Lange Ladezeiten adé – Alles was Du über PowerIQ und Quick Charge wissen musst

Endlich Smartphone und Tablet blitzschnell aufladen

Geschrieben von Nils Waldmann am 10.08.2016.

startbild power iq

Jeder, der bereits einmal den Fehler gemacht hat, sich von einem vermeintlich günstigen Preis für eine PowerBank oder ein USB-Ladegerät täuschen zu lassen, kennt das Problem: Akkuaufladen ist nicht gleich Akkuaufladen. Wir erklären euch, mit welchen Produkten Smartphone und Tablet tatsächlich besonders schnell wieder einsatzbereit sind.

Überblick

Seit der Einführung des iPhones im Jahre 2007 ist der Smartphone- und Tabletmarkt quasi explodiert. Köchelten vor diesem Ereignis alle Handy-Hersteller ihr eigenes Süppchen in Bezug auf Ladegeräte, hat sich mit der schnellen Verbreitung von Smartphones und Tablets die USB-Buchse zum Standard etabliert, um das eigene Gerät nach einem fordernden Tag wieder mit frischer Energie zu versorgen. Doch der Schein trügt: Auch wenn äußerlich alle Gerät sich zunächst einmal mit einer USB-Spannungsquelle zufriedengeben, unterscheiden sich die Produkte teils sehr stark voneinander wenn es darum geht, schnell wieder aufgeladen zu werden.

Das Problem: Gaben sich frühe Smartphones mit einem ganz normalen USB-Netzgerät zufrieden, streiken moderne Geräte im schlimmsten Fall, bei dem Versuch von einem „dummen“ Netzteil mit Energie versorgt zu werden. Der Grund dafür liegt in den verschiedenen Ladeprotokollen, die die Hersteller verwenden. Reichte früher das einfache Anlegen der Spannung, also das Einstecken des Telefons, um den Ladevorgang zu starten, identifizieren und kommunizieren Ladegerät und Endgerät heute zuerst miteinander, bevor der Ladestrom fließt. Unter einer „dummen“ oder auch „nicht-intelligenten“ Spannungsquelle versteht man dabei PowerBanks und Steckernetzteile, die nicht in der Lage sind mit Smartphone und Tablet die besten Einstellungen für den Ladevorgang im Vorhinein auszuhandeln. Die Folge ist, dass das Gerät oftmals nur sehr viel langsamer, als am Originalzubehör lädt oder im allerschlimmsten Fall den Ladevorgang ganz verweigert.

Auf die Technik kommt es an

Nun gibt es Hersteller, wie etwa Apple, die eine ganze Ladung an passendem und zertifizierten Zubehör für ihre Geräte anbieten. Hier danebenzugreifen ist relativ schwer, wenn auch nicht immer günstig. Auch bei anderen Herstellern gilt in der Regel, wer Originalzubehör verwendet, holt das Maximum während des Ladens aus seinem Gerät heraus. Doch sich nur an die Gerätehersteller zu binden kann keine dauerhafte Lösung sein.

Qualcomm Quick Charge Logo

Zum Glück gibt es Alternativen am Markt, wie das amerikanische Unternehmen Anker, welches sich in den letzten Jahren einen guten Namen im Bereich der USB-Stromversorgung gemacht hat. Wir wollen euch im Folgenden zwei Technologien vorstellen, die dafür sorgen, dass alle eure Geräte immer mit den optimalen Parametern aufgeladen werden und kein Ladevorgang mehr verweigert wird. Außerdem zeigen wir euch interessante Produkte, die für minimale Ladezeiten sorgen.

Quick Charge

Der Begriff Quick Charge (QC) ist oft in Zusammenhang mit modernen Smartphones zu lesen. Entwickelt wurde das Verfahren von Qualcomm. Dabei handelt es sich um ein Protokoll, welches zur Verständigung zwischen Ladegerät und Endgerät sowie zur Steuerung der Ladeparameter (Spannung und Strom) dient. Das Besondere an QC ist hierbei, dass die Ladespannung nicht auf die üblichen 5 V des USB-Protokolls beschränkt ist, sondern auch deutlich höhere Spannungen zur Verfügung stehen, was bei der Effizienzsteigerung des Ladevorgangs hilft. Aktuell ist die Version 3.0, welche den zu Grunde liegenden INOV-Algorithmus weiter verbessert. INOV steht dabei für Intelligent Negotiation for Optimum Voltage, also intelligente Aushandlung der optimalen (Lade-)Spannung. Vorteile der neuen QC-Version ist der breitere Spannungsbereich (nun bis zu 30 V Ladespannung) sowie die Regulierung der Spannung in feinen 200 mV-Schritten. Das alles soll, sofern vom Endgerät richtig umgesetzt, zu einer Effizienzsteigerung von bis zu 38 % gegenüber QC 2.0 führen. Während die Version 3.0 noch recht jung ist, finden sich bereits viele Geräte mit Quick Charge 3.0 auf dem Markt.

Anker PowerIQ

Ein Alleinstellungsmerkmal des Herstellers Anker ist die PowerIQ Technologie. PowerIQ ist ein Multitalent in Bezug auf verschiedene Ladeprotokolle. Ein Controller im Inneren der PowerIQ-fähigen Produkte von Anker „spricht“ vor dem Beginn des Ladevorgangs zunächst mit dem Endgerät. Dabei merkt PowerIQ, ob es sich bei dem Endgerät beispielsweise um ein Apple iPad, ein iPhone, ein Google Nexus Smartphone oder um Samsungs Galaxy Smartphones aus der S-Serie handelt. Je nachdem, welches Endgerät angeschlossen wird, werden die entsprechenden Befehle an das aufzuladende Gerät gesendet, um diesem zu signalisieren, dass es mit einer Energiequelle verbunden ist, die die maximal gewünschte Ladeleistung mit dem richtigen Protokoll liefern kann. So stellt Power IQ sicher, dass jedes Gerät mit den individuell optimalen Einstellungen schnellst möglich aufgeladen wird.

startbild power iq

Power IQ geht dabei also deutlich über die Fähigkeiten eines „dummen“ Ladegerätes hinaus, welches im Zweifelsfall zwar hohe Ströme liefern kann, diese aufgrund der fehlenden Kommunikation aber nie vom Endgerät genutzt werden.

Der perfekte Begleiter

Schnell wird klar, dass das billige USB-Ladegerät für 2,99 € leider oft ungeeignet ist, wenn man darauf aus ist, sein Gerät nicht nur irgendwie, sondern möglichst schnell und ohne große Energieverluste aufzuladen.

Nachfolgend möchten wir euch daher eine interessante Auswahl an Produkten vorstellen, die dank PowerIQ und teilweise auch Quick Charge Support, bestens für die verschiedensten Geräte geeignet sind.

Den Start macht der brandneue Anker PowerCore+ 20100 USB-C. Eine PowerBank mit etwas mehr als 20.000 mAh Kapazität, die sich dank integrierter USB-C-Schnittstelle somit auch zum Aufladen von entsprechend ausgestatteten Notebooks, wie dem Apple MacBook, eignet. Das knapp 450 Gramm schwere Energiebündel kann dabei mit bis zu 2,4 A geladen werden und stellt über die 2x USB Typ A Buchsen jeweils 2,4 A zur Verfügung; über USB Typ C können gar bis zu 3 A abgerufen werden. Somit kann diese PowerBank auch ohne Weiteres zum Aufladen von Tablets verwendet werden. Selbstverständlich verfügt die Anker PowerCore+ 20100 USB-C auch über die PowerIQ-Technologie und sorgt dank der zusätzlichen VoltageBoost Technik dafür, dass auch Ladekabel mit höheren Widerständen genug Spannung am Endgerät zur Verfügung stellen können. Verpackt ist die PowerBank in einem mattschwarzen, abgerundeten Aluminiumgehäuse von ausgezeichneter Verarbeitungsqualität. Ein Taster, welcher von einem Ring aus 12 weißen LEDs eingefasst wird, die den Ladestand anzeigen, aktiviert die PowerBank mit einem leichten Druck. Erhältlich ist der Anker PowerCore+ 20100 USB-C zu einem Preis von 53,99 €.

Anker PowerCore+ 20100 USB-C

Weiter geht es mit dem Anker PowerPort Qi Wireless Ladegerät. Die kleine schwarze Scheibe unterstützt Qi-fähige Smartphones, die sich so kabellos per Induktion wieder aufladen lassen. Das Ladegerät verfügt über eine Induktionsspule und kann maximal 1 A Ladestrom bereitstellen. Zur Sicherheit ist der PowerPort Qi ebenfalls mit einem Temperaturwächter ausgestattet, der den Ladevorgang bei Überschreitung von 41 °C abbricht. Mitgeliefert wird ein Micro-USB-Kabel. Ein passendes Netzteil mit 2 A Ausgangsstrom wird noch benötigt. Die Kosten für den äußerst kompakten Anker PowerPort Qi liegen bei knapp 17 €.

Anker PowerPort Qi

Eine zweite PowerBank ist die die neue Anker PowerCore 10000 mit Quick Charge 3.0 Unterstützung. Dieser mobile Akku bietet lediglich einen USB-Ausgang zum Anschluss von aufzuladenden Geräten, dieser ist dafür jedoch QC-fähig. Das heißt, je nach angeschlossenem Gerät liefert der Port eine Spannung zwischen 5 – 6 V bei maximal 3 A, 6 – 9 V bei maximal 2 A oder sogar 9 – 12 V bei 1,5 A. Durch die Erhöhung der Ladespannung soll vor allem die Effizienz des Ladevorgangs gesteigert werden. Der Ladestand des Akkus wird über vier blaue LEDs an der Oberseite des hochwertig verarbeiteten Kunststoffgehäuses angezeigt. Ein kurzer Druck auf den links, seitlich angebrachten Knopf aktiviert die LEDs. Aufgeladen wird der PowerCore 10000 mit Quick Charge 3.0 über microUSB mit maximal 2A. Erhältlich ist das Produkt zu einem Preis von 26,99 €.

PowerCore 10000 with Quick Charge 3.0

Damit die drei oben vorgestellten Produkte funktionieren bzw. geladen werden können, benötigt es noch ein USB-Netzgerät, welches die Hausspannung von 230 V AC in USB-verträgliche 5 V DC umwandelt. Ein besonders edler sowie moderner Vertreter dieser Gerätegattung ist der brandneue Anker PowerPort+ 5 USB-C. Das Ladegerät wird über das mitgelieferte Eurokabel mit der Steckdose verbunden. Danach stehen an der Vorderseite vier USB Typ A Ports mit jeweils 2,4 A Ladestrom sowie PowerIQ-Technologie zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt das in einem hochwertigen Metallgehäuse untergebrachte Netzgerät über einen USB Typ C Ausgang. Damit lässt sich das USB Power Delivery Protokoll nutzen und Geräte werden über diesen Port mit einer Leistung von bis zu 29 Watt geladen. Ein Anwendungsbeispiel ist das neue Apple MacBook, welches nur einen einzigen USB Typ C Anschluss besitzt, der gleichzeitig auch als Ladeport dient. Verfügbar ist das Anker PowerPort+ 5 USB-C Netzteil für knapp 40 Euro.

Anker PowerPort+ 5 USB-C

Anker stattet die meisten seiner Geräte im Übrigen zusätzlich mit der MultiProtect Technologie aus, welches gegen Kurzschlüsse und zu hohe Ströme schützt sowie andere Fehlerzustände zuverlässig erkennen soll.

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Nils Waldmann

Nils Waldmann

...ist seit über 10 Jahren bei Allround-PC.com und als Redakteur und technischer Leiter tätig. In seiner Freizeit bastelt und konstruiert Nils gerne flugfähige Modelle oder fotografiert und filmt auf Motorsportevents. Im "echten Leben" studierter Wirtschaftsingenieur und Qualitätsmanager.

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