BIOS Guide

Als erstes muss ich in diesem Bios Bericht klarstellen, dass weder ich, noch Allround-PC Verantwortung für Schäden, die durch das verändern von BIOS Einstellungen auftreten können übernehmen.

 

 

Was Sie in diesem Bericht erwartet:

  • Grundlegende Erklärungen

  • Erklärung sämtlicher Einstellungen (AWARD und AMI)

  • Einstellung des BIOS Passwort

  • Hilfe zum BIOS Update

  • Bios Tuning


1.) Grundlegende Erklärungen

Das „Bios“ (Kurzform für BasicInputOutputSystem) ist eines der wichtigsten Teile eines PCs. Es ist die Schnittstelle zwischen der Software (z.B. Windows) und der Hardware! Es ist z.B. für den Selbsttest des PCs während des Starts zuständig. Außerdem informiert es durch verschiedene Piepcodes den Benutzer über einen Defekt an seiner Hardware. Da das Bios so programmiert ist, das es fehlerfrei mit der Hardware zusammenarbeitet ist ein Austausch meistens unmöglich! Es gibt drei verschiedene Hersteller, die Bios Chips herstellen bzw. Programmieren! Award, AMI und Phoenix. In diesem Artikel werden allerdings nur Award und AMI behandelt, da es erstens kaum noch PCs mit Phoenix BIOS gibt und ich zweitens keinen solchen zur Verfügung habe!

 

2.) Erklärung der Einstellungen eines AWARD Bios

 

 

Das Award Bios ist das am weitesten verbreitete. Die Revisionsnummer hängt jeweils von dem Hersteller des Mainboards ab, so dass man nicht sagen kann welche Version im Moment aktuell ist. Nun aber zu den Einstellungen.

 

 

Menü: Intergreated Peripherals: Hier kann man die Hardware auf dem Mainboard selber, also beispielsweise den Onboard Soundchip oder den IDE Port an und aus schalten. Dieses Menü ist wichtig wenn man eine PCI Soundkarte einbaut oder bei Problemen mit IDE Geräten hat. Hier können sie dann z.B. für ZIP Laufwerke den benötigten PIO-Mode manuell einstellen.
Des weiteren sollte man den Punkt "Init Display First" jew. nach der Grafikkarte anpassen. Wenn man eine AGP Grafikkarte verwendet sollte man die Einstellung AGP verwenden.

 

 

Menü: Bios Features Setup: Hier lassen sich zum einen grundlegende Einstellungen machen, wie z.B. das Ein/Ausschalten des First oder Second Level Caches, aber auch die Bootreihenfolge ist hier zu finden. Wichtig: Bei normalen Windows Betrieb sollte die Bootreihenfolge folgendermaßen aussehen: HDD-CD-ROM-FLOPPY

 

 

Menü:Power Management Setup: Hier lassen sich wie schon der Name vermuten lässt alles rund um die Stromsparfunktion Ihres PCs einstellen. Also z.B. die Standbyzeit des Monitors oder die Zeit nach der die Festplatten abgeschaltet werden sollen!

 

 

Menü: PNP and PCI Setup: Hier finden sie viele Einstellungen für Ihre Plug and Play Geräte. So lassen sich hier die DMA und IRQs einstellen. Bei Problemen mit IRQs findet sich die Lösung meistens in diesem Menü. So kann man manuell IRQ's verteilen und somit so manches Problem lösen. Achtung nur für erfahrende User zu empfehlen!

 

 

Menü: Standard CMOS Setup: In diesem Menü sind die grundsätzlichen Einstellungen des Bios, wie die Systemzeit und das Datum. Wichtig ist hier die Festplattenerkennung. Man kann hier ablesen ob die neu eingebaute Festplatte ordnungsgemäß erkannt wurde. Um den Boot-Vorgang zu beschleunigen stellen sie einfach die nicht belegten Ports aus "None" um. Sollten sie evtl. auch kein Diskettenlaufwerk mehr verwenden, können sie das ebenfalls mit "None" deaktivieren.


Menü: CPU Soft Menu: Hier finden Sie alle Einstellungen die sie zum übertakten Ihres PCs benötigen. So z.B. die Core Spannung, den Multiplikator oder den FrontSideBus. Eine genau Anleitung, wie sie im Bios ihren Prozessor übertakten können, finden sie hier. Vorsicht, mit diesen Einstellungen können Sie bei unzureichender Kühlung Ihren PC beschädigen! Außerdem erlischt die Garantie des Prozessors/des RAMs bei Übertaktungsversuchen.

 

 

Menü: Chipset Features Setup: Hier befinden Sie sich in den genauen Einstellungen des Chipsatzes. Mit fundierten Kenntnissen lässt sich hier eine Menge einstellen. Sie benötigen allerdings die genauen Spezifizierungen Ihrer Hardware.
Des weiteren gibt es Einstellungen für den Arbeitsspeicher. Diesen können sie tunen indem sie den Latency Timer von 3 auf 2 stellen. Achtung das System kann dadurch unstabil werden.
Auch können sie die Geschwindigkeit des AGP Ports manuell bestimmen.

 

 

Menü: PC Health Status: Ein sehr praktisches Menü. Hier lassen sich die Temperatur Ihres Prozessors, die Gehäusetemperatur, die Drehzahlen von Prozessor/Gehäuselüfter und die Core-Spannungen überwachen. Um einen größeren Schutz vor Überhitzung zu gewährleisten, lässt sich ggf. auch eine Alarmfunktion aktivieren, welche sich dann ab einer bestimmten Prozessortemperatur einschaltet.

 

BIOS geändert - PC Unstabil - was nun?

Sollten sie im BIOS Einstellungen vorgenommen haben, welche den PC unstabil arbeiten lassen, wissen aber nicht mehr, was sie geändert haben, gibt es im BIOS den Menü-Punkt "Load Bios Defaults". Danach müssen sie beim verlassen des BIOS die Einstellungen speichern und den PC neu starten.
Es gibt eine zweite Möglichkeit, die BIOS Defaults zu laden, indem sie dies auf dem Mainboard per Jumper manuell ausführen.
Der Jumper befindet sich in den meisten Fällen in der Nähe der BIOS Batterie (genauere Angaben in Ihrer Mainboardanleitung). Stecken sie diesen dazu einen Platz weiter und belassen sie diese Einstellung für ca. 3Sekunden. Danach setzen sie den Jumper auf die den Ursprungsplatz zurück. Nur dann ausführen, wenn der PC ausgeschaltet ist!


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