Zwei Pixelview DVB-T Produkte im Test
Das digitale Fernsehen, kurz DVB (DigitalVideoBroadcasting), hält immer mehr Einzug in Deutschland. Bis zum Jahr 2010 soll jeder Mensch bzw. Fernsehhaushalt in Deutschland das neue Fernsehen empfangen können. Neben erheblichen Bild- und Ton Verbesserungen, bietet das digitale Fernsehen viele weitere nützliche Features.
Bereits im Dezember 2004 hatten wir uns in diesem Bericht drei DVB-T Produkte angeschaut. Neben TerraTec und Hauppauge ziehen zahlreiche Hersteller nach und bieten neue mobile DVB-T Empfänger an. In diesem Review haben wir uns zwei Produkte aus dem Hause Pixelview etwas näher angesehen. Es handelt sich dabei um folgende Produkte: 1. PlayTV 300 DVB-T und 2. PlayTV 500 DVB-T.
Kurzer Überblick über DVB
Insgesamt unterscheidet man drei Varianten von DVB. Es gibt DVB-T, das über Antennen empfangen werden kann, DVB-S, das über Satellit empfangen werden kann und zu guter letzt noch DVB-C, das heutige Kabelbesitzer, sofern die Funktion vom Kabelnetzbetreiber freigeschaltet wurde, empfangen werden kann.
Viele Kabelnetzbetreiber bieten schon heute, für teils kräftige monatliche Aufpreise, das digitale Fernsehen per Kabel an. Somit stehen dem User eine Vielzahl neuer Sender zur Verfügung. Aber es geht auch kostenlos. Der Empfang via Antenne ist nämlich umsonst. Dieser Standard DVB-T befindet sich derzeit in der Ausbauphase. Wie folgende Grafik zeigt, gibt es derzeit in Deutschland nur einige Sendeinseln, in denen der Empfang von DVB-T möglich ist. Die grün und blau markierten Flächen kommen schon in den nächsten 1-2 Jahren dazu.

(Quelle: ueberall-tv.de)
Bis zum Jahr 2010, soll fast jeder Mensch in diesem Land die Möglichkeit besitzen, das digitale Fernsehen zu empfangen. Um dieses angestrebte Ziel zu erreichen, sind hohe Investitionen nötig. Aber auch Kosten für die so genannte Set-Top-Box für das TV- Gerät oder den Videorekorder fallen an. So gibt es die Geräte zwar schon ab ca. 90 Euro im Handel zu kaufen, jedoch ist pro Gerät eine Box vonnöten, um DVB-T zu empfangen.
Update: Der Empfang von digitalem Radioprogramm wird ebenfalls über DVB-T möglich sein.
Bei der Pixelview PlayTV 500 DVB-T handelt es sich um einen mobilen DVB-T Empfänger, der an Notebooks mit USB 2.0 Schnittstelle genutzt werden kann. Beginnen möchten wir jedoch mit dem internen DVB-T Empfänger, dem PlayTV 300 DVB-T.
Lieferumfang
Zum Lieferumfang gehört neben der kleinen PCI-Karte, eine Treiber CD, ein IR-Empfänger+Kabel, eine Fernbedienung ohne Batterien, ein S-Video to RCA Adapter und eine Low-Profile Slotblende zum Tausch, sodass die Karte auch in so genannten Wohnzimmer PCs zum Einsatz kommen kann.
Eine Antenne für den DVB-T Empfang liegt dem Produkt nicht bei und muss separat angeschafft werden.
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Die mitgelieferte Fernbedienung ist für unseren Geschmack mit ca. 23x6cm etwas zu groß geraten. Das durchaus übersichtliche Layout mit allen wichtigen Funktionen, die benötigt werden, um die TV Software bequem vom Sofa aus bedienen zu können, ohne dabei mit der Maus oder Tastatur arbeiten zu müssen, lässt jedoch über die Größe hinweg sehen. Aber mit der Fernbedienung lässt sich nicht nur die TV-Software steuern, auch der Mediaplayer oder ähnliche Programme können mit ihr gesteuert werden. Auch das Ausschalten des PCs ist möglich. Die Tasten können auch mit Hilfe der Remote Software beliebig von User mit Funktionen belegt werden.
Um einen reibungslosen Betrieb zwischen DVB-T Empfänger und Fernbedienung zu ermöglichen, muss der IR-Empfänger so positioniert werden, dass ein Sichtkontakt zwischen beiden Komponenten entsteht.
Ist eine Verbindung hergestellt, wirkt die Fernbedienung in Zusammenspiel mit der Software recht träge.
Systemvoraussetzungen
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mind. 1000MHz CPU (für Aufnahme 1,7GHz)
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mind. 2GB Festplatte
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256MB Arbeitsspeicher
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Soundkarte
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CD-Laufwerk
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Windows XP
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DirectDraw kompatible Grafikkarte
Layout
Die schmale PCI-Karte gehört mit zu den kleinsten DVB-T Empfängern, die wir je im Test gehabt haben. Dank der mitgelieferten Slotblende lässt sich die Karte auch ohne Problem als Low-Profile Karte in entsprechende Systeme installieren.
Neben dem Antenneneingang verfügt die Karte noch über einen S-Video Eingang und die Schnittstelle für den IR-Remote-Control.
Das Besondere an der PlayTV 300 ist, dass nicht nur DVB-T- sondern auch DVB-C-Signale empfangen werden. Es ist also möglich entweder die Antenne oder das herkömmliche TV Kabel mit der Karte zu verbinden.
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Installation + Betrieb
Wie bereits erwähnt, handelt es sich um eine PCI-Steckkarte. Schnell ist diese in einem entsprechenden Slot platziert. Unter Microsoft Windows XP wird die neue Karte direkt erkannt und kann mit Hilfe der Treiber-CD installiert werden. Etwas verwirrend ist, dass es auf der Treiber CD nur die Auswahl "Treiber installieren" gibt. Ein Punkt zur Installation der TV-Software fehlt. Also ist man gezwungen, auch wenn die Treiber bereits installiert sind, den Vorgang zu wiederholen, damit auch die TV-Software, in diesem Fall die Black Gold Software, installiert wird. Nach zwei Minuten ist alles fertig und der PC kann neu gestartet werden. Obwohl es aus dem Systemvoraussetzungen nicht hervorgeht, wird zumindest für die Software ein Internetanschluss zum Freischalten benötigt. Andernfalls lässt sich die Software nicht starten. Ist das erledigt, kann der User ins digitale TV-Vergnügen einsteigen, vorausgesetzt er hat eine ausreichend große Antenne zur Hand, die dann einfach über die Chinchbuchse mit der DVB-T Karte verbunden wird. (In unserem Fall reichte eine Stabantenne nicht aus, sodass wir uns eine Antennen mit aktiver Verstärkung kaufen mussten.)
Ist dann alles angeschlossen, kann der Sendersuchlauf gestartet werden. Diese Prozedur erstreckt sich in etwa über 2-3 Minuten. In dieser Zeit sollte man die Antenne an ihrem Standort belassen und nicht bewegen.
Ist das Signal zu schlecht, kann es auch passieren, dass die Software instabil und das Programm beendet wird. Hier sollte der Hersteller ggf. ein Update zur Behebung des Fehlers bereitstellen.
Alle gefunden Sender werden dann übersichtlich in einer Liste aufgeführt. Der User kann diese Liste bearbeiten und die einzelnen Sender auf Programmplätze verteilen.
Die moderne Form, sich über das TV-Programm zu informieren, geschieht über die integrierte EPG-Funktion (ElectronicProgramGuide). Die aktuelle und auch die nachfolgende Sendung wird mit Uhrzeit aufgelistet. Auch ist es möglich sich das Programm für die nächsten 5 Tage anzeigen zu lassen.
Natürlich sind auch zeitgesteuerte, hochwertige Aufnahmen in MPEG Qualität, dank des Software MPEG-II Decoders, möglich. Diese benötigen jedoch jede Menge Speicherplatz auf der Festplatte. Hier sehen Sie einen Screenshot der Video-Recorder-Funktion. Es werden viele verschiedene Aufnahmeformate unterstützt. So kann man zum einen die Videoqualität und zum anderen die Formate AVI, MPG oder auch WMV auswählen. Ein besonders Feature stellt die eDrive Funktion dar. Mit diesem Tool ist es möglich Aufnahmen zu starten, vorausgesetzt der PC ist an und mit dem Internet verbunden. So kann man zum Beispiel mit dem Handy oder Notebook, seinem PC zu Hause eine E-Mail schicken, um somit die Aufzeichnung zu starten.
Fazit Die Pixelview PlayTV DVB-T 300 eignet sich sehr gut zum Empfang des neuen digitalen TVs. Die handliche Karte lässt sich schnell in ein entsprechendes System einbauen und installieren. Die Empfangsqualität ist zufriedenstellend. Auch die Aufnahmen können überzeugen. Dass die Software registriert werden muss, um sie im vollen Funktionsumfang nutzen zu können, ist ein wenig störend. Die etwas zu groß geratene Fernbedienung bietet jedoch zahlreiche Funktionen. Pro Größe Installation Bedienung Qualität Fernbedienung im Lieferumfang Contra keine Batterien im Lieferumfang Software muss registriert werden Die Pixelview PlayTV DVB-T 300 können Sie zu einem Preis von ca. 60 Euro hier kaufen.
Die Fenstergröße auf dem Bildschirm kann variiert werden. So ist es möglich, das TV Bild, als kleines Fenster in eine Ecke des Bildschirms zu schieben, damit man Platz hat regulär mit dem PC zu arbeiten. Wird der TV-Bild Modus aktiviert, erscheint das Bild im Vollbild-Modus.
Des Weiteren wird die TimeShift-Funktion unterstützt. Mit diesem Feature ist es möglich, das laufende Programm auf der Festplatte zwischenzuspeichern und an einem beliebigen Punkt wieder einzusteigen.
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