Aerocool PowerPanel - Die USB Power?
Im digitalen Zeitalter der Digitalkameras finden immer mehr Cardreader einen Platz im oder am Computer. Meist ist nicht nur ein Fotoapparat in einem Haushalt zu finden, sondern gleiche mehrere Geräte sind vorhanden. So kann ein Cardreader besonders Sinn machen, wenn man nicht jedes Mal das USB-Kabel für die passende Kamera suchen möchte. Das interne Frontpanel bietet in vielen Fällen mehr Funktionen als nur die Daten der Speicherkarten zu übertragen. In vielen Fällen ist es möglich weitere USB- oder Audiogeräte anzuschließen.
Das Aerocool PowerPanel hat die Besonderheit, das es so genannte Power-USB-Anschlüsse besitzt. Was sich dahinter verbirgt werden wir in diesem Review etwas genauer erklären.
- 25 in 1 Cardreader
- 4 USB 2.0 Ports
- 5,25“ Bauweise
- Front S-ATA und Power S-ATA
- Audioanschlüsse
- PowerUSB
Lieferumfang
Im Karton des Aerocool PowerPanels befinden sich Schrauben zur Montage, eine Anleitung, eine Treiber CD und ein USB-Kabel für das Einstecken auf der Rückseite des Computers. Für diese Verwendung fehlt allerdings ein Slotblech mit einem Loch zur Durchführung.
Die optional erhältlichen Power-USB-Kabel besitzen fünf verschiedene Stecker. (Zwei USB-Varianten und drei runde Stecker).
Das PowerPanel findet in einem freien 5,25 Zoll Laufwerksschacht platz. Es wird mit vier Schrauben aus dem Lieferumfang befestigt. Das Aluminiumgehäuse gibt dem Panel einen festen und sicheren Halt. Der Aerocool Cardreader besitzt interne Anschlüsse, die im Vergleich Konkurrenzprodukten, einen erheblichen Vorteil darstellen. So fällt eine Belegung der freien USB-Slots und weiterer Anschlüsse auf der Mainboardrückseite weg. Allerdings muss das Mainboard fünf freie USB Anschlüsse vorweisen, damit alle Funktionen des Panels unterstützt werden. Eine USB-Hub wurde nämlich nicht integriert, wodurch USB-Belegungen gespart werden könnten. Sind aber nur vier freie USB-Ports vorhanden, hat Aerocool ein USB-Kabel beigepackt, damit man dieses durch den Computer nach Außen gelegt werden kann. Alle Adern der UniversalSerialBus-Stecker müssen einzeln auf die Header der Hauptplatine gesteckt werden, was zur "Fummelsarbeit" werden kann, wenn z.B. eine Grafikkarte den Weg fast blockiert. Da die USB-Belegungen genormt sind, könnten diese als feste Stecker geliefert werden. Dies würde den Usern viel Arbeit ersparen.
Um die Frontaudioanschlüsse nutzen zu können, muss der Stecker für AUDIO auf dem Mainboard oder der Soundkarte entsprechend platziert werden. Ebenso muss das S-ATA Kabel sowie die entsprechende Spannungsversorgung mit dem Mainboard bzw. dem Netzteil verbunden werden. Falls das Netzteil keinen S-ATA Power Anschluss besitzt, oder alle Anschlüsse belegt sein sollten, hat der Hersteller einen Adapter bereits angeschlossen.
Alle Kabel haben eine ausreichende Länge von ungefähr 60 cm. Werden Features wie PoweredUSB nicht benötigt, können die dazugehörigen Kabel entfernt werden und stören nicht im Innenraum des Computers.
Das PowerPanel macht mit dem schwarzen Design einen schlichten, aber optisch gelungenen Eindruck. Das Aluminium wird durch die farblich unterschiedlichen PowerUSB von einem tristen Look abgewandt. Nur die silberne Umrandung der USB-Slots passt nicht zum Gesamtbild, da diese auch nicht ganz gerade sind.
Praxistest
In den meisten Fällen solcher Cardreader bzw. Frontpanels werden nicht alle Features genutzt. In unserem Fall nutzten wir vom Cardreader den SD-Slot und den für Memory Sticks. Der Memory Stick DUO ließ sich nicht verwenden, obwohl er zu den unterstützten Kartentypen gehört. Ohne Probleme konnten dagegen Daten von der Secure Digital Karte gelesen/geschrieben werden.
Der Einsatz von PowerUSB soll für Geräte wie Drucker oder externe Festplatten ausreichen. Allerdings benötigen im befindlichen Haushalt alle Drucker und Scanner eine eigene Stromquelle. Auch externe Festplatten benötigen zum Teil eine eigene Spannungsversorgung.
Auch der Einsatz der PowerUSB-Kabel erscheint in unseren Augen als nicht sinnvoll, wenn man sein Handy darüber laden möchte. Das Sony Ericsson K750i hat ein USB-Datenkabel im Lieferumfang, womit das Mobiltelefon auch aufgeladen werden kann. Beim Einsatz des Power-Kabels am Datenkabel können auch Daten übertragen werden, sprich, es ist nur eine Verlängerung. Ein anderer Einsatzort hätte die Logitech Aufladestation der MX 1000 sein können. Jedoch sind hier die Stecker nicht kompatibel. Ebenso konnte die Digitalkamera Casio Exilim EX-P700 nicht mit Spannung versorgt werden. Weitere Geräte standen nicht zur Verfügung. In unseren Augen macht PowerUSB noch keinen Sinn und es ist ungewiss, ob es ein Standard werden wird.
Jetzt kann natürlich Verunsicherung bei der 12 Volt Spannungsversorgung entstehen, da am grünen Port besagte Spannung ausgegeben wird. Mit einem Multimeter wurde überprüft, ob an dem normalen USB Anschluss auch mehr Spannung vorhanden ist als erlaubt. Dieser Fall trifft aber nicht zu, da es auch schwer nachvollziehbar wäre, weil vermutlich jedes USB Gerät durch eine erhöhte Betriebsspannung zerstört werden würde. Nur für die runden Stecker stehen 12 Volt zur Verfügung.
Wie auch bei dem kürzlich getesteten ICY BOX IB-861 gibt es keine eindeutige Identifikation der Wechseldatenträger.
Fazit Das Aerocool PowerPanel unterstützt die gängigsten Speicherkarten für Digitalkameras und Mobiltelefone. Genügend USB-Frontanschlüsse für USB-Sticks oder das Ladekabel für das Handy sind vorzufinden. Allerdings fehlt ein FireWire-Anschluss.. Über die Audioanschlüsse können Kopfhörer oder Headsets angeschlossen werden. Auch können S-ATA Festplatten mit dem Computer verbunden werden, ohne das Gehäuse zu öffnen. Über die Funktion und den Sinn von PowerUSB kann man sicher noch streiten, aber in unseren Augen ist diese Erfindung noch nicht sinnvoll einsetzbar. Zum Preis von ca. 30,- Euro ist das Panel käuflich zu erwerben. Die PoweredUSB-Kabel sind zu einem stolzen Preis von ca. 13 Euro das Stück optional erhältlich. Pro
Contra
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