Wissen: Vorteile eines 64-Bit-(Betrieb-)Systems

Geschrieben von Eduard Lais am 24.04.2012.

Windows 7 32 oder 64 Bit Startbild

Bei falscher Entscheidung stehen möglicherweise nur drei der eigentlich 16 eingebauten GB Arbeitsspeicher zur Verfügung: Es geht wieder einmal um den Unterschied zwischen 32 und 64 Bit. Weshalb Sie sich Windows 8 als 64 Bit Version kaufen sollten, erfahren Sie hier.

Der Unterschied zwischen 32 und 64 Bit liegt in der Hardware des Computers begründet. Computersysteme arbeiten bekannterweise im binären Zahlensystem, also mit Einsen oder Nullen. Da jeder Block des Arbeitsspeichers adressiert und benannt werden muss, stehen dem System im Fall eines 32-Bit-Systems 2^32 Namen zur Verfügung – das sind 4 GB. Zusätzlich werden einige Namen vom System reserviert bzw. blockiert, weshalb je nach System nur ca. 2,00 – 3,75 GB verwendet werden können. Wenn dann auch noch der integrierte Grafikchip der CPU verwendet wird, fällt weiterer Speicher als Grafikspeicher weg.

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Auch Windows 8 kommt als 32-, und 64bit Version

Somit werden durch Unwissenheit aus 16 GB installiertem schnell nur zwei Gigabyte nutzbarer Speicher. Der übrige Speicher liegt dann brach, weil er nicht angesprochen werden kann. Bei der 64-Bit-Architektur stehen dem Nutzer hingegen 2^64, also theoretisch bis zu 16 Exabyte zur Verfügung. Außerdem werden bei 64-Bit-Prozessoren breitere Bus-Leitungen benutzt, wodurch der Computer, je nach Anwendung, an Leistung gewinnt. Der einzige Nachteil an 64 Bit ist, dass neben dem Betriebssystem auch die Treiber 64-Bit-kompatibel sein müssen. Das ist aber in der Regel kein Problem mehr, da alle neueren Geräte mit 64-Bit-Treibern ausgestattet sind und werden. Bei den Anwendungen ist es größten Teils egal, ob diese für 32- oder 64-Bit-Systeme geschrieben werden, da Windows x64 auch mit 32-Bit-Software umgehen kann.

Auch die Office Suite von Microsoft gibt es zudem bereits als 64-Bit-Version. Hier fällt die Entscheidung ob 64 Bit oder 32 Bit noch ein wenig schwerer. Wer mit riesigen Excel-Tabellen hantieren muss, der nimmt die 64-Bit-Version sicherlich gerne in Betrieb, da hier das Plus an Arbeitsspeicher voll ausgenutzt werden kann. Jedoch kann es durch Plugins in Office auch zu Problemen mit der 64-Bit-Version kommen, sodass sich im Office-Bereich die 32-Bit-Version noch hartnäckig am Markt hält.

Mehr zum Thema lesen Sie unter anderem in unserem Bericht „Windows 7 – 32 oder 64 Bit?„, wo wir noch stärker auf den technischen Hintergrund eingehen.

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Eduard Lais

Eduard Lais

...ist seit über 2 Jahren bei Allround-PC.com und SSD-Info.de tätig. In seiner Freizeit spielt Eduard auch gerne am overclockten PC oder treibt Sport wie Wakeboarden oder Fußball. Im "echten Leben" Gymnasiast, der 2014 das Abi schreibt.

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