Hauppauge WinTV-Nova-T DVB-T-Stick im Test
Im digitalen TV-Zeitalter ist es möglich auch mit dem Laptop TV zu sehen. Hauppauge, einer der Spezialisten auf dem Gebiet, hat daher einen neuen DVB-T TV-Stick vorgestellt. Es handelt sich dabei um den neuen WinTV-Nova-T Stick. Was der "Kleine" leistet erfahren Sie im folgenden Review.
Kurzer Überblick über DVB Insgesamt unterscheidet man drei Varianten von DVB: 1. DVB-T mit Antennenempfang, 2. DVB-S, mit Satellitenempfang und 3. DVB-C, das über Kabel empfangen werden kann, sofern die Funktion vom Kabelnetzbetreiber frei geschaltet wurde. Viele Kabelnetzbetreiber bieten schon heute, für teils kräftige monatliche Aufpreise, das digitale Fernsehen per Kabel an. Somit stehen dem User eine Vielzahl neuer Sender zur Verfügung. Aber es geht auch kostenlos, nämlich beim Empfang via Antenne und Satellit. Für letzteres benötigt man aber eine komplette Sat-Anlage. Beim DVB-T reicht eine kleine Antenne. Der Standard DVB-T befindet sich derzeit in der Ausbauphase. Schon heute ist in allen Ballungszentren der Empfang von DVB-T möglich. Die grün und blau markierten Flächen kommen schon in den nächsten 1-2 Jahren dazu. (Quelle: ueberall-tv.de) Lieferumfang Zum Lieferumfang gehören neben dem USB-Stick noch eine ausziehbare Stabantenne, ein USB-Verlängerungskabel (22,5cm), eine Treiber-CD (inkl. Handbuch im PDF-Format) und eine Schnellstart-Anleitung. Systemvoraussetzungen
AMD Athlon XP, Intel Pentium 4 oder Intel Centrino CPU mind. 1,2GHz mind. 2GB Festplatte 128MB Arbeitsspeicher USB 2.0 Port Soundkarte CD/DVD-Laufwerk Windows XP Service Pack 2 Layout Der Mini-DVB-T USB-Stick ist umhüllt von grauem Kunststoff und besitzt zwei Schnittstellen. Zum einen befindet sich ein USB-Stecker in der Front des Sticks, welcher mit einer Kunststoffhaube abgedeckt ist. Zum anderen befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite der Anschluss für die mitgelieferte Antenne. Dank seiner kompakten Maße lässt sich der Stick einfach in der Hosen- oder Hemdtasche transportieren und beansprucht somit nur wenig Platz . Installation + Betrieb Schnell ist der Hauppauge WinTV-Nova-T Stick über das beiliegende USB-Kabel mit der USB2.0-Schnittstelle am PC verbunden. Unter Microsoft Windows XP SP2 wird der mobile TV Empfänger direkt erkannt und kann mit Hilfe der Treiber-CD installiert werden. Anschließend erfolgt die Installation der TV Software, wie es schon bereits von weiteren Hauppauge Produkten bekannt sein dürfte.


Eine Fernbedienung wird nicht mitgeliefert.
Die Antenne lässt sich auf über 30cm verlängern.


Sehr kompakt - der neue DVB-T Empfänger aus dem Hause Hauppauge.


Der Nova-T Stick ist nur 8,5cm lang.
Der Größenvergleich mit dem größeren Bruder, dem HVR 900 Hybrid-Stick.


Die Antenne ist ebenfalls sehr kompakt gehalten. Für besseren Empfang lässt sie sich aber auf über 30cm herausziehen. Gerade beim Transport ist dieses Feature sehr interessant. So lässt sich die Antennen eifnach wieder zusammen schieben bzw. verkleinern. Das Kabel von der Antenne zum Stick ist mit ca. 50cm ausreichend lang.
Die Stromversorgung, auch die der Antenne, erfolgt über den USB-Port. Ein externes Netzteil oder eine weitere Stromquelle sind somit überflüssig.
Der Stick benötigt als zwingende Voraussetzung den USB 2.0-Port. Ältere Computer, die zwar über einen ausreichend starken Prozessor verfügen, jedoch nur über USB1.1-Schnittstellen müssen zum Beispiel mittels einer zusätzlichen PCI-Erweiterungskarte mit den neuen USB 2.0-Schnittstellen modernisiert werden. Wichtig ist dabei auch, dass dann das Service Pack 2 installiert sein muss. Ist dies nicht der Fall, kommt es bei der Installation zu mehreren Fehlern. Beim Start der Software ist dann auch nur der Ton des Programms zu hören. Das Bild bleibt schwarz.
CD-Software-Version 3.1.
Die Informationen über das laufende TV-Programm (nur beim digitalen TV) werden kurz nach dem Senderwechsel angezeigt. Auch die nachfolgende Sendung wird mit Uhrzeit aufgelistet. Leider können nicht mehr Informationen, wie z.B. Sendungen, die erst am nächsten Tag ausgestrahlt werden, empfangen werden. Diese EPG-Infos können aber mit einer extra Software empfangen und ausgelesen werden, die Hauppauge kostenlos mitliefert. Informationen über die gefunden Sender je nach gewählter Quelle erhält man im WinTV Kanal-Manager. Des Weiteren ist es möglich, Kanäle umzubenennen und zum Beispiel eine Favoritenliste zu erstellen. Natürlich sind auch zeitgesteuerte, hochwertige Aufnahmen in MPEG-2 Qualität möglich. Diese benötigen jedoch jede Menge Speicherplatz auf der Festplatte und eine starke CPU. So gibt Hauppauge an, dass mindestens 1,2GHz von Nöten sind um eine hochwertige MPEG2 Aufnahme zu erstellen. Bei Aufnahmen in einer Auflösung von 800x600 Pixeln werden ca. 130MB für 4 Minuten benötigt. Die Auflösung kann je nach Bedarf eingestellt werden, so dass zum Beispiel bei einer Auflösung von 640x480 Pixel weniger Speicherplatz für die gleiche Aufnahmedauer benötigt wird. Hier sehen Sie zwei Screenshots der Programmoberfläche. Die CPU-Auslastung während des Betriebes lag im Schnitt bei 11%. Im Aufnahmemodus lag der Schnitt bei 12%. Testsystem Intel Core 2 Duo E6400 - 2,13 GHz, 2MB, 1,315V 1066 MHz FSB mad-moxx GeForce 7800GTX 256MB Um die Outdoor-Tauglichkeit zu testen, sind wir mit Notebook und der beiliegenden Stabantenne durch den Garten spaziert. Der Empfang hatte hier einzelne Aussetzer. Exkurs: DVB-H DVB-H ist ein weiterer terrestrischer Übertragungsstandard, der es ermöglichen soll, digitales TV auch mit dem Handy oder Pocket-PCs zu empfangen. Im Vergleich zum derzeitigen DVB-T Standard werden bei DVB-H Datenpakete gesendet, d.h. es muss keine ständige Verbindung aufrecht erhalten werden, was sich wiederum positiv auf die Akkulaufzeiten auswirken dürfte. Die Qualität der Bilder soll bei DVB-H auch etwas geringer sein. Fazit Der neue WinTV-Nova-T DVB-T-Stick von Hauppauge verrichtete ohne Mucken seinen Dienst. Bei vorhandener USB2.0-Schnittstelle und aktuellem Windows XP Service Pack 2 war sowohl die Installation der Treiber und der Software, sowie der Betrieb ohne weiteres möglich. Die Bildqualität ist sehr gut. Auch die TV-Software lässt sich einfach bedienen. Dank der mitgelieferten Antenne, die sich in der Höhe verstellen lässt kann je nach Signalstärke der richtige Standort bestimmt wird. Pro
sehr kompakt schnelle Installation und einfache Bedienung Empfang (Indoor) inkl. hochwertiger Stabantenne günstiger Preis Contra
Empfang (Outdoor) keine Fernbedienung im Lieferumfang Die unverbindliche Preisempfehlung des Hauppauge Sticks liegt bei 59,- Euro. Im Handel ist er aber schon ab knapp 30,- Euro erhältlich.
Sind diese Vorgänge abgeschlossen, erfolgt ein Neustart des PCs. Nun kann der User ins TV-Vergnügen einsteigen, vorausgesetzt, er hat den Stick mit einem Antennenkabel angeschlossen.
Ist dann alles angeschlossen, kann der Sendersuchlauf gestartet werden. Diese Prozedur erstreckt sich in etwa über 2-3 Minuten.

Der Radio-Empfang ist mit dem Nova-T Stick ebenfalls möglich. Derzeit gibt es aber nur wenige Gebiete in Deutschland, in denen digitales Radio ausgestrahlt wird.
Das Abspielen des erstellten Videos sollte am besten mit Hilfe der WinTV-Software geschehen, da beim Abspielen per Windows Mediaplayer Störungen auftreten können.
Die Fenstergröße auf dem Bildschirm kann ebenfalls reguliert werden. So ist es möglich das TV Bild als kleines Fenster in eine Ecke des Bildschirms zu schieben und hat somit Platz, regulär mit dem PC arbeiten zu können. Auch der TV-Bild Modus kann aktiviert werden. Dann erscheint das TV-Bild im Vollbild-Modus.
Des Weiteren wird die TimeShift-Funktion unterstützt. Mit diesem Feature ist es möglich, das laufende Programm auf der Festplatte zwischenzuspeichern und an einem beliebigen Punkt wieder einzusteigen.
Auch eine Zeitlupenwiederholung wird dem Anwender angeboten.


CPU
VGA
Mainboard
RAM
HDD
Netzteil
Solange der Standort nicht verändert wird. bzw. die Bahn oder das Auto steht, ist ein Empfang möglich. Sobald man sich jedoch von der Stelle bewegt wird das Signal deutlich schlechter, sodass man nur noch einzelne Standbilder erhält.
Der Test wurde im Großraum Köln/Bonn durchgeführt.
Bisher konnte in dieser Kategorie noch kein Produkt überzeugen, so dass wir wohl noch auf die Einführung des neuen DVB-H Standards warten müssen.

















