Die Festplatte partitionieren und formatieren

Und so funktioniert es unter Windows Vista

Glücklicherweise bringt Windows Vista hierfür alle Werkzeuge mit sich. Zwar können Programme von anderen Herstellern meist noch mehr Szenarien realisieren, die Bordmittel von Vista reichen für grundlegende Konfigurationen allerdings vollkommen aus.

Um nun eine Festplatte zu partitionieren und später zu formatieren ist das Öffnen der Computerverwaltung nötig. Diese enthält die zu verwendende Datenträgerverwaltung. Sie erreichen das Tool über Start / Systemsteuerung / Verwaltung / Computerverwaltung / an der linken Seite unter „Datenspeicher“ dann die Datenträgerverwaltung auswählen. Es kann vorkommen, dass Windows einen kleinen Moment braucht, bis die Partitionstabelle eingelesen und grafisch dargestellt ist. Im Normalfall ist diese Arbeit aber binnen Sekunden abgeschlossen. Dann offenbart die angezeigte Grafik einem die aktuelle Verteilung des Speicherplatzes auf die vorhandenen Partitionen.
Die folgende Grafik zeigt eine sinnvolle Verteilung des Speichers bei einer 640 GB Festplatte, von der unter NTFS ca. 596GB nutzbar sind. Hierbei ist anzumerken, dass alle Programme auf Laufwerk „C:“ Platz finden sollen, die „Eigenen Dateien“ allerdings auf „F:“ ausgelagert wurden. Auch Spiele haben auf Laufwerk „E:“ ihren eigenen Speicher, genau wie es mit sonstigen Daten auf „D:“ der Fall ist.
Die Festplatte partitionieren: Sinnvolle Aufteilung bei 640 GB HDD
Wir wollen die Partitionierung an Hand einer 80 GB Festplatte demonstrieren, die später sechs Partitionen haben soll. Das Nutzen dieser Partitionen sei allerdings dahin gestellt, es geht hierbei nur um die Funktionsweise und Bedienung des Windows-Tools.

Eine unformatierte und unpartitionierte Festplatte wird von der Datenträgerverwaltung schwarz angezeigt. Dieses markiert nicht zugeordneten Speicherplatz. Um nun eine Partition zu erstellen, genügt ein Rechtsklick auf die schwarze Fläche. Das folgende Menü startet nach einem Klick auf „Neues einfaches Volume…“ den Assistenten. Dieser begrüßt den Anwender mit einem Willkommensbildschirm. Im nächsten Schritt wird nach der Menge an Speicher gefragt, die der Partition zugeordnet werden soll. Die minimal und maximal mögliche Größe wird außerdem angezeigt.
Bei der Eingabe der Speichergröße ist allerdings eine Sache zu beachten: Möchte man z.B. eine Partition mit einer Größe von genau 20 GB anlegen, so darf man dem Assistenten nicht die SI-komforme Speichergröße mitteilen, die sich nach dem Schema 1 Gigaybyte = 1000 Megabyte zusammensetzt. Man muss die gewünschte Speichergröße zuerst umrechnen. Dieses geschieht nach dem Prinzip 1 Gigabyte = 1024 Megabyte. Da der Assistent die Eingabe einer Zahl in MB fordert, rechnet man für unsere 20 GB einfach: 20 * 1024 = 20480 MB. Dieser Wert veranlasst das Programm nun eine Partition mit einer Größe von genau 20 GB zu erstellen. Dieses ist aber eher eine Schönheitskorrektur und nicht zwingend von Nöten.
 Die Festplatte partitionieren: Unzugeordneter Speicherplatz Die Festplatte partitionieren: Neues Volume erstellen
 
Die Festplatte partitionieren: Speicherplatz zuweisen
Im nächsten Schritt wird abgefragt, ob der Partition ein Laufwerksbuchstabe zugewiesen werden soll. Dieses muss durchgeführt werden, um die Partition anschließend unter Windows verwenden zu können. Alle freien Buchstaben werden angezeigt und können ausgewählt werden. Das nächste Fenster dient zur Einstellung der Formatierungsoptionen. Hier ist NTFS als Dateisystem voreingestellt und sollte auch verwendet werden. Die Größe der Zuordnungseinheiten wird ebenfalls bei „Standard“ belassen. Das Feld „Volumebezeichnung“ erlaubt es uns der Partition einen Namen zu geben, der später angezeigt wird. Danach sollte noch ein Haken bei „Schnellformatierung durchführen“ gesetzt werden, um den Vorgang zu beschleunigen. Das letzte Fenster zeigt noch einmal eine Übersicht aller getroffenen Einstellungen an. Ein Klick auf „Fertig stellen“ aktiviert die gesetzten Optionen und erstellt die Partition.
Die Festplatte partitionieren: Formatierungsoptionen wählen
Dieser Vorgang kann nun mit verbliebenem Speicherplatz wiederholt werden. Windows Vista erstellt die ersten drei Partitionen automatisch als primäre Partition. Die letzte Partition wird automatisch als logisches Laufwerk eingerichtet. In unserem Beispiel gibt es letztendlich drei primäre und drei logische Partitionen, die im laufenden Windowsbetrieb völlig gleichberechtigt behandelt werden. Dass es bei sechs Partitionen nützlich sein kann Namen zu vergeben, zeigt das nachfolgende Bild.
Die Festplatte partitionieren: Formatierung von 20 GB Partition
 Die Festplatte partitionieren:Fertige sechs Partitionen
 Die Festplatte partitionieren: Drei primäre Partitionen  Die Festplatte partitionieren: Arbeitsplatz mit unbenannten Partitionen
Windows Vista bietet übrigens schon einen in der Installationsroutine eingebauten Partitionsmanager, der das Partitionieren und Formatieren noch vor der eigentlichen Installation erlaubt. Somit bleiben spätere Konfigurationen in den meisten Fällen aus.

 

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