Raidsonic ICYBOX IB-861 im Test

Mal wieder einer dieser Tage, gerade zurück von einer langen Wanderung oder einem anstrengenden Ausflug, da ruft auch schon der leider verhinderte Kollege oder Freund an, dem man ja auch noch versprochen hat die digital geknipsten Fotos sofort nach der Rückkehr zu zusenden.

Also Computer an und Digitalkamera anschließen doch Moment mal, wo ist das USB-Kabel den schon wieder hin. Also gleich gebückt unter den Tisch kriechen und Kabel reinstecken, zurück oberhalb des Schreibtisches endlich die Bilder entladen. Das alles muss nicht sein, es gibt viele Hersteller, die so genante Frontpanels herstellen, um den Zugriff auf die rückseitigen Anschlüsse zu erleichtern. Eines dieser Produkte mit integriertem Cardreader haben wir uns einmal näher angeschaut.

 

 

Hauptmerkmale

  • Unterstützung von 50 Speicherkartentypen
  • 4 Port USB 2.0 Hub
  • 5,25“ Bauweise
  • Beleuchtung der Steckkontakte
  • Windows und Mac kompatibel

Lieferumfan

Der ICYBOX IB-861 Cardreader wird in einer Blisterverpackung geliefert. Im Lieferumfang enthalten sind das Panel selber, ein Strom-, ein AV- und Firewire-, ein USB-Verbindungs- sowie ein Audiverbindungskabel. Außerdem bekommt der Käufer noch ein ausführliche bebilderte Einbauanleitung und ein PCI-Slotblech zur Durchführung sämtlicher Kabel auf die Rückseite des Computers mitgeliefert.

 

Einbau

Der Einbau des Panels erfolgt in einen freien 5,25 Zoll Laufwerksschacht und gestaltet sich als einfach. Die ICYBOX wird einfach beidseitig, wie ein optisches Laufwerk, mit dem Gehäuse verschraubt. In unserem Fall kam als Gehäuse ein Chieftech CS-601 mit Schienensystem zum Einsatz, was der Montage und vor allem der Demontage aber nicht zum Verhängnis wurde, eher. Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass die Schrauben einfach in das aus Kunststoff bestehende Gehäuse geschraubt werden. Zwar sind selbstverständlich passende Vorbohrungen vorhanden, diese wurden aber leider nicht mit einem Gewinde versehen. Ist das Panel dann fertig verschraubt geht es an das Anschließen der verschiedenen Kabel an Mainboard und Rückseite des Computers. Ist gewünscht die Audioconnectoren der Soundkarte nach vorne zu verlegen, genügt es das beigelegte PCI-Slotblech für die Durchführung der Kabel nach außen einzubauen. Dort werden diese wie das Endgerät einfach an Soundkarte gesteckt. Das Gleiche gilt im Übrigen für den AV-Video Anschluss, nur das Grafik- oder TV-Karte angezapft werden. USB-Hub, Cardreader sowie der Firewire-Anschluss werden, über die auf neueren Mainboards vorhandene, internen Anschlüsse mit Daten versorgt. Zu aller letzt folgt noch ein 5,25“ Molexstecker, der das Panel mit Strom für die Beleuchtung und die externen 12V und 5V Speisung versorgt. Ein Blick in die bebilderte Bedienungsanleitung hilft bei zusätzlich bei Schwierigkeiten.

 

 

Anschlüsse

Das Frontpanel bietet die Möglichkeit folgenden Anschlüsse auf die Forderseite des Computers zu verlegen.

  • 4 x USB 1.1/2.0 (je nach Mainboard und Controller
  • Firewire 1394
  • AV Video
  • Line-In/Out / Mikrofon
  • 50 in1 Cardreader
  • 12 V und 5V - Stromanschlüsse

Erscheinungsbild

Der Cardreader macht einen optisch schicken Eindruck, auch wenn er etwas stabiler sein könnte. Die USB-Ports werden von Leuchtdioden grell blau angestrahlt. Das Selbe gilt für die Audioconnectoren, die aber jeweils in der entsprechenden Normfarbe aufleuchten. Das heißt rot für Mikrofon, blau für Line In und grün für den Line Out Anschluss.

 

Verwendung

Nachdem nun alles richtig angeschlossen ist kann der Computer gestartet werden. Unser Betriebssystem ist Windows XP, was den USB-Hub sowie den Cardreader sofort und vollautomatisch installierte. Nach wenigen Sekunden konnten wir das Gerät benutzen. Alle vier USB-Ports waren funktionsfähig und auch der Cardreader hatte vier Laufwerksbuchstaben mit neuen Wechseldatenträgern belegt. Beim ersten Blick auf den Arbeitsplatz gerät man leicht in Verwirrung, da die einzelnen Kartenleser leider alle mit „Wechseldatenträger“ bezeichnet sind. Eine ordentliche Trennung durch Namen wäre hier wirklich angebracht gewesen. Auch ein Rechtsklick auf eines der Laufwerke -> Eigenschaften -> Hardware hilft nicht weiter, alle vier Module geben sich unter dem Namen „Generic STORAGE DEVICE USB Device“ zu erkennen. So bleibt den Anwender nichts anderes übrig eine Karte jedes Bautyps in das Panels zu stecken, um die Laufwerke so einzeln zu identifizieren und umzubenennen. Hier besteht auf jeden Fall Grund zur Verbesserung. Nach dieser kleinen Strapaze kann natürlich jede beliebige Speicherkarte in den Cardreader gesteckt und verarbeitet werden. Eine Liste unterstützter Kartentypen finden sie hier.

 

 

Test

Wir haben den Cardreader auf seine Lese und Schreibgeschwindigkeit im Bezug auf Secure Digital Medien getestet. Dazu wurde die Software HDTach verwendet. Als Referenz wurde eine über den USB-Port des Cardreaders verbundene Digitalkamera hinzugezogen. Die Kamera wurde während des Tests genau wie der Cardreader als Wechseldatenträger behandelt. Die Benchmarks wurden jeweils mit 8 und 32 Megabyte Datenblockgröße durchgeführt. Als Speichermedien kamen eine SanDisk Secure Digital Ultra 2 und eine Medion Secure Digital Highspeed-Karte zum Einsatz.

Wichtigsten Plattformdaten :

Mainboard

ASUS A7N8X-E-Deluxe (Nforce2)

CPU

AMD Athlon XP 3200+ 400MHZ FSB

Arbeitsspeicher

1024 MB Ram DDR-400 CL 2.5

Festplatte Seagate Barracuda 8MB Cache 7200UPM
Netzteil LC-Power 420 Watt

 

 




Fazit

Die Raidsonic ICYBOX IB-861 stellt eine sinnvolle alternative zum großen Krabbeln hinter dem Rechner dar. Der USB-Hub arbeitet anständig und auch der Cardreader kann durch hohe Kompatibilität und solide Datenraten überzeugen. Auch die Beleuchtung dürfte für jeden Casemodder ein Leckerbissen sein. Allerdings gibt es auch ein paar Kritikpunkte, so ist das Gehäuse nicht das stabilste, Gewindebohrungen wären schön gewesen und die Identifikation der einzelnen Wechseldatenträger fällt auch schwer, da keine Namen vergeben worden sind. Erster und zweiter Punkt sind aber durch die Möglichkeit, externe Geräte mit Strom zu versorgen, tragbar.

Pro

  • USB-Hub
  • Cardreader
  • Schienensystem kompatibel
  • Viele Anschlüsse
  • PCI-Durchführungsblende

Contra

  • Gewindebohrungen fehlen
  • Stabilität des Gehäuses
  • Keine eindeutige Identifikation der Wechseldatenträger

 


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