Test: Samsung SSD 860 EVO & SSD 860 PRO mit 1 TB

Samsungs beliebteste SSD-Serien bekommen einen Nachfolger

Geschrieben von Nils Waldmann am 23.01.2018.

Samsung SSD 860 PRO Startbild

Knapp dreieinhalb Jahre nach der initialen Veröffentlichung der SSD 850 PRO und drei Jahre nach dem Launch der beliebten SSD 850 EVO Laufwerke, präsentiert Samsung die neuste Generation seiner Client-SSDs. Wir haben die brandheiße Samsung SSD 860 EVO sowie die SSD 860 PRO mit einer Kapazität von 1 TB für euch getestet.

Überblick

Über drei Jahre haben sich die SSD 850 Series Laufwerke von Samsung am Markt behaupten können – zugegebenermaßen wurde das Produkt durch kleine Anpassungen an den jeweiligen Stand der Technik stets aktuell gehalten. Jetzt ist es soweit und Samsung veröffentlicht mit der SSD 860 EVO und der SSD 860 PRO die Nachfolgergeneration im Client-SSD-Bereich.

Samsung-860-Series-5Die Samsung SSD 960 PRO (links) und SSD 960 EVO (rechts) unterschieden sich äußerlich nur hinsichtlich der Farbgebung.

Wie schon zuvor, soll die EVO-Serie auf preisbewusste Käufer abzielen, die auf ein Laufwerk mit hoher Leistung zu einem attraktiven Preis aus sind. Die PRO-Serie richtet sich hingegen weiterhin an Highend-Anwender, die maximale Zuverlässigkeit und Performance benötigen. An diesem Konzept ändert auch die neue SSD 860 Series nichts. So wundert es auch nicht, dass Samsung die neue SSD 860 PRO neben dem Einsatz in Client-PCs auch explizit für die Verwendung in Workstations und NAS-Systemen ausweist.

SSD 860 EVO und SSD 860 PRO im Vergleich

Angeboten wird sowohl die SSD 860 EVO als auch die SSD 860 PRO in Kapazitätsstufen von 250 GB, 500 GB, 1 TB, 2 TB und 4 TB sowie respektive 256 GB, 512 GB, 1 TB, 2 TB und 4 TB bei der PRO-Variante. Im Gegensatz zur SSD 860 EVO, welche es sowohl als 2,5-Zoll-SATA-Laufwerk, m.2 (2280)-Modul und als mSATA-Variante zu kaufen gibt, ist die SSD 860 PRO zurzeit auf das Standard-2,5-Zoll-Format beschränkt. Bei allen Versionen kommt intern das SATA-Protokoll zum Einsatz, sodass die m.2-Variante keine Geschwindigkeitsvorteile genießt.

Im Inneren werkelt ein Samsung MJX-Contreoller zusammen mit LPDDR4-Cache.

Gemeinsam ist beiden Varianten außerdem der neue Samsung MJX-Controller sowie die Tatsache, dass alle Laufwerke konsequent mit schnellem und energieeffizientem LPDDR4-Cache ausgestattet sind. Die Kapazität des Cache hängt dabei von der Gesamtspeicherkapazität der SSD ab. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick und ist sowohl für die EVO-, als auch die PRO-Serie gültig.

SSD-Kapazität

250 / 256 GB

500 / 512 GB

1 TB

2 TB

4 TB

Cache-Größe

512 MB

512 MB

1 GB

2 GB

4 GB

Der größte technische Unterschied zwischen beiden Versionen ist die Art und Weise, in der der NAND-Speicher angesprochen wird. Beide Produktreihen setzten auf die aktuelle Version der Samsung V-NAND-Speicherarchitektur mit 64 Layern. Während die SSD 860 PRO weiterhin im MLC-Verfahren (2 Bit pro Zelle) betrieben wird, arbeitet die SSD 860 EVO – wie auch schon die Vorgängerin SSD 850 EVO – mit dem TLC-Verfahren (3 Bits pro Zelle). Samsung selbst bezeichnet diese Verfahren unübersichtlicher Weise auch als „3-Bit MLC-Speichertechnologie“.

Samsung SSD 860 EVO und 860 PRO NahansichtDie von uns getesteten Varianten bieten 1 TB Speicherplatz. Erhältlich sind die SSDs mit bis zu 4 TB.

Damit einher geht die Tatsache, dass die SSD 860 EVO aufgrund der komplizierteren Schreibmechanismen des TLC-Zugriffs und dem damit verknüpften Leistungseinbruch, erneut mit der bereits bekannten „Intelligent TurboWrite“-Technologie ausgestattet ist. Das Laufwerk spricht dabei einen Teil des NANDs im SLC-Verfahren (1 Bit pro Zelle) an, welches die schnellste Möglichkeit darstellt, Daten in den NAND zu schreiben. Dieser Bereich dient als Zwischenpuffer, der zunächst gefüllt wird, sodass die SSD die Daten erst nachgelagert in den TLC-Hauptbereich des NANDs übertragen muss. Die Größe dieses Zwischenpuffers war in der Vergangenheit fix, seit der SSD 960 EVO können die Laufwerke die SLC-Cache-Größe jedoch intelligent anpassen. Die folgende Tabelle zeigt die Standardkonfiguration sowie die maximale Erweiterung des TurboWrite-Caches in Abhängigkeit von der SSD-Gesamtkapazität. Über alle Kapazitätsvarianten der SSD 860 EVO hinweg gilt: Sofern der Cache noch Kapazität bereitstellt, wird mit bis zu 550 MB/s geschrieben, danach beträgt die Leistung nur noch bis zu 300 MB/s beim sequenziellen Schreiben.

SSD-Kapazität

250 GB

500 GB

1 TB

2 TB

4 TB

Standard TurboWrite Cache

3 GB

4 GB

6 GB

6 GB

6 GB

Maximal erweiterbar auf

12 GB

22 GB

42 GB

42 GB

78 GB

Voraussetzung für die Möglichkeit der dynamischen Cache-Erweiterung ist natürlich genügend freier Speicherplatz auf der SSD.

Ein weiterer Unterschied ist zudem die Gesamtschreibleistung, die Samsung für die beiden neuen SSD-Produktfamilien angibt. Diese Daten haben wir zusammen mit den Angaben der SSD 850 Series als Vergleichswerte in der folgenden Tabelle zusammengetragen. Gegenüber der Vorgängergeneration ist mindestens eine Verdoppelung der TBW-Angabe (Total Bytes Written) zu erkennen. Die SSD 860 PRO kann gegenüber der SSD 860 EVO mit erneut höheren Angaben zur Lebenserwartung des NANDs aufwarten. Interessant: Käufer der neuen SSD 860 EVO erhalten eine deutlich höhere Lebenserwartung als Besitzer der „alten“ SSD 850 PRO – zumindest auf dem Papier.

SSD-Kapazität

250 / 256 GB

500 / 512 GB

1 TB

2 TB

4 TB

SSD 860 PRO

300 TB

600 TB

1.200 TB

2.400 TB

4.800 TB

SSD 850 PRO

150 TB

300 TB

300 TB

450 TB

600 TB

SSD 860 EVO

150 TB

300 TB

600 TB

1.200 TB

2.400 TB

SSD 850 EVO

75 TB

150 TB

150 TB

300 TB

300 TB

Abhängig von diesen Werten gibt Samsung weiterhin eine beschränkte dreijährige Garantie auf das EVO-Modell und eine fünfjährige Garantie auf die SSD 860 PRO Serie. Die Einschränkung bezieht sich dabei auf die Erreichung des angegeben TBW-Wert.

Quick Facts

In Folgenden haben wir euch die wichtigsten Infos über die beiden neuen SSD-Modelle aus dem Hause Samsung zusammengestellt.

Die Samsung SSD 860 PRO…

  • gibt es mit Kapazitäten zwischen 256 GB und 4 TB zu kaufen.
  • setzt auf den neusten Samsung V-NAND und wird im MLC-Verfahren (2 Bit) angesprochen.
  • kommt in Form eines 2,5-Zoll-Laufwerkes daher und wird über SATA 6 Gbit/s mit dem Host-Gerät verbunden.
  • setzt intern auf das AHCI-Protokoll.
  • ist mit einer 256 Bit AES-Verschlüsslung nach TCG/Opal V2.0 ausgestattet.
  • hat in der von uns getesteten 1-TB-Variante eine Lebenserwartung von 1,2 PB TBW.

Die Samsung SSD 860 EVO…

  • ist ebenfalls in Kapazitätsstufen von 250 GB bis 4 TB erhältlich.
  • verwendet ebenso Samsung V-NAND jedoch mit TLC-Ansteuerung (3 Bit).
  • verfügt daher über den „Intelligent TurboWrite“ SLC-Schreibcache, welcher sich automatisch in der Kapazität anpassen kann.
  • ist als 2,5-Zoll-Laufwerk, M.2-Modul oder mSATA-Karte erhältlich.
  • setzt ebenfalls (unabhängig von der Bauform) auf das SATA-Protokoll und AHCI.
  • wird in der 1-TB-Version mit 600 TB TBW spezifiziert.
  • kann mit einer 256-Bit-Verschlüsselung (AES) inkl. TCG/Opal V2.0 aufwarten.

Technische Daten im Überblick

Modell

Samsung SSD 860 PRO

Samsung SSD 860 EVO

Speicherkapazität nominell

1 TB

1 TB

Schnittstelle

SATA 6 GBit/s

SATA 6 GBit/s

Formfaktor

2,5 Zoll

2,5 Zoll

Zellentyp

3D-NAND MLC

3D-NAND TLC

Controller

Samsung MJX

Samsung MJX

Cache

Ja, 1 GB LPDDR4

Ja, 1 GB LPDDR4

Geschwindigkeit (bis zu)

560 MB/s (Lesen) / 530 MB/s (Schreiben)

550 MB/s (Lesen) / 520 MB/s (Schreiben)

Abweichungen zum gemessenen Ergebnis (ATTO 8 MB Block)

+ 0,37% (562,0 MB/s) | -2,45 % (517,0 MB/s)

+ 2,55% (564,0 MB/s) | -1,15 % (514,0 MB/s)

Random 4K Lesen / Schreiben

100.000 / 90.000 IOPS

98.0000 / 90.000 IOPS

Modellnummer

MZ-76P1T0B

MZ-76E1T0B

Max. Leistungsaufnahme (DeepSleep / Idle / Read / Write)

2,5 mW/ 40 mW/ 2,2 W / 2,2 W

2,6 mW / 50 mW / 3 W / 3 W

Abmessungen

100 x 69,85 x 6,8 mm

100 x 69,85 x 6,8 mm

Gewicht

N/A

N/A

Garantie

5 Jahre

3 Jahre

Preis

499,90 Euro

369,99 Euro

Leistungstest

Natürlich interessiert bei SSDs hauptsächlich die Leistung, die ein Laufwerk unter verschiedenen Bedingungen an den Tag legt. Daher haben wir die beiden neuen Samsung SSDs verschiedenen Tests unterzogen. Theoretische Benchmarks kitzeln das Maximum aus dem Laufwerk heraus, während praktisches Testdurchläufe eine Einschätzung der Laufwerksleistung unter alltäglichen Bedingungen erlauben. Als Vergleich haben wir die ADATA SU900 512 GBSamsung SSD 850 EVO 500 GB, die Samsung SSD 750 EVO 500 GB, die Crucial BX300 480 GB sowie die Samsung SSD 850 PRO 512 GB verwendet.

Testsystem

  • Prozessor: Intel Core i7-7700K 4,2 GHz, Turbo Boost aktiv, Hyperthreading aktiviert
  • Mainboard: Asus ROG Maximus IX Hero
  • Kühler: Noctua NH-U14S
  • Ram: 16 GB Corsair Vengeance DDR4 3.200 MHz CL 16-18-18-36
  • Systemlaufwerk: Samsung SSD 960 Pro 512 GB
  • Grafikkarte: KFA2 GTX 1070 HOF
  • Betriebssystem: Windows 10 Professional x64
  • Netzteil: be quiet Straight Power 1.000 Watt

Wir haben die folgenden Benchmark-Tools verwendet:

  • HD Tune Pro 5.7
  • A.S. SSD Benchmark 1.9
  • Crytsal Disk Mark 6 x64
  • ATTO Disk Benchmark 3.05
  • Futuremark PCMark 8
  • Adobe Reader
  • iTunes
  • WinRAR 5.1

Erklärung zu den Diagrammen: Wenn ihr die Maus auf einen Balken bewegt, wird euch der Produktname und die erreichte Punktzahl angezeigt. Um die Ansicht übersichtlicher zu gestalten, könnt ihr für euch uninteressante Produkte mit einem Klick auf den Produktnamen unterhalb des Diagramms ausblenden.

Synthetische Benchmarks

Synthetische Benchmarks bringen die Laufwerke an ihre Leistungsgrenzen – die dargestellten Situationen entsprechen aber häufig nicht den Alltagsbedingungen, denen eine SSD ausgesetzt ist. Da jeder Benchmark gleich aufgebaut ist, bieten sie dennoch eine sehr gute Vergleichbarkeit der verschiedenen Laufwerke.

A.S. SSD Benchmark

Der A.S. SSD Benchmark misst die sequenziellen Schreib- und Leseraten einer SSD. Darüber hinaus werden Zugriffszeit und Transferraten beim Zugriff auf kleine Dateien gemessen. Ein integrierter Kopier-Benchmark simuliert das Kopieren von ISO-Dateien, Programmen und Computerspielen und misst dabei die Transferraten. Unseren Erfahrungen nach sind die Ergebnisse sehr praxisnah, da mehrere Durchläufe gemittelt werden.

ATTO Disk Benchmark

Wenn es darum geht die maximale Schreib- und Lesegeschwindigkeit einer SSD zu ermitteln, ist der ATTO Disk Benchmark ein zuverlässiges Tool. Die Leistung wird anhand verschiedener Blockgrößen gemessen, die wir in Blöcken von vier Kilobyte bis acht Megabyte dargestellt haben. In der Praxis sind die abgebildeten Werte allerdings fast nie zu erreichen und werden von den Herstellern gerne als Werbemittel eingesetzt. Das ATTO Disk Benchmark verwendet komprimierbare Daten, was vor allem SandForce Chipsätzen zu Gute kommt.

 

Crystal Disk Mark

Das Crystal Disk Mark ist ein weiteres beliebtes Tool, um die Transferleistung von Massenspeichern zu testen. Wir haben mit dem CDM erneut die sequenzielle Transferleistung überprüft.

HD Tune Pro

Die Software HD Tune Pro misst neben den schon erwähnten Parametern ebenfalls die Geschwindigkeit beim Zugriff auf verschiedene Dateigrößen. Dieser Test ist bei SSDs sehr interessant, da vor allem viele kleine Dateien (z.B. 4 KB Blöcke) einen schwachen Controller schnell aus der Bahn werfen. Die Transferraten brechen dann bis auf wenige KB/s ein und es kommt zu Verzögerungen beim Dateizugriff. Gemessen wurden die Blockgrößen 512 Byte, 4 KB, 64 KB, 1 MB sowie der zufällige Zugriff auf alle Arten von Blockgrößen.

Real Benchmarks

Wesentlich interessanter für die spätere Benutzung einer Solid State Disk als Systemlaufwerk sind die Real-Tests. Wie der Name schon sagt, überprüfen dieser Art von Test die Leistung der SSDs unter alltäglichen Bedingungen. Dazu gehören beispielsweise Setup-Routinen, Virenscans oder das Öffnen mehrere Programme zum gleichen Zeitpunkt. Während dieser Testdurchläufe wurde das entsprechende Laufwerk als Systempartition verwendet, auf der Windows 10 Pro x64 lief.

Programm-Installationen

Wie die Überschrift schon wiedergibt, haben wir mehrere Setup-Routinen durchlaufen lassen und die dafür jeweils benötigte Zeit der SSD festgehalten. Als Software diente uns hierfür das PCMark 8, iTunes sowie der Adobe Reader.

Anwendungs-Tests

Bei den Anwendungs-Test wurde überprüft, wie schnell das getestete Laufwerk mit alltäglichen Aufgaben fertig wird. Als plastische Beispiele haben wir uns das Entpacken eines ISO-Images mit WinRar sowie das gleichzeitige Öffnen der Programme Avira, Firefox, itunes, PCMark 8 und Acrobat Reader herausgesucht.

Bei Betrachtung der ermittelten Leistungsergebnisse fällt direkt auf: Bereits die SSD 850 Series erreichte das Limit der SATA-Schnittstelle vollständig. Dementsprechend sind von der neuen SSD 860 Series (egal ob EVO oder PRO) keine neuen Rekorde in Sachen sequenzieller Transferleistung zu erwarten. Die beiden SSDs reihen sich - wie zu erwarten - in den oberen Plätzen unseres Vergleichs ein und liefern sich die meiste Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Lediglich in einigen sequenziellen Schreibszenarien ist die SSD 860 Pro aufgrund ihres MLC-Zugriffs ein wenig schneller als die kleinere Schwester. Dafür weist die SSD 860 EVO in unserem Test erstaunlicherweise schnellere Lesegeschwindigkeiten auf. Der dynamische SLC-Cache der SSD 860 EVO leistet bei unserem Testmodell gute Arbeit und kann die Leistung im HD Tune Pro Benchmark (nicht-komprimierbare Daten) auf dem Niveau der SSD 860 PRO halten. Ältere TLC-SSDs brechen hier nach dem Volllaufen des SLC-Caches teilweise sehr deutlich in der Leistung ein - nicht so die neue SSD 860 EVO.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei zufälligen Zugriffen auf unterschiedlich große Blöcke. Hier ist die SSD 860 EVO 1 TB beim Lesen in etwa identisch schnell, wie das PRO-Modell. Beim Schreiben muss sich die EVO, je nach Bockgröße der PRO geschlagen geben. Insgesamt liegen die Laufwerke - auch im Vergleich zur SSD 850 Serie - alle sehr nah beieinander. In den Alltagstests ist die SSD 860 PRO minimal schneller, meist sind es jedoch nur Zehntelsekunden. 

Fazit

Die neue SSD 860 Serie von Samsung hat relativ lange auf sich warten lassen, war doch die SSD 850 Familie bereits ein sehr gutes und beliebtes Produkt im SSD-Markt für Endkunden. Nun, dass die neuen Laufwerke da sind, leistet sich Samsung zunächst einmal rein optisch keine Experimente und bleibt dem bekannten Design treu. Gleiches gilt glücklicherweise für die gute Verarbeitungsqualität des Metallgehäuses.
Die Leistung beider neuer SSDs liegt zu jeder Zeit mindestens auf dem Niveau der SSD 850 Series. Wie zu erwarten, ist die SATA-Schnittstelle der limitierende Faktor, daher kann sich weder die SSD 860 EVO noch die SSD 860 PRO bei den maximalen Datenraten von der Vorgängerserie absetzen. Unterschiede gibt es jedoch bei Zugriffen auf 4K-Blöcke, hier ist die SSD 860 Serie deutlich schneller geworden. Insgesamt ist die Performance beider SSDs als hoch zu bezeichnen und für den Alltag anspruchsvoller Anwender geeignet. Wer jedoch häufig mit großen Dateimengen hantiert, z.B. in der Videoproduktion, sollte besser zur SSD 860 PRO greifen, da dieses Laufwerk für deutlich höhere Schreibvolumen ausgelegt ist. Allen anderen wird mit großer Wahrscheinlichkeit die SSD 860 EVO sehr gut Dienste leisten.
Werfen wir zum Schluss noch einen Blick auf den Preis. So kostet das 1-TB-Modell der SSD 860 PRO zum Start 499,90 Euro, die 1-TB-Variante der SSD 860 EVO soll zu 369,99 Euro angeboten werden. Zum Vergleich: die SSD 850 EVO mit 1 TB ist aktuell für 289 Euro verfügbar, die SSD 850 PRO mit 1 TB Speicherkapazität kostet knapp 420 Euro. Es ist zu erwarten, dass die SSD 850 Serie langsam vom Markt verschwindet und die Preise der neuen SSD 860 Series kurzfristig auf dem Niveau der Vorgängerserie ankommen.

Samsung SSD 860 Pro Award Samsung SSD 860 Evo Award

SSD 860 PRO 1 TB

ProContra
  • sequenzielle und zufällige Leseleistung
  • -
  • Verarbeitung
 
  • 3D-NAND MLC-Speicher für hohe Langlebigkeit
 
  • deutlich gesteigertes Schreibvolumen (TBW) gegenüber Vorgängermodell
 
  • AES-Verschlüsselung
 
  • Explizit auch für NAS- und Workstation-Betrieb freigegeben
 

SSD 860 EVO 1 TB

ProContra
  • sequenzielle und zufällige Leseleistung
  • -
  • Verarbeitung
 
  • 3D-NAND TLC-Speicher und SLC-Cache funktionieren gut
 
  • deutlich gesteigertes Schreibvolumen (TBW) gegenüber Vorgängermodell
 
  • AES-Verschlüsselung
 

 

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Nils Waldmann

Nils Waldmann

...ist seit über 11 Jahren bei Allround-PC.com und als Redakteur und technischer Leiter tätig. In seiner Freizeit bastelt und konstruiert Nils gerne flugfähige Modelle.

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