verfügbar. Nun gibt es Maxtor wieder zu kaufen, in Form einer externen Festplatte, der neuen Maxtor M3 Portable. Wir machen den Test.

Überblick

Maxtor wurde 1982 als eigenständige Firma gegründet und konzentrierte sich auf die Entwicklung und Herstellung von internen Festplatten. Im Jahre 2005 erfolgte die Übernahme durch Seagate. Zu diesem Zeitpunkt verschwand Maxtor als eigenständiges Brand langsam vom Markt und wurde in das Portfolio von Seagate eingegliedert. Nun macht die Marke ein Comeback in Europa. Dabei adressiert man gezielt den Markt externer Festplatten, vorerst mit zwei Modellen. In diesem Artikel betrachten wir die Maxtor M3 portable ein wenig genauer.

Design und Verarbeitung

Die M3 Portable von Maxtor kommt in einem schlichten, schwarzen Kunststoffgehäuse daher. Die Oberseite ist mit einem welligen Muster überzogen, die umlaufenden Seiten sind nach innen gewölbt. Insgesamt kann das Design als gutes Mittelmaß zwischen Verspieltheit und Schlichtheit beschrieben werden. Die USB 3.0-Schnittstelle befindet sich, wie auch die Status-LED, am unteren Ende des Laufwerks.

Maxtor M3 Portable 4 TB Schrägansicht

Die Verarbeitungsqualität liegt auf einem anständigen Niveau. Das Gehäuse wirkt trotz der Materialwahl robust und ist sauber zusammengesetzt. Durch den weitgehenden Verzicht auf Hochglanzoberflächen ist das Gehäuse ebenfalls haptisch sehr ansprechend und Fingerabdrücke haben es relativ schwer.

Technischer Hintergrund

Wer sich zu diesem neuen Laufwerk schlau macht, wird feststellen, dass ein identisches Produkt – je nach Region – auch unter dem Namen Samsung M3 Portable verkauft wird. Angestöpselt, identifiziert sich die Festplatte unter Windows selbst als Seagate M3 Portable. Die technischen Daten lesen sich dabei nicht weiter aufregend. Angebunden wird die M3 Portable über USB 3.0 bzw. USB 3.1 Gen. 1. Als Stecker kommt der USB 3.0 MicroB Typ zum Einsatz. Die benötigte Leistung bezieht die interne 2,5-Zoll-Festplatte von Seagate selbstverständlich ebenfalls über den USB-Port.Maxtor M3 Portable 4 TB Front

Im Inneren werkelt mit großer Wahrscheinlichkeit ein Ableger von Seagates Laptop HDD mit einer Kapazität von 4 TB. Die Arbeitsgeschwindigkeit dürfte 5.400 U/min betragen. Ein wenig schade ist die Tatsache, dass der M3 Portable kein dedizierter Power-Knopf spendiert wurde, der aufgrund der Bauhöhe von circa 20 mm locker in das Gehäuse reingepasst hätte. Angeboten wird das Laufwerk im Übrigen in fünf Kapazitätsvarianten von 500 GB bis hin zu 4 TB. Dem Lieferumfang liegt, neben der Festplatte selbst, natürlich auch ein passendes USB-Kabel bei.

Software

Seagate spendiert der Maxtor M3 Portable eine kleine Softwaresuite. Hiermit ist das softwarebasierte Verschlüsseln abgelegter Daten möglich. Auch ein kleiner Backup-Assistent ist mit an Bord. Insgesamt eine nette Dreingabe, mittlerweile aber beinahe Standard bei vielen Herstellern.

Spezifikationen

Speicherkapazität nominell

 4 TB

Schnittstelle

USB 3.0

Spindelgeschwindigkeit

5.400 U/min

Cache

k.A.

Preis

Ab 130 Euro

Formfaktor

2,5 Zoll

Abmessungen

 82 x 118,2 x 19,85 mm

Gewicht

236 Gramm

Modellnummer

STSHX-M401TCBM

Lieferumfang

USB-Kabel

Garantie

3 Jahre

Preis

~ 130,- Euro

Leistungstest

Wir haben die Maxtor M3 Portable mit verschiedenen Benchmark-Tools überprüft. Dabei wurde sowohl die sequenzielle Transfergeschwindigkeit, als auch die zufälligen Zugriffe auf unterschiedliche Blockgrößen simuliert.

Testsystem

  • Prozessor: Intel Core i7-4790 3,6 GHz (Haswell), Turbo Boost aktiv, Hyperthreading aktiviert
  • Mainboard: Asus ROG Maximus VII Hero (Intel Z97)
  • Kühler: Noctua NH-D15
  • Ram: 8 GB G.Skill DDR3 2400 MHz @ 1600 Mhz CL 11-11-11-28
  • Vergleichslaufwerke: Buffalo MiniStation 500 GB*, ADATA DashDrive Durable 500 GB*, Toshiba Stor.E Slim*, ADATA Nobility NH13 750 GB*
  • Betriebssystem: Windows 7 Ultimate x64
  • Grafikkarte: MSI Radeon R9 290X
  • Netzteil: be quiet Straight Power 1.000 Watt

* Mit anderer Testsystemkonfiguration getestet.

Wir haben die folgenden Benchmark-Tools verwendet:

  • HD Tune Pro 5.5
  • A.S. SSD Benchmark 1.7
  • HD Tach RW

Fazit

Mit dem Relaunch des Maxtor Brands in Europa zielt der Hersteller vor allem auf preissensible Käufer ab. Die M3 Portable macht insgesamt einen sehr runden Eindruck. Weder an der Verarbeitungsqualität noch am Design gibt es etwas auszusetzen. Sicher gibt es hochwertigere Laufwerke zu kaufen, diese sind dann aber auch deutlich teurer. In Sachen Transferleistung hinterlässt die M3 Portable von Maxtor einen gemischten Eindruck. Während sequenzielle Lesetransfers mit durchschnittlich knapp 100 MB/s sehr zügig abgeschlossen sind, hinkt die Leistung bei zufälligen Zugriffen ein wenig hinterher. Auch beim sequenziellen Schreiben fällt die Geschwindigkeit deutlich unter die 100-MB/s-Marke. Hier gibt es durchaus schnellere Alternativen. Wer aber nur auf eine günstige Datenablage im kompakten Format aus ist, braucht sich von diesem Einwand nicht abhalten lassen.
Ihr wahres Potenzial spielt die M3 Portable in einem anderen Bereich aus: der Preisgestaltung. Das kleinste Modell mit 500 GB startet bereits ab 45 Euro. Die von uns getestet 4-TB-Version gibt es hingegen schon ab 130 Euro. Im 2,5-Zoll-Segement eine echte Ansage. Vergleichbare Modelle, wie die Western Digital My Passport Ultra 4 TB oder die Seagate Expansion Portable 4 TB kosten kosten 10 bis 15 Euro mehr. Wer also ein paar Euro sparen möchte und nicht allzu sehr auf die zufällige Lese- und Schreibleistung bei kleinen Dateiblöcke angewiesen ist, kann ohne Reue zur neuen Maxtor M3 Portable greifen.

ProContra
  • Verarbeitung
  • Preis
  • sequenzielle Transferraten
  • Random Access Leistung

 

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Nils Waldmann

Nils Waldmann

...ist seit über 10 Jahren bei Allround-PC.com und als Redakteur und technischer Leiter tätig. In seiner Freizeit bastelt und konstruiert Nils gerne flugfähige Modelle oder fotografiert und filmt auf Motorsportevents. Im "echten Leben" studierter Wirtschaftsingenieur und Qualitätsmanager.

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