Sicherheit im WLAN
Man stelle sich einmal vor, man öffnet den Briefkasten und hat ein Schreiben einer Rechtsanwaltskanzlei unter der täglichen Post. Der Grund dafür könnte ein über WLAN missbrauchter Internetanschluss sein. Bei nicht vorhandener beziehungsweise ungenügender Sicherung eines WLAN-Netzwerkes ist es, in Reichweite der Empfangstation befindlichen, Außenstehenden möglich, den über dieses Netz erreichbaren Onlinezugang zu nutzen, ohne dabei den Zugang beim Inhaber zu erfragen. Auf einem in dieser Weise gekaperten Anschluss finden allzu oft auch nicht legale Aktivitäten statt. So gibt es Fälle, in denen zum Beispiel illegales Filesharing oder Angriffe auf auf andere Rechner oder Netzwerke mit einem solchen Anschluss dazu führten, dass Abmahnung ausgesprochen und sogar schon gerichtlich gegen den Inhaber des Anschlusses vorgegangen worden ist.
Sowohl bei der Rechtsprechung zu diesem Thema, als auch im Bereich der Sicherung von Funknetzwerken hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Dies und die steigende Beliebtheit von WLAN-Netzen wollen wir zum Anlass nehmen um unseren, doch schon etwas in die Jahre gekommenen, Guide zur Sicherung von Funknetzwerken auf einen aktuellen Stand zu bringen. Schließlich sammeln sich in unseren Haushalten neben den klassischen Kandidaten wie Notebook und PC immer mehr Geräte, wie Spielkonsolen, Smartphones oder Tablet-PCs, deren Anbindung ans WLAN praktisch oder sogar nötig ist.

In diesem Bericht erfahren sie, wie sie ihr WLAN-Netzwerk mit virtuellen Schlüsseln sicher machen können.
WARUM sollte ich mein WLAN sichern?
Im Gegensatz zu einem nur über Kabel verbundenen Netzwerk kann auf ein Funknetzwerk prinzipiell jeder zugreifen, der sich in Reichweite der Sende-/Empfangsstation, in den meisten Fällen wohl der vom Provider des Internetanschlusses zur Verfügung gestellte WLAN-Router, befindet.
Einerseits bieten, wie bei der obigen Schilderung eines Worst-Case-Szenarios bereits erwähnt, ungeschützte Funknetzwerke eine Plattform für Aktivitäten Dritter, für die dann der Inhaber des Anschlusses die Verantwortung tragen muss, häufig in Form von empfindlichen Geldstrafen und / oder Schadenersatz.
Gerade Notebook- und Tablet-PC-Anwender nutzen das Internet auf ihrem Gerät per WLAN-Verbindung.
Andererseits ist ein offenes WLAN gleichzeitig auch die Einladung in den über das WLAN und mit einem eventuell angebundenen verkabelten Netzwerk verbundenen Rechnern zu spionieren. Oftmals wägt man sich in seinem privaten Netzwerk in Sicherheit und hat private Dokumente in Freigaben ungeschützten Freigaben liegen um diese ohne Eingabe von Passwörtern mit anderen im Haushalt lebenden Familienmitgliedern zu teilen, zum Internet hin schützt ja die Firewall des Routers. Diese Freigaben stünden dann jedoch auch einem nicht autorisierten Außenstehenden genauso offen, wie sie es für die Personen tun, für die sie eigentlich bestimmt waren.
Die Sicherung des eigenen WLAN dient also, wie leicht zu erkennen ist, nicht nur dem Schutz vor finanziellem Schaden, sondern auch der Wahrung der eigenen Privatsphäre.






