Test: Hisense Sero 8 Pro

Was leistet Hisenses preisgünstiges Tablet?

Geschrieben von Niklas Ludwig am 21.05.2015.

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Der chinesische Hersteller Hisense ist in Deutschland noch vergleichsweise unbekannt, und dürfte in erster Linie durch seine Fernseher ein Begriff sein. Dass das Unternehmen aus Fernost jedoch mehr als Fernseher herstellen kann, will es mit dem Sero Pro 8 Tablet unter Beweis stellen. Doch können Funktionsumfang und Qualität bei preiswerten 249 Euro Kaufpreis überzeugen? In unserem Test findet ihr es heraus!




Technische Daten

Prozessor Rockchip RK3288 Quad-Core-Prozessor 1,8 GHz
Arbeitsspeicher 2 GB
Interner Speicher 16 GB, um 32 GB erweiterbar
Displaydiagonale 8 Zoll
Auflösung 2.048 x 1.536
Konnektivität WLAN (a/b/g/n/), Bluetooth 4.0
Kameras 8-MP-Rückkamera, 1,9-MP-Frontkamera
Akku 4.500 mAh
Betriebssystem Android 4.4.4
Abmessungen 200,3 x 135,6 x 6,3 mm
Gewicht 335 g
Farbvarianten Silber, Blau, Rot
Besonderheiten & Anschlüsse microSD-Kartenleser, micro-USB 2.0, 3,5-mm-Klinkenanschluss
Preis 249 Euro UVP

Lieferumfang

  • Hisense Sero 8 Pro
  • USB-Kabel
  • Netzteil
  • Bedienungsanleitung

Design & Verarbeitung

Für ein 249-Euro-Gerät macht das Hisense Sero 8 Pro bei der ersten Begutachtung einen guten Eindruck. Der Seitenrahmen besteht aus Metall und gewährleistet dem nur 6,3 Millimeter dünnen Tablet eine ordentliche Stabilität. An der Oberseite des Rahmens befinden sich alle Anschlüsse und Tasten. Dazu zählen ein Kopfhöreranschluss, ein Micro-USB-Anschluss, ein Einschub für eine microSD-Karte sowie der Einschaltknopf. Auf eine physische Lautstärkewippe hat Hisense komplett verzichtet. Die Lautstärke lässt sich nur bei eingeschaltetem Display über die Touch-Buttons regeln – nervig!

Hisense Sero 8 Pro - VorderansichtHisense Sero 8 Pro - Rückseite 
Das Hisense Sero 8 Pro setzt fast komplett auf Aluminium, von den zwei Kunststoffbalken auf der Rückseite abgesehen

Auf der Rückseite geht der Metallrahmen über in…? Genau, abermals Metall, was das Tablet insgesamt hochwertiger wirken lässt. Lediglich zwei graue Kunststoffstreifen im jeweils oberen und unteren Bereich unterbrechen das ansonsten gelungene Design. Der Übergang von Metall zu Kunststoff ist zudem nicht perfekt gelungen, bei genauerer Betrachtung sind die Spaltmaße gut zu erkennen. Des Weiten sitzt im oberen linken Bereich eine Kamera mit acht Megapixeln Auflösung.

Hisense Sero 8 Pro - Unterseite Hisense Sero 8 Pro - Anschlüsse
Auf eine physische Lautstärkewippe hat der Hersteller verzichtet

Gestochen scharfes Display, aber…

Beim Einschalten des mit 2.048 x 1.536 Pixeln auflösenden Displays sticht insbesondere die knackig scharfe Darstellung ins Auge. Die Farben werden natürlich rübergebracht und wirken etwas weniger bonbonfarbig als bei anderen Tablets. Das verbaute Panel weist zudem eine hohe Blickwinkelstabilität auf. All diese positiven Eigenschaften werden jedoch durch die recht starken Spiegelungen des Glases zunichte gemacht.

Leistung & Bedienung

Nachdem wir uns das Äußere angeschaut haben, wollen wir einen Blick auf die inneren Werte werfen – denn auf die kommt es doch letztlich an. Hisense hat sich beim Sero 8 Pro für einen RK3288 Quad-Core-Prozessor von Rockchip entschieden. Die vier Kerne des Prozessors takten mit bis zu 1,8 Gigahertz und können anfallende Daten im zwei Gigabyte großen Arbeitsspeicher zwischenlagern. Von den 16 GB an internen Speicher bleiben noch etwas mehr als 10 GB für den Anwender übrig. Über den bereits erwähnten microSD-Kartenslot kann der Speicher um weitere 32 GB ergänzt werden. Für ausdauernde Laufzeiten hat Hisense dem Sero 8 Pro einen Akku mit 4.500 mAh Kapazität zur Seite gestellt. Ausgeliefert wird das Tablet mit Android 4.4.4, ein Update auf Android 5.0 Lollipop ist bisher nicht erhältlich.









Leistungstechnisch schneidet das Tablet überdurchschnittlich ab. Für den Kaufpreis geht das Gebotene mehr als in Ordnung. Die meisten Nutzer dürfte es eh wenig interessieren, welcher Prozessor in ihrem Tablet steckt, solange die Bedienung schnell und flüssig vonstattengeht. Über weite Strecken erfüllt das Hisense Sero 8 Pro diese Anforderung auch, jedoch wurde die ansonsten flüssige Bedienung hin und wieder durch kleinere Ruckler unterbrochen, die den Gesamteindruck nur leicht zu mindern vermögen.

Die Kameras – weniger ist manchmal mehr

Auf die Kameras gehen wir bei unseren Tablet-Tests meist nur sehr kurz ein, da sie unserer Meinung nach einen deutlich geringeren Stellenwert einnehmen als es bei Smartphones der Fall ist. Einige wenige Schnappschüsse mit der rückseitigen Acht-Megapixel-Kamera reichen auch schon aus, um sich ein Urteil über die Qualität der Fotos zu bilden.

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Selbst bei recht gut ausgeleuchteten Bildern fängt der Sensor schnell an zu rauschen. Den Bildern fehlt es insgesamt an Details, die Farben wirken recht blass. Bei derartig mauen Ergebnissen hätten wir auch getrost komplett auf eine Kamera verzichten können.

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Fazit

Man merkt dem Hisense Sero 8 Pro an, dass der Hersteller auch Fernseher herstellt. Denn das verbaute Panel kann mit einer hohen Auflösung und einer natürlich wirkenden Farbwiedergabe bei hoher Blickwinkelstabilität punkten. Nur schade, dass das Glas im Vergleich zu anderen Modellen sehr stark spiegelt und dem an sich guten Display somit einen Riegel vorschiebt. Postiv hervorzugeben ist das Gehäuse, das größtenteils aus Aluminium besteht. Lediglich die der obere und untere Kunststoffstreifen auf der Rückseite mindern diesen guten Eindruck ein wenig. Die Leistung geht für die Preisklasse in Ordnung und dürfte für den Ottonormalverbraucher mehr als ausreichend sein. Wem die 16 GB Speicher nicht ausreichen, kann diesen mit einer microSD-Karte einfach nachrüsten. Das Hisense Sero 8 Pro ist für eine unverbindliche Preisempfehlung zu 249 Euro erhältlich. Im Onlinehandel ist das Tablet sogar zu knapp 200 Euro käuflich erwerblich.

Pro Contra
  • gutes, hochauflösendes Display…
  • …das recht stark spiegelt
  • Aluminiumgehäuse…
  • …mit unschönen Kunststoffübergängen auf der Rückseite
  • Speicher erweiterbar
  • nur Android 4.4.4
  • Preis
  •  keine physische Lautstärkewippe

 

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Niklas Ludwig

Niklas Ludwig

...ist stellvertretender Chefredakteur und zeichnet sich insbesondere für die Tests der Hardwarekategorie verantwortlich und füttert den APC-YouTube Kanal mit neuen Videos zu allerlei Produkten. Stehen keine größeren Hardwaretests an, widmet er sich Produkten der Consumer Electronics-Welt und fühlt neuen Lautsprechern, Kopfhörern oder mobilen Geräten auf den Zahn.

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