Wissen: Was ist ein 3D-Drucker

Geschrieben von Robert McHardy am 28.05.2014.

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Die sogenannten 3D-Drucker sind in aller Munde und sollen so manche Industrie revolutionieren, doch viele Otto Normalverbraucher wissen noch überhaupt nicht, was ein 3D-Drucker überhaupt ist oder wie er funktioniert. In diesem Artikel werden wir diese und weitere Fragen beantworten.

Was ist ein 3D-Drucker?

Ein 3D-Drucker ist, wie der Name bereits suggeriert, ein Drucker, der nicht nur auf Papier und ähnlichen Materialien druckt, sondern dreidimensionale Objekte erzeugen kann. Dafür muss dem Drucker zuerst eine passende CAD (computer-aided design) Datei zugespielt werden, die ihm Informationen über das zu druckende Objekt liefert. Diese kann entweder manuell erstellt werden oder via 3D-Scanner Software, über beispielsweise eine Webcam, direkt von einem vorhandenen Gegenstand erzeugt werden.

 

3D-Drucker QRDbot Quantum

Dabei ist es möglich auf verschiedene Materialien zu setzen, zu denen Metalle, Keramik, Kunststoffe und -harze gehören. Die Werkstoffe werden dabei, abhängig vom Material, durch verschiedene Techniken erhitzt und dann Lage für Lage aufeinander ausgedruckt. So können räumliche Strukturen entstehen. Die 3D-Drucker für Heimanwender sind bereits ab etwa 200 US-Dollar zu haben. Diese stehen den teureren Druckern aber, in Sachen Auflösung und Leistungsfähigkeit beim Drucken von komplexeren Strukturen, nach.

Anwendungsgebiete von 3D-Druckern

Die Einsatzmöglichkeiten von 3D-Druckern sind sehr vielseitig und eigentlich nur durch die Kreativität der Anwender begrenzt. Für Heimanwender ergeben sich vor allem die Möglichkeiten Ersatzteile oder Kleinteile aus Plastik, so wie Abdeckungen für Steckdosen, zu drucken. Aber auch Modellbauer können sich mithilfe eines solchen Druckers leicht neue Teile anfertigen.

Das Herstellen von Spielzeug ist ebenso möglich, wobei darauf geachtet werden muss, dass auch so hergestellte Objekte dem Copyright unterliegen. In der Industrie wird die neue Technik vor allem in der Medizin eingesetzt, wo so sehr günstig Prothesen hergestellt werden können. So gibt es im Internet bereits Baupläne für Armprothesen, die kostenlos herunterladbar sind, wobei sich die Materialkosten auf etwa sieben Euro belaufen (eine Prothese aus der Industrie kostet etwa 20.000 Euro, Zum Video). Aber auch in der Kunst oder der Architektur sind 3D-Drucker beliebt, da sich so leicht Modelle fertigen lassen.

FabLab

In vielen Ländern, darunter auch Deutschland, gibt es die sogenannten FabLabs. Diese High-Tech-Werkstätten ermöglichen es Privatpersonen auf teures Equipment zur Fertigung von Einzelstücken zurückzugreifen. Seit neustem gibt es in den FabLabs auch 3D-Drucker, die es ermöglichen sich selbst zu replizieren, wobei auf Baupläne nach den Open Hardware Prinzip zurückgegriffen wird. Eine Liste mit den FabLabs in Deutschland findet sich auf Wikipedia (Zu Wikipedia).

Aussichten der Technik

Die Tendenz ist leicht erkennbar, der Preis der 3D-Drucker fällt immer weiter. Somit wird es immer mehr Menschen möglich sein, eigene medizinische Prothesen, Spielzeuge oder Ersatzteile auszudrucken. Allerdings müssen 3D-Drucker über gewisse Schutzfunktionen verfügen, da letztes Jahr bereits Baupläne einer funktionstüchtigen Waffe im Internet aufgetaucht sind. Durch eingebaute Schutzmechanismen kann verhindert werden, dass sich Kriminelle so Waffen drucken können. 

 

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Robert McHardy

hat von Juni 2013 bis September 2014 Artikel für Allround-PC verfasst.

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