Test: Samsung Galaxy Tab S

Geschrieben von Niklas Ludwig am 15.07.2014.

Samsung Galaxy Tab S Startbild

AMOLED-Displays sind in der Technikbranche nichts Neues, gerade Samsung verbaut sie zu Hauf in seinen Smartphones der Galaxy S-Reihe. Welche Wirkung ein solches Display jedoch bei einer Displaygröße von 10,5 Zoll und einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Bildpunkten zu leisten vermag, ist eine ganz andere Sache. Ob das Samsung Galaxy Tab lediglich mit seinem Display andere Werte zu überblenden versucht, oder auf ganzer Linie punkten kann, erfahrt ihr in diesem Test.



Technische Daten

  • Prozessor: Exynos 5 Octa 5420 1,9 GHz Quad-Core + 1,3 GHz Quadcore
  • Arbeitsspeicher: 3 Gigabyte
  • Speicher: 32 GB intern, bis zu 128 GB erweiterbar
  • Displaydiagonale: 10,5 Zoll / 25,7 Zentimeter
  • Auflösung: 2.560 x 1.600
  • Konnektivität: WLAN (a/b/g/n), Bluetooth 4.0
  • Bedienung: kapazitiver Multitouchscreen
  • Kameras: 8-MP-Kamera, 2-MP-Frontkamera
  • Betriebssystem: Android 4.4.2
  • Akku: 7.900 mAh
  • Abmessungen: 247.3 x 177.3 x 6.6 mm
  • Gewicht: 465 Gramm
  • Preis: 499 Euro UVP

Lieferumfang

  • Samsung Galaxy Tab S
  • Ladekabel
  • Bedienungsanleitung

Samsung Galaxy Tab S -VerpackungSamsung Galaxy Tab S - Lieferumfang 

Design & Verarbeitung

Oftmals wird Apple-Produkten nachgesagt, dass sie etwas Besonderes an sich haben und man sich direkt beim Auspacken in das Produkt verliebt. Ein ähnliches Gefühl empfanden wir beim Auspacken des Samsung Galaxy Tab S. Trotz seiner 10,5 Zoll ist es sehr leicht, nur 465 Gramm bringt es auf die Waage – und das bei einer Dicke von 6,6 Millimetern. Der Rahmen erinnert wie beim Galaxy S5 an Aluminium, besteht jedoch aus Polycarbonat und ist bei unserem Testmuster in einem schicken Gold gehalten. Die grau-/silberfarbige Rückseite erinnert mit ihrem perforierten Muster ebenfalls an das S5 und lässt sich dank der gummiartigen Beschichtung sehr gut in den Händen halten. Während sie in der Mitte von einem goldenen Samsung-Logo verziert wird, sitzt mittig im oberen Bereich die Acht-Megapixel-Kamera mit LED-Blitz. Die Verarbeitung des Gehäuses ist frei von sichtbaren Fehlern und hinterlässt einen exzellenten Eindruck. Das alleine mag vielleicht nicht ausreichen, um ein Apple-ähnliches Gefühl zu erzeugen, doch wir möchten euch, liebe Leser, noch etwas auf die Folter spannen.

  Samsung Galaxy Tab S - Display Samsung Galaxy Tab S - Rückseite

Gehen wir daher zunächst auf die Anschlüsse ein: Auf der rechten Seite befinden sich micro-USB-Anschluss und ein Slot für eine microSD-Karte, mit der sich der interne Speicher um weitere 128 Gigabyte erweitern lässt. Zudem befindet sich auf dieser Seite einer von zwei Stereo-Lautsprechern. Leider zeigt die rechte Seite auch, dass sich das schlanke Design nicht konsequent verfolgen ließ. Während die Dicke überall zum Rand hin noch etwas abnimmt, musste Samsung beim micro-USB-Anschluss die 6,6 Millimeter fortführen, wodurch es zu einer kleinen Wölbung kommt. Am oberen Gehäuserahmen sitzen die Tasten zum Ein-/Ausschalten und zur Regulierung der Lautstärke. Auf der linken Seite sind der 3,5-mm-Klinkenanschluss und der zweite Stereo-Lautsprecher vorzufinden.

Samsung Galaxy Tab S - microSD Samsung Galaxy Tab S - Lautstärkewippe  

Okay, wir haben euch lange genug auf die Folter gespannt: Berühren wir den Power-Button und schalten das Display ein, können wir uns ein leises „Wow“ nicht verkneifen. Das Bild, welches das 10,5 Zoll große AMOLED-Display abliefert, ist einmalig. Wir haben bisher bei keinem anderen Tablet ein derart gutes Display gesehen. Die Farben sind satt und knackig ohne übersteuert zu wirken. Hinzu kommt die Auflösung von 2.560 x 1.600 Bildpunkten, die die hohe Wiedergabequalität weiter verstärkt. Es macht ganz einfach Spaß mit dem Galaxy Tab S zu arbeiten und insbesondere Videos oder Bilder zu betrachten. Es mag seltsam klingen, ein Tablet allein wegen seines Displays so zu loben. Doch wer sich erst einmal selbst einen Eindruck von dem Display verschaffen konnte, wird uns sicherlich zustimmen.

 Samsung Galaxy Tab S - Kamera Samsung Galaxy Tab S - Logo

Leistung & Bedienung

Bei der Hardwareausstattung kleckert Samsung nicht, es wird geklotzt: Ein Exynos 5420 Octa-Core-Prozessor sorgt für eine durchweg flüssige Bedienung. Samsungs hauseigener Prozessor setzt sich aus zwei Quad-Core-Prozessoren zusammen. Ein schneller, mit 1,9 Gigahertz Taktfrequenz, übernimmt primär alle Berechnungen für rechenintensive Anwendungen und ein etwas langsamerer, mit 1,3 GHz Taktfrequenz, kommt zum Einsatz, wenn wenig Rechenleistung verlangt wird. Mit 3 GB Arbeitsspeicher ist dieser ebenfalls großzügig bemessen. Unserem Testmuster standen 16 GB interner Speicher zur Verfügung, wovon jedoch knapp 5,5 GB bereits belegt waren. Mit einer microSD-Karte lässt sich dieses Manko allerdings schnell aus der Welt schaffen. Die Energieversorgung übernimmt ein 7.900 mAh starker Akku. Beim Betriebssystem gibt es keine großen Überraschungen, hier wird dem Kunden Android 4.4.2 mit aktueller TouchWiz-Oberfläche geboten.

Im Vergleich zur Konkurrenz mit Snapdragon-Prozessoren muss sich das Galaxy Tab S in den JavaScript-Benchmarks geschlagen geben. Besser sieht es bei den restlichen Benchmarks aus, wo es meistens den Anschluss hält, aber nie besonders hervorstechen kann. Die mit dem GFX-Benchmark ermittelte Spieleleistung könnte etwas besser ausfallen, Spiele wie Asphalt 8 liefen trotzdem ruckelfrei. Im Alltagsgebrauch glänzt das Galaxy Tab S mit einer schnelle Reaktionszeit und durchweg perfomanter Leistung.

Die meisten Software-Features kennen wir bereits vom Samsung Galaxy S5 und Note Pro. Neu ist hingegen die Möglichkeit, mittels SideSync 3.0 den Handybildschirm auf dem Tablet zu sehen. So lassen sich eingehende Nachrichten verfolgen oder Dateien vom Handy auf das Tablet kopieren. Auf Wunsch können auch Anrufe über das Tablet angenommen werden. Leider lässt sich SideSync nur mit dem Samsung Galaxy Note 3, S4 und S5 nutzen, wobei auch nur beim S5 die Rufweiterleitung funktioniert. Samsung wird sicherlich weitere Smartphones hinzufügen, doch gerade die Unterstützung weiterer Smartphones, die nicht nur von Samsung stammen, wäre äußerst wünschenswert! Vom Galaxy S5 übernimmt das Tablet zudem den Fingerabdrucksensor, wodurch es sich mit dem Finger entsperren lässt.

Fazit

Viele Tablets machen Halt in unserer Redaktion, werden ausführlich getestet und geraten schnell in Vergessenheit, nur wenige hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Häufig müssen sinnvolle Alleinstellungsmerkmale mit der Lupe gesucht werden. Anders verhält es sich beim Samsung Galax Tab S. Es mag zwar marginal klingen, aber allein der brillante Bildschirm hebt das Tablet von der Konkurrenz ab. Hinzu kommt das äußerst dünne und leichte Design. Da mag der Rest das übliche Samsung Einerlei sein, wie wir es von vielen Produkten der Südkoreaner kennen und was auch nichts schlechtes ist, doch die zwei Punkte Display und Design geben beim Galaxy Tab S den Ausschlag. Besonders praktisch finden wir zudem das SideSync-Feature, welches sich bisher leider nur mit einer Handvoll Samsung-Smartphones nutzen lässt – bitte schleunigst nachbessern, Samsung! Das von uns getestete Modell des Samsung Galaxy Tab S ist zu einem Preis von 499 Euro bei Amazon vorbestellbar.

Samsung Galaxy Tab S Award

Pro

Contra

  • brillantes Display
  • sehr gute Leistung
  • hochwertige Verarbeitung
  • praktisches SideSync-Feature…
  • erweiterbarer Speicher

 

  • …das sich bisher nur mit wenigen Samsung-Smartphones nutzen lässt
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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

Kommentare (2)

  • Freek

    |

    woher soll man denn wissen wie die Geschwindigkeit ist ?

    Antworten

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