Aufbau eines Mini-PCs mit dem Lian Li Q07

Wenig Platz oder einfach zu große Gehäuse machen es oft nicht einfach, den richtigen PC für das Wohnzimmer oder die kleine Ecke unter dem Schreibtisch zu finden. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ganz einfach einen Mini-PC zusammenstellen können und was Sie dabei beachten müssen.

Wer wollte nicht schon immer einen PC, den man im Schubfach des Schreibtisches verschwinden lassen kann oder im Wohnzimmer zwischen die anderen HIFI-/TV-Geräte stellt, ohne dass er gleich unangenehm durch seine Größe auffällt. Ein Mini-PC meistert alle Grundfunktionen wie im Internet surfen, Musik hören, Videos abspielen oder Texte schreiben. Nur für leistungshungrige Spiele und Hochleistungsprogramme ist der „Kleine“ weniger zu empfehlen.

Aber wie erstellt man selber einen Mini-PC und welche Vorbereitungen müssen getroffen werden? Wir möchten Ihnen an dieser Stelle eine kurze Zusammenbau- und Installationsbeschreibung vorstellen, damit jeder, auch ohne große Hilfe, einen Mini-PC zusammenbauen kann.

Testsystem

  • Motherboard: Zotac Geforce 9300 Mini-ITX
  • CPU: Intel Core2Duo E8500 3.0 GHz
  • Speicher: 2x2GB DDR2 Corsair XMS2 800 Mhz
  • Netzteil: ATX HKC USP- 400 Watt
  • Gehäuse: Lian Li Q07
  • Festplatte: Seagate 160GB - 7200 Umdrehungen pro Minute
  • Laufwerk: LG GGW-H20L  
  • Betriebssystem: Windows Vista Buisiness 64-Bit

Vielen Dank an Zotac für die Bereitstellung des Systems.

 

Technische Details Gehäuse Lian Li Q07

  • Maße:  193 x 280 x 208 mm (BxHxT)
  • Material: Aluminium
  • Farbe: Schwarz
  • Formfaktor: Mini-ITX
  • Einbauschächte:
    - 1x 5,25 Zoll
    1x 3,5 Zoll und 1x 2,5 Zoll intern
  • I/O Panel:
    - 2x USB 
  • Gewicht: 1.1 Kg

 

Design und Verarbeitung Lian Li Q07

Das Lian Li Q07 ist aufgrund der Maße von 193 x 280 x 208 mm sehr kompakt und fällt durch sein minimalistisches Design ins Auge. "Weniger ist Mehr" lautete wohl das Motto des Herstellers. Für die Konstruktion wurde ausschließlich Aluminium verwendet, welches das Gewicht von gerade mal 1.1 kg erklärt. Die Front des Lian Li Q07 wurde auf das Nötigste reduziert. So ist an der Vorderseite des komplett schwarzen Gehäuses ein Reset- und Power-Knopf, sowie zwei USB 2.0 Anschlüsse und ein 5.25" Laufwerkeinschub zu finden. Auffallend sind auch die vielen Gitter-Elemente in den Seiten- und Deckelteilen, die für einen besseren Wärmeaustausch sorgen sollen.

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Die Aluminium-Konstruktion wurde so entworfen, dass die Kombination aus geringem Gewicht und hoher Stabilität ideal ausgenutzt wird. Außerdem bietet das Gehäuse die Möglichkeit eine weitere Steckkarte zu installieren. An dieser Stelle können je nach Motherboard Sound, Grafik oder TV-Karten verbaut werden. Jedoch muss bei Auswahl einer zusätzlichen Grafikkarte darauf hingewiesen werden, dass es sich beim Lian Li Q07 um einen Single-Slot handelt, der die Auswahl der passenden Grafikkarten einschränkt.

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Die Konstruktion aus Aluminium spricht für sich und spiegelt eine hohe Verarbeitungsqualität wieder. Alle Teile wurden sauber verbaut und weisen keinerlei scharfe Kanten oder Ecken auf.

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Zusammenbau

Bevor wir nun damit beginnen alle Komponenten in das kleine Lian Li Gehäuse zu installieren, empfiehlt es sich die CPU und den CPU-Kühler bereits vor dem Einbau des Mainboards zu fxieren, da sonst durch Platzmangel erhebliche Probleme oder gar Schäden entstehen können.  Falls sich an der Unterseite des CPU-Kühlers noch keine Wärmeleitpaste befinden sollte, muss zusätzlich entsprechend Paste aufgetragen werden, um die Abwärme der CPU über den Kühler zu gewährleisten. Sitzt der Kühler richtig fest auf der CPU ist es wichtig den Kühler  per Stromkabel mit dem Motherboard zu verbinden, da die CPU sonst überhitzt und beschädigt werden kann.  Achtung: Der CPU-Kühler darf nicht höher als 70 mm sein, da über ihn direkt das Netzteil platziert wird.
Zum Öffnen des Lian Li Q07 Gehäuses müssen an den Seiten sechs kleinere Schrauben entfernt werden, um dann die Seitenplatte abzunehmen und ein Einblick in das Innere zu bekommen.

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Nun kann das Mainboard in Verbindung mit der CPU und dem Kühler in das Lian Li Gehäuse geschraubt werden. Die Reihenfolge des Einbaus der Komponenten hängt oft mit der Konstruktion des Gehäuses zusammen und sollte zu Beginn in der Bedienungsanleitung nachgelesen werden; so kann am Ende viel Zeit gespart werden! Selbst mit dem Wissen der richtigen Vorgehensweise entpuppt sich ein solcher Mini-PC meist als feinmotorische Geschicklichkeitsprüfung. Da hilft nur Ruhe bewahren und einen Teil nach dem anderen vorsichtig einsetzen.

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Im nächsten Schritt wird der RAM-Speicher auf das Board gesteckt und das DVD-Laufwerk von vorne eingeschoben. Dazu muss bei dem Lian Li Q07 Gehäuse lediglich die Frontblende von innen herausgedrückt werden. Der RAM-Speicher kann je nach Platzangebot und Erreichbarkeit auch vorher auf dem  Board platziert werden, bevor dieses im Gehäuse fixiert wird.

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Die Festplatte lässt sich meist aufgrund guter Erreichbarkeit und vorgesehenen Halterungen einfacher als die anderen Komponenten einsetzen.

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Nun ist Nervenstärke und Fingerspitzengefühl gefragt, um das Netzteil einzubauen und alle Komponenten richtig zu verbinden. Ohne ein gut durchdachtes System wird es schwer, alle Geräte auf engsten Raum zusammenzuschließen. Eine Besonderheit des Lian Li Q07 ist die Kompatibilität zu leistungsstarken ATX-Netzteilen, so können auch "ressourcenhungrige" Komponenten versorgt werden, ohne dass es zu einer Überbelastung des Netzteils kommt. Zudem wird dem Käufer die Anschaffung eines speziellen Netzteils erspart.
Ist die Hürde des Zusammenbaus genommen, ist der Mini-PC auch fast schon betriebsbereit. Jetzt fehlt lediglich noch die Installation des Betriebssystems, die aber keine Probleme bereiten sollte, wenn alle Anschlüsse richtig verbunden wurden. Daher am besten noch einmal alle Kabel vor dem Einschalten überprüfen!

Doch welches Betriebssystem spielt man auf den Mini-PC? Hier eigenen sich besonders die Windows-Betriebssysteme wie Windows XP oder Vista. Zu leichteren Steuerung könnte die Ausstattung mit dem Windows-MediaCenter hilfreich sein, aber es gibt auch Alternativ-Software von anderen Herstellern, die speziell auf die Bedürfnisse von HTPCs zugeschnitten sind. Als Basis dient in diesem Fall auch das Windows-Betriebssystem.

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